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Bild: watson/reto fehr

Wie (fies) Trump die Wahl gewinnen will – und wie weit er den Demokraten voraus ist

US-Präsident Donald Trump setzt im Kampf um seine Wiederwahl im grossen Stil auf Online-Werbung und SMS. Dabei schreckt er vor nichts zurück. Die Demokraten wollen dagegen halten.



Andrew «Boz» Bosworth ist ein führender Manager bei Facebook. Und seit Jahren ein Vertrauter von Mark Zuckerberg. Anfang Jahr veröffentlichte er auf dem Intranet ein Memo mit dem Titel «Gedanken für 2020». Darin befasste sich Bosworth auch mit der US-Präsidentschaftswahl. Und mit den Gründen, warum Donald Trump 2016 gewonnen hat.

«Ist Facebook dafür verantwortlich, dass Donald Trump gewählt wurde? Ich denke, die Antwort lautet ja, aber nicht aus den Gründen, an die alle denken», schrieb Bosworth. Also nicht wegen russischer Einmischung oder Cambridge Analytica: «Er wurde gewählt, weil er die beste digitale Kampagne organisiert hat, die ich je von einem Werbekunden gesehen habe. Punkt.»

Mark Zuckerberg will Politwerbung auf Facebook weiterhin akzeptieren, auch wenn sie Lügen enthält. Bild: AP/AP

Online-Werbung als Schlüssel zu Trumps überraschendem Erfolg? Einiges spricht dafür, dass Andrew Bosworth richtig liegt. Im Hinblick auf seine angestrebte Wiederwahl im November will der US-Präsident massiv nachlegen. Dies zeigt eine umfangreiche Recherche von McKay Coppins, der für das Magazin «The Atlantic» arbeitet und in den Trumpschen Online-Kosmos eingetaucht ist.

Eine Milliarde für Desinformation

Seine Erkenntnisse sind furchterregend. «Die Trump-Kampagne will mehr als eine Milliarde Dollar ausgeben», schreibt Coppins. Unterstützt wird sie von parteiischen Medien (Fox News, Breitbart), politischen Gruppierungen und anderen Trump-Unterstützern. Gemeinsam seien sie bereit, «die vermutlich aufwändigste Desinformations-Kampagne der amerikanischen Geschichte zu führen».

Was heisst das konkret?

Der Todesstern

Brad Parscale, manager of President Donald Trump's reelection campaign, left, holds up his smart phone as President Donald Trump, right, takes the stage at a rally at Resch Center Complex in Green Bay, Wis., Saturday, April 27, 2019. (AP Photo/Andrew Harnik)

Brad Parscale (links) nimmt Trump mit dem Smartphone ins Visier. Bild: AP/AP

Donald Trumps Wahlkampf wird aus einem Bürogebäude in Rosslyn geführt, einem Vorort von Washington. Ein republikanischer Stratege sprach gegenüber «The Atlantic» in Anlehnung an Star Wars bewundernd vom «Todesstern». Als Darth Vader in Diensten von Imperator Trump agiert der 44-jährige Brad Parscale, ein mehr als zwei Meter grosser Typ zwischen Hipster und Wikinger.

Wie sein Chef pflegt Parscale einen kreativen Umgang mit den Fakten. So bezeichnete er sich als «Bauernjunge aus Kansas». In Wirklichkeit war sein Vater ein wohlhabender Anwalt. 2011 heuerte der grosse Bewunderer von Donald Trump als Webdesigner bei dessen Firmenimperium an. Seine Stunde schlug, als Trump 2015 seine Kandidatur für die US-Präsidentschaft bekanntgab.

Während sich die Republikaner über dessen hetzerische Parolen aufregten, entwickelte Parscale Ideen, um sie möglichst effektiv unter die Leute zu bringen. Sein bevorzugtes Mittel war Werbung auf Facebook. Dies führte zu einem Wutausbruch von Trump, der mit Ausnahme von Twitter ein digitaler Ignorant ist. Er glaubte, die Wahl nur mit Fernsehspots gewinnen zu können.

«Es war das erste Mal, dass er mich so richtig angebrüllt hat», erinnerte sich Brad Parscale später. Dennoch setzte er sich durch. Von Juni bis November 2016 gab er Dutzende Millionen Dollar aus und buchte 5,9 Millionen Werbeplätze auf Facebook. Kontrahentin Hillary Clinton schaltete nur 66'000 Inserate. Die Einschätzung von Andrew Bosworth basiert wesentlich auf diesem Faktor.

