Europa
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Proteste gegen Umbenennung Mazedoniens



In Mazedonien sind tausende Menschen gegen eine Umbenennung der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik auf die Strasse gegangen. Die Anhänger der rechtskonservativen Oppositionspartei VMRO-DPMNE versammelten sich am Samstag in der Hauptstadt Skopje.

Parteichef Hristijan Mickoski sagte, die VMRO-DPMNE lehne eine Verfassungsänderung zur Umbenennung Mazedoniens ab. In einer Videobotschaft unterstützte zudem der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die Forderungen der Demonstranten. Er lobte die «mutigen und weisen» Politiker, «die sich dem Druck ausländischer Mächte nicht beugen».

Ministerpräsident Zoran Zaev hatte am Mittwoch angekündigt, dass die Bevölkerung Mazedoniens in einem Volksentscheid über einen neuen Namen für das Land abstimmen soll. In dem langjährigen Namensstreit mit dem Nachbarland Griechenland sei eine «grundsätzliche Einigung» erzielt worden, sagte Zaev. Seine Verhandlungen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras stünden kurz vor dem Abschluss.

Der Streit um den Namen Mazedonien belastet die Beziehungen zwischen Griechenland und seinem nördlichen Nachbarn schon seit mehr als 25 Jahren. Der Konflikt reicht ins Jahr 1991 zurück, als sich die bisherige jugoslawische Teilrepublik für unabhängig erklärte und sich den Namen Mazedonien gab.

Blockade Griechenlands

1993 wurde das Land unter dem vorläufigen Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, englisch abgekürzt FYROM, Mitglied der Uno. Griechenland blockiert wegen der ungeklärten Namensfrage Mazedoniens Bestrebungen, der EU und der Nato beizutreten.

Aus griechischer Sicht ist der Name Mazedonien Teil des Nationalerbes. Athen befürchtet, der Nachbar könnte mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz erheben.

Als neue Namen waren unter anderem im Gespräch: Republika Gorna Makedonija (Republik Ober-Mazedonien), Republika Severna Makedonija (Republik Nord-Mazedonien), Republika Makedonija-Skopje und zuletzt Makedonija-Ilinden nach dem Volksaufstand im Jahr 1903 in den damals zum Osmanischen Reich gehörenden Regionen Makedonien und Thrakien. (sda/afp/vom)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

UBS-Chef Ermotti verabschiedet sich mit Gewinnsprung

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Wenn Flüchtlinge ihr Zielland wählen dürften, wäre dieser Fall aus Bern nicht passiert

Ginge es nach der aussenpolitischen Denkfabrik «Foraus», sollten alle Flüchtlinge selber auswählen können, in welchem Land sie ihr Asylgesuch stellen. Diese radikale Idee könnte problematische Abschiebungen, wie jene einer eritreischen Familie, die vor einer Woche nach Italien ausgeschafft wurde, verhindern. Doch der Vorschlag stösst auf Kritik.

Die Idee ist radikal: Die aussenpolitische Denkfabrik Foraus fordert in einem am Montag vorgestellten Reformprogramm für das Dublin-Abkommen, dass Flüchtlinge ihr Zielland selbst wählen dürfen sollen, dass also Registrierungsland und Asyl-Land getrennt werden können.

Denn: Dass Migranten ihre Asylgesuche im europäischen Eintrittsland stellen müssen, schaffe falsche Anreize, schreiben die Autoren; Flüchtlinge würden so auf irregulären Wegen durch Europa reisen, um ihr Zielland zu erreichen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel