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This artist rendering provided by the Japan Sports Council shows the original design by British-Iraqi architect Zaha Hadid of the new stadium for the 2020 Tokyo Olympics selected on Nov. 16, 2012 but was later scrapped due to controversy over its cost and scale. Japan has selected a new design for the main stadium for the 2020 Tokyo Olympics after scrapping an earlier plan as too costly.  Prime Minister Shinzo Abe announced Tuesday. Dec. 22, 2015, that the winner is a design by renowned Japanese architect Kengo Kuma, construction company Taisei Corp. and Azusa design office. (The Japan Sports Council via AP)  MANDATORY CREDIT

So hätte das Stadion von Tokyo, designed von Zaha Hadid, aussehen sollen. Doch den Auftraggebern wurde es zu teuer.
Bild: AP/The Japan Sports Council

Star-Architektin Zaha Hadid überraschend gestorben – ihre grossartigen Bauten bleiben



Stararchitektin Zaha Hadid ist tot – Ihre schönsten Werke bleiben

Die irakisch-britische Stararchitektin Zaha Hadid ist völlig überraschend gestorben. Sie erlag am Donnerstag in Miami (USA) im Alter von 65 Jahren einem Herzinfarkt, teilte ihr Büro in London mit. Dort sei sie wegen einer Bronchitis behandelt worden.

Hadid zählte zu den weltweit erfolgreichsten Architekten - wegen der fliessenden Formen ihrer Gebäude wurde sie auch «Königin der Kurven» genannt. Hadid war 2004 als erste Frau mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet worden, der als Nobelpreis für Architektur gilt.

«Es ist mit grosser Trauer, dass Zaha Hadid Architects bestätigt, dass Zaha Hadid heute morgen früh in Miami plötzlich verstorben ist», teilte ihr Büro mit. Demnach litt die 1950 in Bagdad geborene Architektin, Designerin und Architekturprofessorin in Miami seit einigen Tagen an einer Bronchitis, als sie während ihrer Behandlung in einem Spital des US-Bundesstaats Florida einer Herzattacke erlag.

epa04806358 An exterior view of Heydar Aliyev Center in downtown of Baku, Azerbaijan, 18 June 2015. The building was designed by Iraqi-British architect Zaha Hadid, over an area of 101801.0 square meters and was finished in 2014, becoming one of the modern symbols of Baku.  EPA/ROBERT GHEMENT

Aliyev Center in Baku
Bild: ROBERT GHEMENT/EPA/KEYSTONE

«Zaha Hadid wurde heute weithin als die grösste Architektin der Welt betrachtet», erklärte ihr Londoner Büro auf seiner Website. Mit ihrem Partner Patrik Schumacher habe sie sich «für das Verhältnis zwischen Architektur, Landschaft und Geologie» interessiert, die sie in ihrer Arbeit mit «innovativen Technologien» verbunden habe, was oft zu «unerwarteten und dynamischen architektonischen Formen» geführt habe.

Gewagte Entwürfe

Hadid studierte zunächst Mathematik an der American University in Beirut, bevor sie 1972 ein Architekturstudium an der Architectural Association School in London absolvierte, wo sie später auch Professorin wurde. 1979 gründete sie ihr eigenes Büro, doch obwohl sie weltweit mit ihren Entwürfen rasch für Aufsehen sorgte, waren ihre Pläne den Bauherrn lange zu gewagt.

Bergisel

Die Bergisel-Schanze in Innsbruck

Als Highlights ihres Schaffens gelten etwa das Olympische Schwimmstadion in London und das Nationalmuseum für Kunst des 21. Jahrhunderts in Rom. Weitere bekannte Werke: Das Contemporary Arts Center in Cincinnati im Bundesstaat Ohio, die neue Serpentine Sackler Gallery in London, das Opernhaus im chinesischen Guangzhou.

Noch vor wenigen Monaten entwarf sie gemeinsam mit dem Bergsteiger Reinhold Messner in Südtirol ein neues Bergmuseum. Das Museum «Corones» in über 2700 Meter Höhe ist teilweise unterirdisch, Hadid liess den Berg dazu streckenweise aushöhlen.

Hadid wuchs zunächst in Bagdad auf, doch ihre Familie verliess die Stadt nach der Machtübernahme des Diktators Saddam Hussein und dem Ausbruch des Krieges mit dem Iran den Irak. Zunächst lebte sie in Jordanien, später ging Hadid zum Architekturstudium nach London, wo sie auch ihr Architektenbüro gründete.

2004 erhielt sie als erste Frau mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet, der weltweit wichtigsten Auszeichnung für Architektur, 2009 erhielt sie den japanischen Praemium Imperiale.

Zu kühn für die Schweiz

Für die Schweiz entwarf sie unter anderem 2008 eine spektakuläre Zweifamilien-Villa in Küsnacht, ihr erstes Privathaus überhaupt. Gebaut worden ist das 30 bis 40 Millionen Franken teure Prestigeobjekt mangels Käufer bis heute nicht.

Auch ein Entwurf Hadids für ein neues Basler Stadtcasino wurde nicht realisiert. Das Stimmvolk lehnte ihn 2007 ab. Und im Projektwettbewerb für den «Circle» am Flughafen Zürich wurde sie nur zweite hinter Riken Yamamoto. Dem Bauherrn Unique war Hadids Entwurf zu gewagt. (sda/dpa/afp)

Leisten können wir sie uns nicht, aber gucken darf man: Traumhäuser aus aller Welt

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