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Nach Festnahme von Huawei-Managerin verhaftet China jetzt reihenweise Kanadier



Policemen watch as a journalist reports near the Canadian Embassy in Beijing, Friday, Dec. 14, 2018. Canada is being battered by diplomatic ill winds. First, President Donald Trump attacked Canada on trade. Then Saudi Arabia punished it for speaking up for human rights. Now China has the country in its cross-hairs, detaining two Canadians in apparent retaliation for the arrest of a top Chinese tech executive on behalf of the U.S. Canada's normally reliable ally to the south has left it high and dry. (AP Photo/Andy Wong)

Bild: AP/AP

In China sind seit der vorübergehenden Festnahme einer chinesischen Spitzenmanagerin in Vancouver 13 Kanadier festgenommen worden. Acht von ihnen wurden später wieder freigelassen, wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Ottawa am Donnerstag (Ortszeit) sagte.

Unter den Freigelassenen ist nach Angaben eines Regierungsvertreters die Lehrerin Sarah McIver, die inzwischen nach Kanada zurückgekehrt ist. Die Namen der anderen Betroffenen wurden aus Datenschutzgründen nicht genannt.

Noch in Haft sitzen der ehemalige kanadische Diplomat Michael Kovrig und der in China lebende Nordkorea-Experte Michael Spavor, die am 10. Dezember festgenommen wurden. Die beiden Männer stehen Peking zufolge im Verdacht, die «nationale Sicherheit» zu gefährden - in China eine Umschreibung für einen Spionageverdacht.

In this undated photo released by Huawei, Huawei's chief financial officer Meng Wanzhou is seen in a portrait photo. China on Thursday, Dec. 6, 2018, demanded Canada release the Huawei Technologies executive who was arrested in a case that adds to technology tensions with Washington and threatens to complicate trade talks. (Huawei via AP)

In Kanada verhaftet: Meng Wanzhou. Bild: AP/Huawei

Nach Einschätzung von Beobachtern war die Festnahme der beiden Kanadier eine Vergeltungsaktion der chinesischen Behörden für die Festsetzung der chinesischen Topmanagerin Meng Wanzhou in Kanada. Meng, die Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei, war am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden.

Inzwischen wurde sie gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Auflagen freigelassen. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft aber noch.

Die chinesische Führung nennt Mengs Festnahme politisch motiviert. Ottawa bestreitet das und verweist auf den Haftbefehl der USA. Washington wirft der Unternehmerin Verstösse gegen die Iran-Sanktionen vor und fordert ihre Auslieferung.

Das US-Aussenministerium verschärfte am Donnerstag seine Reisehinweise für China und warnte darin auch vor Willkürmassnahmen der chinesischen Behörden. US-Bürgern wird weiterhin zu «verstärkter Vorsicht» in China geraten, eine offizielle Reisewarnung sprach Washington aber nicht aus. Das Ministerium warnte jedoch vor der «willkürlichen Durchsetzung örtlicher Gesetze», plötzlichen Ausreiseverboten und Schikanen gegen US-Bürger chinesischer Herkunft. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Loeffel 04.01.2019 12:07
    Highlight Highlight Die Chinesen 🤦🏼‍♂️
    • Patho 04.01.2019 13:16
      Highlight Highlight Die Amis 🤦🏼‍♂️
      Was gibt denen das Recht, die Finanzchefin einer *chinesischen* Firma wegen verstössen gegen (unbegründete) *Iran*-Sanktionen verhaften zu lassen?!
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass es rechtens ist, zwei anderen Ländern den Handel zu verbieten...
    • Toerpe Zwerg 04.01.2019 15:36
      Highlight Highlight Wer in den USA Geschäfte machen will, weiss um die Gültigkeit der US Gesetze und den langen Arm der US Justiz.

      Darum geht es aber gar nicht. Es geht um die Methoden der KP Diktatur.
  • Magnum 04.01.2019 12:01
    Highlight Highlight Die Vorgänge rund um die Finanzchefin von Huawei sowie die jüngsten, offenen Drohungen gegen Taiwan zeigen: Die Volksrepublik China ist weder ein Partner noch ein Rechtsstaat. Sondern ein Einparteien-Polizeistaat, der den Untertanen Konsum und Karriere als einzige Freiheiten zugesteht. Der aber die Karrieren aller auch von einem Tag auf den anderen beenden kann - siehe Interpol-Chef. China ist eine enorme Herausforderung für eine Staatenordnung, die auf Recht, Respekt und Verträgen basiert.
    • Töfflifahrer 04.01.2019 13:05
      Highlight Highlight Das sage ich schon seit einigen Jahren, aber ich wurde immer als Schwarzsehen bezeichnet. Die Teppichetagen sahen (und sehen immer noch) China als "unerschlossenen Mark" mit Wahnsinns Potential. Dabei denen sie ohne Not die bestgehüteten Geschäftsgeheimnisse preis. Ich kenne mittlerweile einige KMUs die sich wieder aus China verabschiedet haben, dabei aber Geld und Know-How verloren haben.
    • The Destiny // Team Telegram 04.01.2019 13:11
      Highlight Highlight " China ist eine enorme Herausforderung für eine Staatenordnung, die auf Recht, Respekt und Verträgen basiert. "

      Ich hoffe du meinst damit nicht die USA, weil die sind nichts davon.
    • Alex_Steiner 04.01.2019 14:26
      Highlight Highlight Zum glück hast du geschrieben das du über China redest - sonst wäre ich davon ausgegangen, dass du über die USA redest.

      "ein Einparteien-Polizeistaat, der den Untertanen Konsum und Karriere als einzige Freiheiten zugesteht."
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