Die Kampagne

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Gleiches Inserat, unterschiedlicher Text: Facebook-Werbung zum Ende des Impeachment. bild: screenshot

Heute leitet Brad Parscale die Kampagne für Trumps Wiederwahl. Zentral ist das Micro-Targeting von Wählerinnen und Wählern, denen man auf sie zugeschnittene Botschaften zukommen lässt. Parscale hat die Methode nicht erfunden. Barack Obama wandte sie 2012 erfolgreich an, auch Clinton arbeitete damit. Aber Trumps Einsatz 2016 war beispiellos «in Umfang und Unverfrorenheit», so «The Atlantic».

So lancierte Trumps Team drei gross angelegte Kampagnen, um potenzielle Clinton-Wähler abzuschrecken. Sie zielten auf Schwarze in Florida, junge Frauen und linke Weisse. Dabei stützte man sich ab auf die Daten, die die umstrittene und inzwischen aufgelöste Firma Cambridge Analytica von Facebook-Usern «abgesaugt» hatte. Der konkrete Effekt ist umstritten.

Mark Zuckerberg kündigte nach dem Cambridge-Analytica-Skandal Reformen an. Er weigert sich jedoch, politische Werbung auf Facebook zu verbieten. Selbst Inserate mit Lügen werden akzeptiert (kommerzielle Werbekunden werden einem Faktencheck unterzogen). Als «Korrektiv» sind sämtliche politischen Inserate in einer öffentlich zugänglichen Bibliothek gespeichert.

Wer dort recherchiert, stellt schnell fest, dass gerade die Trump-Ads teilweise in unzähligen Varianten existieren. «Sie werfen einen Haufen Scheisse an die Wand und schauen, was kleben bleibt», sagte Max Wood, der eine Targeting-Plattform für die Demokraten gegründet hat, der «Financial Times». Gleichzeitig wird Faktencheckern die Arbeit erschwert.

Die sozialen Medien spielen für Brad Parscale dieses Jahr allerdings eine geringere Rolle. Er setzt auf SMS und andere Textnachrichten. «The Atlantic» schildert die Gründe: «Automatisierte Anrufe landen in der Combox, Mailkampagnen im Spam-Ordner. Auf Textnachrichten spezialisierte Firmen hingegen sagen, dass mindestens 90 Prozent ihrer Botschaften geöffnet werden.»

Der Medienkrieg

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Gefakte lokale Newssites mit Trump-Propaganda.

Die «Fake News Media» sind eine beliebte Zielscheibe von Donald Trump. Im Wahljahr wird ein regelrechter Krieg gegen sie geführt. Trump-Anhänger haben die Social-Media-Accounts von hunderten politischen Journalisten «abgegrast», auf der Suche nach belastendem Material. Im Visier sind besonders Mitarbeiter von CNN, «Washington Post» und «New York Times».

Einem Reporter wurde die Verwendung des Wortes «Schwuchtel» im College nachgewiesen, ein anderer Journalist hatte vor einem Jahrzehnt antisemitische und rassistische Witze gepostet. Ziel solcher «Enthüllungen» ist laut «The Atlantic», die Wächterrolle der Medien zu untergraben. Faktenbasierter Journalismus soll nicht glaubwürdiger wirken als Parteipropaganda.

Deshalb hat Brad Parscale eine weitere Front ausgemacht: lokale Nachrichten. Umfragen zeigen, dass die Amerikaner lokalen Medien mehr vertrauen als nationalen. In den letzten Jahren sind «potemkinsche News-Sites» wie «Arizona Monitor» oder «Kalamazoo Times» aufgetaucht. Sie erwecken den Anschein von Seriosität, verbreiten aber republikanische Propaganda.

Die Trickserei

Kentucky Governor Matt Bevin announces his intent to call for a recanvass of the voting results from Tuesday's gubernatorial elections during a press conference at the Governor's Mansion in Frankfort, Ky., Wednesday, Nov. 6, 2019. (AP Photo/Timothy D. Easley)

Gouverneur Matt Bevin forderte eine Nachzählung in Kentucky. Anlass war eine Fake-Kampagne auf Twitter. Bild: AP

Einen Einblick in das Drehbuch der Trump-Kampagne gab die Gouverneurswahl im letzten November in Kentucky. Dem republikanischen Amtsinhaber und feurigen Trump-Anhänger Matt Bevin drohte eine Niederlage. Kurz nach Schliessung der Wahllokale behauptete ein anonymer Twitter-User, er habe «gerade eine Schachtel republikanischer Briefstimmen geshreddert».

