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ARCHIV - Alexander Lukaschenko, Pr

Infolge des umstrittenen Wahlsiegs von Lukaschenko sind in Belarus grosse Unruhen ausgebrochen. Bild: sda

Journalist beschreibt seinen Horror in Belarus: «Wir lagen lebendig in einer Blutlache»

Ein russischer Journalist wird während der Proteste in Minsk festgenommen. Was er in einem Tag Polizeihaft erlebt, gleicht einem Film. Seine Schilderungen zeugen von brutaler Polizeigewalt, von Menschen, aufeinandergestapelt wie lebende Teppiche, und vom Transport in den eigenen Exkrementen.



In Minsk herrscht zurzeit Ausnahmezustand: In der Nacht zum Donnerstag kam es am vierten Tag in Folge zu Demonstrationen in der Hauptstadt Weissrusslands. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Präsident Alexander Lukaschenko.

Der russische Journalist, Nikita Telizhenko, war vor Ort. Doch in der Nacht auf den 11. August wurde er festgenommen. Ab da war er für einen Tag komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. In einem Bericht des russischen Mediums Znak schreibt er über die 16 Stunden in der «Hölle» der Polizei. Wir haben ihn für euch übersetzt.

Die Verhaftung

Kampffahrzeuge, Lastwagen und viele Militärs: So beschreibt der Journalist die Szenen auf den Strassen Minsks. Er machte Fotos von den Vorfällen und Verhaftungen und informierte die Redaktion regelmässig über die Zustände. Plötzlich hielt ein Minivan vor ihm an. Ausgerüstete Bereitschaftspolizisten der OMON, einer Einheit der Nationalgarde, sprangen heraus und fragten Telizhenko, was er hier mache.

«Ich sagte, ich wäre Journalist und in Kontakt mit meiner Redaktion. Sie griffen nach meinem Handy, lasen die Nachrichten und setzten mich ins Auto. Ich sagte ihnen, dass ich nichts verbrochen habe, dass ich nicht an den Protesten teilgenommen hatte. ‹Setz dich, die Bosse werden kommen und die Sache klären›, war deren Antwort.»

Die Beamten verlegten Telizhenko in ein anderes Fahrzeug. Eine Art Reisewagen, wie er beschreibt. Darin befanden sich noch andere Gefangene. Er bat um einen Telefonanruf, um die Redaktion zu informieren, dass er festgenommen worden war.

«‹Du bist nicht inhaftiert›, sagte einer der Polizisten. ‹Nun, ich bin hinter Gittern›, antwortete ich. ‹Setz dich und sei still›, gab er zurück. Danach nahmen sie meinen Pass und sahen, dass ich russischer Staatsbürger bin. ‹Und, Schw***, was machst du hier?›, fragte er. ‹Ich bin Journalist›, antwortete ich. Damit war der Dialog beendet.»

epa08596585 Riot police clear protesting people from an area in Minsk, Belarus, 10 August 2020. Long-time President of Belarus Alexander Lukashenko won the elections by a landslide with 80 percent of the votes. The opposition does not recognize the results and has questioned the transparency of the counting process.  EPA/TATYANA ZENKOVICH

Die Bereitschaftspolizei ist dafür ausgebildet, Protesten und Unruhen entgegenzutreten. Bild: keystone

16 Stunden in der «Hölle»

Wohin die Polizisten Telizhenko und die anderen brachten, wusste er nicht. Nach ungefähr 30 Minuten Fahrt hielt der Wagen an. Sicherheitskräfte mit kugelsicheren Westen standen auf der Strasse und befahlen den Gefangenen, sich auf den Boden zu legen. Schnell wurden sie festgenommen und mit den Armen hinter dem Rücken in ein Gebäude – welches sich später als eine berüchtigte Polizeiwache in Minsk herausstellte – geführt.

«Der Mann vor mir wurde mit dem Kopf an den Türrahmen des Eingangs zum Polizeirevier geschleudert. Er schrie vor Schmerz. Sie fingen an, ihn auf den Kopf zu schlagen und schrien: «Halt deine Klappe, Schlampe!». Das erste Mal, als sie mich schlugen, war, als sie mich aus dem Wagen zerrten. Ich bückte mich anscheinend nicht tief genug und wurde mit einer Hand und dann mit einem Knie auf den Kopf geschlagen.»

