Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ostukraine: Brüchige Waffenruhe 

Granateneinschläge nahe einer Schule – zehn Zivilisten sterben



An injured man arrives on a stretcher at hospital after a shelling in Donetsk on October 1, 2014. Ten civilians died in attacks in Ukraine's rebel-held city, including from a shell that hit a school on the first day of class, regional authorities said, blaming pro-Russian rebels.    AFP PHOTO JOHN MACDOUGALL

Granateneinschläge forderten insgesamt zehn Tote – Verwundeter in einem Spital in Donetsk. Bild: AFP

Durch Granateneinschläge sind in der ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk nach Angaben der Behörden zehn Zivilisten getötet worden. Eine Granate sei nahe einer Schule eingeschlagen, dabei seien vier Menschen getötet und acht weitere verletzt worden.

Dies teilte die Kiew-treue Regionalregierung mit. Unter den Todesopfern seien ein Lehrer und ein Elternteil, sagten Augenzeugen am Mittwoch einer Korrespondentin der Nachrichtenagentur Reuters. Kinder kamen offenbar nicht zu Schaden.

Eine weitere Granate habe einen Kleinbus getroffen, dabei seien sechs weitere Menschen getötet worden, hiess es von der Regionalregierung. In der Erklärung wurden die Rebellen für die Angriffe verantwortlich gemacht. Die Aufständischen in der selbst ernannten «Volksrepublik» Donezk machten hingegen das ukrainische Militär verantwortlich, wie russische Agenturen am Mittwoch meldeten.

Waffenruhe brüchig

Nach der Vereinbarung einer Feuerpause am 5. September hatte sich Kiew am 20. September bei Verhandlungen in Minsk mit den prorussischen Milizen auf einen Neun-Punkte-Plan geeinigt, der eine dauerhafte Waffenruhe und die Einrichtung einer Pufferzone entlang der Frontlinie vorsieht.

Zwar gab es Fortschritte beim Rückzug der Truppen beider Seiten aus der geplanten entmilitarisierten Zone, doch kommt es immer wieder zu Gefechten rund um Donezk. Erst am Montag hatten Militär und Stadtverwaltung den Tod von neun Soldaten und vier Zivilisten seit Sonntag bekannt gegeben. (sda/afp/Reuters/dpa)

Standort der Grossstadt Donezk in der Ostukraine.  google maps

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Alt Bundesrat Leuenberger gesteht Lüge bei Lösegeldern für Geiseln

Der frühere Bundesrat hat laut Angaben seines ehemaligen Mitglieds Moritz Leuenberger bei Lösegeldzahlungen für Geiseln nicht die Wahrheit gesagt. «Kommt eine Geisel frei, ist wohl meist bezahlt worden», sagte der 74-Jährige Alt Bundesrat der «NZZ am Sonntag».

«Aber da steht nicht ‹Lösegeld› auf dem Einzahlungsschein, sondern da werden irgendwo Spesen abgebucht», sagte der Jurist und SP-Politiker. Er war von 1995 bis 2010 Mitglied der Schweizer Regierung, zweimal Bundespräsident und stand …

Artikel lesen
Link zum Artikel