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This undated photo provided by the Argentina Navy shows an ARA San Juan, a German-built diesel-electric vessel, docked in Buenos Aires, Argentina. Argentina's Navy said Friday, Nov. 17, 2017, it has lost contact with its ARA San Juan submarine off the country's southern coast. (Argentina Navy via AP )

Die 1983 gebaute ARA San Juan bei einem Einsatz im Atlantik.  Bild: AP/Argentina Navy

U-Boot-Drama: Besatzung meldete Batterieprobleme ++ Neue Geräusche empfangen

Es ist ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Die 44-köpfige Crew des verschollenen U-Boots «ARA San Juan» hat nur noch wenige Tage Sauerstoff. Es gibt eine neue Spur. 



Bei der Suche nach dem seit Tagen vermissten U-Boot der argentinischen Marine haben Rettungsschiffe im Südatlantik Geräusche aus der Tiefe empfangen.

Die Töne seien rund 360 Kilometer vor der Küste von den Sonargeräten zweier argentinischer Suchschiffe registriert worden, sagte ein Marinesprecher am Montag. Nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN handelte es sich möglicherweise um Klopfgeräusche.

Später erklärte ein Marinesprecher in Buenos Aires, dass das Geräusch wahrscheinlich nicht von einem U-Boot stamme; es könnte biologischen Ursprungs sein. Dies ergab eine Untersuchung der Aufzeichnung des Geräuschs mit einer speziellen Software. Die Gegend werde aber noch sicherheitshalber von zwei Schiffen intensiv durchkämmt.

On this undated photo released by the Argentine Navy, Eliana Krawczyk poses for a picture inside an Argentine submarine. Krawczyk, the first female submarine officer in Argentina, is one of 44 missing crew members of the ARA San 
 Juan that went missing some three days ago. (Argentine Navy via AP)

Die 35-jährige U-Boot-Offizierin Eliana Krawczyk. Bild: AP/Argentine Navy

Batterieprobleme gemeldet

Die «ARA San Juan» war auf dem Rückweg von einem Routineeinsatz nach Mar del Plata, als der Kontakt abbrach. 

Nach Angaben der Marine hatte das U-Boot kurz vor seinem Verschwinden einen Kurzschluss und Probleme mit der Batterie  gemeldet. Darauf sei das Tauchschiff aufgetaucht. Was danach geschehen ist, bleibt bis anhin ein Rätsel. Es sei nach dem Alarm angeordnet worden, das U-Boot solle auf kürzester Route den Heimathafen Mar del Plata anlaufen, 400 Kilometer südlich von Buenos Aires. Gleichzeitig seien erste Schiffe zur Unterstützung des U-Boots ausgelaufen.

Die Suche nach dem Boot und seiner Crew wird durch starke Winde und bis zu sieben Meter hohe Wellen erschwert. Ausser Argentinien stellten Brasilien, Grossbritannien, Chile und Uruguay Schiffe für die Suche nach dem U-Boot im Südatlantik bereit.

Luft wird knapp

Bei der Suche nach dem verschollenen U-Boot hat derweil ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. Die «ARA San Juan» hat nach Marineangaben eine Sauerstoffreserve für sieben Tage, sollte es nicht auftauchen können. Bei der letzten Verbindung mit seinem Marinestützpunkt am Mittwoch habe das U-Boot Batterieprobleme gemeldet, erklärte ein weiterer Marinesprecher, Kapitän Gabriel Galeazzi, im U-Boot-Stützpunkt Mar del Plata. 

 (sda/afp/dpa)

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