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President Donald Trump stands on stage as he visits the Republican National Committee convention site, Monday, Aug. 24, 2020, in Charlotte. White House chief of staff Mark Meadows is at right. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump

Donald Trump am Montag bei seinem ungeplanten Auftritt am GOP-Parteitag. Bild: keystone

Warum Trump überschätzt wird und man ihn trotzdem nicht unterschätzen darf

Donald Trump bewirbt sich um eine zweite Amtszeit als US-Präsident. Vieles spricht gegen seine Wiederwahl. Darum wird er keine üble Machenschaft auslassen, um an der Macht zu bleiben.



Herbert Hoover war der 31. Präsident der Vereinigten Staaten. In seiner Amtszeit ereignete sich der Börsencrash von 1929, der die Grosse Depression auslöste. Millionen Amerikaner verloren Job, Ersparnisse und Heim. Der Republikaner Hoover unternahm getreu der Laisser-faire-Ideologie seiner Partei lange kaum etwas gegen die Not.

Stattdessen empfahl er den Amerikanern, die Krise einfach wegzulachen («What this country needs is a good big laugh»). Die Menschen reagierten mit jener Art des Humors, die gemeinhin Sarkasmus genannt wird: Die Slums für Obdachlose, die im ganzen Land entstanden (auch im New Yorker Central Park), wurden Hoovervilles genannt.

FILE - In this Oct. 22, 1928 file photo, Republican presidential candidate Herbert Hoover delivers an address from a U.S. flag-draped podium in Madison Square Garden in New York. (AP Photo)

Herbert Hoover bei einem Auftritt im Wahlkampf 1928. Bild: AP/AP

Erst mit Blick auf seine Wiederwahl 1932 versuchte Hoover, verstärkt auf die Wirtschaftskrise zu reagieren. Es nützte nichts, er erlitt eine vernichtende Niederlage gegen den Demokraten Franklin Roosevelt, der mit seinem New Deal eine Botschaft der Hoffnung vermittelte. Er gilt heute als einer der grössten Präsidenten, während Hoover in den Rankings weit unten steht.

Vergleiche mit Hoover und Carter

Heute befinden sich die USA in der schwersten Krise seit der Depression. Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft in den Abgrund gerissen. Anders als damals haben die Politik und die Notenbank Fed schnell und massiv darauf reagiert. Präsident Donald Trump aber regiert ähnlich unsensibel wie Hoover, während Herausforderer Joe Biden Mitgefühl ausstrahlt.

Nun bewirbt sich Trump für eine zweite Amtszeit. Die Republikaner nominierten ihn am Montag offiziell als Kandidaten. Seine Perspektiven sind schlecht, in den Umfragen liegt er klar hinter Biden. Vieles spricht dafür, dass er ein zweiter Herbert Hoover wird. Politico vergleicht ihn mit Jimmy Carter, einem anderen glücklosen «One term president».

Besiegt ist Trump damit nicht. Es ist möglich, dass er mit seiner auf Angstmache und Einschüchterung basierenden Kampagne das Steuer noch herumreissen kann. Dennoch irritiert die Tendenz vieler Medien und Beobachter auch und gerade in Europa, Donald Trump zu überschätzen. Er hat einige gewichtige Argumente gegen sich:

Popularität

Popularität Donald Trump

Die Zustimmung lag immer unter 50 Prozent, die Ablehnung fast immer darüber. grafik: realclearpolitics

Donald Trump ist ein notorisch unbeliebter Präsident. Seit seinem Amtsantritt haben seine Popularitätswerte die 50-Prozent-Marke nie überschritten. Gleichzeitig beurteilten mehr als 50 Prozent der Amerikaner ihn und seine Amtsführung negativ. Die deutliche Diskrepanz zwischen Positiv und Negativ unterscheidet ihn etwa von Barack Obama.

Viele wundern sich, dass Trump trotz seiner Defizite immer noch auf relativ hohe Zustimmungswerte kommt. Die Erklärung dafür ist das unerbittliche Zweiparteiensystem in den USA. Wer rechts steht und die Demokraten ablehnt, unterstützt eben Trump. Ein perfektes Beispiel dafür sind die Evangelikalen, eine seiner treuesten Wählergruppen.

