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Rep. Alexandria Ocasio-Cortez, D-N.Y., appears before Facebook CEO Mark Zuckerberg arrives for a House Financial Services Committee hearing on Capitol Hill in Washington, Wednesday, Oct. 23, 2019, on Facebook's impact on the financial services and housing sectors. (AP Photo/Andrew Harnik)
Alexandria Ocasio-Cortez

Alexandria Ocasio-Cortez am Mittwoch im US-Kongress. Bild: AP

Alexandria Ocasio-Cortez hat Mark Zuckerberg gerade in Erklärungsnot gebracht

Mark Zuckerberg wollte nur seine Facebook-Währung Libra verteidigen. Doch dann kam Alexandria Ocasio-Cortez und nahm ihn auseinander.



Mark Zuckerberg trabte am Mittwoch zu einer Anhörung vor dem US-Kongress an. Dabei musste der Facebook-Chef seine umstrittene Digitalwährung Libra verteidigen. Zuckerberg sagte, Libra werde erst an den Start gehen, wenn alle Bedenken von Regulierern ausgeräumt wurden.

Zuckerberg zeigte bei der Anhörung im US-Kongress etwas überraschend Verständnis dafür, dass Facebook nach Skandalen und Kritik der vergangenen Jahre, einen schweren Stand als Urheber des Projekts hat.

«Wir haben in den vergangenen Jahren viele Probleme gehabt. Und ich bin sicher, Leute wünschen sich, dass irgendjemand anderes mit der Idee kommt, nur nicht Facebook», erklärte Zuckerberg.

Facebook CEO Mark Zuckerberg appears before a House Financial Services Committee hearing on Capitol Hill in Washington, Wednesday, Oct. 23, 2019, on Facebook's impact on the financial services and housing sectors. (AP Photo/Andrew Harnik)
Mark Zuckerberg

Gab keine gute Figur ab: Mark Zuckerberg am Mittwoch vor dem US-Kongress. Bild: AP

Facebook macht kein Fact-Checking

Eines dieser «Probleme» war die Zusammenarbeit mit der Datenfirma Cambridge Analytica. Abertausende von User-Daten wurden von der Plattform verwendet, ohne dass die Benutzer davon wussten, oder sich damit einverstanden gaben.

Aus den Daten der User wurden psychologische Profile konstruiert, welche unter anderem die Trump-Kampagne zu nutzen wusste. Noch unentschlossene Wähler in wichtigen Wahlkreisen wurden mit Werbung zugebombt, damit sie Trump und nicht Hillary Clinton die Stimme gaben. Dabei legte die Zuckerberg-Firma weder Wert auf die Privatsphäre der User, noch auf den Wahrheitsgehalt der politischen Werbung. Soweit die Kurzzusammenfassung.

Nach der Wahl Trumps und dem Auffliegen des Cambridge-Analytica-Skandals versprach Facebook Besserung. Doch heute, ein Jahr bevor in den USA wieder gewählt wird, ist davon wenig zu sehen.

Erst kürzlich liess Nick Clegg, der Kommunikations-Chef des Online-Netzwerks, verlauten, dass Facebook Äusserungen von Politikern auch jetzt nicht auf Fakten überprüfen werde und grundsätzlich auf der Plattform lasse, auch wenn sie gegen die Inhalts-Regeln der Plattform verstossen würden.

epa07104652 (FILE) - Former British Liberal Democratic leader Nick Clegg poses for the photographer during his visit to Barcelona, Spain, 06 April 2017 (reissued 19 October 2018). According to media reports on 19 October 2018, former British deputy prime minister and Liberal Democrats leader, Nick Clegg has been hired by Facebook as its head of global affairs and communications.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

Nick Clegg, früherer Vize-Premier Grossbritanniens und heutiger Kommunikations-Chef von Facebook: «Unsere Rolle als Facebook ist es, für gleiche Rahmenbedingungen zu sorgen – nicht, selbst ein politischer Teilnehmer zu sein.» Bild: EPA/EFE

Dies hat dem Unternehmen viel Kritik beschert. Nicht zuletzt von der aussichtsreichen Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren, welche Zuckerberg den Kampf angesagt hat.

