International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Demonstranten in Kirgistan stürmen Regierungsgebäude und befreien Ex-Präsident



Demonstranten haben im zentralasiatischen Kirgistan nach der Parlamentswahl wichtige Verwaltungsgebäude in der Hauptstadt Bischkek gestürmt. Einige von ihnen sollen Berichten zufolge in das Weisse Haus vorgedrungen sein, in dem sich das Büro von Staatschef Sooronbaj Dscheenbekow und das Parlament befinden. Das meldete die Nachrichtenagentur Akipress am frühen Dienstagmorgen. Zudem sollen Anhänger des inhaftierten Ex-Präsidenten Almasbek Atambajew den 64-Jährigen aus einem Gefängnis des Komitees für Nationale Sicherheit befreit haben.

Die Ausschreitungen in der Ex-Sowjetrepublik hatten am Montag begonnen, als Tausende gegen Manipulationen bei der Parlamentswahl vom Wochenende protestierten. Demonstranten kletterten über Zäune zum Parlamentsgebäude und steckten Autos in Brand; Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer, Tränengas und Blendgranaten gegen die Menschenmenge ein. Danach war von mehr als hundert Verletzten die Rede.

Ex-Staatschef Atambajew war im Juni wegen Korruption zu rund elf Jahren Haft verurteilt worden. Er soll während seiner Amtszeit unter anderem einem verurteilten Kriminellen zur Flucht verholfen haben. Der Sozialdemokrat hatte das verarmte Land von 2011 bis 2017 geführt. 2019 lieferten sich seine Anhänger bei der Festnahme Strassenschlachten mit Sicherheitskräften.

Kirgistan galt zeitweilig als Insel der Demokratie inmitten autoritärer Staaten in Zentralasien. Bei der Wahl am Sonntag soll es zu Manipulationen wie Stimmenkauf gekommen sein. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Per Autostopp um die Welt – Woche 26: Von Bishkek (Kirgisistan) nach Kashgar (China)

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die zehn vergessenen Krisen des Corona-Jahres

Corona, Corona, Corona: Die Viruskrise verdrängt andere wichtige Themen aus den Nachrichten. Die Hilfsorganisation Care hat ausgewertet, über welche zehn humanitären Krisen 2020 am wenigsten berichtet worden ist.

Der Ausbruch der Corona-Krise im letzten Jahr stellt für viele Menschen eine Ausnahmesituation dar. In einigen Teilen der Welt ist Covid-19 allerdings nur eine weitere Gefahr von vielen. Auch schon vor dem Ausbruch des Virus waren über eine Milliarde Menschen von Konflikten, Vertreibungen und der Klimakrise betroffen.

Der am heutigen Dienstag veröffentlichte Bericht «Suffering in Silence» der die Hilfsorganisation Care stellt die zehn am wenigsten medial beachteten Krisen des letzten Jahres …

Artikel lesen
Link zum Artikel