Viele sind angewidert von Trumps Lügen und Grobheiten. Sie sind auch politisch nicht durchweg auf seiner Linie. Weil er ihnen jedoch die Erfüllung ihres innigsten Wunsches in Aussicht stellt – die Abschaffung des Schwangerschaftsabbruchs, den er einst befürwortete –, wählen sie ihn trotzdem und rechtfertigen sich dafür mit allen möglichen Verrenkungen.

Partei

Former President George W. Bush speaks during the funeral service for the late Rep. John Lewis, D-Ga., at Ebenezer Baptist Church in Atlanta, Thursday, July 30, 2020.  (Alyssa Pointer/Atlanta Journal-Constitution via AP, Pool)

George W. Bush, der letzte noch lebende Ex-Präsident der Republikaner, lehnt Trump ab. Bild: keystone

Die Republikaner haben sich Trump fast bedingungslos unterworfen. Die Parteibasis bringt ihm eine gottgleiche Bewunderung entgegen. Ein beträchtlicher Teil der Parteielite aber hat sich von Trump abgewandt. George W. Bush, der letzte noch lebende Ex-Präsident der GOP, hat ihn schon 2016 nicht gewählt und glänzt am Parteikonvent durch Abwesenheit.

Mitt Romney, vor acht Jahren noch Präsidentschaftskandidat, hat im Impeachment-Prozess als einziger Republikaner für Trumps Verurteilung gestimmt. Prominente Exponenten haben sich offen für Joe Biden ausgesprochen. Führende Neocons wie John Bolton, Robert Kagan oder Bill Kristol lehnen Trump ebenfalls ab. Er ist ihnen zu wenig kriegerisch.

Die Demografie spricht ebenfalls gegen die Republikaner. Sie sind mit Trump definitiv zur Partei einer ländlich-konservativen weissen Wählerschaft geworden. Schon bei den Midterms 2018 haben sie die Vorstädte an die Demokraten verloren. Die Frauen wenden sich von Trump ab, und bei Schwarzen und Latinos hat die Partei wenig zu melden.

Verantwortung

FILE - In this June 16, 2015 file photo, Donald Trump announces he will run for president of the United States, in the lobby of Trump Tower in New York. Trump’s been telling Americans for nearly three decades that he’s what they really need in the White House, a business-hardened dealmaker-in-chief. Now that he’s actually running for president, Trump gets to say it Thursday night from center stage and in prime-time as the top-polling candidate in the first Republican presidential debate of the 2016 campaign.  (AP Photo/Richard Drew, File)

2016 war Trump der Herausforderer. Jetzt ist er der Boss. Bild: AP/AP

Oft wird die heutige Situation mit 2016 verglichen. Auch damals habe Trump einen Rückstand auf Hillary Clinton aufgeholt und am Ende gewonnen. Dieser Vergleich blendet einen Aspekt aus: Damals war Trump der Aussenseiter und Anti-Politiker, der die US-Politik aufmischte. Jetzt ist er am Ruder. He is running the show, sagen die Amerikaner.

Sein Versagen in der Coronakrise erkennen sie sehr wohl, auch wenn er alles tut, um die Verantwortung abzuschieben. Wenn ihn seine Entourage dazu bringt, vom Teleprompter abzulesen und den besorgten Landesvater zu mimen, vertwittert er handkehrum wieder den gröbsten Verschwörungsschrott. Oder er preist vermeintliche Wundermittel an.

Unter normalen Umständen hätte ein solcher Präsident keine Chance auf eine Wiederwahl. Seine Nichte Mary, die in einem Buch mit Onkel Donald abgerechnet hat, brachte es bei «Markus Lanz» im ZDF auf den Punkt:

«Ich glaube, wenn es wirklich eine freie, faire Wahl gäbe, dann würde sich die Frage, ob Joe Biden gewinnt, gar nicht stellen.»

Damit sprach sie aus, warum man Donald Trump keinesfalls unterschätzen darf: Um an der Macht zu bleiben, wird er vor keiner noch so üblen Schandtat zurückschrecken. Bei seinem Auftritt am Parteitag am Montag gab er die Richtung vor, als er die Demokraten beschuldigte, die Wahl stehlen zu wollen. Damit sät er gezielt Zweifel beim Wahlvolk.