AOC nutzt ihre fünf Minuten

Am Mittwoch hat nun ein weiteres demokratisches Schwergewicht den Facebook-CEO in die Mangel genommen. Shooting-Star Alexandria Ocasio-Cortez nahm Zuckerberg während des Hearings ziemlich auseinander, sodass er in Erklärungsnot geriet, oder gar nicht mehr wusste, was er sagen sollte.

Bereits gestern fragte «AOC» auf Twitter ihre Follower, was sie Zuckerberg fragen würden, wenn sie fünf Minuten Zeit hätten. Offenbar wurde sie von Antworten überhäuft.

Am Mittwoch schritt AOC dann zur Tat. Sie fragte den Facebook-Chef: «Dürfte ich eine Facebook-Werbung schalten, die sagt, dass ein republikanischer Kandidat den Green New Deal unterstützen will?» (Ein Republikaner würde den Green New Deal nie unterstützen.)

Zuckerberg musste die Frage nochmals repetieren lassen und sagte dann: «Ich weiss das jetzt gerade nicht.»

Ocasio-Cortez liess nicht locker und nagelte ihn fest. «Darf ich eine Lüge posten? Das ist eine einfache Ja-oder-Nein-Frage.»

Der Facebook-Chef wollte auch auf diese Frage keine konkrete Antwort geben. Doch sein Zaudern entlarvte ihn. So gilt auch im Jahr 2019: Natürlich darf ein Politiker Lügen posten, es wird keine Konsequenzen haben. (cma)

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85
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85Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bruuslii 24.10.2019 21:39
    Highlight Highlight eben entdeckt:
    Play Icon
  • Hipster mit Leggins 24.10.2019 17:59
    Highlight Highlight Als nächstes werden Schweizer Plaktatwände zu einem Hearing nach Bern geladen. Darauf wird nämlich politisch Werbung verbreitet, ohne dass der Passant gefragt wird. Stellt endlich dieses Internet mit seinen vielen Möglichkeiten wieder ab, wenn ihr nicht reif dazu seid. Wählt ihr Adolf Hitler, weil seine Werbung auf Eurem Account erscheint?
  • Hipster mit Leggins 24.10.2019 17:56
    Highlight Highlight AOC erscheint mir hier als das grössere Problem als Zuckerberg. Muss er Objektivität herstellen, über Aussagen von Privatpersonen? Informiert die Migros objektiv. Postet er den Mist oder die Anwender. Das gleiche müsste man Twitter, Tumblr, Reddit und wie sie alle heissen, auch fragen. Freedom of speech, das will AOC verhindern, etwa wenn es z.B. um Israel gilt. Später wurde Zuckerberg auch noch als Rassist beschimpft, weil die Schwarzen auf Facebook prozentual im Verhältnis untervertreten sind. Ist diese Kommentarspalter objektiv, demokratisch?
  • insert_brain_here 24.10.2019 14:51
    Highlight Highlight Selbst wenn ich die gezielte Verbreitung von Lügen auf sozialen Netzwerken zum Kotzen finde muss ich an dieser Stelle AOC fragen: Was wäre die Alternative? Nach welchen Kriterien sollen Facebook (und Twitter etc.) den wahrheitsgehalt von Posts überprüfen? Wessen Posts müssen "wahr" sein, nur die von Politikern oder die von allen Benutzern? Wenn eine Aussage von FB weder veri- noch falsifiziert werden kann, ist sie dann zulässig? Ganz schwieriges Terrain.
    • TJ Müller 24.10.2019 19:01
      Highlight Highlight Also einfach posten und Ads, welche aktiv von FB verbreitet werden sind schon noch ein riesen Unterschied! Wenn FB seine eigenen Daten nutzt um dann gezielt Menschen mit Ads zu bespielen, dann hat FB auch eine Verantwortung und sollte dann eingeklagt werden können. In der Schweiz zB kann man ja auch nicht einfach direkte Lügen auf Werbeflächen verbreiten, da dies schlicht strafbar ist. Ich verstehe nicht, weshalb dies bei FB anders sein soll. Das heisst nicht, dass darunter alle Posts fallen, sonder nur die bezahlten Posts, denn da verdient FB, also hat FB auch eine Verantwortung.
  • Yeah, right. 24.10.2019 14:47
    Highlight Highlight und trotzdem hat AOC selber auch einen Facebook-Account...
    • bruuslii 24.10.2019 17:23
      Highlight Highlight die welt hat soviel leid und krieg, überall wird gelogen und sovieles läuft schief.

