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epa08554545 People sit on Malvarrosa beach in Barcelona, Spain, 19 July 2020. New restrictions have been imposed in Barcelona? and surrounding towns after a spike in COVID-19 infection was reported.  EPA/Alejandro Garcia

Im Moment sind die Strände noch geöffnet in Barcelona. Aber die Massnahmen ändern fast täglich. Bild: keystone

Du willst nach Spanien in die Ferien? Das musst du zu den steigenden Fallzahlen wissen

Mitten in der Hauptferienzeit beginnen die Fallzahlen in Spanien wieder zu steigen. Und das könnte für das vom Coronavirus gezeichnete Land zu einem grossen Problem werden.



Spanien erlebte einen der stärksten Corona-Ausbrüche in Europa. Die Menschen durften ihre Häuser nur noch zum Einkaufen verlassen, 28'400 Personen sind an den Folgen von Covid-19 verstorben. Nach einigen ruhigen Wochen steigen die Fallzahlen wieder an.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Wie viele stecken sich in Spanien an?

In den letzten Tagen meldete Spanien im Schnitt wieder über 1000 Neuansteckungen. Die Regierung des südeuropäischen Landes mit 47 Millionen Einwohnern ist besorgt: Die Behörde für Gesundheitliche Notfälle bestätigte, dass es «möglich ist, dass wir bereits eine zweite Welle haben».

«Wir wussten alle: Jedes Land, das die Pandemie unter Kontrolle hat, wird neue Ausbrüche erleben.»

Salvador Illa, Gesundheitsminister Spaniens

Es sei aber irrelevant, ob man man die Situation schon als zweite Welle bezeichnet oder nicht. Denn «wenn die grösseren Neuausbrüche schnell unter Kontrolle gebracht werden können, habe man die Situation weiter im Griff», argumentieren die Behörden. Ein Contact Tracing ist aber bei den aktuellen Fallzahlen kaum mehr möglich, der Touristenverkehr erschwert die Situation zusätzlich.

Tägliche Neuinfektionen und 7-Tage-Schnitt in Spanien

Fallzahlen in Spanien

Anmerkung: Spanien musste zwei Mal Korrekturen bezüglich der gemeldeten täglichen Neuinfektionen melden (in der Grafik als Negativwerte dargestellt). Die Zahlen stammen vom Europäischen Zentrum für Prävention und die Kontrolle von Krankheiten. Bild: watson/ecdc

Welche Regionen Spaniens sind betroffen?

Anders als in Deutschland oder Portugal, wo es einige lokale grössere Ausbrüche gab, verteilen sich die Fälle in Spanien über fast das gesamte Land. Aktuell werden über 200 lokale Ausbrüche gezählt, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Mittwoch.

Besonders stark betroffen ist aber zurzeit der Nordosten des Landes, die Regionen Aragonien und Katalonien.

epa08545512 Passersby wear facial masks in Zaragoza, Aragon, Spain, 14 July 2020. Aragon has announced facial masks are mandatory from 14 July 2020, after Zaragoza and Huesca cities and surroundings were ordered back to phase 2 of the government's plan to gradually ease the lockdown measures due to the recent outbreaks in the areas.  EPA/JAVIER BLASCO

Wegen den steigenden Fallzahlen gilt in Aragonien seit Mitte Juli wieder eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Bild: keystone

Verhältnismässig konstant bleiben die Fallzahlen auf den Ferieninseln Mallorca, Ibiza und den Kanarischen Inseln. Allerdings wurde die Partymeile «Ballermann» in Mallorca geschlossen, unter anderem weil die Touristen sich nicht an die Maskenpflicht hielten.

Wer steckt sich an?

Wie in vielen europäischen Ländern infizieren sich zurzeit vorwiegend jüngere Menschen. So gab es beispielsweise in der südspanischen Stadt Córdoba einen Ausbruch, nachdem junge Menschen ihren Abschluss in einer Disco gefeiert hatten – zwei Wochen später wurden 91 Partygänger, die an dem Abend im selben Club waren, positiv auf das Coronavirus getestet.

Laut Angaben der spanischen Behörden handelt es sich bei den aktuellen Ansteckungen allerdings vorwiegend um Fälle mit leichten Symptomen.

Nebst den jungen Partygängern sind auch viele Saisonarbeiter aus der Landwirtschaft betroffen.

Welche Massnahmen hat Spanien aktuell?

In Spanien gibt es einen Flickenteppich an verschiedenen Regelungen: Jede Region geht anders mit dem Virus um. Grund dafür sind auch die lokalen Ausbrüche im ganzen Land. Hunderttausende Menschen wurden zwischenzeitlich wieder in einen Lockdown versetzt.