Denn am Ende wird er versuchen, die Wahl zu stehlen, wenn es zu einem knappen Ergebnis kommen sollte. Die Pandemie und das Präsidentenamt geben ihm und seinen Vasallen die Möglichkeit, ganze Bevölkerungsgruppen an der Ausübung ihres Wahlrechts zu hindern. Seine permanenten Attacken auf die US-Post und die Briefwahl sind ein Vorgeschmack darauf.

Donald Trump ist eine komplizierte Persönlichkeit. Ein Teil von ihm würde die Mühsal des Regierens wohl gerne loswerden. Sein gigantisches Ego aber wird ihn daran hindern, eine Niederlage gegen «Sleepy Joe» Biden zu akzeptieren. In mancher Hinsicht wird Trump überschätzt. Dennoch wäre es brandgefährlich, ihn zu unterschätzen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Knacker 27.08.2020 13:04
    Highlight Highlight Alles klar
    Benutzer Bild
  • Edwin Schaltegger 27.08.2020 11:56
    Highlight Highlight Mein "input" zu diesem guten Kommentar: Durch meine früheren längeren geschäftlichen und privaten Ferienaufenthalten ist für mich, trotz der unseligen Trump Regierung, die USA immer noch ein faszinierendes, multikulturelles Land geblieben. Ich habe in den USA atemberaubende Landschaften, sehr gastfreundliche, liebenswürdige und beruflich äusserst tüchtige Leute kennen gelernt. Ich habe aber auch die Schattenseiten erlebt; wie "homeless people", Gewaltszenen in New Jersey etc.
    Ich hoffe schwer, dass Joe Biden gewählt wird, damit das sich dieses Land nicht noch weiter polarisiert!
  • chr_bopp 27.08.2020 11:11
    Highlight Highlight Hoover ist zwar ein gutes Beispiel für einen borniert-ideologischen Präsidenten. Bei Trump stellt sich eher die Frage, wie bescheuert Teile der US-Wählerschaft sind und wie gross ihr Anteil bei der Wahl sein wird.
  • derWolf 27.08.2020 09:48
    Highlight Highlight Ich lese immer nur weshalb Trump der schlimmste Mensch der Welt ist und deshalb nicht Präsi bleiben kann. Ich kann die Artikel nicht mehr zählen, es ist ein Running Gag. Wo sind die vielen Berichte weshalb Biden der viel besser Mann für den Posten wäre? Er zeigt Mitgefühl, mehr war in diesem nicht. In einem der letzten Berichte wurde er gefeiert! weil er gut vom Telep. ablesen konnte und die Rede tatsächlich flüssig rüber kam! Merkt ihr was? Man ist nur für Biden weil man gegen Trump ist. Und ob das am Ende genügt bezweifle ich stark. Ich schätze ein Sieg von Trump ist mehr als nur möglich..
    • Basti Spiesser 27.08.2020 12:23
      Highlight Highlight Vorallem was ist das Programm? Was will er in seiner Amtszeit tun? Trump weg zu haben passiert am Tag, wenn das Ergebnis verkündet wird automatisch. Da ist keine Leistung.
    • SkippyTheMagnificent 27.08.2020 16:42
      Highlight Highlight Biden hat im Gegensatz zu Trump effektiv schon ein Programm vorgelegt. Trump kann diese Frage nicht mal beantworten...
  • Gummibär 27.08.2020 04:59
    Highlight Highlight Es geht hier nicht um die Einschätzung von Trump - die ist einfach- sondern um die Einschätzung der Amerikaner.
    Anleger sind zufrieden, die Börse boomt.
    Rassisten sind zufrieden, sie werden toleriert.
    Evangelikale sind zufrieden, Jerusalem ist fest in der Hand des erwählten Volkes. Waffen-Narren sind zufrieden, sie dürfen weiterhin mit Schnellfeuerwaffen herumknallen.Xenophoben, QAnon-Anhänger, Pro-lifers sind zufrieden. Klimaveränderungs-Leugner sind zufrieden.
    Wohl möglich, dass es weitere 4 Jahre Trump braucht bis genügend Wähler aufwachen.
  • Randen 27.08.2020 00:07
    Highlight Highlight Er wird ganz sicher wieder gewählt. Es wir ein spektakulärer Sieg für ihn.
    • Rocky Gonzales 27.08.2020 09:39
      Highlight Highlight Hoffentlich nicht. Ich war anfangs ein klarer DT befürworter - make A grat again, d.h. etwas gegen China setzten, Jobs zurückholen, war meiner Meinung nach nicht so falsch. Die Bündnisse jedoch zu vernachlässigen (Europa etc. - wobei auch hier, die EU muss endlich etwas zur Sicherheit beitragen) ist tragisch, zumal ein uneiniges Europa keine Zukunft hat - leider. Wenngleich ich keine EU Fan bin. Die Nachteile überwiegen mittlerweile leider....
    • Basti Spiesser 27.08.2020 12:24
      Highlight Highlight @rocky