      und trotzdem hat yeah, right ein leben auf dieser welt...

      (wie wir alle, ich auch...)
  • Sherlock.H 24.10.2019 13:00
    Highlight Highlight "Eines dieser «Probleme» war die Zusammenarbeit mit der Datenfirma Cambridge Analytica. Abertausende von User-Daten wurden von der Plattform verwendet, ohne dass die Benutzer davon wussten, oder sich damit einverstanden gaben. "
    Meines Wissens haben die User sehr wohl Zugriff auf ihre Daten gewährt, also den entsprechenden Hinweis abgenickt... Wenn ich mich morgen in die Bahnhofstrasse stelle und Passanten bitte, mir 100 Franken zu geben, ist dann die Bahnhofstrasse schuld, wenn sie das tun?
  • Firefly 24.10.2019 09:08
    Highlight Highlight Dieses Problem gab es schon vor Facebook. Papier ist geduldig, sagt man und Politker schwatzen gerne.

    Was waren/sind Lösungen?

    Man glaube nicht jeden Furz, auch wenn dieser gut zu riechen scheint, und erzieht seine Kinder zu kritischen Geistern anstatt zu kleinen Diktatoren.
    • just sayin' (haters will be ignored) 24.10.2019 11:21
      Highlight Highlight @Firefly

      da bin ich voll bei dir!

      ich bin der meinung, dass bei der erziehung einem kind selbstvertrauen, kritisches denken (auch wenn unpopulär) und empatie mitgegeben werden muss.
  • Linus Luchs 24.10.2019 08:29
    Highlight Highlight "... den Facebook-CEO in die Mängel genommen."

    Zweifellos, Facebook hat grosse Mängel. Es heisst trotzdem "in die Mangel nehmen". Der Ausdruck kommt von der Wäschemangel, bei welcher Wäsche durch Rollen gedreht wird, um sie zu trocknen. Sorry für den Klugscheiss.

    • @schurt3r 24.10.2019 08:47
      Highlight Highlight Ja, das war mangelhaftes Deutsch :)

      Danke für den Hinweis! Ist korrigiert.

    • fifiquatro 24.10.2019 11:19
      Highlight Highlight *Klugschiss*...
  • Quacksalber 24.10.2019 08:27
    Highlight Highlight Mich wundert gar nicht, dass die Voten hier so oft für das erlaubte Lügen sind. Hier in der Schweiz ist das alles erlaubt und akzeptiert. Wenn bei Abstimmungen mit dem Lügen überbordet wird, heisst es höchstens, eine Kampagne sei „schmutzig“.
    • just sayin' (haters will be ignored) 24.10.2019 11:25
      Highlight Highlight ich denke, dass wir alle gegen lügen sind.

      heikel wird es, wenn eine private firma dafür zuständig ist, was nun manipulativ/halbwahr/tendenziös sein soll.