Twitter entfernte das Posting, doch eine Armee von Bots hatte einen Screenshot mit dem Hashtag #StoptheSteal verbreitet. Bevins Wahlkampfteam sprach von «Unregelmässigkeiten». Als sein demokratischer Herausforderer zum Sieger erklärt wurde, weigerte sich der Gouverneur, seine Niederlage einzugestehen. Er verlangte eine Nachzählung. Erst nach neun Tagen gab Bevin auf.

Solche Aktivitäten erinnerten an das Wirken russischer Trolle bei der Wahl 2016. Eine Untersuchung von Twitter ergab jedoch, dass die Bots aus Amerika stammten. Brad Parscale bestritt in einem Fernsehinterview den Einsatz von Bots, doch Twitter ist laut «The Atlantic» mit automatisierten Accounts «verseucht», die Trumps Wiederwahl pushen sollen.

Die Demokraten

Precinct captain Carl Voss of Des Moines displays the Iowa Democratic Party caucus reporting app on his phone outside of the Iowa Democratic Party headquarters in Des Moines, Iowa, Tuesday, Feb. 4, 2020. (AP Photo/Nati Harnik)
Carl Voss

Das App-Debakel in Iowa wirft ein schlechtes Licht auf die Online-Aktivitäten der Demokraten. Bild: AP

Und die Demokraten? Wollen sie diese Aktivitäten tatenlos hinnehmen? Oder müssen sie ebenfalls mit schmutzigen Tricks operieren? Im Senatswahlkampf in Alabama 2017 war dies der Fall, der Republikaner Roy Moore wurde mit ähnlichen Methoden bekämpft. Ein involvierter Aktivist sagte: «Wenn wir es nicht tun, kämpfen wir mit einer auf den Rücken gefesselten Hand.»

Die Parteistrategin Tara McGowan will 75 Millionen Dollar für eine Online-Kampagne gegen Trump ausgeben. Gegenüber «The Atlantic» betonte sie ihre Bereitschaft, Dinge zu machen, die auf Sauberkeit und Fairness bedachten Demokraten Unbehagen bereiten: «Trump will um jeden Preis gewinnen. Für ihn wird keine Messlatte zu tief sein.»

McGowan ist Gründerin der Firma Acronym, der auch Shadow gehört – also das Unternehmen, das die unselige App geliefert hat, die bei der Vorwahl in Iowa ein Debakel verursacht hat. Nicht nur deshalb bezweifeln manche, dass die Demokraten im Online-Wahlkampf bestehen können. Allein bei der Beschaffung von Daten hätten die Republikaner einen grossen Vorsprung.

Einer, der es versucht, ist Mike Bloomberg. Der Milliardär hat gemäss NBC News in den letzten zwei Wochen durchschnittlich eine Million Dollar pro Tag für Facebook-Werbung aufgewendet. Die Werbeplätze werden in einem Auktionssystem verteilt. Dabei spielt der Preis eine zentrale Rolle. Bloomberg hofft demnach, Trump auf diese Weise hinauszudrängen.

Der Wille der Demokraten ist somit vorhanden. Ob es funktioniert, ist eine andere Frage. So ist Bloomberg ein eher hölzerner, zugeknöpfter Typ, während Donald Trump mit seinem schrillen und emotionalen Gehabe wie gemacht ist für die sozialen Medien, wo «die Leute eher auf negative als auf positive Botschaften aufspringen», so ein Experte gegenüber NBC News.

Die Dystopie

epa05622801 Voters cast their ballots at a polling location for the 2016 US presidential election at the Old Portage Masonic Temple in Akron, Ohio, USA, 08 November 2016. Americans vote on Election Day to choose the 45th  President of the United States of America to serve from 2017 through 2020.  EPA/DAVID MAXWELL

US-Stimmbürger im Wahllokal: Was geschieht dieses Jahr? Bild: EPA/EPA

Was aber könnte am 3. November geschehen, dem Wahltag? McKay Coppins entwirft ein dystopisches Szenario: Anonyme SMS versuchen, die Wähler mit angeblichen Gefährdungen zu verunsichern oder zum Gang ins falsche Wahllokal zu bewegen. Flankierend kommen Horden von Twitter-Bots zum Einsatz, und Facebook-Werbung wird in hoher Kadenz ausgeliefert.

