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Australier überlebt sechs Tage ohne Wasser im Outback – weil er Ameisen gegessen hat



Kamele wollte der Mann schiessen, dann verirrte er sich in Australien am Wüstenrand, ohne Nahrung und Wasser. Tieren verdankt er schliesslich sein Leben, wenn auch ganz kleinen. Durch den Verzehr von Ameisen hat ein versierter Jäger sechs Tage unter sengender Sonne im australischen Hinterland überlebt. Der Mann habe keinen Tropfen Wasser gehabt, berichtete die Polizei in Westaustralien am Dienstag.

epa04975656 An undated handout image released on 11 October 2015 by the West Australian (WA) police shows then missing West Australian man Reginald George Foggerdy. Last seen on 07 October 2015, Mr Foggerdy had been missing in the Western Australian goldfields region but was found by Police trackers on 13 October 2015. The experienced bushman, who was chasing a feral camel when he got lost, survived six days without water and by eating black ants.  EPA/WA POLICE AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT - BEST AVAILABLE QUALITY HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Überlebenskünstler Reginald George Foggerdy.
Bild: EPA/AAP / WA POLICE

Sie habe den 62-Jährigen nach einer gross angelegten Suchaktionen unter einem Baum gefunden, ausgemergelt und desorientiert. «Er hat Erste Hilfe bekommen, sitzt aufrecht und redet – es sieht alles gut aus», sagte Polizist Andy Greatwood im Radio.

Der Mann war nach Polizeiangaben vergangene Woche mit seinem Bruder zu dem bei Jägern beliebten abgelegenen Campingplatz Shooter's Shack gefahren. Er liegt am Wüstenrand bei Laverton rund 1100 Kilometer nördlich von Perth. Der Mann sei an einem Tag auf der Jagd nach wilden Kamelen nur mit einem Gewehr, in T-Shirt, kurzer Hose, Schlappen und Schirmmütze losmarschiert und habe sich verirrt.

Fährtensucher folgten den Spuren

Die Familie alarmierte die Polizei, als er nach 24 Stunden nicht zurückkehrte. Die Polizei schickte Fährtensucher und Helikopter los. Die Fährtensucher entdeckten am Wochenende frische Fussspuren am Boden und verfolgten sie 15 Kilometer, bis sie den Mann fanden. Seine Frau sprach von einem Wunder.

Der australische Outback ist berüchtigt. Über Tausende Kilometer gibt es dort keine Ortschaften und oft kaum Schatten, bei Temperaturen, die deutlich über 40 Grad liegen können.

epa04975658 An undated handout image released on 13 October 2015 by the West Australian (WA) police shows the area where an experienced bushman went missing in a remote part of Western Australia. Reginald George Foggerdy, 62, survived for six days without water and eating black ants after he went missing last week near the Shooter's Shack camp, about 170km east of Laverton.  EPA/WA POLICE AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT - BEST AVAILABLE QUALITY HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Australische Ameisen, auf diesem Bild kaum zu sehen, können Leben retten.
Bild: EPA/AAP / WA POLICE

Im Januar war ein Mann in der Gegend umgekommen, nachdem sein Auto mit einer Panne liegengeblieben war. Er wollte 60 Kilometer zum nächsten Ort laufen und Hilfe holen, wurde aber tot auf der Strasse gefunden. Seine Begleiterin, die bei dem Auto geblieben war, wurde gerettet.

Auch ein Lastwagen-Fahrer überlebte im Januar unter ähnlichen Umständen in Westaustralien nicht. Die Polizei empfiehlt, in abgelegenen Regionen eine Notfunkbake mitzunehmen. Rettungskräfte können die Geräte orten.

(sda/dpa)

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