      aus diesem grund ist facebook auch sehr zaghaft beim löschen von posts, welche nicht direkt zu gewalt aufrufen (oder brüste abbilden ;-).
  • SJ_California 24.10.2019 08:00
    Highlight Highlight Es kommt eben drauf an, WER eine solche Lüge postet. Ist es jemand mit viel Einfluss, so sehe ich da durchaus auch Medien wie Facebook in der Verantwortung.
    Alles auf die User abzuschieben (du konsumierst dieses und jenes Medium, also bist du selber schuld) finde ich auch nicht korrekt. Fox News ist nicht besser als Facebook, aber in vielen Regionen Amerikas immer noch praktisch der einzige valable Sender.
  • Black Cat in a Sink 24.10.2019 07:41
    Highlight Highlight Es müsste auch einem Zuckerberg zu denken geben, dass sein Produkt eine Lügenschleuder ist und dazu benutzt wird Unwahres zu verstärken. Die Haltung dieser Firma bringt Clegg auf den Punkt; wir wollen nur Geld machen, alles andere geht uns am A..... vorbei. Genau so wird es dann mit Libra gehandhabt werden.
  • Sa Tiin 24.10.2019 07:30
    Highlight Highlight Also mal ein ganz anderes Thema. Nicht der shootingstar AOC hat ihn auseinander genommen. Viel mehr waren es doch die, die ihr die Fragen geliefert haben. Sie war eigentlich ‚nur’ das Sprachrohr für diejenigen, die selbst natürlich nicht die Môglichkeit hatten die Fragen direkt zu stellen. 🧐
    • Samurai Gra 24.10.2019 07:38
      Highlight Highlight Dafür wurde sie doch gewählt um Bürger zu vertretten 🧐

      Kurz, sie macht ihren Job
  • Natürlich 24.10.2019 07:18
    Highlight Highlight Ich sehe, 99% der hier Kommentierenden verstehen die Problematik nicht, die AOC anspricht.

    Es geht nicht darum, dass man in Zukunft seine Meinung auf fb nicht mehr äussern darf. (Ausser sie ist rassistisch bzw gewaltverherrlichend etc)
    Aber absolut jeder kann einen Post absetzen und schreiben, dass die Erde eine Scheibe ist.

    Es geht darum, dass zb Politiker mit Ihrer FB-Seite (NICHT dasselbe wie ein privates Profil!) Posts in denen offensichtliche Lügen verbreiten werden nicht mehr sponsern können.
    Und das muss seitens fb definitiv machbar sein (sponsored content wird immer überprüft).
    • Bee89 24.10.2019 07:27
      Highlight Highlight Genau! Und insbesondere in politischen Werbeanzeigen! Diese sollten doch auf jeden Fall auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden...
      Es geht ja nicht darum private Posts zu zensieren, die schreiben welches Müesli jemand gerade zum Frühstück hatte...
    • Sherlock.H 24.10.2019 12:52
      Highlight Highlight Seit wann wird politische Werbung auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft? Welche SVP-Werbung würde diesen Test bestehen?
    • Chili5000 24.10.2019 14:04
      Highlight Highlight Eben nicht. Es ist schlicht nicht mögich eine Politische Werbung als wahr oder unwahr einzustuffen. Um eine Politische Werbung auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen zu können müsste ein Politexperte jeden Post lesen und überprüfen und das Parteiprogramm sowie die Person und ihre Agenda kennen. Die Werbeanzeigen werden von ganz normalen Angestelten in Schichtbetrieb kontrolliert. Sexuelle und Gewaltverherrlichende Post können diese Personen innerhalb von Sekunden beurteilen alles andere ist Utopie! AOC ist mein Girl in allem was Sie tut, aber hier hat sie sich einfach versucht zu profilieren...
  • Locutus70 24.10.2019 06:57
    Highlight Highlight So richtig schlagfertig ist Zuckerberg auch nicht. Er hätte auch Kant zitieren können "Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen"
  • namib 24.10.2019 06:12
    Highlight Highlight Wenn man ganz strikt ist, dann dürfte wohl kein einziger Politiker etwas auf dem Internet veröffentlichen. Das Risiko, dass es sich um eine Lüge handelt, wäre schlicht zu gross🤷🏻‍♂️
  • BeatBox 24.10.2019 05:44
    Highlight Highlight Was wäre denn, wenn Facebook genau diese Aussage eines Politikers blockieren würde? Dies wäre ein klarer Verstoss gegen die Meinungsfreiheit.

    Soll jetzt Facebook die Versprechen der Politiker vor den Wahlen überprüfen? Der Teil im öffentlichen Leben, wo am meisten gelogen wird? Nicht nur in den USA, auch hierzulande. Schaut Euch doch die vollmundigen Versprechen vor der Wahl an und vergleicht sie mit den Tatsachen nach 4 Jahren! ... ich glaub das muss ich ja niemandem sagen...