Nach den ersten Exit Polls taucht ein mysteriöses Video auf, das angeblich Sans-Papiers bei der Stimmabgabe zeigt. Trump retweetet Gerüchte über Wahlbetrug. «Stehlen Illegale die Wahl?» fragt Fox News. «Stecken Russen hinter den gefälschten Videos?» schiesst MSNBC zurück. Noch vor dem Ende der Stimmenauszählung wäre das Ergebnis bereits in Zweifel gezogen.

So kann es kommen, muss es aber nicht. Fest steht, dass zumindest Trumps Fangemeinde sich kaum mehr für Fakten interessiert. «Er sagt dir, was du hören willst», zitiert Coppins einen Supporter. «Ich weiss nicht, ob es wahr ist oder nicht, aber es tönt gut – also fuck it.» Eine solche Strategie werde von illiberalen Politikern überall auf der Welt angewendet, so der «Atlantic»-Autor.

Heutzutage würden Oppositionelle nicht mehr mundtot gemacht, sondern einfach übertönt. Akademiker hätten dafür sogar einen Begriff: Zensur durch Lärm. Coppins zitiert die Philosophin Hannah Arendt, wonach ständiges Bombardement mit Propaganda die Leute dazu bringe, «alles und nichts zu glauben, alles für möglich und nichts für wahr zu halten».

Die Konsequenz für die Wahlen 2020 könnte sein, dass es nicht um Parteien oder Kandidierende oder politische Ziele gehe, «sondern um ein Referendum über die Wirklichkeit selbst».

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82
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82Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fairness 15.02.2020 07:55
    Highlight Highlight Niveauloser (ich merke gerade, dass es dafür, was das wirklich ist, gar kein Wort gibt) geht nicht!
  • My Senf 14.02.2020 23:45
    Highlight Highlight Ich bin ja nicht der Typ ...
    Aber ich hab’s schon immer gesagt 🤣

    Der macht nochmal 4J weil die Esels einfach zu dumm sind! Zuerst haben sie crooked Hillary aufgestellt und jetzt zerfresse sich gegenseitig. Ich glaube aucc nicht das Mike es hinbekommt. Allerdings muss da noch abgewartet werden was er nach den Vorwahlen zeigt

    Aber. Wenn die Chinesen das Virus nicht in den Griff bekommen, dann wird er noch als Geld gefeiert, dass er den Handelskrieg angezettelt hat und die US unternehmen „gezwungen“ hat in den USA zu produzieren, da ja im Moment nix mer aus China kommt!
  • Franz Maissen 14.02.2020 22:46
    Highlight Highlight rank, aber er hat psychische Störungen der gefährlichsten und destruktiven Art.

    Robert Jay Lifton:
    einer der bekannteste Psychiater der USA, er hat das verhalten des amerikanischen Präsidenten analysiert. Er hält diesen für den gefährlichsten Mann der Welt.

    (Das Magazin: August 2018)
  • Prometheuspur 14.02.2020 20:01
    Highlight Highlight Die digitale social-media US-Wahlschlacht, mit und über Fakebook Twitter & Co. wird also nochmal ein ganzes Stück zulegen. Die Unmengen an Dollars die dabei verbraten werden ist verrückt! Und Trump ist dermassen fanatisch, er gibt alles und wird sich voll reinknien. Auch schreckt er nicht davor zurück mit noch unterem Niveau zu fighten als eh schon, weil diesbezüglich setzt Donald ganz neue Maßstäbe und das ohne jegliche Rücksicht auf Verluste.
    Der Kerl ist doch komplett besessen, macht einem ja fast Angst.
  • Gawayn 14.02.2020 17:52
    Highlight Highlight Und wenn der Trumpel dann für die Mehrheit, nach allem Beschiss noch immer zu wenig Wähler hat, werden es ihm die Wahlmänner schon richten.

    Wo hab ich das nur schon mal gesehen?....
    • Basti Spiesser 14.02.2020 22:58
      Highlight Highlight Du hast das mit den Wahlmännern immernoch nicht begriffen...
    • Gawayn 15.02.2020 11:36
      Highlight Highlight Das mit den Eahlmännern ist ein Relikt das schon gegen 100 Jahre überflüßig ist.
      Denkst du, es ist schwerer ein paar Dutzend dieser Figuren zu beeinflussen als 350 Millionen Bürger?