      Welche den?
    • Rocky Gonzales 27.08.2020 16:46
      Highlight Highlight Das ist keine wirklich schlaue Frage. Ein uneiniges Europa geht schlicht volkswirtschaftlich aber auch als "vereinte Kraft" demokratischer Bündnisse nicht geeint unter. Zu viel Diversität und Uneinigkeit in Bündnissen sind vs. anderen Weltmächten negativ zu beurteilen. Europa ist heute schon der Spielball der Weltmächte und hat keine geeinigte Meinung. . Die Zahlen bezgl. der Wirtschaftskraft sprechen eine deutliche Sparche u.a. auch jene der CH. Hat übrigens auch für die CH Vorteile, auch ohne Beitritt, in einem starken politisch unabhängigen Europa zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pianoman 26.08.2020 23:29
    Highlight Highlight Eigentlich ist es egal, wer Präsi wird. Vielmehr ist die Frage, ob die Dems den Senat knacken können, ist aber eher unwahrscheinlich, wenn Doni bestätigt wird. Bei einem Patt im Senat (50/50), hätte dann Pence den Stichentscheid. Wäre für die Dems auch nicht optimal. Aber wenn die Dems den Senat übernehmen würden, könnte Doni noch so viel dekretlen wie er möchte, er würde dann als lame duck abgeblockt.
  • Rogan Eizur 26.08.2020 23:19
    Highlight Highlight Grundsätzlich liegt der Artikel schon richtig. Er verpasst jedoch einen wichtigen Punkt; die Evangelikalen wählen Trump aufgrund dessen Haltung gegen Abtreibung. Korrekt. Allgemein hält aber die GOP aufgrund dessen geradezu emmotionale Verteidigung des 2nd Amendments zu Trum (wegen den Waffen!). GOP-Werte wären ausgeglichene Budgets, starkes Militär, gegen Abtreibung und eben gegen mehr staatliche Einmischung auf county/state level. Die Waffenlobby verbindet Ihre Ziele mit diesem letzten Grundstein der GOP erfolgreich seit Jahren. Ganz nach dem Motto: Mehr Dems (staatl. Einm.) - mehr Waffen!
  • Silvio_soy_yo 26.08.2020 20:43
    Highlight Highlight "Donald Trump ist eine komplizierte Persönlichkeit." Finde ich nicht.
  • Hockrates 26.08.2020 19:54
    Highlight Highlight Roosevelt gilt als grosser Präsident, weil er mit den USA den 2. Weltkrieg gewonnen hat, nicht wegen dem New Deal oder seiner wirtschaftspolitischen Leistungen. Die Weltwirtschaftskrise hatte sich dem Zeitpunkt schon tot gelaufen. Sogar ein Blindgänger in Deutschland schaffte es, in den 30er Jahren einen Wirtschaftsboom zu begleiten.
  • Unicron 26.08.2020 19:48
    Highlight Highlight Bitte, lasst mich einfach 3 Monate durchschlafen und dann schauen wer Präsident ist.
    • Ueli der Knecht 26.08.2020 23:40
      Highlight Highlight Du Optimist glaubst offenbar noch, dass wir am 4. November 2020 erfahren, dass der neue Präsident Biden heisst..

      Tatsächlich müssen vermutlich einige Wahlen um Tage oder Wochen verschoben werden, weil bereits über 160 Klagen dagegen laufen. Nach endlich stattgefunden Wahlen, gibt es bestimmt nochmals soviele Klagen, die das Wahlresultat anfechten, weshalb wir nochmals ein paar Wochen auf ein gültiges Resultat warten müssen.

      Wir können uns glücklich schätzen, wenn dann am 20. Januar 2021 Biden vereidigt und Trump dann am 21. Januar 2021 verhaftet wird.