    Und wie soll Facebook das prüfen? Sollen sie Persönlichkeitsprofile erstellen und danach die Aussagen prüfen 🙈
    • Natürlich 24.10.2019 07:26
      Highlight Highlight Die Aussage wird doch nicht blockiert.
      Lediglich keine Werbung geschaltet.
    • YesImAMillenial 24.10.2019 07:49
      Highlight Highlight Die Meinungsfreiheit regelt regelt das Verhältnis zwischen Staat und Bürger. Facebook kann als privates Unternehmen nicht gegen die Meinungsfreiheit verstossen.
      Grundsätzlich geht es doch darum, ob Facebook sich seiner gesamtgesellschaftlichen Bedeutung bewusst ist und neben ökonomischen Zielen auch etwas an seiner Integrität arbeitet.
    • Stichelei 24.10.2019 12:01
      Highlight Highlight Eine Lüge ist eben keine Meinung sondern eine Lüge. Wieso sollte sie dann durch die Meinungsfreiheit geschützt werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _stefan 24.10.2019 01:59
    Highlight Highlight Der in den USA geltende Communications Act von 1934 zwingt TV/Radio-Stationen u.ä., jegliche politische Werbung zu akzeptieren und darf diese auch bei Falschinformationen nicht zensieren. Facebook sieht sich selber als ähnliche Plattform und hält sich nun in diesem Bereich an das Gesetz.

    Meines Erachtens machen sichs die Politiker hier zu einfach. Es ist ihre Aufgabe, die Gesetze diesen Umständen anzupassen. Das Internet beherbergt viel mehr Plattformen als nur Facebook. Aber scheinbar kennen viele Politiker das Internet nur aus der Zeitung und vom hören sagen...
  • Locutus70 24.10.2019 00:54
    Highlight Highlight Der Green New Deal ist aktuell nur ein Kampfbegriff, mit dem sich Demokraten und Republikaner batteln. Und warum könnten (wenn das denn mal genauer definiert wäre) sich nicht auch einige Republikaner dafür erwärmen?
    Das wäre ähnlich wie die Frage: Würde ein Schwarzer Facebook-Werbung für die Wiederwahl von Präsident Trump machen?
    • Basti Spiesser 24.10.2019 10:08
      Highlight Highlight Ja würde und machen sie öfters. Wie auch Frauen und Latinos. Suche mal den Hashtag #Blexit auf Twitter oder so, du wirst staunen.
    • just sayin' (haters will be ignored) 24.10.2019 11:33
      Highlight Highlight @Locutus

      "Der Green New Deal ist aktuell nur ein Kampfbegriff, mit dem sich Demokraten und Republikaner batteln. Und warum könnten (wenn das denn mal genauer definiert wäre) sich nicht auch einige Republikaner dafür erwärmen?"

      eventuell weil es eben nicht genau definiert ist
    • Locutus70 24.10.2019 17:44
      Highlight Highlight Arnold Schwarzenegger ist auch Republikaner ...
  • DARTH OLAF 24.10.2019 00:46
    Highlight Highlight Die Aufforderung an die community hätte AOC nicht auf Twitter, sondern ironischerweise auf Facebook machen sollen.
  • AngelitosHE 24.10.2019 00:04
    Highlight Highlight Wer darf zwischen wahr und falsch entscheiden?
    • fuegy 24.10.2019 07:42
      Highlight Highlight Wahrheit ist subjektiv.
    • Petoman 24.10.2019 08:24
      Highlight Highlight @fuegy: Sie haben natürlich, trotz der Blitzer, recht.

      Wäre die Wahrheit eindeutig, hätten wir, in dem Kontext, keine Parteien mehr.

      Versuche mal ein Beispiel. Die Migration ist rückläufig. (Fakt) Eine Wahrheit kann sein, es gibt zu viele Ausländer in der CH, stopp Migration! Andererseits... Wir sind ein reiches Land, wir sollten mehr „reinlassen“.

