DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sexuelle Übergriffe: Ex-Vatikan-Botschafter in Paris zu Bewährungsstrafe verurteilt



FILE - In this Jan.4, 2018 file photo, French President Emmanuel Macron, left, greets Apostolic Nuncio to France Luigi Ventura, at the Elysee Palace in Paris. Multiple men have accused Archbishop Luigi Ventura of groping and inappropriate touching, and the Vatican

Luigi Ventura mit Macron. Bild: keystone

Der ehemalige Botschafter des Heiligen Stuhls in Frankreich ist wegen sexueller Übergriffe zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Ein Strafgericht in Paris sah es als erwiesen an, dass Luigi Ventura 2018 und 2019 bei öffentlichen Veranstaltungen gegenüber mehreren Männern sexuell übergriffig wurde, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus dem Gerichtssaal berichtete.

Der frühere Apostolische Nuntius hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und stets erklärt, mit der Justiz kooperieren zu wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte bei der Verhandlung im November zehn Monate Haft auf Bewährung gefordert. Der 76-Jährige erschien nicht vor Gericht, wie die Agentur berichtete.

Der frühere Erzbischof war zunächst von einem Mann beschuldigt worden, ihn während eines Festakts im Pariser Rathaus sexuell belästigt zu haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe meldeten sich weitere Männer.

Die Immunität des Italieners wurde bereits im vergangenen Jahr aufgehoben. Papst Franziskus akzeptierte seinen Rücktritt Ende vergangenen Jahres nach Erreichen der Altersgrenze. Berichten zufolge kehrte Ventura nach Rom zurück - er war von 2009 bis 2019 auf dem prestigeträchtigen Pariser Posten gewesen.

Missbrauchsskandale plagen die katholische Kirche seit Jahren. Erst im Frühjahr hatte der Papst das Rücktrittsgesuch des Lyoner Erzbischofs Kardinal Philippe Barbarin angenommen. Barbarin war Ende Januar von einem französischen Berufungsgericht im Prozess um die Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen freigesprochen worden. Dennoch reichte er sein Rücktrittsgesuch ein. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

MeToo: Weinstein, der Skandal und seine Folgen

1 / 18
MeToo: Weinstein, der Skandal und seine Folgen
quelle: ap/ap / damian dovarganes
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Frauen der #metoo-Bewegung sind «Person des Jahres»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vatikan teilt mit: Segnungen homosexueller Paare sind nicht möglich

Die katholische Kirche ist nach eigener Einschätzung nicht befugt, homosexuelle Paare zu segnen. Das hat die Glaubenskongregation im Vatikan am Montag in einer sogenannten Responsum ad dubium (Antwort auf einen Zweifel) klargestellt.

Papst Franziskus stimmte der Veröffentlichung zu. Hintergrund ist demnach, dass sich in einigen kirchlichen Bereichen «Projekte und Vorschläge» verbreiten, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen.

Segnungen menschlicher Beziehungen sind dem Schreiben …

Artikel lesen
Link zum Artikel