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Verschwundener australischer Student in Nordkorea wieder frei



Australian student Alex Sigley gestures as he arrives at the airport in Beijing on Thursday, July 4, 2019. The Australian student who vanished in North Korea more than a week ago arrived in Beijing on Thursday morning (AP Photo/Emily Wang)

Alek Sigley bei der Ankunft in Beijing am 4. Juli. Bild: AP

Der in Nordkorea verschwundene australische Student ist wieder aufgetaucht. Es gehe ihm gut, er sei aus dem Gewahrsam in Nordkorea entlassen worden und habe das Land verlassen, teilte der australische Premierminister Scott Morrison dem Parlament am Donnerstag mit.

Der 29-Jährige aus Perth lebte als Student in Pjöngjang. Er studierte koreanische Literatur an der Kim Il Sung Universität und arbeitet als Fremdenführer für ein von ihm gegründetes Unternehmen. Er hat auch Artikel über die Gastronomieszene von Pjöngjang und andere Themen geschrieben. Vor mehr als einer Woche war er verschwunden.

Südkoreanische Medien hatten von einer Festnahme berichtet. Morrisons Erklärung war die erste Bestätigung für eine Festnahme.

Das Aussenministerium in Canberra bot der Familie konsularische Unterstützung. Australien hat keine Botschaft in Nordkorea. Ein eingeschränkter konsularischer Dienst läuft über die schwedische Vertretung.

Von Reisen abgeraten

In einem im März im britischen «Guardian» veröffentlichten Artikel schreibt der Australier, als Gaststudent könne er sich weitestgehend frei in der Stadt bewegen. «Die Interaktion mit Einheimischen kann manchmal begrenzt sein, aber ich kann fast überall, wo ich will, einkaufen und zu Abend essen.»

Das australische Aussenministerium rät grundsätzlich von Reisen nach Nordkorea ab. 2016 wurde in dem kommunistischen Land bei einer Reise der US-Student Otto Warmbier festgenommen und zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Ihm wurde zur Last gelegt, ein Propagandaplakat entwendet zu haben.

In nordkoreanischer Haft fiel er unter ungeklärten Umständen ins Koma und wurde schliesslich von Nordkorea freigelassen. Wenige Tage nach seinem Rücktransport in die USA im Juni 2017 starb Warmbier. Ein US-Gericht kam zu dem Schluss, dass der 22-Jährige in Nordkorea gefoltert worden war, was Pjöngjang zurückweist. (sda/ap)

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