International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hacker-Attacke auf Facebook – 50 Millionen Accounts betroffen

Schon wieder gibt es Sicherheitsprobleme bei Facebook. Offenbar ist es Hackern gelungen, auf die persönlichen Daten von 50 Millionen Benutzern zuzugreifen. 



Auf das Online-Netzwerk Facebook ist eine gross angelegte Hackerattacke verübt worden. Die Angreifer machten sich eine Sicherheitslücke zunutze, die fast 50 Millionen Benutzerkonten betraf, wie das US-Unternehmen am Freitag mitteilte.

Das Problem sei am Dienstag entdeckt und am Donnerstagabend behoben worden, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Das Unternehmen nehme den Vorgang «sehr ernst» und habe die Justiz eingeschaltet. Auch die Bundespolizei FBI ist mit dem Fall befasst.

FILE - In this May 1, 2018, file photo, Facebook CEO Mark Zuckerberg makes the keynote address at F8, Facebook's developer conference in San Jose, Calif. Remarks from Zuckerberg have sparked criticism from groups such as the Anti-Defamation League. Zuckerberg, who is Jewish, told Recode's Kara Swisher in an interview that although he finds Holocaust denial

Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Bild: AP/AP

Produktmanager Guy Rosen schrieb in einem Blogeintrag, den Hackern sei es gelungen, auf Nutzerdaten zuzugreifen. Zuckerberg zufolge war zunächst nicht klar, ob ein Missbrauch von Konten stattgefunden habe. Vorsichtshalber habe das Unternehmen vorübergehend die Funktion ausgesetzt, mit der Facebook-Mitglieder ihr eigenes Profil aus der Sicht anderer Nutzer betrachten können. Die Sicherheitslücke wurde nach Unternehmensangaben mittlerweile geschlossen.

Facebook ergriff nach eigener Aussage eine zusätzliche Sicherheitsmassnahme: Weitere 40 Millionen Nutzer müssen sich neu anmelden, weil sie besagte Funktion nutzten.

Auf seiner Facebook-Seite führte Zuckerberg aus, dass das Unternehmen ständig Angriffen von Hackern aus aller Welt ausgesetzt sei, die Nutzerkonten kapern oder Informationen stehlen wollten. Facebook müsse neue Werkzeuge entwickeln, um solche Vorfälle zu verhindern.

Passwörter nicht betroffen

Die Hacker hätten nach bisherigen Facebook-Erkenntnissen Daten von Nutzern wie Name, Geschlecht und Wohnort abgerufen. Es sei aber nicht bekannt, was sie damit gemacht haben oder machen wollten, hiess es bei einer eigens einberufenen Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Passwörter seien nicht betroffen.

Die Facebook-Aktie fiel kurz nach der Mitteilung über den Hackerangriff um etwas mehr als 3,3 Prozent. Facebook hat weltweit mehr als 2,2 Milliarden Nutzer.

Facebook war im März wegen eines Datenskandals in eine schwere Krise geraten. Die Daten von rund 87 Millionen Nutzern des Onlinenetzwerks waren bei der britischen Firma Cambridge Analytica gelandet. Sie sollen 2016 unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein. (sda/afp)

(sar/sda/reu)

Vom letzten Daten-Schlamassel bei Facebook waren auch 30'000 Schweizer betroffen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

3 Tote und 6 Verletzte bei Terror-Attacke in Nizza

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Trumps Geheim-Projekt «Abschreckung» enthüllt – 3,5 Millionen schwarze Wähler betroffen

Der Facebook-Skandal um Cambridge Analytica ist zurück. Britische Enthüllungsjournalisten reden von «einem der grössten Leaks der Geschichte».

Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 wurde durch das Wahlkampfteam von Donald Trump versucht, Wahlberechtigte in Schlüsselstaaten mit psychologischen Tricks zu entmutigen und von der Stimmabgabe abzuhalten.

Neue Enthüllungen vom Montag zeigen, dass über die Auswertung von Facebook-Nutzerdaten unter anderem 3,5 Millionen schwarze Wähler herausgefiltert und persönliche Informationen über sie in einer Datenbank gespeichert wurden. Mit dem Ziel, sie über bezahlte Facebook-Postings zu manipulieren.

Artikel lesen
Link zum Artikel