Eine «Stay-at-Home»-Empfehlung gab's letzte Woche auch in Barcelona: Die Bewohner der zweitgrössten Stadt Spaniens wurden gebeten, zuhause zu bleiben. Gruppen von mehr als 10 Personen sind verboten. Touristen müssen vor der Reise ein Formular ausfüllen. Bei der Einreise gibt es einen Gesundheitscheck, so darf die Körpertemperatur beispielsweise nicht höher als 37,5 Grad sein.

epa08553961 People stroll along the iconic Las Ramblas boulevard in downtown Barcelona, northeastern Spain, 18 July 2020. The Catalan regional government has imposed new isolation measures in certain parts of the provinces of Barcelona and Lleida in a bid to curb the recent spikes in cases of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus in those areas.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

An der berühmtesten Strasse Barcelonas, den «Ramblas», halten die Menschen nicht viel von der Empfehlung, zuhause zu bleiben. Bild: keystone

Im Vergleich zum landesweiten Lockdown im März und April schwindet aber offenbar die Bereitschaft der Spanier, die Quarantäne zu akzeptieren. Insbesondere junge Menschen weigern sich je länger, je mehr, zu Hause zu bleiben.

Nach wie vor herrscht in ganz Spanien an den allermeisten öffentlichen Orten eine Maskenpflicht. So beispielsweise in Bars, Clubs und auch an privaten Partys.

Was bedeutet das für den Tourismus?

Der bereits angeschlagene Tourismus in Spanien könnte einen weiteren Dämpfer erfahren. So meinte beispielsweise Frankreichs Premierminister Jean Castex, dass man die Situation in Spanien beobachte und vorzu entscheide, ob die Grenze für Spanier offen bleibe. Spaniens Tourismusdirektor forderte Frankreich kurz später auf, die Grenzen offen zu halten: «Wir leben mit dem Virus, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht reisen und eine Art Normalität wiederherstellen können.»

Andere europäische Länder wie Finnland oder Norwegen lassen bereits jetzt schon keine Spanier mehr ohne Quarantänepflicht einreisen.

Dürfen Schweizer weiterhin nach Spanien in die Ferien?

Aus wirtschaftlichen Gründen wird Spanien wie erwähnt versuchen, die Grenzen für Touristen offen zu behalten. Die entscheidende Frage für viele Schweizer Touristen wird sein, ob das Bundesamt für Gesundheit Spanien auf die Liste der Risikoländer setzt und Ferienrückkehrer somit in eine 10-tägige Quarantäne müssen.

Der Grenzwert, damit ein Land auf die Liste kommt, liegt bekanntlich bei 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern über einen Zeitraum von 14 Tagen.

Vor einem Monat, am 24. Juni 2020, lag Spanien bei einem Wert von 11, heute bei 33. Steigen die Zahlen im gleichen Stil an, könnte der Grenzwert von 60 in den nächsten Wochen erreicht werden.

BAG Grenzwert für Quarantänepflicht Spanien

Bild: watson

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Notabik 25.07.2020 11:10
    Highlight Highlight Ob sich die Urlauber hier in der Schweiz gegenseitig auf den Füssen stehen oder in Spanien, das spielt doch keine Rolle. Fakt ist, dass wir wegen des alljährlichen Sommerferien Wahnsinns bald in einer zweiten Ansteckungs Welle feststecken werden.
  • Blitz 25.07.2020 07:03
    Highlight Highlight Mich würde genau so einen Bericht über Italien interessieren!!
  • Bildung & Aufklärung 25.07.2020 01:06
    Highlight Highlight Haha, erst gerade, wirklich vor wenigen Monaten, also einigen Wochen, fast alle am bibbern und es war klar, mit Ferien im Ausland wirds dieses Jahr nichts. Ist ja völlig klar und nicht schlimm, es geht jetzt echt um viel wichtigeresund ist ja nicht so, dass die/der gemeine SchweizerIn nur alle 25 Jahre 1x ins Ausland kann und jetzt also wirklich total darauf 'blanget" hat und alle Träume für ein Vierteljahrhundert zerstört wurden.

