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Donald Trump im Interview mit Fox News. screenshot: youtube/foxnews

Die 4 wichtigsten Erkenntnisse aus Trumps Interview mit Fox News

In einem 40-minütigen Interview mit seinem einstigen Lieblingssender Fox News machte ein schwitzender Donald Trump (74) Aussagen, die selbst hartgesottene Fans aufgeschreckt haben. Die 4 wichtigsten Aussagen.

Samuel Schumacher / ch media



Heiss war es – und hitzig wurde es, als Donald Trump am Wochenende den langjährigen Fox-News-Journalisten Chris Wallace (72) auf der Terrasse vor dem Oval Office zum Interview empfing. 40 Minuten lang durfte Wallace, ein Urgestein der konservativen amerikanischen Medienszene, dem US-Präsidenten Fragen stellen. Alles war erlaubt, nichts war vom Tisch, und bald schon lief die Sache aus dem Ruder.

Wallace bringt Trump ins Schwitzen: Die wichtigsten Auszüge aus dem «Fox News»-Interview

Video: watson/een

Trump hat keine Angst vor Biden

Um es vorwegzunehmen: Die Umfragen, die Chris Wallace Trump unter die Nase rieb und die dem amtierenden US-Präsidenten eine krachende Niederlage am 3. November prophezeien, tat Trump in gewohnter Manier als «fake news» ab. Es seien die «falschesten Zahlen», die er je gesehen habe, merkte Trump an, als Wallace ihm aufzeigte, dass er in sämtlichen sogenannten Swingstates – Bundesstaaten, die mal republikanisch und mal demokratisch wählen – zurückliegt. «Ich werde gewinnen», betonte Trump. Sein Kontrahent Joe Biden könne ja nicht mal zwei gerade Sätze sagen.

«Wenn Sie mit Biden ein Interview machen würden, würde er nach ein paar Minuten am Boden liegen und nach seiner Mutter schreien.»

Wenn Sie mit Biden ein Interview machen würden, würde er nach ein paar Minuten am Boden liegen und nach seiner Mutter schreien.

Das sagte Trump über seinen 77-jährigen Kontrahenten. Als senil wollte der US-Präsident den Demokraten dann aber doch nicht bezeichnen. «Aber er ist unfähig, das Amt auszuführen. Das weiss er selbst. Deshalb versteckt er sich noch immer in seinem Keller», sagte Trump.

Trump hat die Corona-Katastrophe noch immer nicht verstanden

Mit fast 80'000 Neuansteckungen pro Tag und inzwischen mehr als 140'000 Toten sind die USA das mit Abstand am stärksten betroffene Land der Welt. Statistiken der renommierten Johns Hopkins Universität zeigen zudem, dass das Land eine der höchsten Sterblichkeitsraten weltweit hat. Experten vermuten, dass das nicht zuletzt an der tendenziell ungesunden US-Bevölkerung (Stichwort Übergewicht) liegt. Trump aber tat all diese Statistiken als falsch ab. Die USA habe die geringste Sterblichkeit der Welt, behauptete er.

«Das Virus wird irgendwann verschwinden, ich werde am Ende Recht behalten»

Der US-Präsident drängte darauf, dass die Schulen sofort wieder aufgehen. Bundesstaaten, die sich dem verweigern, will er Gelder entziehen.

Trump findet die rassistische «Confederate Flag» unproblematisch

Über die Flagge der früheren Südstaaten ist in Amerika ein wüster Streit entbrannt. Sogar das bei vielen Trump-Wählern beliebte Autorennen Nascar hat die Flagge an seinen Events inzwischen verboten. Sie wird von vielen Amerikanern als Emblem der einstigen Sklavenhalter und als rassistisches Symbol erachtet.

Trump aber betonte in seinem Interview – das er, wohl um sich den Schweiss vom glänzenden Gesicht zu wischen, dreimal unterbrach –, er habe kein Problem mit der Flagge. «Man muss sich immer die Umstände anschauen. Die Flagge steht für den Süden, ich mag den Süden. Die Flagge zu zeigen, das darf man dank der Redefreiheit. Das ist dasselbe wie Black Lives Matter: Meinungsfreiheit», sagte der Präsident.

Trump ist nicht sicher, ob er das Wahlresultat im November akzeptieren will

Die friedliche Machtübergabe nach wie auch immer gearteten Wahlkampfphasen ist eine der wichtigsten Säulen der amerikanischen Demokratie. Noch nie in der modernen Geschichte der USA ist es vorgekommen, dass ein Präsident das Wahlergebnis nicht akzeptiert und seinen Posten nicht freiwillig verlassen hat. Ob Donald Trump im Falle eine Niederlage dieser Tradition folgen würde, liess er offen. «Wir werden sehen», sagte er auf die Frage von Chris Wallace, ob er eine Abwahl akzeptieren würde. «Wir werden sehen.»

Das Interview in voller Länge:

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