      Ich denke nicht ich bin es, der nicht begreift
  • PERSILflage 14.02.2020 15:28
    Highlight Highlight ...und sie dreht sich trotzdem..
    Sorry, aber JEDER halbwegs vernünftige Politiker der das Ziel hat ein Land zu regieren, greift zu den Mitteln die ihm legitim erscheinen und die verfügbar sind.
    Diese ganze "Trump ist der schlimmste Mensch der Welt" Masche geht mir persönlich auf den Geist.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass ein vom Volk "gewählter" Präsident 24/7 nur schlechte Entscheidungen trifft. Aber die Medien die ich konsumiere vermitteln mir ebendieses Bild seit seinem Amtsantritt.
    • Hierbabuena 14.02.2020 16:03
      Highlight Highlight 🤔hast du den Text den du kommentierst überhaupt gelesen, oder einfach nicht verstanden?
    • Amadeus 14.02.2020 16:04
      Highlight Highlight @PERSILflage
      Dann konsumieren sie Fox News, Breitbart, OANN, oder irgendwas von Alex Jones. Da gibts Positives zu Trump.

      "Jeder Politiker greift zu den Mitteln, die im legitim erscheinen". Das ist dieselbe komische Rechtfertigung, die Alan Dershowitz im Senat gebraucht hat. Aber, was einem Politiker legitim erscheint, ist manchmal eben nicht erlaubt oder sogar illegal.
    • Auric 14.02.2020 16:29
      Highlight Highlight Dann konsumiere halt andere Medien.

      Hier bekommst du nur eine Meinung, ist schade aber ist unsere Medienlandschaft halt, es gibt kein einziges Thema mehr in dem "neutral" "ausgewogen" berichtet wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 14.02.2020 15:20
    Highlight Highlight Ich hoffe ja eher darauf, dass die Amis es dann leid sind dauernd mit Trump bombardiert zu werden. Langeweile scheint mir die einzige Möglichkeit, wie Donald Trump verlieren kann. Irgendwann nutzt sich die Provokation einfach ab und wenn ihm nichts neues mehr einfällt um die Leute zu schockieren ist es vorbei.
    Wie eine TV-Serie in der sich der Plot wiederholt und keiner mehr zusieht.
  • Boogie 14.02.2020 14:59
    Highlight Highlight Was für ein krankes System. Dass es Trump mit allen Mitteln versucht war klar, jedoch kann ich noch immer nicht verstehen, wie sich so viele Leute (offenbar auch hier in der Schweiz) hinter Trump stellen können? Der Typ ist, ganz unabhängig von seinen politischen Ansichten, einer der niederträchtigsten Menschen auf diesem Planeten. Nur schon moralisch gesehen dürfte man ihn also nicht unterstützen, selbst wenn er kompetent wäre. Wer ihn also gut findet, der sollte sich mal fragen, was das über ihn selber aussagt.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 15.02.2020 07:01
      Highlight Highlight Ist Trump widerlich? Sicher. Geht es darum? Nein. Trump und seine Leute sind Symptom eines Systems, dessen Unwucht immer deutlicher wird - kurz gefasst, sind zu viele zu arm oder fürchten sich davor. Solche Leute wählen radikal, manchmal, aber nicht notwendigerweise links, in diesem Fall rechts. Hat sich daran in den letzten vier Jahren substanziell etwas geändert? Nö, aber ich lasse mich gernst überraschen.
  • De-Saint-Ex 14.02.2020 14:50
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • hämpii 14.02.2020 14:39
    Highlight Highlight Wahlkampf hin oder her, die meistem Amis wollen den Typen ja anscheinend als Präsidenten. Dann lasst sie doch machen. Früher oder später sehen sie dann schon ein wie sehr sie sich selbst in die Sch***** geritten haben. Spätestens dann, wenn wieder alle, ausser Trump selbst, leer ausgehen...
    • Amadeus 14.02.2020 16:05
      Highlight Highlight @hämpii
      Die Frage ist halt, ob sie es irgendwann sehen. Ich habe da so meine Zweifel.
  • rodolofo 14.02.2020 14:24
    Highlight Highlight So wie's aussieht, sind "die Russen" nur Zweitklass-Nachahmer im Vergleich zu denen, die die teuflische Diktatur der Lügen und Halbwahrheiten führend, versiert und mit vollem Einsatz an Geld und Manipulations-Profis vorantreiben.
    Während Putin unabhängige Medien plump verbieten und repressiv verfolgen lässt, hetzt Trump seinen ihm treu ergebenen Wurbürgermob gegen die angebliche "Fake News-Lügenpresse".
    Teuflisch raffiniert, und doppelte Verlogenheit. Die Lüge innerhalb der Lügen sozusagen...
  • DruggaMate 14.02.2020 14:14
    Highlight Highlight Trump und seine Propaganda-Maschine schüren also mit falschen Anschuldigungen die Paranoia der Bevölkerung. Leidtragende dieser Anschuldigungen ist die Sozialdemokratie und andere demokratische Politiker - die das Land und die Demokratie offensichtlich stürzen wollen. Fehlen nur noch "das bolschewistische Judentum“ als Ziel der Anschuldigungen, dann ist die Amerikanische Dolchstosslegende komplett...