      Beide haben Recht, die CH hat einen hohen Ausländeranteil, wir haben aber auch hohen Wohlstand, der uns Spielraum gibt. Beides ist „wahr“.

      Siehe auch: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wahrheit
    • Illuminaughty 24.10.2019 09:06
      Highlight Highlight Dan Ka, du vermischst hier verschiedene Dinge. Es ist Fakt, dass die Migration rückläufig ist, damit hast du recht. Aber der Rest deines Posts ist nicht richtig.
      Wenn eine Partei dann damit wirbt, die Migration zu stoppen, ist das kein Fakt, sondern eine Aussage, die sie machen können, egal wie viele Migranten kommen. Wenn die jedoch sagen würden, dass die Migration ansteigt, obwohl sie das nicht tut, dann ist es eine Lüge, da sie dem Fakt widerspricht. Wahrheit bezieht sich auf messbare Fakten, nicht auf schwurblige Aussagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 23.10.2019 23:32
    Highlight Highlight 1989 ging der Osten auf die Strasse weil er Freiheit wollte und die Stasi weghaben wollte... In den neunziger und nullern änderte fb seine AGB gefühlt monatlich und alle: ja ist ja schon okay her mit den katzenbildern, und ich will wissen was x aus y grade macht... Und heute interessiert es immer noch niemand was fb alles von uns weiss...
    • 獅鳥 lionbird 24.10.2019 07:48
      Highlight Highlight fb gibts erst seit 2004 und es war bei uns noch nicht verbreitet. zudem interessiert es die leute sehr wohl. ich kenne viele, die ihr profil im letzten jahr gelöscht haben. ausserdem ist fb uncool bei jüngeren.
    • Illuminaughty 24.10.2019 09:10
      Highlight Highlight Instagram gehört auch zu Facebook und wird von den Jüngeren genutzt, genauso wie Whatsapp, das von allen Altersgruppen genutzt wird. Es sollte echt mal etwas dagegen getan werden, dass die Riesen die Kleinen aufkaufen können und dann sollte man FB und so aufspalten, die haben zu viel Macht.
    • bruuslii 24.10.2019 14:31
      Highlight Highlight "The problem with quotes on the Internet is that it is hard to verify their authenticity."
      ~ Abraham Lincoln (source: the Internet)
  • Score 23.10.2019 23:26
    Highlight Highlight Wer definiert denn wann etwas eine Lüge, wann Satiere, wann eine Übertreibung usw ist? Viel Spass bei den Diskussionen. Ich bin gegen Zensur!
    • 獅鳥 lionbird 24.10.2019 07:55
      Highlight Highlight es geht hier gar nicht um zensur. jeder kann
      weiterhin posten was er will (weil jeder steht dazu was er postet👍). die frage ist, ob es ok ist die inhalte demographisch gezielt und als bezahlte werbung zu verbreiten. am besten wärs doch politische werbung komplett zu verbieten...
  • Score 23.10.2019 23:24
    Highlight Highlight „ bis sie Trump und nicht Hillary Clinton die Stimme gaben“

    Das stimmt nicht. Man hat nur Leute angegangen die sich unsicher waren. Und dabei war das Hauptaugenmerk darauf ausgelegt dass eher Demokratisch wählende die unsicher waren nicht an die Urne gingen.
    Diese Propaganda hat es übrigens bis weit in die Schweiz geschafft. „Ob Hillary oder Trump, es sind so oder so beide scheisse“ und das hab ich öfters gehört damals. Meistens noch mir „Hillary die Kriegstreiberin“
    • Zyniker haben es leichter 24.10.2019 06:18
      Highlight Highlight Was daran soll Propaganda sein?
    • Basti Spiesser 24.10.2019 10:16
      Highlight Highlight Die Propaganda lese ich heute noch auf Watson 😉
  • Theophilus Carter 23.10.2019 23:23
    Highlight Highlight AOC ist top... oder zumindest was ich über sie lesen konnte.

