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Angreifer stürmen Entbindungsstation in Afghanistan und töten Neugeborene und Mütter



epa08416914 An Afghan soldier shifts a baby at the scene of an attack at MSF (Doctors without Borders) hospital, in Kabul, Afghanistan, 12 May 2020. According to reports, at least 12 people were killed and 16 others injured including women and children when the Gunmen entered the MSF clinic in Kabul.  EPA/HEDAYATULLAH AMID

Eine Sicherheitskraft bringt ein Neugeborenes in Sicherheit. Bild: EPA

Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 40 Menschen getötet worden, darunter auch Neugeborene. Die Angriffe galten der Entbindungsstation eines Krankenhauses in Kabul sowie einer Trauerfeier in der östlichen Provinz Nangarhar, wie Behördenvertreter am Dienstag mitteilten.

Am Morgen stürmten laut Innenministerium drei Unbekannte die Entbindungsstation eines Krankenhauses in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Sie töteten zwei Neugeborene und ihre Mütter, insgesamt mindestens 14 Menschen. 15 weitere Zivilisten, darunter auch Kinder, seien verwundet worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Alle Angreifer seien inzwischen von Spezialkräften getötet worden.

Sicherheitskräfte brachten nach Angaben des Innenministeriums mehr als 100 Menschen in Sicherheit, darunter viele Frauen und Kinder. Zuvor habe es mehrere Explosionen gegeben und Schüsse seien gefallen. Auch Ärzte ohne Grenzen (MSF) sei in dem Krankenhaus tätig und leite die Entbindungsstation, teilte die Hilfsorganisation auf Twitter mit.

epa08417114 A view of bullet ridden window and walls of MSF (Doctors without Borders) hospital, after an attack in Kabul, Afghanistan, 12 May 2020. According to reports, at least 12 people were killed and 16 others injured including women and children when the Gunmen entered the MSF clinic in Kabul.  EPA/HEDAYATULLAH AMID

Einschusslöcher in der Wand im Spital in Kabul. Bild: EPA

Dutzende Tote im Osten des Landes

In der östlichen Provinz Nangarhar sprengte sich am Dienstag ein Selbstmordattentäter während einer Beerdigung in die Luft und tötete mindestens 24 Menschen. Über 68 weitere Menschen seien bei der Trauerfeier für einen lokalen Polizeichef verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher aus der Provinz. Zwei weitere Provinzpolitiker sprachen von mindestens 45 Toten.

In der westlichen Provinz Farah seien zudem bei nächtlichen Gefechten zwischen Regierungstruppen und Taliban mindestens zwei Kinder durch Mörserbeschuss getötet worden, sagten zwei Provinzräte.

Der stellvertretende zivile Vertreter der Nato in Afghanistan und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilten die Anschläge aufs Schärfste. Keine Gruppe bekannte sich bisher zu den Angriffen in Kabul und Nangarhar. Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für die Attacken verantwortlich zu sein. Sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat als auch die Taliban sind in Afghanistan aktiv. (cma/sda/dpa)

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