DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

211 Mio. Dollar: Erste Schweizer Bank der Kategorie 2 einigt sich mit US-Behörden im Steuerstreit



Wichtiger Schritt im Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA. Mit der Tessiner Privatbank BSI hat sich die erste Bank aus der sogenannten Kategorie 2 mit den US-Behörden geeinigt. Weitere Einigungen dürften laut dem amerikanischen Justizministerium bald folgen.

Das Logo der Tessiner Privatbank BSI in Lugano am Montag, 14. Juli 2014. Die Privatbank BSI mit Sitz in Lugano erhaelt einen neuen Besitzer: Sie wird vom italienischen Versicherungskonzern Generali an die brasilianische Finanzgruppe BTG Pactual verkauft. Der Preis betraegt 1,5 Mrd. Franken. BTG Pactual zahle 1,2 Mrd. Fr. in bar und 300 Mio. Fr. in BTG-Anteilen, teilte Generali am Montag mit. Der Verkauf der Banca della Svizzera Italiana (BSI) sei ein wichtiger Schritt zur Staerkung der Kapitalbasis. BSI verwaltet rund 90 Mrd. Fr. (rund 100 Mrd. Dollar) an Kundenvermoegen und beschaeftigt etwa 2000 Mitarbeitende in mehr als 10 Laendern. Bei BTG Pactual wird BSI zur weltweiten Vermoegensplattform. Die Brasilianer wollen nach eigenen Angaben an der Marke BSI festhalten. (KEYSTONE/TI-PRESS/Gabriele Putzu)

Rüge von der FINMA: die Finanzmarktaufsich wirft der Bank BSI nach der Einigung vor, sie habe im Geschäft mit den US-Kunden ihre Pflichten verletzt. Bild: TI-PRESS

Die Übereinkunft mit BSI gab das Justizministerium an einer Telefonkonferenz bekannt. Demnach zahlt die Bank 211 Mio. Dollar zur Beilegung des Rechtsstreits. Das Institut habe zudem ein sogenanntes Non Prosecution Agreement (NPA) unterschrieben sowie Kontrollen eingewilligt, teilte die Behörde weiter mit.

Noch keine Einigung mit Julius Bär und ZKB

Zur Kategorie 1 gehört ein gutes Dutzend Banken, gegen die die US-Behörden bereits Verfahren wegen mutmasslichen Steuerdelikten eingeleitet hatten.

Während sich die Credit Suisse im Mai 2014 mit den US-Behörden einigen konnte und in eine Strafzahlung von insgesamt 2.6 Mrd. Dollar einwilligte, warten andere Banken dieser Kategorie weiterhin auf einen Durchbruch. Zu ihnen zählen Julius Bär sowie die Kantonalbanken von Basel und Zürich. (tat/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Joe Biden beginnt seinen Kampf gegen Diktatoren mit Wladimir Putin

Der US-Präsident befindet sich nicht nur auf einer Europatournee, sondern auch auf einer Mission: Er will die Demokratie gegen Diktatoren wie Putin verteidigen.

Schon bei seiner Ankunft auf dem Stützpunkt der britischen Luftwaffe in Mildenhall stellte Joe Biden klar, welche Ziele er auf seiner Europatournee verfolgen will:

Ebenso machte der US-Präsident klar, wen er dabei besonders im Auge hat: Wladimir Putin. An die Adresse des russischen Präsidenten erklärte er, man werde auf seine «schädlichen Aktivitäten» in einer «robusten und bedeutungsvollen Art reagieren». «Wir müssen alle diskreditieren, die meinen, das Zeitalter der Demokratie sei …

Artikel lesen
Link zum Artikel