    Und jetzt, kaum ist das WC Papier verstaut und die zuviel gekauften Lebensmittel tonnenweise weggeworfen:

    "SO, Ab in den Flieger! Ab in die Ferne!" ICH will.
  • Ernesto C 24.07.2020 22:39
    Highlight Highlight Ein Corona Delinquenten Gefängnis wird eben in der Romandie erstellt. Aufenthalt kostenlos auf unbestimmte Zeit:-)))
  • Dr. Haggis 24.07.2020 22:38
    Highlight Highlight Spanien hat 1000 Neunfektionen bei 48 Mio Einwohnern. Die CH heute 154 bei 8 Mio E. Hochgerechnet wären das rund 900 Neuinfektionen. Also fast gleichauf. Wieso zeigt ihr mit dem Finger auf das Ausland? Hier spitzt sich die Lage genauso zu!
    • odie 25.07.2020 00:12
      Highlight Highlight Weil man aus irgendwelchen Gründen kein Prozentrechnen machen will. Ich verstehe das schon seit Wochen nicht.
    • Der Rückbauer 25.07.2020 00:13
      Highlight Highlight Rechnerisch richtig, aber ich möchte nicht in einem öffentlichen Centro de Salud beginnen und auf einer Intensivstation eines (halböffentlichen) spanischen Spitals landen. - Privatkliniken nehmen dich nur, wenn Du nachweisen kannst, dass du eine Kostengutsprache einer CH-(Privat)Krankenversicherung beibringst oder über genügend eigene Mittel verfügst, um die Rechnungen in bar zu bezahlen.
    • Ärdbeergonfi 25.07.2020 00:13
      Highlight Highlight Steht ja nirgends im Artikel, dass die Schweiz besser oder schlechter dasteht...

      #whataboutism
    Weitere Antworten anzeigen
  • LuxDux 24.07.2020 21:50
    Highlight Highlight Und wie sieht es mit Südfrankreich aus?
  • MUST 24.07.2020 21:44
    Highlight Highlight Soeben aus Spanien zurück: wenn jemand keine Maske trägt, oder am Ellbogen oder unter dem Kinn, dann gilt: jung, überwiegend männlich: "Geht-Mich-Alles-Nix-An-Typen", ist mir doch egal, wenn ich jemand anstecke... Diese sieht man aber auch in der Schweiz.
    • luca_andres_ripa 25.07.2020 01:27
      Highlight Highlight Immer noch in Spanien: Sowohl die Policia Local wie die Guardia Civil patrouilliert in der ganzen Altstadt die Strassen (in der Region Andalusiens). Wenn man hier ohne Masken herumläuft hat man sofort mit den Ordnungshüter ein grosses Problem...nicht wie in der Schweiz...
  • Basswow 24.07.2020 21:10
    Highlight Highlight 🤷🏽‍♂️
    Benutzer Bild
    • Bildung & Aufklärung 25.07.2020 00:52
      Highlight Highlight Okay, sehr geil

      = - )

      Zwar nicht ganz neu in der Art, trotzdem musste ich so lachen. "Be responsible. Be like Bill."

      Da alle dekadent Verwöhnten ja immer voin "Hoorizonterweiterung, weisch" labern, um ein billiges Schutzargument vorzuschützen, warum sie sich z.B. anderen Ende der Welt an einen Pool legen müssen, könnten sie so mal wahrhatige Horizontwerweiterung so anstreben.

      Allen sehr, sehr ans Herz gelegt, Albert Hofmann und unsere Vorfahren vor tausenden Jahren 'approven this, like Bill."

      Turn on - Tune in - Drop out
  • Locutus70 24.07.2020 21:01
    Highlight Highlight Unser Hinflug nach Teneriffa geht am 17.8., der Rückflug am 31.8. - sollte Spanien Quarantäne fordern, werden wir bis Jahresende auf Teneriffa bleiben.
    • Maragia 24.07.2020 22:41
      Highlight Highlight Wenn mans sich leisten kann, warum nicht :)
    • Bildung & Aufklärung 25.07.2020 00:53
      Highlight Highlight Mach doch gleich noch eine Kreuzfahrt. Und falls das nicht geht, einen fetten SUV mieten und bis Jahresende rauf und runter fahren.