      Besser schlafe fünf Monate.
    • Unicron 27.08.2020 11:44
      Highlight Highlight Du hast wohl recht, aber was soll man machen.
      Und der oberste Gerichtshof hat nun schon einige male trotz konservativer Mehrheit gegen Trump entschieden, ich hoffe also dass sie ihrem Job nach kommen und fair entscheiden.

      Nicht wie damals bei Bush vs Gore.
  • Person.Woman.Man.Camera.TV 26.08.2020 19:39
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen: Biden ist halt auch eine sehr schlechte Alternative, ausser Plattitüden kommt da nicht viel.

    Leute wie er aus dem Sektor der 'republican light' haben einen Trump erst ermöglicht mit dem "immer weiter nach rechts" Kurs.

    Nina Turner sagte über die Präsidentenwahl sehr schön:

    It’s like saying to somebody, ‘You have a bowl of s–t in front of you, and all you’ve got to do is eat half of it instead of the whole thing.’ It’s still s–t’,
    • Sam Regarde 26.08.2020 23:04
      Highlight Highlight Hi Nina ! 😏
    • felixJongleur 27.08.2020 07:01
      Highlight Highlight "We gotta two dragons we go to slay, the dragon of neofascism and the dragon of neoliberalism".
    • RicoH 27.08.2020 09:41
      Highlight Highlight Plattitüden?
      Echt jetzt:
      _ wo genau sind Biden's Aussagen Plattitüden und
      _ wo genau sind Trump's Aussagen keine Plattitüden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • α Virginis 26.08.2020 19:31
    Highlight Highlight "Donald Trump bewirbt sich um eine zweite Ammtszeit als... Darum wird er keine üble Machenschaft auslassen, um an der Macht zu bleiben."

    Sagt eigentlich alles 🤪🤔
  • Sprachrohr 26.08.2020 19:22
    Highlight Highlight Ein angesichts des Alters der beiden Präsidentschaftskandidaten durchaus realistisches Albtraumszenario wurde noch gar nicht besprochen:

    Einer der beiden Kandidaten stirbt VOR der Wahl oder wird sonstwie amtsunfähig (ist Trump m.E. eigentlich schon, aber das ist mehr eine politische als med. Sichtweise).

    Man muss sich dann einfach einmal vorstellen, wie die dann kampflos unterliegende Wählergruppe von einer "gestohlenen" Wahl sprechen wird, auf die Barrikaden geht und allenfalls auch nicht mehr vor Gewalt zurückschreckt...

    Wäre wohl der noch grössere Albtraum als eine Wiederwahl von Trump.
    • El Vals del Obrero 26.08.2020 19:47
      Highlight Highlight Um so mehr schätze ich unser Bundesrats-System.

      Es ist zwar auch überhaupt nicht perfekt, aber es kommt weniger auf einzelne Personen an. Wenn einer von sieben ausfällt oder durchdreht oder einem Anschlag zum Opfer fällt, ist es zwar tragisch, aber der Schaden hält sich denoch in Grenzen, da er von den anderen 6 ersetzt oder kontrolliert werden könnte. Darum können sie sich bei uns wohl auch, zumindest wenn sie einzeln unterwegs sind, ohne Leibwächter bewegen und alles ist vergleichsweise entspannter.
    • Marco Schlatter (1) 26.08.2020 21:47
      Highlight Highlight sehr viel besseres Theater hier, stimmt!
      Play Icon
    • RicoH 27.08.2020 09:47
      Highlight Highlight Und was willst du uns damit sagen, Marco?

      War Frau Sommaruga deswegen eine schlechte Bundesrätin oder gar eine Landesverräterin?

