DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ida ist traurig, weil sie nicht mehr feiern kann. screenshot: zdf

Junge Frau sticht mit Aussage zu Corona-Lockdown in ein Wespennest



Die zweite Corona-Welle hat Europa erfasst. In den meisten Ländern werden nun Massnahmen ergriffen, um die Zahl der Neuinfektionen zu drücken. Diese fallen nicht selten härter aus als jene in der Schweiz. In Deutschland herrscht für einige Regionen etwa eine Sperrstunde ab 23 Uhr und es dürfen sich nicht mehr als maximal zehn Personen versammeln.

Dies bedeutet auch: Ausgelassene Partys werden vorerst nicht stattfinden. Dies, nachdem die Bevölkerung schon im Frühling monatelang auf Feiern verzichten musste.

>>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Das «ZDF Heute Journal» hat sich am Sonntag dem Thema Sperrstunde angenommen. Dabei hat das Reporter-Team eine junge Frau um ihre Meinung gebeten. Und Ida, so heisst die Jugendliche, vermisst das Ausgehen:

«Ich war jetzt seit März nicht mehr feiern, vorher war ich dreimal die Woche unterwegs. Das ist traurig, ich brauche das eigentlich, darauf bin ich angewiesen, und darauf zu verzichten, geht mir echt ab. Deswegen wird diese zweite Welle auch so schwierig sein. Deswegen werden auch wieder mehr Partys gefeiert, weil halt so viele das mittlerweile krass vermissen.»

Unzählige Reaktionen nach Twitter-Post

Ein Twitter-User stellte das rund 20-sekündige Interview des «Heute Journals» auf Twitter und schrieb dazu «Definiere first world problems». Mit seinem Post traf der User einen Nerv. Innert kürzester Zeit wurde das Video Hunderte Male kommentiert. Mittlerweile hat es über 700'000 Views.

Das sagt Ida über die Sperrstunde:

Video: watson

Doch nicht alle wollten eine gesittete Diskussion über die positiven und negativen Effekte der Sperrstunde. Mehrmals wurde die junge Frau unter der Gürtellinie angegriffen und beleidigt. Der Verfasser des Posts musste nach wenigen Stunden ernüchtert feststellen: «Dass ungesunde Debattenkultur das hier so eskalieren lässt, habe ich unterschätzt.» Er rief zu einer sachlichen Diskussion auf.

Diese konnte trotz der Hasskommentare dann doch auch noch stattfinden. Da waren auf der einen Seite die Userinnen und User, welche Ida nicht verstehen können. Man könne doch auch mal für einige Zeit auf das Feiern verzichten, so der Tenor.

Auf der anderen Seite erhielt Ida aber auch Zuspruch. Sie habe lediglich ein normales Bedürfnis von jungen Leuten geäussert, schreibt etwa folgende Userin.

Eine weitere Userin schreibt, dass sich unsere «first world» eben durch Freiheit definiere. Ida dürfe doch ihre Bedürfnisse äussern, ohne gleich «üble Häme» zu kassieren.

Da dieses Video so viele Kommentare auslöste, wollen wir nun auch deine Meinung wissen:

Wie findest du die Aussagen von Ida?

(cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Anonymous verpasst Querdenkern erneut einen Schlag

Heute vor einem Jahr nahm Anonymous den virtuellen Kampf gegen Coronaleugner und rechtsextreme Verschwörungserzähler auf. Zum Jubiläum hat das Hacker-Kollektiv das Reichsbürger-Netzwerk des selbsternannten «Königs von Deutschland» gehackt.

Anonymous versetzt der «Querdenker»-Bewegung einmal mehr einen Schlag. Zum einjährigen Jubiläum der Operation Tinfoil (Operation Aluhut) haben Anonymous-Aktivisten das «Reichsbürger-Netzwerk» von Peter Fizek, dem selbsternannten König von Deutschland, «hopps genommen».

Fizek ist das selbsternannte Oberhaupt eines von ihm gegründeten Fantasiestaates, den er «Königreich Deutschland» nennt. In Fizeks Reich gibt es eine eigene «Reichsbank» und mit der E-Mark eine eigene Währung. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel