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22.03.2021, Rheinland-Pfalz, Mainz: Vanessa (l-r), Danuta und Jennifer sitzen bei einem Bier in der ·Zeitungsente·. Die Landesregierung verständigte sich auf Lockerungen der Corona-Regeln, sofern der Inzidenzwert unter 100 liegt. So dürfen z. B. Restaurants und Cafés in Rheinland-Pfalz von heute an unter strengen Auflagen im Freien wieder öffnen. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Andreas Arnold)

Bereits ab diesem Samstag erhalten Geimpfte und Genesene in Deutschland einen Teil ihrer Grundrechte zurück. Bild: DPA

Die neusten Öffnungsschritte von Deutschland und was sie für die Schweiz bedeuten

Neuinfektionen sind rückläufig, beim Impfen geht es vorwärts: Jetzt kommen Erleichterungen für jene, die geschützt oder genesen sind. Auch für Besucher aus der Schweiz hat das Folgen. Die sechs wichtigsten Fragen und Antworten.

Christoph Reichmuth / ch media



Was ändert sich in Deutschland?

Bereits ab diesem Samstag erhalten Geimpfte und Genesene einen Teil ihrer Grundrechte zurück. Die Bundesregierung hat in dieser Woche im Eilzug eine entsprechende Verordnung durch Parlament und Länderkammer gebracht. Neu gilt: Menschen mit vollem Impfschutz (doppelte Impfung bei Moderna, Biontech, AstraZeneca und Einfachimpfung bei Johnson&Johnson) - dieser wird 14 Tage nach der zweiten Impfung erreicht - müssen vor Betreten von Geschäften, Coiffeuren oder Museen keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen. Sie sind damit Getesteten gleichgestellt.

Als Genesen gilt, wer in den vergangenen sechs Monaten nachweislich mit Corona infiziert war (Infektion muss mindestens 28 Tage zurückliegen). Liegt die Infektion länger als sechs Monate zurück, braucht es eine Schutzimpfung (nur eine, nicht zwei). Bis Sommer soll der Nachweis elektronisch auf dem Handy möglich sein. Bis dahin müssen Geimpfte also noch den Impfnachweis («Impfbüechli»), Genesene den negativen PCR-Test vorweisen.

Was dürfen Genesene und Geimpfte, was für andere nicht gilt?

Genesene und Geimpfte müssen sich nicht mehr an die Ausgangsbeschränkungen halten, die in Kreisen/Städten mit einer Inzidenz von über 100 in Kraft sind. Auch fallen Genesene und Geimpfte nicht mehr unter die strengen Kontaktbeschränkungen. So können sich uneingeschränkt viele Genesene und Geimpfte zu einer Feier in der Wohnung oder zum Picknick im Park treffen (aktuell gilt: Ein Haushalt darf höchstens eine weitere Person treffen). Die Erleichterungen gelten auch für Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz. Sie müssen den vollen Impfschutz oder den Nachweis der Genesung im Bedarfsfall vorweisen. Ansonsten gilt auch für Genesene und Geimpfte: Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten weiterhin für alle.

Was bedeutet das für Schweizerinnen und Schweizer, die nach Deutschland reisen wollen?

Wer mit dem Flugzeug nach Deutschland reist, musste bislang einen negativen PCR-Test schon beim Betreten des Flugzeuges vorweisen. Das fällt für Genesene und Geimpfte nun weg. Ebenfalls die Quarantänenpflicht von fünf Tagen (die Schweiz gilt in Deutschland noch immer als Risikogebiet). Die Erleichterungen gelten auch für Einreisende mit der Bahn oder mit dem Auto, sofern sie geimpft oder genesen sind. Wichtig ist, dass die Nachweise erbracht werden können. Gleichzeitig freuen sich auch die Deutschen auf Ferien im Ausland. Die «Bild» jubelt am Freitag: «Einreise Schweiz: Fast alles offen, Corona-Test bei Einreise per Flugzeug nötig. Sonst nichts!»

Öffnen in Deutschland nun die Restaurants, Bars und Clubs?

Bars, Clubs, Discotheken und Konzerthäuser müssen sich noch gedulden. Restaurants hingegen dürften zumindest auf Aussenterrassen bald wieder Gäste empfangen. Vielerorts ist die Inzidenz unter den Wert von 100 gesunken, dort öffnen noch vor Pfingsten Biergärten, Kinos, Freizeitparks und Kinos. Schleswig-Holstein will vor Pfingsten sogar sämtliche Hotels für Feriengäste öffnen. Andere Bundesländer dürften bald nachziehen.

Warum lockert sich Deutschland plötzlich?

Die gefürchtete dritte Coronawelle scheint gebremst. Seit Tagen ist das Infektionsgeschehen rückläufig, der kritische R-Wert seit längerer Zeit unter dem Wert von 1. Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Freitag eine Inzidenz von knapp 126 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage auf 100'000 Einwohner - Tendenz sinkend. Ballungsräume wie Berlin sind sogar unter den Wert von 100 gerutscht. Bleibt die Inzidenz über fünf Tage unter 100, fallen Beschränkungen durch die Bundesnotbremse (Kontaktbeschränkungen, Sport nur zu zweit, Ausgangsbeschränkungen) automatisch weg.

Und wie läufts beim Impfen?

Auch beim Impfen macht Deutschland nach harzigem Start inzwischen mächtig Tempo: 37 Prozent der Impfberechtigten ab 18 Jahren haben bereits eine Erstimpfung (25.5 Millionen Menschen, fast ein Drittel aller Bundesbürger) erhalten. Am Donnerstag wurde der Impfstoff AstraZeneca für alle Bürger freigegeben, jeder ab 18 kann sich mit dem britischen Impfstoff nun gegen das Virus schützen lassen. Zuletzt wurden täglich im Durchschnitt eine Million Menschen gegen das Virus geimpft. Bis Juli soll allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden. (aargauerzeitung.ch)

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
quelle: keystone
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