      Etwas differenzierter Denken würde dir sicher nicht schaden.
  • Prometheuspur 26.08.2020 18:59
    Highlight Highlight Warum? Frage mich warum und für was Trump überhaupt geschätzt wird.. 🙃
  • Tropennütteler 26.08.2020 18:52
    Highlight Highlight Das Zepter den Demokraten zu überlassen wäre ein grosser Schritt in Richtung Untergang. Hoffen wir es kommt gut🙏
    • Amboss 27.08.2020 05:56
      Highlight Highlight Schau mal die Wirtschaftsdaten an. Donald Trump hat die USA so richtig richtig heruntergewirtschaftet. Er hat den Untergang bereits herbeigeführt.
      Mit den Demokraten am Zepter kann es nur aufwärts gehen
    • BVB 27.08.2020 07:36
      Highlight Highlight Die aktuelle wirtschaftliche Lage ist alleine wegen der Coronapandemie so schlecht. Man kann dem Trump vieles anhängen, aber sicher nicht seine Wirtschaftspolitik. Diese Erkenntnis wird aber hier niemand zugeben, darum hagelts jetzt Blitze.
    • Amboss 27.08.2020 10:56
      Highlight Highlight @BVB: Jaja, das typische: Läuft es schlecht, sind die äusseren Umstände Schuld. Läuft es gut, ist es Trumps Verdienst... Gäääähn

      Klar, bis 2020 lief die Wirtschaft gut. Aber sein einziger Verdienst daran ist, dass er bei einer guten Wirtschaftslage mittels Steuersenkungen noch die letzten Zehntelsprozent rausgepresst hat.
      Aber die "Grosswetterlage" ist überhaupt nicht sein Verdient, sondern da hängt ganz ganz viel zusammen dass die Wirtschaft einfach generell gut läuft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 26.08.2020 18:43
    Highlight Highlight Nochmals 4 Jahre Trump - schon alleine diese Vorstellung sollte wirklich jeden Demokraten aus dem Busch zur Wahlurne locken. Biden ist nicht Clinton, dennoch würde ich keinerlei Wette eingehen.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 26.08.2020 18:37
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl 30% der Amis stimmen nur mit dem Gefühl ab und interessieren sich nicht wirklich für was in Amerika grundsätzlich läuft und noch viel weniger was moderne Demokratien machen.
    Darum fahren sie mehr auf Sprüche, Show und den starken Mann markieren ab.
    Für eine moderne Denokratie ist auch Biden rechts.
    Trump gewinnt vermutlich nicht, aber es wird super knapp.
    • Tropennütteler 26.08.2020 22:10
      Highlight Highlight Was sind moderne Demokraten und was ist Denokratie? Eine spirituelle weiterentwicklung der DeMokratie?
      Trump steht viel mehr für Demokratie als Biden. Trump unterscheidet lediglich zwischen hell und dunkel...egal welche Hautfarbe.
    • MarGo 27.08.2020 08:24
      Highlight Highlight @Tropens
      Nenn mir ein einziges Beispiel, in dem Trumps Handlung demokratisch war (also für das Allgemeinwohl, selbstlos, vereinend usw)
      Eins... wird dir doch nicht so schwer fallen...
      Und er ist ein gottve****ter Rassist und Sexist... dass das gewissen Leuten - wie dir - noch nicht aufgefallen ist, ist wirklich bedenklich... Wo hast du die letzten 4 Jahre gelebt??
  • TheKen 26.08.2020 18:27
    Highlight Highlight Ich frage mich, was ist eigentlich gefährlicher, Trump oder gem Hochrechnungen 44% der Wähler die für ihn stimmen? Nach allem was man inzwischen von dem Typen weiss!!
  • MrNick 26.08.2020 18:03
    Highlight Highlight Den Titel dieses Artikels trifft genauso auch auf Joe Biden zu.

    Wäre ich Amerikaner, ich würde keinen dieser beiden Herren, die beide lange genug Zeit im Oval Office verbracht haben, wählen.

    Meine Stimme ginge an den Kandidaten mkt denselben Initialin wie Herbert Hover, - Howie Hawkins von der Green Party.