    Andere Frage; wer zum Teufel kommt auf die Idee sich auf Facebook informieren zu wollen!? Und was sagt dies über diese Menschen aus?
    • hans gwüsst 24.10.2019 07:56
      Highlight Highlight Was es über diese Menschen aussagt? Dass sie zur Mehrheit in den USA gehören und leicht manipulierbar sind.
    • Basti Spiesser 24.10.2019 10:17
      Highlight Highlight Es sagt wahrscheinlich mehr über die Meiden aus...
  • road¦runner 23.10.2019 23:22
    Highlight Highlight Die Werbungen auf RTL, Watson oder den Werbetafeln sind natürlich alle zu 100% ehrlich 🤥
    Nein, Red Bull verleiht keine Flügel 🤡
    • Natürlich 24.10.2019 07:23
      Highlight Highlight Ich glaub dadurch dass es sog. „reklamehafte Übertreibungen“ sind, die eh keiner glaubt, ist solche Produktwerbung (leider) erlaubt.


  • El Mac 23.10.2019 23:20
    Highlight Highlight Eine etwas sensationalistische Meldung. Zuckerberg hätte AOC locker in die Exke drängen können, in dem er sie gefragt hätte, ob sie denn jetzt für oder gegen eine freie Meinungsäusserung ist. Und dass die Welt oft nicht schwarz weiss ist und es nicht einfach eine Ja - Nein Antwort ist, weil AOC das behauptet, sollte wohl auch verstanden werden? Es ist wie wenn ich frage: „Was fällt dir gerade ein?“ und gleichzeitig sage: es ist eine einfache Ja oder Nein Antwort!
    • El Mac 24.10.2019 13:03
      Highlight Highlight Du hast gerade gar nichts ausgesagt mit deinem Kommentar. Wieder einfach nur etwas gesagt ohne Argumente. Wie AOC.
  • schuelhuusgspängschtli 23.10.2019 23:20
    Highlight Highlight Wichtiger als eine Zensur auf FB o.ä. wäre eine Wählerschaft, welche die Quellen überprüft. Wir leben im Zeitalter der Information. Ob ein Republikanischer Abgeordneter für den Green New Deal gestimmt hat oder nicht kann ich wahrscheinlich auf der Website des Kongresses rausfinden. Wann die Wahlen sind steht auch auf offiziellen Seiten. Das kleine Gerät in der Hand ist nicht nur für Katzenvideos und Porno da.
    • Locutus70 24.10.2019 06:50
      Highlight Highlight Wir leben auch im Zeitalter der Bequemlichkeit. Prof. Harald Lesch hat dazu einen interessanten Vortrag gehalten.
      Play Icon
  • John Galt 23.10.2019 23:12
    Highlight Highlight Es ist an der Zeit, dass die User von Facebook verlangen, dass es Lügen löscht, und die Lügner bestraft.
    • walsi 24.10.2019 05:52
      Highlight Highlight Und wer definiert was eine Lüge ist? Bei vielem was als Lüge dargestellt wird ist das gar nicht so klar, und bei so manchem das am Anfang als Falsch bezeichnet wurde stellte sich später heraus, dass es so falsch gar nicht war.
    • hans gwüsst 24.10.2019 08:01
      Highlight Highlight @numelch ist die collusion von trump mit den russen eine lüge oder die wahrheit? Du scheinst da ein wenig naiv vorzugehen, wenn du alles jederzeit klar kategorisieren möchtest. Auch nach deinem 4. Post wird deine aussage nicht besser.
  • P. Silie 23.10.2019 22:58
    Highlight Highlight Natürlich sieht man sich gezwungen das Monopol auf Nachrichten, News und Information zurückzuholen. Nachdem 2016 FB und andere Medien zu einem grösseren Pool an Quellen sorgte.

    Wenn man ehrlich ist, muss man sich eigentlich eher die Frage stellen was denn schief gelaufen ist, dass Leute tatsächlich Facebook oder Twitter o.ä. als Newsportale verwenden. Sei es einseitige (bias) Berichterstattung seitens der Medien, oder aber das Schulsystem welches solche dankbare Individuen produziert..