    Ohne Scheiss. Die Parallelen zu Onkel Adolf werden immer deutlicher. Wie kann es sein, dass dieser Wahnsinn nicht längst gestoppt wurden?
    • tzhkuda7 14.02.2020 19:06
      Highlight Highlight Weil jeder hofft das es nicht soweit kommt
  • Heinzbond 14.02.2020 13:39
    Highlight Highlight Nun jeder Diktator und zukünftiger Diktator hat wohl sein willigen Helfer, Leute die am Ende der Diktatur von nichts eine Ahnung gehabt haben wollen... Und dieselben die fast immer den Kopf aus der schlinge ziehen, so oder anders...

    Ich hoffe das es nach trump eine echte juristische Aufarbeitung gibt, in der die mitschuldigen ihrer Verantwortung zu geführt werden. Aber leider glaube ich nicht mehr an Fairy Tales und den Weihnachtsmann...
  • Basti Spiesser 14.02.2020 13:33
    Highlight Highlight Trump hat Facebook, die Demokraten ganze Zeitungen und Medienkonzerne wie WaPo, NY-Times oder Bloomberg
    • Max Dick 14.02.2020 13:46
      Highlight Highlight -Trump hat mit Foxnews auch seinen TV-Sender, genau wie die Demokraten mit MSNBC.

      -CNN, ABC, CBS, NYT und all die kannst du kaum als wirkliche Demokraten-Mediums bezeichnen, nur weil sie sich erlauben, Trumps abenteuerliche Aussagen jeweils zu hinterfragen und mit Fakten zu wiederlegen. Diese Medien berichten ziemlich objektiv. Dass eine objektive Berichterstattung kein gutes Licht auf Trump wirft, ist nicht der Fehler der Medien.
    • HabbyHab 14.02.2020 13:48
      Highlight Highlight ..Trump hat Fox News.
      Bloomberg ist kein Demokrat.
    • Hoopsie 14.02.2020 14:04
      Highlight Highlight Nein haben die Dems nicht! Trump hat sie einfach gegen sich aufgebracht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amadeus 14.02.2020 13:28
    Highlight Highlight Eine gute Anslyse, die die parallele Strategie auf den Punkt bringt.
    Einerseits präpariert man eine mediale "Bubble" für Wähler (Facebook, Fox News, Rallies) in der sie nur hören, was sie sowieso glauben (Vermeidung von "cognitive leaps"). Andererseits ist alles ausserhalb der bubble sowieso Fake News und gelogen. Da hören sie lieber Trump zu. Der ist wenigstens unterhaltsam und sagt was sie denken. Auch wenns nicht immer wahr ist.

    Das zeigt aber auch: Der komplett mündige und unabhängige Bürger ist leider eine Utopie. Dabei wäre es einfach, sich aus verschiedenen Quellen zu informieren.
    • rodolofo 14.02.2020 14:34
      Highlight Highlight Menschen mit einem starken Willen haben die Tendenz, Informationen "gärtnerisch" zu pflegen, bzw. Unerwünschtes auszujäten, oder mit Pestizid zu besprühen.
      Es geht solchen Typen also nicht um "Wahrheit" und "Natürlichkeit", sondern um "Künstlichkeit" und anerzogenes "Rollenverhalten".
      Dabei entsteht als "Kollateralschaden" ein grosses Bedürfnis, endlich mal richtig "die Sau raus zu lassen"...
    • insert_brain_here 14.02.2020 16:01
      Highlight Highlight @Amadeus: Sich aus verschiedenen unabhängigen Quellen zu informieren mag vielleicht nicht besonders schwierig zu sein, allerdings anstrengend und zeitaufwändig. Wer Kinder hat die er mit zwei Mindestlohnjobs ernähren muss hat schlicht weder die Zeit noch die Energie grossartig Faktenchecks zu machen, also werden Informationen über die Kanäle aufgenommen, auf denen man sich in der wenigen Freizeit bewegt und das sind dann oftmals Facebook und FOX-News.
    • Amadeus 14.02.2020 16:28
      Highlight Highlight @insert_brain_here
      Da bin ich mit ihnen einer Meinung. Das Problem ist dann halt, dass die Bürger nicht ausreichend informiert sind. Und das ist nicht gerade förderlich für die demokratische Mitbestimmung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 14.02.2020 13:25
    Highlight Highlight Vor circa einem Jahrzehnt stand in der öffentlichen Meinungsbildung noch zur Debatte ob es beauftragten und kandidierenden Politiker-innen verboten oder es streng reglementiert sein sollte auf sozialen Medien aktiv zu sein.