    • MarGo 27.08.2020 08:26
      Highlight Highlight Auch wenn symbolisch eine schöne Wahl, würde es im Endeffekt Trump in die Hände spielen... ähnlich, wie wenn man nicht wählt... Der amtierende Präsi hat diesbezüglich meist die Nase vorn.
      Nicht wählen (oder die Green Party wählen) heisst Trump wählen...
    • Fisherman 27.08.2020 08:44
      Highlight Highlight und damit wäre Deine Stimme eine Stimme für Trump.
  • reactor 26.08.2020 17:53
    Highlight Highlight An sich ist er eben keine komplizierte Persönlichkeit, er ist ziemlich einfach strukturiert, was es anscheinend ungemein schwierig macht ihn abzutischen
  • RicoH 26.08.2020 17:47
    Highlight Highlight Das ist jetzt der x-te Artikel über "wie unberechenbar Trump ist". Aber so ist es nun mal, daher braucht es diese auch.
    Meine Meinung dazu:
    «Ich glaube, wenn es wirklich eine freie, faire Wahl gäbe, dann würde sich die Frage, ob Joe Biden gewinnt, gar nicht stellen.»
    Gut erkannt, Mary.
  • Basti Spiesser 26.08.2020 17:46
    Highlight Highlight Wenn Bush & Romney gegen Trump sind, spricht das nur für ihn.
    • RicoH 27.08.2020 09:59
      Highlight Highlight Wenn Bush Jr. – aus meiner Sicht nicht die hellste Kerze auf der Torte – sogar merkt, dass Trump nichts taugt, dann ist es sehr wohl bemerkenswert.
  • LeMac 26.08.2020 17:36
    Highlight Highlight Trumps Wahlsieg im 2016 war vom Volk genauso gewollt wie die Briten den Brexit befürworteten. Will heissen: Keine(r) hat damit gerechnet, man wollte "nur" eine starke Botschaft gegen den Clinton-Filz manifestieren. Dieser Faktor fällt nun weg und die Amis dürfen quasi nochmals wählen, was den Briten verwehrt blieb. Ich rechne mit einem klaren Resultat zu Gunsten Biden.
    • Samurai Gra 26.08.2020 23:16
      Highlight Highlight Nein über 50% wollten Clinton aber über 50% der Electorenstimmen gingen an Trump.
    • LeMac 26.08.2020 23:28
      Highlight Highlight Eben😏
    • Basti Spiesser 26.08.2020 23:34
      Highlight Highlight Auch Biden ist Filz. Seit über 40ig Jahren in der Politik.
  • Bert der Geologe 26.08.2020 17:31
    Highlight Highlight Das Zynische an der kommenden Präsidentenwahl der USA ist, dass es eine "Nichtwahl" sein wird. Wer Trump nicht wählen will, wählt Biden und wer die Demokraten nicht will, wählt Trump oder er/sie wählt vor lauter Dilemma gar nicht. Die Garnichtwähler werden sowieso die weitaus grösste Gruppe sein. Hoffen wir, dass davon der Hauptteil Trumpnichtmehrwähler ist.
  • TanookiStormtrooper 26.08.2020 17:29
    Highlight Highlight Der Französisch-Unterricht ist bei mir zwar auch schon ein Weilchen her, aber es heisst "Laissez-Faire"...
    • RicoH 26.08.2020 17:42
      Highlight Highlight Tja,

      laissez-faire = Gewährenlassen
      laisser-faire = Gewährenlassen

      (?)
    • Bert der Geologe 26.08.2020 18:27
      Highlight Highlight @RicoH: gemäss leo.org ist beides korrekt.
      Interessant auch: Un laisser conduire = einen fahren lassen.
    • Phüdlibürger 26.08.2020 18:37
      Highlight Highlight Genau. Laisser-faire ist die Grundform und laissez-faire die freundliche Aufforderung, es einfach geschehen zu lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • T13 26.08.2020 17:22
    Highlight Highlight Wisst ih noch als Bush das zweite Mal gewählt wurde und die times titelte "können soviele Amerikaner so dumm sein?"
    Dann kam Trump und die Amis zeigen der Welt ja es gibt genügend deppen im Land.
    Und mit der anstehenden Wahl können sies möglicher Weise entgültig in stein meisseln.

    🤪
  • MarGo 26.08.2020 17:17
    Highlight Highlight Dass er bis zum 3.Nov einfach noch mehr seiner kriminellen Energie aufbringt, um so viel wie möglich rauszuholen, hat mit unterschätzen nicht viel zu tun... Ich denke, jeder halbwegs vernünftige Mensch ist sich dessen bewusst, dass er "über Leichen" gehen wird für die 2. Amtszeit...
  • Dieter123 26.08.2020 17:17
    Highlight Highlight Sollte er wieder gewählt werden ist eines ganz sicher. Die USA erhalten von mir keinen Rappen Entwicklungshilfe
    • RicoH 26.08.2020 21:29
      Highlight Highlight Das hab ich auch vor 😊

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