    Ich wünsche mir wieder guten, korrekten, neutralen Journalismus und keine Meinungsmache.
    • Heinzbond 23.10.2019 23:32
      Highlight Highlight Ist das gerade Meinungs mache?
    • Dominik Treier 24.10.2019 00:03
      Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass dieser Pool an Quellen aus einem einzigen Grund viel weniger Seriös ist: Andere Motive!
      Wenn eine NZZ einen Artikel brächte, in dem direkt der Klimawandel geleugnet wird, wäre sie für viele als seriöse Nachrichtenquelle, wenn auch mit mehr rechts-liberalem Touch, gestorben und könnte nichts mehr verdienen.
      Vielen dieser alternativen Quellen geht es aber nicht ums Verdienen sondern eben um Meinungsmache und damit kann man sie auch nicht ernst nehemen, denn sie sind nicht auf eine neutrale und korrekte Berichterstattung angewiesen un ihr Ziel zu erreichen.!
    • Der_Andere 24.10.2019 00:06
      Highlight Highlight Die Antwort lautet Bequemlichkeit. Und passiver Konsum.

      Der Dreck, der in den sozialen Medien gepostet wird, springt den Leuten einfach ins Gesicht, bei einer Tätigkeit die sie sowieso alltäglich wahrnehmen. Das scrollen durch ihre Pinnwand.

      Medien müssen immer noch aktiv konsumiert werden. Eine Zeitung muss gelesen werden, Newsportale wie watson besucht und gelesen werden, Nachrichten im TV aktiv geschaut werden, usw.

      Hinzu kommt zusätzlich, das Menschen unwillig sind, dort gepostetes zu hinterfragen, solange die Lügen in ihr Weltbild passen. Für Demokratien ist das potentiell gefährlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 23.10.2019 22:42
    Highlight Highlight Aber gerade hier ist doch ein Problem. Natürlich kann man allerlei Schrott auf Facebook postet. Aber wie soll dies unterbunden werden, ohne eine chinesische Zensurbehörde zu werden?
    • Dominik Treier 23.10.2019 23:56
      Highlight Highlight Den Leuten müsste vor jedem Facebookbesuch eine Meldung angezeigt werden, dass es sich um keine recherchierten News handelt und man nichts davon glauben soll, sofern nicht von offizieller oder seriöser Quelle bestätigt...
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 24.10.2019 00:14
      Highlight Highlight AOC hat ihre Frage gescheit formuliert, aber die Frage, wer wie bestimmt, was denn gelöscht werden soll, ist wirklich schwer lösbar.

      Es gibt auch traditionell die Ansicht, dass Medien eine gewisse Verantwortung für ihre verbreiteten Inhalte tragen. Darum wurde das Recht auf Gegendarstellung eingeführt oder allenfalls kann ein Betroffener sogar die Publikation eines persönlichkeitsverletzenden Artikels verhindern. Solche juristischen Interventionen sind halt praktisch nur vermögenden Leuten möglich.

      Auf social media sind solche Mechanismen aber schwer anwendbar oder wenig wirksam.
    • versy 24.10.2019 00:16
      Highlight Highlight Und wichtig, mit einem 10s countdown, so dass er nicht einfach weggeklickt werden kann 😆
    Weitere Antworten anzeigen

«Das Vertrauen bröckelt» – Schweizer Internet-Usern auf den Zahn gefühlt

Die Ergebnisse der «Datenvertrauensstudie» 2020, die der Schweizer Vergleichsdienst Comparis veröffentlicht hat, lassen aufhorchen.

Das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Internetakteure bezüglich seriösem Umgang mit Kundendaten habe in den letzten beiden Jahren durchs Band weg abgenommen; am stärksten bei Online-Shops. Dieses Fazit zieht Comparis zu seiner Datenvertrauensstudie 2020, die nun vorliegt.

Comparis hat watson die folgenden Infografiken vorab zur Verfügung gestellt. In der Nacht auf Donnerstag ist die Datenvertrauensstudie 2020 veröffentlicht worden.

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick:

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