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epa08598082 (FILE) - Democratic Senator from California Kamala Harris participates in a news conference with Senate Democrats to voice opposition to a Republican-crafted police reform bill on Capitol Hill in Washington DC, USA, 23 June 2020 (reissued 11 August 2020). Democratic presidential candidate Joe Biden has chosen Kamala Harris as his pick for Vice President, according to a statement on Biden's Twitter account, on 11 August 2020.  EPA/MICHAEL REYNOLDS *** Local Caption *** 56171834

Kamala Harris zieht zusammen mit Joe Biden in den Wahlkampf. Bild: keystone

Vize-Kandidatin Harris erwartet «schmutzige Taktiken» von Trump-Lager



Die designierte demokratische Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Kamala Harris, stellt sich auf «schmutzige Taktiken» des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump ein. «Sie werden Lügen benutzen, sie werden Täuschung benutzen», sagte Harris in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Online-Plattform «The Grio». «Sie werden den Versuch unternehmen, von den wirklichen Problemen abzulenken, die das amerikanische Volk betreffen.» Sie und Joe Biden, der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, seien darauf vorbereitet.

Die mögliche Stellvertreterin Bidens war in dem Interview darauf angesprochen worden, dass Trump vergangene Woche einer als rassistisch kritisierten Verschwörungstheorie neuen Raum verschafft hatte. Der konservative Jurist John Eastman hatte im Magazin «Newsweek» in einem Gastbeitrag bezweifelt, dass Harris Vizepräsidentin werden dürfe, weil ihre Eltern bei ihrer Geburt noch keine US-Bürger gewesen seien. Die Senatorin aus Kalifornien kam 1964 als Tochter von Einwanderern aus Jamaika und Indien in den USA zur Welt. Falls Trump im November gegen Biden verliert, würde sie erste schwarze Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten.

Trump war bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus am Donnerstag danach gefragt worden und widersprach den Zweifeln nicht. Am Samstag wurde er erneut darauf angesprochen. Er wisse nichts darüber, er habe lediglich einen «schnellen Artikel» darüber gelesen, sagte Trump. «Das ist nichts, was ich verfolgen werde.» Gleichzeitig lobte er - erneut - den Autor des Textes.

President Donald Trump speaks during a news conference at his Trump National Golf Club in Bedminster, N.J., Saturday, Aug. 15. (AP Photo/Susan Walsh)
Donald Trump

Trump stellt Harris Kandidatur in Frage. Bild: keystone

Die auch im Internet kursierende Behauptung erinnert an die Bewegung der «Birther», die den Geburtsort von Ex-Präsident Barack Obama und damit seine Qualifikation fürs höchste Staatsamt infrage gestellt hatten. Eine der prominentesten Vertreter der Theorie, wonach Obama in Kenia geboren worden sein soll, war Trump selbst. Obama, erster schwarzer Präsident, kam im US-Bundesstaat Hawaii zur Welt. Harris wurde in Oakland geboren. (cki/sda/dpa)

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