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Der US-Eiscreme-Hersteller hat in den USA ab 1. Juli bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Anzeigen bei Facebook und Instagram gestoppt. bild: pd

#StopHateForProfit – Ben & Jerry's schliesst sich Werbe-Boykott gegen Facebook an



Der US-Eiscreme-Hersteller Ben & Jerry's will aus Protest gegen Facebooks Umgang mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten vorerst keine Werbung mehr bei dem Online-Netzwerk schalten.

Facebook müsse mehr tun, um die Nutzung seiner Plattform zur Spaltung Amerikas zu verhindern. Dies forderte das zum Konsumgüterkonzern Unilever gehörende Unternehmen am Dienstag (Ortszeit).

Ben & Jerry's schliesse sich deshalb der Initiative #StopHateForProfit an und stoppe in den USA ab 1. Juli bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Anzeigen bei Facebook und Instagram.

US-Bürgerrechtsorganisationen hatten Firmen in der vergangenen Woche zu dem Boykott aufgerufen. So soll Facebook an einer empfindlichen Stelle getroffen werden – der Konzern macht fast seinen ganzen Umsatz mit Werbeerlösen. Mit The North Face und Patagonia schlossen sich bereits andere bekannte Marken an.

Die US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt hat die Kritik an Facebook, zu nachlässig mit kontroversen Beiträgen umzugehen, wieder stark aufflammen lassen. Dazu trug auch der Gründer und Konzernchef Mark Zuckerberg wesentlich bei, der sich weigerte, gegen umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump einzuschreiten.

(dsc/sda/dpa)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
1of8mio
24.06.2020 09:00registriert March 2020
Auch wenn ich Ben&Jerrys mag - unter dem Strich ists auch nicht mehr, als eine auf cool und hip getunte Marke eines der grössten Konsumgütermultis der Welt. Ein Zeichen wäre gewesen, wenn der gesamte Konzern diese Entscheidung getroffen hätte. So ist der kurzfristige Verzicht auf Marketing nichts anderes als Marketing...
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homo sapiens melior
24.06.2020 09:37registriert February 2017
Finde ich gut. Normale User können nicht viel tun. Einzelne Konto-Kündigungen sind zwar edel gemeint, aber nicht mal ein Tropfen auf dem heissen Stein. Jedenfalls nicht bei einer Plattform mit über 2 Mrd. aktiver User.
Bremsen hingegen grosse Konzerne ihre Werbegelder, könnte das die Verantwortlichen in Bewegung bringen.
Laut Statista hatte FB im ersten Quartal dieses Jahres 2,6 Milliarden monatlich aktive User. Und zusammen mit WhatsApp und Instagram fast 3 Mrd.
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