Telizhenko und die Gefangenen wurden im Gebäude der Polizei zunächst in einem Zimmer im vierten Stock untergebracht.

«Dort lagen Leute auf den Boden verteilt, wie ein lebender Teppich. Wir mussten direkt auf ihnen laufen. Es war sehr unangenehm für mich, dass ich immer wieder auf jemandes Hand trat, aber ich sah überhaupt nicht, wohin ich ging, weil mein Kopf stark nach unten gedrückt wurde. ‹Alle auf den Boden, mit dem Gesicht nach unten!›, schrien sie uns an. (...) Menschen lagen in Blutlachen herum.»

Die Gefangenen durften nur mit dem Gesicht nach unten auf dem Bauch liegen.

«Der Typ neben mir, der versuchte, es sich bequem zu machen, drehte versehentlich den Kopf zur Seite und bekam sofort einen Tritt mit einem Armeestiefel ins Gesicht.»

Telizhenko beschreibt die Zustände. Überall um ihn herum gab es heftige Auseinandersetzungen: Schläge und Schreie waren von überall zu hören. Er vermutete bei einigen Häftlingen gebrochene Knochen – weil diese bei der geringsten Bewegung vor Schmerz aufschrien.

«Neue Häftlinge mussten sich wie eine zweite Schicht auf die anderen legen. Zwar wurde den Polizisten nach einer Weile klar, dass dies eine schlechte Idee war, und jemand befahl, Bänke mitzubringen. Ich war unter denen, die darauf sitzen durften – aber nur mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen am Hinterkopf.»

Auf die Toilette durften sie nur mit Erlaubnis und in Begleitung. Der Journalist schreibt von Schmerzen in seinen Armen, Beinen und im Nacken. Gegen zwei Uhr morgens wurden neue Häftlinge gebracht.

«Und hier beging die heftige Brutalität. Die Milizsoldaten zwangen die Häftlinge, zu beten, ‹Vater unser...› zu lesen, und diejenigen, die sich weigerten, schlugen sie mit allen verfügbaren Mitteln. (...) Als wir in der Aula sassen, hörten wir, wie Menschen auf den Böden unter und über uns geschlagen wurden. Es fühlte sich so an, als würden diese Menschen praktisch in den Beton getreten werden.»

Gleichzeitig waren die Tumulte auf den Strassen nicht zum Stillstand gekommen. Draussen waren Explosionen und Schreie zu hören.

Die Beamten jeder neuen Schicht fragten jeden der Häftlinge, woher sie kamen und wann sie festgenommen wurden.

«Keiner von uns durfte einen einzigen Anruf tätigen.»

Gegen sieben oder acht Uhr morgens trafen die Behörden ein. Gemäss Telizhenko war es klar, dass diese nicht von zu Hause kamen, sondern von den Strassen Minsks, in denen die Auseinandersetzungen stattfanden. Danach wurden die Häftlinge inklusive Telizhenko in den ersten Stock geführt und in Dreissigergruppen in Zellen gesteckt, die für zwei konzipiert waren.

«Der Prozess wurde von Flüchen und Schlägen begleitet. ‹Enger, Enger!›, riefen die Beamten. Unter meinen Zellengenossen waren sowohl Rentner als auch junge Leute. Jemand, der es satt hatte, zu stehen, setzte sich auf den Boden, aber es gab überhaupt keine Luft, und er fiel in Ohnmacht. Diejenigen, die standen, starben fast an der Hitze.»

Nach zwei oder drei Stunden öffneten sich die Türen.

«‹Gesicht zur Wand!›, schrien sie uns an, und kurz darauf stürmten Sicherheitskräfte den Raum, und sie fingen an, unsere Hände hinter dem Rücken zu verdrehen und zogen uns über den Boden durch die Polizeidienststelle. (...) Draussen, im Reisewagen, legten sie uns wieder in stapelweise aufeinander. Diejenigen, die auf dem Boden lagen, wurden erdrückt vom Gewicht der Körper der anderen. Es stapelten sich drei weitere Schichten von Menschen obendrauf.»

