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EU-Gericht verbietet Bio-Label für Halal-Fleisch



Ziegen werden von einem sechskoepfigen Metzger-Team gehaeutet, bevor sie durch einen Tierarzt untersucht und im Anschluss an den Produzenten ausgeliefert werden, im Tessin am Freitag, 18. Maerz 2016. Die Ziegen stammen vom Hof auf der Ziegenalp der Familie Monaco. Esther und Christian Monaco besitzen 76 Ziegen, 7 Kuehe und einige Schweine und Huehner. Ueber Ostern werden rund 70 Geburten von jungen Ziegen erwartet. (KEYSTONE/TI-PRESS/Pablo Gianinazzi)

Metzger häuten Ziegen im Tessin (Symbolbild). Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Darf Fleisch aus ritueller Schlachtung, bei der das Tier nicht betäubt wurde, als bio gekennzeichnet werden? Nein, hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg am Dienstag entschieden.

Laut dem Obersten Gerichtshof der EU sei die Betäubung der Tiere die beste Technik, um das Tierwohl während der Schlachtung am wenigsten zu beeinträchtigen. Die rituelle Schlachtung ohne Betäubung werde mit dem Verweis auf die Religionsfreiheit geduldet, ein Bio-Zertifikat könne es aber dafür nicht geben.

In Frankreich hatte eine Tierschutzorganisation geklagt. Sie wollte gegen eine Firma vorgehen, die ihre Halal-Hacksteaks mit dem Label «aus ökologischem/biologischem Landbau» beworben hatte. Das Problem dabei war, dass die Tiere vor der Schlachtung nicht betäubt wurden. Das französische Verwaltungsgericht gab den Fall an den Europäischen Gerichtshof weiter.

In der EU-Verordnung zum Bio-Gütesiegel steht vorgeschrieben, dass «in allen Stadien der Produktion strenge Tierschutznormen eingehalten werden und die Tiere beispielsweise bei der Schlachtung so wenig wie möglich leiden müssen», schreibt die «Süddeutsche Zeitung». Das stehe im Widerspruch zur traditionellen Schächtung, bei der auf Betäubung verzichtet wird.

Produzenten von koscheren oder Halal-Produkten, welche mit dem Bio-Label werben und die Tiere vor der Schlachtung betäuben, seien vom Urteil nicht betroffen. (jaw)

35 Prozent der gefangenen Fische werden verschwendet

Video: srf

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