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epa07841832 (FILE) - A video grab courtesy of The Guardian newspaper showing former CIA employee Edward Snowden during an exclusive interview with the newspaper's Glenn Greenwald and Laura Poitras in Hongkong, in June 2013 (reissued 14 September 2019). US whistleblower Edward Snowden will release a new book titled 'Permanent Record' on 17 September 2019.  EPA/GLENN GREENWALD / LAURA POITRAS / THE GUARDIAN HANDOUT MANDATORY CREDIT: THE GUARDIAN/GLENN GREENWALD/LAURA POITRAS HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** 50867823

Würde gerne in die USA zurückkehren: Edward Snowden. Bild: EPA

Snowden will zurück in die USA – und stellt nur eine Forderung an die Regierung



Edward Snowden sorgt wieder für Schlagzeilen. Der Whistleblower, der die Welt vor Massenüberwachung und Big Brother warnte, wird am Dienstag ein Buch veröffentlichen, in dem er detaillierte Einblicke in seine Geschichte gibt.

Auf Deutsch heisst es «Permanent Record: Meine Geschichte.» Darin erzählt der ehemalige CIA-Agent ausführlich, wie er streng geheime Daten stahl. Er offenbart laut Medienberichten aber auch viel Privates. Im Vorfeld der Publikation hat der 36-Jährige, der seit 2013 in Russland im Exil lebt, mehrere Interviews gegeben.

Eines davon der US-Fernsehstation «CBS». Dort spricht der Mann, welcher der Öffentlichkeit das Ausmass der amerikanischen und britischen Spionagetätigkeiten zugänglich gemacht hat, offen über seinen Wunsch, in die USA zurückzukehren. Eine Rückkehr in seine Heimat sei sein ultimatives Ziel, so Snowden, doch die US-Regierung verunmögliche dies.

Snowden:

«Ich möchte in die Vereinigten Staaten zurückkommen. Das ist das ultimative Ziel. Aber wenn ich den Rest meines Lebens im Gefängnis verbringen soll, ist die einzige Forderung, über die wir einig sein müssen, dass ich zumindest einen fairen Prozess bekomme. Und das ist die eine Sache, die die Regierung sich geweigert hat zu garantieren [...]»

Snowden, der bis Januar 2020 ein russisches Visum als Geschäftsmann hat, erhebt schwere Vorwürfe an die Adresse der US-Regierung.

«Die Regierung will eine andere Art von Prozess. Sie wollen spezielle Verfahren anwenden, um den Gerichtssaal schliessen zu können, sie wollen, dass die Öffentlichkeit nicht hingehen kann, um zu erfahren, was los ist.»

Für die Regierung sei es das Wichtigste, dass die Jury seine Motive nicht berücksichtigen dürfe, so Snowden.

«Warum ich tat, was ich tat. War es besser für die Vereinigten Staaten? Hat es uns geholfen oder hat es Schaden angerichtet? Sie wollen nicht, dass die Jury das überhaupt berücksichtigt. Sie wollen, dass die Jury streng prüft, ob diese Handlungen rechtmässig oder rechtswidrig waren, nicht, ob sie richtig oder falsch waren. Und es tut mir leid, aber das widerspricht dem Zweck eines Geschworenenverfahrens.»

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Edward Snowden im Interview mit CBS. Video: YouTube/CBS This Morning

Es sei nicht schwer zu argumentieren, dass er das Gesetz gebrochen habe, meint Snowden. Allerdings habe bis jetzt noch nie bewiesen werden können, dass seine Enthüllungen Schaden angerichtet hätten. Und genau dies behaupte die Regierung. Sechs Jahre seien nun vergangen und noch nie gab es Beweise dafür, dass er mit seinen Aktionen jemandem Schaden zugefügt habe.

«Wenn sie geheime Beweise hätten, dass auch nur ein Haar auf dem Kopf einer einzelnen Person verletzt wurde, weisst du so gut wie ich, dann wäre es am Ende des Tages auf der Titelseite der New York Times.»

Snowden sprach im Interview auch über die Vorwürfe, dass er den Schweigeeid gebrochen habe, den er beim CIA-Eintritt abgegeben habe. Dazu sagt Snowden:

«Den gibt es nicht. Es gibt eine Geheimhaltungsvereinbarung, aber es gibt auch einen Diensteid. Der Diensteid ist es, zu unterstützen und zu verteidigen, nicht eine Behörde, nicht einmal den Präsidenten, sondern die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen alle Feinde im In- und Ausland. Und das wirft die Frage auf, was passiert, wenn unsere Verpflichtungen in Konflikt geraten.»

Das Justizdepartement und das CIA wollten die Aussagen Snowdens gegenüber CBS nicht kommentieren. Die National Security Agency (NSA) gab zu Protokoll: E«dward Snowden verletzte seine lebenslange Pflicht, klassifizierte Informationen zu schützen. Zudem hat er seine Mitarbeiter und die amerikanische Bevölkerung betrogen.»

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