Zwei Stunden in Schmerz und Blut

Im Wagen schlugen sie nach den Erzählungen Telizhenkos weiter auf die Menschen ein und demütigten diese. Und das aus den willkürlichsten Gründen: für Tätowierungen, für lange Haare.

«‹Du bist ein Päderast. Im Gefängnis werden sie dich der Reihe nach ficken›, riefen sie. Die Leute, die auf dem Boden lagen, baten darum, ihre Position ändern zu dürfen, aber dafür erhielten sie Schläge auf den Kopf mit einem Gummiknüppel. Wir haben eine Stunde in diesem Zustand im Reisewagen verbracht.»

Telizhenko beschreibt unmenschliche Zustände. Die Gefangenen mussten sich auf die Knie stellen und die Hände am Hinterkopf festhalten.

«Diejenigen, die gegen diese Anforderungen verstiessen, wurden gnadenlos geschlagen. Sie durften nur gelegentlich die Position ihrer Füsse ändern: Dazu mussten sie aber ihre Hände heben, ihren Namen nennen und sagen, woher sie kamen und warum sie inhaftiert waren. Wenn der Wachmann den Nachnamen, das Tattoo oder das Aussehen nicht mochte, war es ihnen verboten, die Position der Beine zu wechseln. Sie wurden für wiederholte Anfragen geschlagen. Es wurde gedroht, das Ändern der Pose werde als Fluchtversuch gewertet und man werde augenblicklich erschossen.»

Nach den Schilderungen Telizhenkos war es den Gefangenen untersagt, die Toilette aufzusuchen. Da die Fahrt jedoch einige Zeit in Anspruch nahm, konnten einige der Menschen es nicht mehr aushalten. Sie nässten und koteten sich ein. Und so verbrachten sie die meiste Zeit in den eigenen Exkrementen.

Den Wachen war es nach der Einschätzung von Telizhenko langweilig. Sie erlaubten sich einen Spass und forderten die Gefangenen dazu auf, zu singen.

«Hauptsächlich die Hymne von Belarus, sie filmten alles mit dem Telefon. Wenn ihnen die Ausführung nicht gefiel, schlugen sie uns erneut. Wenn man schlecht sang, musste man erneut singen, und die anderen gaben eine Bewertung ab. ‹Wenn du denkst, dass du Schmerzen hast, dann bist du noch nicht verletzt. Es wird jetzt im Gefängnis schmerzhaft sein, deine Lieben werden dich nicht wiedersehen›, sagten uns die Wachen. ‹Du S*** sitzt jetzt hier, und deine Tichanowskaja (Anm. d. Red.: Swetlana Tichanowskaja war die Herausforderin des Präsidenten Lukaschenko) verpisste sich aus dem Land. Eure Leben sind vorbei›, sagt einer der Wachen.»

«Die Reise dauerte zwei Stunden. Zwei Stunden in Schmerz und Blut.»

«Ich fragte eine Wache, warum sie mich festgenommen haben und warum ich in die Niere geschlagen wurde. ‹Wir warten nur darauf, dass du anfängst, etwas auf der Strasse zu verbrennen›, sagte er mir. ‹Und dann werden wir auf dich schiessen, das ist unser Auftrag. Es gab ein grossartiges Land, die Sowjetunion, und wegen solcher S*** wie dir ist es gestorben. (...) Wenn ihr Russen der Meinung seid, dass Tichanowskaja hier gewählt werden würde, hat man euch das Gehirn verbrannt. (...) Wir werden Weissrussland nicht erlauben, ein Teil Russlands zu werden.›»

Der Einschätzung zu Folge handelte es sich bei dem Wachen nicht um die örtliche Miliz, sondern um einen Mann von SOBR, eines Spezialeinsatzkommandos des weissrussischen Innenministeriums.

Swetlana Tichanowskaja, Kandidatin bei der Pr

Swetlana Tichanowskaja, die Herausforderin von Lukaschenko, ist nach Litauen geflüchtet. Bild: sda

Im Gefängnis

Die Ungewissheit war das, was Telizhenko am meisten zusetzte.

«Wir wussten nicht, wohin sie uns brachten: In eine vorübergehende Haftanstalt, eine Untersuchungshaftanstalt, ins Gefängnis oder einfach in den nächsten Wald, wo sie uns entweder halb zu Tode schlugen oder einfach töteten. Was die letzte Option betrifft, übertreibe ich überhaupt nicht. Es war alles möglich.»

Die Beamten brachten Telizhenko und die anderen Gefangenen in eine Haftanstalt.

«Lange Zeit führten sie uns durch einige Korridore, dann brachten sie uns in den Gefängnishof. Und für uns war es schon fast ein Paradies. Wir konnten zum ersten Mal seit einem Tag unsere Arme senken, uns aufrichten, uns hinlegen und vor allem schlug uns niemand. Zum ersten Mal wurden wir wie Menschen behandelt: Sie brachten einen Eimer als Toilette, einige von uns taten dies fast einen Tag lang nicht, und eineinhalb Liter Wasser. Das war natürlich nicht genug für 25 Leute, aber trotzdem...»

«‹Wir werden heute nicht geschlagen?›, fragte einer der Häftlinge diejenigen, die den Eimer und das Wasser brachten. ‹Nein›, antwortete der Beamte überrascht. ‹Ihr werdet einfach in die Zellen geschickt und das war's dann.›»

Zum ersten Mal seit einem Tag konnten die Gefangenen miteinander sprechen. In den Gesprächen mit den anderen fand Telizhenko heraus, dass es sich um ganz normale Leute handelte: Unternehmer, IT-Spezialisten, Schlosser, Ingenieure. Ein Gefangener, der den Ort erkannte, sagte, sie befänden sich in Zhodino – einer Stadt in der Nähe von Minsk. Später rief ein Mann in Uniform nach Telizhenko. Sie brachten ihn nach draussen.

Heimweg

Telizhenko und ein anderer russischer Journalist wurden weggebracht.

«Vor dem Gefängnis standen viele Menschen. Angehörige der Vermissten, Menschenrechtsaktivisten. Eine Frau stellte sich als Angestellte des weissrussischen Migrationsdienstes vor. Sie brachte uns in die Stadt Zhodino selbst, in die Migrationsabteilung. (...) Wir mussten bis 24:00 Uhr Weissrussland verlassen. Es war bereits 22:30 Uhr.»

Telizhenko wurde mit einer Anklage gedroht. Die Angestellte sagte, er würde vor Gericht stehen werden, ohne ihm jedoch zu sagen, für was. Seine Geschichte endete damit, dass ein Mitarbeiter der russischen Botschaft eintrat und die beiden Journalisten in ein Fahrzeug setzte und sie nach Smolensk – einer Stadt in Russland – fuhr. Und das pünktlich vor Mitternacht. Er hatte Glück. Hunderte andere befinden sich immer noch in Haft. (cki)

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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Knacker 14.08.2020 12:12
    Highlight Highlight Wo bleiben hier eigentlich die Proteste gegen Staatswilkür und Polizeibrutalität? Für BLM wurde in Europa demonstriert, trotz Corona. Mattern Belarus Lives weniger? Wo bleibt hier die Solidarität?
  • Spüdlifalt 14.08.2020 09:09
    Highlight Highlight Wenn George Orwell wüsste…
  • ChlyklassSFI 14.08.2020 07:56
    Highlight Highlight Und in der Schweiz gibt es "Corona-Rebellen", die etwas von einer Diktatur in der Schweiz schwafeln...
  • Stef171 14.08.2020 06:38
    Highlight Highlight Kann einfach nicht verstehen das die Polizei das mitmacht und die eigenen Landsleute dermassen attackiert nur um so einen Machtgeilen Diktator zu stützen was in 26 Jahren nichts erreicht hat. Das Volk ausbluten lassen und sich selber Bereichern ist das einzige
    was geschehen ist. Einfach nur pfui
    • Varanasi 14.08.2020 07:55
      Highlight Highlight Es gibt immer mehr Videos von Polizisten und Militär, die ihre Anzüge in den Müll schmeissen oder verbrennen. Es besteht Hoffnung!
    • freeLCT 14.08.2020 08:51
      Highlight Highlight @Stef171:

      Darum sollten die Individuen ein Recht darauf haben können, sich mit Waffen zu verteidigen.

