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Xiaomi zeigt sein neues Flaggschiff Mi 11 – und feiert eine Weltpremiere



Xiaomi hat am Montagabend in China sein neues Flaggschiff Xiaomi Mi 11 präsentiert. Das Smartphone der Chinesen ist das erste Handy weltweit, das den neuen Prozessor Snapdragon 888 von Qualcomm verbaut hat. Dieser wurde erst Anfang Dezember vorgestellt.

Xiaomi Mi 11

Bild: Xiaomi

Xiaomi kommt damit Samsung zuvor, das den neuen Chip im kommenden Galaxy 21 verbauen will. Wie Apples A14 oder Huaweis Kirin 9000 soll der Snapdragon 888 dank Fertigung im 5-Nanometerverfahren um einiges leistungsfähiger sein. Unter anderem sollen Grafiken rund 30 Prozent schneller gerendert werden, was vor allem bei Games von Vorteil ist. Ebenfalls hat Qualcomm das 5G-Modem in den Prozessor integriert. Dadurch müssen Hersteller kein externes Modem mehr verbauen und können den Platz für anderes nutzen.

Xiaomi setzt auf viele Megapixel

Xiaomi hat mit dem Mi 11 ein Handy präsentiert, das mit mehr oder weniger typischen High-End-Spezifikationen daherkommt. Der AMOLED-Bildschirm bietet nicht nur eine hohe Auflösung (3120 x 1440 Pixel), sondern auch eine Bildwiederholungsrate von 120 Hertz. Mit 6,81 Zoll Bildschirmdiagonale ist das Handy aber definitiv nichts für Fans von kleinen Geräten.

Xiaomi Mi 11

Bei der Bildschirmhelligkeit schafft das Mi 11 1500 Nits. Damit sollte auch direkte Sonneneinstrahlung kein Problem sein. Bild: Xiaomi

Beim Speicher kann man je nach Ausführung zwischen 128 GB und 256 GB wählen. Auch beim Arbeitsspeicher kann man sich zwischen 8 und 12 GB RAM entscheiden, wobei letzteres nur mit der Speicherausführung von 256 GB möglich ist.

Xiaomi Mi 11

Bild: Xiaomi

Bei der Kamera bleibt Xiaomi dem Pixelwahn treu und spendiert dem Mi 11 eine Hauptkamera mit 108 Megapixeln. Der Sensor stammt dabei von Samsung und soll sogar Videos in 8k mit 30 fps ermöglichen. Flankiert wird die Hauptlinse von einer Ultraweitwinkel- und einer Makrolinse. Wer auf einen Telezoom Wert legt, guckt beim Mi 11 in die Röhre. Selfies knipst man mit einer Single-Kamera, die 20 Megapixel liefert.

Kabelloser Ladeturbo, aber kein Ladegerät im Lieferumfang

Beim Akku gibt es ordentliche 4600 mAh. Mit dem mitgelieferten Ladegerät (55 Watt) soll das Handy so in 45 Minuten von 0 auf 100 Prozent sein. Das ist schnell, wenn auch nicht ganz so schnell wie bei Oppo. Das etwas langsamere Laden kompensiert Xiaomi dafür mit einem umso schnelleren Qi-Standard. Wer das Mi 11 kabellos lädt, kann das mit bis zu 50 Watt tun. Damit dürfte das Mi 11 in knapp einer Stunde kabellos geladen sein. Zum Vergleich: Das iPhone 12 und das Galaxy S20 unterstützen beide kabellos maximal 15 Watt.

Etwas überrascht hat Xiaomis Ankündigung, dass das Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten sein wird. Zumindest nicht in der Standardvariante. Als Gründe nannte man die Umwelt. Damit geht man den gleichen Weg wie Apple, über deren Entscheidung sich Xiaomi allerdings noch Ende Oktober via Twitter lustig gemacht hatte.

Xiaomi Twitter

Xiaomi macht sich auf Twitter über Apple lustig. Bild: Xiaomi/Twitter

Immerhin soll es das Mi 11 optional auch in einem Bundle mit Ladeadapter geben, das nicht mehr kosten soll.

Preislich auf dem Niveau des Vorgängers

Software-seitig wird das Mi 11 mit Android 10 ausgeliefert. Darüber hat Xiaomi seine neuste Benutzeroberfläche MIUI 12.5 gepackt. Diese soll mit diversen Optimierungen punkten. Die Nennenswerteste ist dabei, dass das Betriebssystem nun rund 20 Prozent weniger Systemspeicher belegen soll.

Farblich gibt es Midnight Gray, Horizon Blue und Frost White mit einer Glasrückseite und Lilac Purple und Honey Beige als Kunstledervariante.

Xiaomi Mi 11

Bild: Xiaomi

Das Mi 11 ist vorerst nur für den chinesischen Markt verfügbar. Das günstigste Modell kostet umgerechnet rund 540 Franken, während die High-End-Variante rund 100 Franken mehr kostet. Damit liegen die Geräte in etwa im Preisbereich des Vorgängers Mi 10.

Dies sind aber nur die Preise für China. In der Schweiz dürften die Geräte einiges mehr kosten. Zieht man als Vergleich das Mi 10 heran, wird der Schweizer Preis für das günstigste Modell wohl wieder bei etwa 660 Franken liegen. Wer sich die beste Ausstattung wünscht, muss dann wohl auch mit knapp 1000 Franken rechnen.

Bleibt noch die Frage offen, wann das Mi 11 in der Schweiz erhältlich sein wird. Darüber hat Xiaomi noch kein Wort verloren. Es ist anzunehmen, dass der Konzern das Mi 11 für Europa, genau wie das Mi 10, im Februar vorstellen wird. Dass Xiaomi das Gerät bereits jetzt in einem ersten Event präsentiert hat, dürfte wohl daran liegen, dass man Samsung aus PR-Gründen nicht den Titel «erstes Smartphone mit dem Snapdragon 888» überlassen wollte.

Seit Huaweis Absatzzahlen wegen des US-Banns ausserhalb Chinas merklich zurückgegangen sind, hat Xiaomi seine Expansion massiv vorangetrieben. Dass der Konzern von Huaweis Schwächeln profitiert, zeigt auch die Statistik: Im November hat Xiaomi Apple als drittgrössten Smartphone-Hersteller abgelöst.

(pls)

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