    Heute haben wir den Schlamassel, denn auch in Demokratien wird mittlerweile effektiv kaum "Politik" sondern fast nur "Propaganda" auf sozialen(?) Medien betrieben und bewirtschaftet...
  • Nik G. 14.02.2020 13:24
    Highlight Highlight Wie in der Schule, der Rüpel schreit die Anständigen sagen nichts und ein paar verlorene folgen dem Rüpel. Am Schluss verliert leider die Anstand. Hoffentlich ändert sich das bald.
    Das Internet macht Intelligente Menschen schlauer und dumme Menschen lauter.
    • Therealmonti 14.02.2020 15:29
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass es sehr viel mehr dumme, als intelligente Menschen gibt.
    • Tobias W. 14.02.2020 16:39
      Highlight Highlight Und jeder hat natürlich immer das Gefühl, er selber würde zu den Schlauen gehören...
    • Garp 14.02.2020 17:36
      Highlight Highlight Das ist auch bei Primaten so, nicht der Klügste wird Anführer, sondern der Lauteste und der, der am meisten Aufmerksamkeit erregen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 14.02.2020 13:20
    Highlight Highlight Es gibt aber auch gute Gründe, Trump zu wählen.

    Männerrechtler, die sich für Jungen und Männer einsetzen (die in den USA inzwischen weniger verdienen als Frauen -Generation 20-40 Jahre-, deutlich schlechteren Zugang zu Bildung haben, kürzere Lebenserwartung etc,) berichten, dass sie von den Demokraten ausgelacht und abgewiesen wurden, von Trump und den Republikanern aber eingeladen und angehört wurden.

    Sagt bspw. Warren Farrel, ein bekannter Männerrechtler, in einem Interview:
    https://pjmedia.com/lifestyle/the-real-gender-gap-is-the-boy-crisis-and-democrats-are-making-it-worse/

    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 14.02.2020 13:58
      Highlight Highlight Es gibt mehrere tausend Gründe ihn nicht zu wählen.
      Jede einzelne seiner Lügen ist ein Grund.
    • D(r)ummer 14.02.2020 14:16
      Highlight Highlight Frauen zurückbinden.
      Weltweit ein Hobby von Republikanern.

      Die sind zufrieden mit "So, jetzt geht es euch wieder gleich schlecht. Viel Erfolg :)"
    • rodolofo 14.02.2020 14:36
      Highlight Highlight ...
      P...p...pschaaaahahahaaa!
    Weitere Antworten anzeigen
  • paper 14.02.2020 13:19
    Highlight Highlight Erfrischend, einmal einen vernünftigen und objektiven Bericht über die USA zu lesen, statt immer nur die gebetsmühlenartig wiederholten Traumvorstellungen von Herrn Löpfe, die sich seit mehr als drei Jahren nie bewahrheitet haben.
    • Charivari 14.02.2020 13:35
      Highlight Highlight Löpfe ist mittlerweile ein Meme geworden
    • wir-2 14.02.2020 20:15
      Highlight Highlight Erfrischend? Eher beängstigend.
    • TobiWanKenobi 15.02.2020 01:24
      Highlight Highlight Löpfe ist wirklich en arme siech was seine trump prognosen angeht😅
  • Ohjemine 14.02.2020 13:18
    Highlight Highlight Diese Tendenzen zu der bewussten Desinformation sind leider auch bei uns immer wieder zu erkennen...
    • rodolofo 14.02.2020 14:37
      Highlight Highlight Bei uns im Dorf, oder wo genau?
    • Ohjemine 14.02.2020 15:39
      Highlight Highlight Genau, im Facebook und Internet in Deinem Dorf....
      Da gibt es genug solcher Artikel über Abstimmungen in der Schweiz mit dieser Problematik, als Beispiel:
      https://www.watson.ch/!835781512
      steht schon im ersten Absatz...
  • bruno.zehr 14.02.2020 13:08
    Highlight Highlight #verlogenesaubande
  • Pumuckl 14.02.2020 13:07
    Highlight Highlight Sehr interessante Aufstellung!
    Wenn dies alles stimmt, dann sage ich nur...