    • Herr Ole 14.08.2020 09:27
      Highlight Highlight Es wäre auch kein bisschen besser, wenn die Polizei andere Landsleute attackieren würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 14.08.2020 06:12
    Highlight Highlight Derzeit scheinen in immer mehr Ländern Typen an der Macht zu sein, die sich wie Diktatoren und Könige benehmen...

    Weissrussland, Russland, Türkei, China, Nordkorea, Brasillien, USA...
    • PaLve! 14.08.2020 08:03
      Highlight Highlight Gerade solche Berichte zeigen doch, dass Russland, die USA, Türkei oder Brasilien noch lange keine Diktaturen sind...
      Klar, es läuft vieles schlecht und das muss man kritisieren, aber Diktaturen sind das nicht.
    • Demo78 14.08.2020 17:37
      Highlight Highlight Die USA bis jetzt wirklich nicht.
      Russland im Ernst, Putin hat die Verfassung geändert und ist nun faktisch auf Lebzeiten Präsident, ganz sicher ist das spät. Jetzt eine Diktatur. Auch die anderen, verdammt nah dran.
      Der Trumpel hätte es gerne, wird das zum Glück nie erreichen.
  • Daniel Lopez 13.08.2020 22:43
    Highlight Highlight Wie ist ihr was noch trauriger ist, falls nächstes Jahr Eiskockey gespielt wird, findet die WM in Weissrussland statt. Ernsthaft? Die Welt ist krank.
    • rodolofo 14.08.2020 08:11
      Highlight Highlight Na gut, Weissrussland hat nur ausländische Coronaviren. Ansonsten ist das Land so sauber, dass es fast schon als "steril" bezeichnet werden kann.
  • rodolofo 13.08.2020 22:18
    Highlight Highlight Darf diese "Sicherheitskräfte" als Nazis bezeichnen?
    Ich denke, Allen hier ist nach dem Erfahrungsbericht des Journalisten klar, dass hier Nazis am Werk sind.
    • PaLve! 14.08.2020 08:05
      Highlight Highlight Was hat das mit Nazis (Nationalsozialisten) zu tun?
      Nur weil sich beide wie Wildtiere verhalten?
      Falls du deinen Satz ernst meinst, solltest wieder einmal in den Geschichtsunterricht.
    • rodolofo 14.08.2020 08:21
      Highlight Highlight @ Palve!
      Also:
      - Neo-sowjetisches Ostblock-Land, das sich nationalistisch unabhängig gegenüber Russland gebärdet.
      (Real-)-Sozialismus (=autoritärer Staatskapitalismus) "modernisiert" sich mit Nationalismus.
      Der Nationalismus zeigt sich in der Diffamierung der demokratischen Opposition als "vom Ausland gesteuert" besonders deutlich.
      Ist Dir der Begriff "Sozialnationalismus" lieber, als "Nationasozialismus", weil er irgendwie harmloser klingt?
    • -thomi- 14.08.2020 08:50
      Highlight Highlight Nope. Darfst Du nicht. Und solltest Du auch nicht. Bei Nazis landeten die Leute im Krematorium. Das da ist schlimm, jepp. Aber wir sollten uns daran erinnern, dass Revolutionen noch nie unblutig verlaufen sind. Auf beiden Seiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 13.08.2020 22:06
    Highlight Highlight Viele Geschichten von Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak oder anderen Kriegsgebieten sind wohl ähnlich. Wirtschaftsflüchtlinge, meint die SVP dazu.
  • sansibar 13.08.2020 20:50
    Highlight Highlight Wieso schreibt ihr eigentlich immer Belarus statt Weissrussland? 🤔
    • glointhegreat 13.08.2020 21:13
      Highlight Highlight Ist so weil ist so
    • So oder so 13.08.2020 21:31
      Highlight Highlight Wiki unter Namen sehen sie die Frage Thematisiert -

