Gesellschaft & Politik
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Ukrainians look at an information display of candidates at a polling station during parliamentary elections in Kiev, Ukraine, Sunday, Oct. 26, 2014. Voters in Ukraine headed to the polls Sunday to elect a new parliament, overhauling a legislature tainted by its association with ousted President Viktor Yanukovych. (AP Photo/Sergei Chuzavkov)

Ukrainer informieren sich in Kiew über die Parlamentsanwärter. Heute wählt die Ukraine ihre neue Regierung. Bild: Sergei Chuzavkov/AP/KEYSTONE

Ukraine-Wahl

Die aussichtsreichsten Köpfe

Die Parlamentswahl an diesem Sonntag soll der krisengeschüttelten Ukraine eine stabile Regierung bringen. Wegen der Gefechte im Osten werden aber vorerst nur 424 der 450 Sitze vergeben. Es gilt die Fünf-Prozent-Hürde.



Um 225 Sitze bewerben sich 29 Parteien mit mehr als 3000 Kandidatinnen und Kandidaten, die restlichen 199 Mandate werden per Direktwahl bestimmt. Stimmberechtigt sind gut 36 Millionen Bürger. Die aussichtsreichsten Parteien und ihre Vertreter:

Petro-Poroschenko-Block: Klitschko und der Präsident

Mayor of Kiev Vitaly Klitschko (R) and his wife Natalia visit a polling station during a parliamentary election in Kiev, October 26, 2014. War-weary Ukrainians voted on Sunday in an election that is likely to install a pro-Western parliament and strengthen President Petro Poroshenko's mandate to end separatist conflict in the east, but may fuel tension with Russia. REUTERS/Andriy Skakodub/Pool (UKRAINE  - Tags: POLITICS ELECTIONS)

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, und seine Frau Natalia in einem Abstimmungslokal in Kiew.   Bild: POOL/REUTERS

«Zeit für Einigkeit» ist der Slogan der neu gebildeten Partei von Präsident und Namensgeber Petro Poroschenko. Sie liegt in Umfragen weit vorne. Spitzenkandidat ist der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko, der einen Wechsel vom Rathaus ins Parlament bisher kategorisch ausschliesst. Vizeregierungschef Wladimir Groisman auf Listenplatz 4 gilt als Vertrauter von Poroschenko und wird als dessen Favorit für das Ministerpräsidentenamt gehandelt.

Narodny Front: Arseni Jazenjuk

Ukraine's Prime Minister Arseny Yatseniuk (top) and his daughter Sofiya walk out of a voting booth during a parliamentary election at a polling station in Kiev, October 26, 2014. Ukrainians voted on Sunday in an election that is likely to install a pro-Western parliament and strengthen President Petro Poroshenko's mandate to end separatist conflict in the east, but may fuel tension with Russia. REUTERS/Valentyn Ogirenko (UKRAINE  - Tags: POLITICS ELECTIONS)

Regierungschef Arseni Jazenjuk verlässt die Abstimmungsbox mit seiner Tochter Sofia. Bild: VALENTYN OGIRENKO/REUTERS

Ganz auf Regierungschef Arseni Jazenjuk zugeschnitten ist der Wahlkampf der neugegründeten Volksfront. Auf ihrer Liste stehen viele Kabinettsmitglieder, etwa Innenminister Arsen Awakow. Auch Parlamentspräsident Alexander Turtschinow und der frühere Sicherheitsratschef Andrej Parubij sowie Journalisten und Frontkämpfer stehen Jazenjuk zur Seite. Viele Spitzenkandidaten arbeiteten früher in der Vaterlandspartei von Julia Timoschenko.

Vaterlandspartei: Timoschenko und Nadeschda Sawtschenko

TO GO WITH AFP STORY BY DMYTRO GORSHKOV AND MARINA LAPENKOVA
An electoral poster bearing a picture of Nadia Savchenko is seen in Kiev on October 21, 2014.  Since July, when the 33-year-old first ended up in Russian custody, posters with her smiling face framed by short-cropped hair have proliferated in the Ukrainian capital, and there is even a documentary about her that premiered this week, titled

Wird als Heldin gefeiert, die ihr Land gegen die Separatisten verteidigt hat: Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko.  Bild: AFP

Die Partei von Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat sich nach dem Weggang «altgedienter Kader» verjüngt. Listenplatz 1 trat Timoschenko demonstrativ an die Militärpilotin Nadeschda Sawtschenko ab, die in Russland wegen Mordverdachts im Gefängnis sitzt. Kiew wirft Moskau politische Motive in dem Fall vor.

Radikale Partei: Oleg Ljaschko

In this photo taken on Saturday, April  5, 2014, Oleh Lyashko, center left, leader of Ukrainian Radical Party and presidential candidate who supported the protests that ousted Russian-leaning president Viktor Yanukovych, poses with Ukrainian soldiers and officers at their camp near Ukraine-Russian border outside Chernihiv, 140km (87 miles) northeast of Kiev, Ukraine. Ukraine's security service said Saturday it has detained a 15-strong armed gang planning to seize power in an eastern province on the border with Russia. (AP Photo/Osman Karimov)

Der Führer der Radikalen Partei Oleg Ljaschko posiert mit einer Kalaschnikow und ukrainischen Soldaten.  Bild: Osman Karimov/AP/KEYSTONE

Frontmann ist der Abgeordnete Oleg Ljaschko. Sein Markenzeichen ist eine Heugabel, mit der er Kiew «ausmisten» will.

Swoboda: Oleg Tjagnibok

epa04064320  Oleh Tyahnybok, one of the Ukrainian opposition leaders, delivers a speech during the continuing protest in Kiev, Ukraine, 09 February 2014.Opposition groups have for weeks been staging violent protests in the capital Kiev and other parts of the country, demanding the president's resignation and early elections. Ukrainian opposition leader Vitali Klitschko has urged the European Union (EU) to meditate in the country's deep political crisis.  EPA/IGOR KOVALENKO

Die Rechtsradikalen dürften es schwer haben. Bild: IGOR KOVALENKO/EPA/KEYSTONE

Den Rechtsradikalen um Parteiführer Oleg Tjagnibok werden in Umfragen nur geringe Chancen für einen Wiedereinzug gegeben.

Oppositionsblock / Silnaja Ukraina: Sergej Tigipko

Ukrainian politician and presidential election candidate Serhiy Tigipko leaves a booth before casting his vote in a presidential election at a polling station in Kiev May 25, 2014. Ukrainians voted on Sunday in a presidential election billed as the most important since they won their independence from Moscow 23 years ago, but armed pro-Russian separatists disrupted voting in eastern regions of the former Soviet republic.   REUTERS/Alex Kuzmin (UKRAINE  - Tags: POLITICS ELECTIONS)

Im Aufwind: Sergej Tigipko schafft es mit seiner «Starken Ukraine» wahrscheinlich ins Parlament.  Bild: STRINGER/REUTERS

Vertreter der bis zum Machtwechsel im Februar regierenden Partei der Regionen treten getrennt an. Ex-Vizeministerpräsident Juri Boiko muss mit dem Oppositionsblock um den Einzug bangen. Sicher im Parlament dürfte dagegen der ehemalige Sozialminister und Vizeregierungschef Sergej Tigipko mit seiner wiederbelebten Kraft Silnaja Ukraina («Starke Ukraine») sein. (rar/sda/dpa)

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