      Irgendwie muss man die Klimakatastrophe ja verantworten. Man will ja nicht etwa ein unveranwortlicher Mensch sein!
    • Nora Flückiger 25.07.2020 04:30
      Highlight Highlight Ja und wahrscheinlich wirst du dann auch auf einem spanischen Friedhof beerdigt! Kann nicht verstehen weshalb es nicht möglich ist, die Füsse still zu halten und zuhause zu bleiben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scarrus 24.07.2020 20:51
    Highlight Highlight Wie siehts mit Portugal aus?
    • NinjaGaiden 24.07.2020 23:57
      Highlight Highlight Portugal wird im Text erwähnt. Im Gegensatz zu Spanien, wo es fast im ganzen Land wieder Ausbrüche gibt, gibt es in Portugal einen grösseren lokalen Ausbruch (vor allem in der Gegend um Lissabon).
    • mrgoku 25.07.2020 00:18
      Highlight Highlight verstehe die blitze null...
      die letzten tage wieder stark zurück was infektionszahlen betrifft
    • Scarrus 25.07.2020 22:25
      Highlight Highlight Hatte vor eventuell auf Lissabon. Mir hat jemand eine Stelle dort angeboten, aber ich bin es mir nicht (mehr) so sicher...
      Ich verstehe die Blitze auch nicht?
  • Exilglarner 24.07.2020 20:51
    Highlight Highlight Es will gut überlegt sein, ob und wohin man vereisen will...
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.07.2020 11:10
      Highlight Highlight Ja, Chur und allgemein das Bündnerland scheint zur Zeit sehr unsicher .
  • R. Peter 24.07.2020 20:26
    Highlight Highlight Es stecken sich jetzt vor allem die Jüngeren an, die zuvor nicht getestet wurden? Daskann ich echt fast nicht glauben... 🤦‍♂️
  • Mia_san_mia 24.07.2020 20:18
    Highlight Highlight Das ist unglaublich mit diesen negativen Artikeln! Ich bin langsam froh, dass ich diesen Sommer keime Ferien habe... Es wird so getan, als ob man ein Verbrechen begeht, wenn man irgendwo hin will um seine wohlverdienten Ferien zu geniessen. Man könnte meinen, man importiert danach die Pest!
    • Terraner 25.07.2020 00:27
      Highlight Highlight Gegen Pest gibt es sowohl eine Impfung als auch Medikamente (Antibiotika). Für die heutige Medizin ist die Pest im Vergleich zu Corona recht gut behandelbar.

      In einem Jahr können wir hoffentlich von Corona das gleiche behaupten.
    • Bildung & Aufklärung 25.07.2020 01:02
      Highlight Highlight Ich, ich, ich.

      Wundert nicht, dass du so denkst und dir egal ist, ob andere durch das eigene Ego-Verhalten infiziert werden. 1x in der grauenhaften Schweiz, evt. sogar im grauenhaften Zuhause mit Flatscreen und allem Schnickschnack die Ferien zu verbringen, ist für den durch. endlos verwöhnten Schweizer halt schon ein Verbrechen an den Menschenrechten.
      Wartet nur, bis die Flüge weltweit wegen Klimakatastrophe eingeschränkt werden, das Geheule wird grossartig.

      Die Komik, dass das "MIA SAN MIA" Klischee auch gleich noch in Verhalten und Wortlaut erfüllt wird ;-)
    • Hirngespinst 25.07.2020 06:29
      Highlight Highlight Man importiert nicht die Pest, aber möglicherweise das Corona-Virus.
      Finde ich also schon Grund genug, lieber auf Ferien im Ausland zu verzichten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TrueStory 24.07.2020 20:13
    Highlight Highlight Gruyère, j'arrive!
    • dmark 24.07.2020 21:27
      Highlight Highlight Da hast du auch alles, was man zum Erholen braucht. Den wohl besten Käse der Welt, den Greyerzersee, eine schöne, ruhige Landschaft zum ausgiebigen Wandern und ggfs. einen kleinen Sprung z.B. nach Montreux an den Genfer See...
      Liest du gerade den Neid aus meinen Zeilen ;)
      Wünsche dir eine gute Zeit dort.
    • Lichtblau550 25.07.2020 00:05
      Highlight Highlight Und wem das zu viel Idylle ist, der kann an allfälligen Regentagen das HR Giger-Museum besuchen ... 😬
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 25.07.2020 11:12
      Highlight Highlight @Martel ...du bist ein querulanter Denker würde da Bildung und Aufklärung meinen und darum wirst du nieder geblitzt...von mir ein Herz .
    Weitere Antworten anzeigen
  • Duscholux 24.07.2020 20:05
    Highlight Highlight Einfach dieses Jahr nicht nach Spanien in die Ferien. So einfach ist das.
    • Ernesto C 24.07.2020 22:40
      Highlight Highlight Wohl auch nächstes Jahr nicht.
    • ostpol76 24.07.2020 22:44
      Highlight Highlight Nö, ich lasse mich wegen diesem Hokuspokus nicht davon abhalten.
    • dä dingsbums 25.07.2020 00:08
      Highlight Highlight @ostpol76: Das ist kein Hokuspokus.

      Trotzdem, schöne Ferien.
    Weitere Antworten anzeigen

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