    ...and our democracy goes to sh*t...
  • Glenn Quagmire 14.02.2020 12:39
    Highlight Highlight funktionierte ja schon mal prächtig. Und Busenfreud bei Boris hat die gleiche Taktik auch funktioniert.
  • Scrat 14.02.2020 12:38
    Highlight Highlight 1 Milliarde für eine Medien-/Werbekampagne - nur um dann Präsident der USA sein zu dürfen? Sorry, aber wer so viel Geld zum Fenster rausschmeisst rechnet fest mit einem Return on Invest, der wesentlich höher ist als die Investition. Meistens geht das in politischen Kreisen aber einher mit Bestechung und Korruption.
    • Max Dick 14.02.2020 13:52
      Highlight Highlight Für jemanden mit 78 Jahren und über 50 Milliarden im Sparschweinchen, spielt diese eine Milliarde (würde er wirklich nominiert werden, werdens schnell mehr) wohl kaum eine Rolle. Man kann Bloomberg vieles vorwerfen, aber nicht dass er das ganze nur der Absicht der persönlichen Bereicherung macht.
    • Max Dick 14.02.2020 16:59
      Highlight Highlight Kein Problem Roger. Dass ich aus den Sicht der Sanderianer falsch liege, damit muss ich leben. Genauso wie Wissenschaftler damit leben müssen, dass sie aus der Sicht von Kreationisten immer falsch liegen.

      Sanders=Trump. Sanderianer=Trumpisten. Gruess und schönes Wochenende.
    • FrancoL 14.02.2020 18:11
      Highlight Highlight Ich denke die Wahrheit liegt viel näher bei Roger als bei Max. Anders kann man sich dieses schrittweise an eine Kandidatur von Bloomberg nicht erklären. Ich denke Bollwerk verfolgt 2 Ziele,
      1. Sanders verhindern
      2. Wenn er denn bis zum Schluss im Rennen bleibt gegen Trump antreten.

      Wir werden noch etliche Mätzchen mit denen Sanders verhindert werden soll erleben.

      Sanders passt der Basis aber sicherlich nicht den "erlauchten" Kreisen der DEMs.
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  • Capsaicine 14.02.2020 12:37
    Highlight Highlight In einer Welt, in der nichts mehr wahr und alles möglich scheint, verlieren wir komplett den Boden...
    • Spooky 14.02.2020 14:17
      Highlight Highlight "...verlieren wir komplett den Boden..."

      Ich nicht! 💪
    • DieFeuerlilie 14.02.2020 17:55
      Highlight Highlight Klar, Spooky. Deiner ist ja schon lange weg.. 😁
    • Spooky 15.02.2020 01:21
      Highlight Highlight @DieFeuerlilie

      "Immer wenn du was Interessantes erzählst wird irgendwo ein Einhorn geboren."

      "Es gibt keine Einhörner."

      "Ich weiss."

      😆
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Anonymous zerlegt Schweizer Sektenführer nach Strich und Faden

In der Nacht auf Donnerstag haben Anonymous-Aktivisten den Instagram-Account des Fake-News-Senders kla.tv gehackt. Die Aktion ist Teil einer umfassenden Aktion von Netzaktivisten gegen die Schweizer OCG-Sekte, die zum Sammelbecken für Verschwörungsideologen in Europa wurde.

Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat vor knapp zwei Wochen Aktionen gegen Ivo Saseks Sekte «Organische Christus-Generation» (OCG) angekündigt. In den letzten Tagen haben Aktivisten mehrere Webseiten bzw. Server der Schweizer Sekte, die auch in Deutschland zahlreiche Mitglieder hat, gehackt. Dabei wurden laut den Hackern über 30'000 E-Mails und über 20 GB interne Dokumente der Sekte heruntergeladen. Diese werden nun von den Anti-Verschwörungs-Aktivisten ausgewertet und Auszüge werden Schritt …

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