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Frussland
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bär51 13.08.2020 20:32
    Highlight Highlight Kann sich Frau Kiener-Nellen, Präsdentin des Vereins der Freunde Weissrusslands und Ex-Nationalrätin, mal dazu äussern, was da abläuft?
    https://www.srf.ch/news/schweiz/beziehung-zu-weissrussland-in-aller-freundschaft-mit-minsk
    • MaskedGaijin 13.08.2020 21:16
      Highlight Highlight Unglaublich die Frau: «Unser Freundschaftsverein Schweiz Belarus ist ein gemeinnütziger Verein, politisch und konfessionell neutral, ich äussere mich daher nicht zu innenpolitischen Fragen des Landes Belarus.»
    • redeye70 14.08.2020 16:39
      Highlight Highlight Wir haben solch verlogene und heuchlerische Politiker in unserem Land! Hauptsache es bringt Geld rein, nur das zählt. Offenbar auch bei den Genossen der Fall 🤮
  • HARPHYIE 13.08.2020 20:27
    Highlight Highlight Ich fasse dies mal kurz für alle begriffsstutzigen zusammen: DAS ist also die Welt in der die demokratiefeindlichen Verschwörungsspinner, welche sich zurzeit an Demos treffen, leben wollen?

    Na dann gut Nacht!
    • So oder so 13.08.2020 20:40
      Highlight Highlight Aber Garantiert das es schon welche gibt bei diesen Querfrontmedien die sich sicher sind das da die USA am Werk sind - Natürlich nur die CIA und nicht irgend einer aus der Clique Trump.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 13.08.2020 22:01
      Highlight Highlight Warum fasst du 2 Geschichten ohne Zusammenhang zu einer Zusa.men, kannst du mir das erklären?
      Die meisten VT sind Anhänger von Putin und der ist doch nicht für Belarus zuständig .
    • Citation Needed 13.08.2020 22:33
      Highlight Highlight Tja.
      Ich wollte es nicht aufbringen, aber ja, sie behaupten (unverletzt demonstrierend), in einer Diktatur zu leben und ihrer Grundrechte beraubt zu sein.
      Für mich absolut nicht nachvollziehbar, aber ich vermute, zu unseren demokratischen Freiheiten gehört paradoxerweise auch die Freiheit zu glauben, wir seien geknechtet und unfrei.
      🤷🏻‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miui P 13.08.2020 20:19
    Highlight Highlight Und mitten drin ein Schweizer, von welchem wir nichts gehört haben. Die Schweizer Botschaft wartet auf Besuchsrecht, während sich die Regierung darüber auslässt, wir hätten doch tolle Beziehungen zu Weissrussland... Mich tschuderets und ich hoffe, seine Freunde und Verwandten lesen diesen Artikel nicht. Angsteinflössende staatliche Willkür in Reinform.
    • So oder so 13.08.2020 20:43
      Highlight Highlight Anscheinend Brüsten die sich im Ringerverband mit Guten Kontakten zu Weissrussland - die sollten sich Besser mal überlegen mit wem man so auf Kumpel macht.
    • Miui P 13.08.2020 22:16
      Highlight Highlight Ähm @so oder so. Wie ich das verstanden habe, ist Ringen in Weissrussland Nationalsportart und diesbezüglich kann ich persönlich einen Sportverband, der in der Schweiz wohl eher hobby- als profimässig organisiert ist, schon nicht gleich aburteilen wie Regierungsvertreter.
  • Citation Needed 13.08.2020 20:08
    Highlight Highlight Solches Unrecht, und das quasi vor unserer Haustüre, in Europa. Ich hoffe, die Tage dieses Diktators sind gezählt und diese Leute haben hart, aber nicht umsonst gekämpft.
    • Miui P 13.08.2020 22:19
      Highlight Highlight @srbrus und wo in Frankreich oder Deutschland hat die Staatsgewalt so reagiert? Willkommen in einer differenzierten Weltsicht...
    • Juliet Bravo 13.08.2020 22:41
      Highlight Highlight SrbRus, mit Verlaub. In Weissrussland sind es etwas mehr als 20‘000 und sie riskieren Kopf und Kragen für die Demokratie. Das sind nicht „diese Demos“ die du meinst, wo sich ein Mix aus Verschwörungsmystikern, Neonazis, Impfgegnerinnen, QAnon-Gläubige etc. geradezu millionenfach Treffen😏
    • Ohniznachtisbett 13.08.2020 22:52
      Highlight Highlight SrbRus: Was laberst du genau?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Serepes 13.08.2020 20:03
    Highlight Highlight Tja, willkommen im wahren sozialistischen Arbeiterparadies. 💜
    • Gipfeligeist 13.08.2020 21:30
      Highlight Highlight Sozialismus ≠ Menschen willkührlich wegsperren und unmenschlicher Behandlung aussetzen.

