DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ermordeter Journalist Steven Sotloff

Steven Sotloff war auch israelischer Staatsbürger

Nach der Enthauptung eines weiteren Journalisten durch die Terrormiliz IS dringen jetzt neue Erkenntnisse über die Identität des Opfers durch. 



epa04381393 A picture made available 02 September 2014 shows US freelance journalist Steven Sotloff during a work trip in Manama near Lulu Roundabout, which later became the iconic center for the 2011 pro-reform protests in Bahrain, 26 October 2010. The Islamic State (IS) has allegedly beheaded the second US journalist, Steven Joel Sotloff, according to the monitoring group SITE Intel, which posted the information on its website on 02 September 2014. The IS militant group, which has taken over large swathes of Iraq and Syria in recent weeks, has demanded and collected ransom payments for European journalists and other hostages. The USA and Britain, meanwhile, have refused to negotiate with the terrorists.  EPA/MAZEN MAHDI

Steven Sotloff 2010 in Manama, der Hauptstadt Bahrains. Bild: MAZEN MAHDI/EPA/KEYSTONE

Wie die New York Times schreibt, war Steven Sotloff Jude und besass die israelische Staatsbürgerschaft. Dies bestätigt ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums, Paul Hirschson, am Mittwochnachmittag auf seinem Twitter-Account:

Laut NYT wurden diese Informationen von Behörden, Verwandten und Bekannten unter Verschluss gehalten, um das Leben der Geisel nicht unnötig zu gefährden. Auch Sotloff selbst hätte seinen jüdischen Hintergrund gegenüber den IS-Geiselnehmern geheim gehalten, so die israelische Tageszeitung «Yediot Aharonot» unter Berufung auf einen ungenannten ehemaligen Mitgefangenen Sotloffs.

Laut Informationen aus dem Umfeld von Sotloff lebte der Journalist über längere Zeit in Israel, arbeitete für die englischsprachige Zeitung «Jerusalem Report» und studierte in Tel Aviv.

Grosseltern waren Holocaust-Überlebende

Unklar ist, wann Sotloff die israelische Staatsbürgerschaft beantragt hatte. Als sicher gilt, dass der in Miami geborene Sotloff vom israelischen Birthright-Programm Gebrauch gemacht hatte, das fremden Staatsbürgern mit jüdischen Wurzeln einen zehntägigen Trip finanziert, und dort seine Faszination für die israelische Kultur entdeckte. 

Gemäss dem israelischen Rückkehrrecht kommen Juden auf der ganzen Welt in den Genuss einer vereinfachten Prozedur zur Erlangung der israelischen Staatsbürgerschaft. Sotloffs Grosseltern waren Holocaust-Überlebende, seine Mutter Lehrerin an einer Synagoge in Florida.   

«Bis an die Tore der Hölle.»

US-Vizepräsident Joe Biden

Barack Obama verurteilte die Ermordung Sotloffs anlässlich einer Pressekonferenz in Estland aufs Schärfste und kündigte an, Gerechtigkeit walten zu lassen. Vizepräsident Biden versprach, die Verantwortlichen bis an «die Tore der Hölle» zu verfolgen.

Moshe Yaalon, der israelische Aussenminister, verlautbarte gestern, die Terrormiliz IS auf die Liste illegaler Organisationen zu setzen. Ein Schritt, der «der nationalen Sicherheit diene», so Yaalon. Ob diese Erklärung mit der Enthüllung der Identität Sotloffs zusammenhängt, ist unklar. (wst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Keine Touris, dafür Delfine in Venedig – dieses Mal wirklich!

Zwei Delfine haben der italienischen Lagunenstadt Venedig einen unerwarteten Besuch abgestattet. Die Tiere schwammen unter anderem am berühmten Markusplatz vorbei in Richtung des Canal Grande, wie mehrere Medien berichteten. Sie seien von mehreren Menschen gemeldet worden, die zu dieser Zeit auf dem Wasser unterwegs waren.

Gemäss lokalen Experten sei es «sehr ungewöhnlich», dass sie sich so weit in die Stadt hineinwagen. Wahrscheinlich seien sie von der Anzahl der Tintenfische in die Stadt …

Artikel lesen
Link zum Artikel