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Geplanter Friedensprozess in Afghanistan verzögert sich



epa08283225 Afghan security officials show a group of suspected militants allegedly accused of planning attacks on government and security forces after their arrest from different areas, in Jalalabad, Afghanistan, 10 March 2020. According to local sources, security forces arrested four Taliban members and seven Islamic State (IS) militants in different operations who were allegedly planning attacks on government and security forces.  EPA/GHULAMULLAH HABIBI

Ein afghanischer Sicherheitsbeamter mit einem mutmasslichen Taliban-Kämpfer. Bild: EPA

Der Streit über das Ergebnis der afghanischen Präsidentenwahl verzögert den geplanten Friedensprozess in dem Land. Die Aufstellung eines Verhandlungsteams der afghanischen Regierung für Verhandlungen mit den Taliban werde einige Tage in Anspruch nehmen, erklärte das US-Aussenministerium am Dienstag (Ortszeit).

Afghanistans Präsident Ashraf Ghani habe mitgeteilt, dass er mit seinem Rivalen Abdullah Abdullah und anderen afghanischen Politikerin die Aufstellung einer gemeinsamen Verhandlungsgruppe zunächst beraten wolle.

Sowohl der bisherige Amtsinhaber Ghani als auch Abdullah beanspruchen den Sieg bei der Präsidentenwahl. Beide hatten sich am Montag zum Staatsoberhaupt in der neuen Legislaturperiode ausgerufen. Die neue Regierung in Kabul soll mit den Taliban einen Frieden verhandeln, nachdem die USA mit der radikalislamischen Gruppierung Ende Februar ein Abkommen abgeschlossen hatte, das einen Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Land binnen 14 Monaten vorsieht. Die Vereinbarung hat Hoffnungen auf ein Ende des seit 18 Jahren andauernden Krieges in Afghanistan geschürt, in dem bereits Zehntausende getötet wurden. (sda/reu)

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