      Letzteres passiert sowohl in Russland, China und auch USA (Guantànamo gleich wie in Portland)
    • PeteZahad 13.08.2020 23:24
      Highlight Highlight @Gipfeligeist und alle Blitzer
      Nennt mir ein (angeblich) sozialistisches Land in welchem nicht willkürlich Menschen weggesperrt werden. Ich glaube das war der Punkt von @Serepes
    • Grohenloh 14.08.2020 07:20
      Highlight Highlight Gipfeligeist:
      Natürlich stellt man sich Sozialismus anders vor.
      Leider führt aber die Abschaffung der freiheitlichen Rechtsordnung, der unabhängigen Justiz, der unabhängigen Medien und der Demokratie unweigerlich zu solchen Zuständen. Sei es im Namen des Sozialismus, Nationalismus oder des Klimaschutzes (was eventuell dieZukunft zeigen wird)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gzdt 13.08.2020 19:56
    Highlight Highlight Tönt wie eine Fordsetzung vom Trump-Artikel!
  • baBIELon 13.08.2020 19:56
    Highlight Highlight Ich frage mich immer wieder wieso Menschen sowas über sich ergehen lassen? Wieso wehrt man sich in solchen Situationen nicht?
    Klar ich war noch nie in einer solchen Situation aber alleine vom lesen solcher Zeilen rast mein Blut und meine Emotionen beginnen zu kochen...
    Oder andere Frage, was ist mit solchen Kreaturen falsch gelaufen, die Menschen so behandeln? Wie kann man sich so an wehrlosen Menschen vergehen?
    • _kokolorix 13.08.2020 21:33
      Highlight Highlight Weil man, wenn man sich wehrt, geschlagen wird? Weil dir angedroht wird, dass man dich oder deine Angehörigen tötet?
      Da hören die Emotionen rasch auf zu kochen und das Blut beruhigt sich.
      So kann sich nur jemand äussern der hier sicher auf seinem Sofa sitzt...
  • So oder so 13.08.2020 19:11
    Highlight Highlight Ja Prügel nur auf sie ein, irgendwann kommt es zurück und dann muss Russland eingreifen und es wird Teuer werden. Aber eine andere Option bleibt nicht - Weissrussland an denn Westen verlieren, unmöglich ? Ich Denke die Menschen haben es satt und werden sich eher Richtung Westen orientieren - ausser Russland zahlt.
  • Hillman 13.08.2020 19:03
    Highlight Highlight Ich weiss echt nicht was ich dazu sagen soll. Die Hölle existiert wahrscheinlich tatsächlich nur auf der Erde.
    • Jonaman 14.08.2020 01:19
      Highlight Highlight Tatsächlich existiert die Hölle nur in dem, was in auf der Erde erleben. Keine neue Erkenntnis also.
    • redeye70 14.08.2020 16:32
      Highlight Highlight Und sie ist menschengemacht.
  • Seelenstein 13.08.2020 19:02
    Highlight Highlight Anonymous greift nur kleine an. Europa hat Angst. Amerika ist introvertiert. Putin hat die Hosen voll.
    China interessiert nur die Wirtschaft. Alle sehen hin und keiner fühlt sich betroffen. Keiner hilft. Keine Solidarität, kein Mitgefühl.
    Wir haben als Menschheit versagt.
    • Garp 13.08.2020 21:09
      Highlight Highlight Dem sag ich Verantwortung abschieben. Es kommt auf jeden Einzelnen an, auch den kleinen Bürger. Viele sind und bleiben autoritätsgläubig, statt autonom zu werden. Und das beginnt in Kleinen schon mit der Erziehung in Elternhaus.
    • Dageka 13.08.2020 21:23
      Highlight Highlight Ist ja nichts neues...
    • Varanasi 13.08.2020 22:11
      Highlight Highlight Gerade im Interview im Heute Journal mit einer der Oppositionsführerin nen:

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      https://www.zdf.de/nachrichten/politik/belarus-kalesnikawa-100.html
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