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13 französische Soldaten sterben bei Helikopterabsturz in Mali



Bei einem Zusammenstoss von zwei Militärhelikoptern sind im westafrikanischen Krisenstaat Mali 13 französische Soldaten ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Montagabend während eines Kampfeinsatzes gegen Dschihadisten.

epa08025953 (FILE) - A French military helicopter flies over Gao during a visit by French President Emmanuel Macron (unseen) to France's Barkhane counter-terrorism operation in Africa's Sahel region, northern Mali, 19 May 2017 (reissued 26 November 2019). According to recent reports, 13 French soldiers died in helicopter crash during the Barkhane counter-terrorism operation against jihadists in Mali.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON / POOL

Ein französischer Militärhelikopter in Mali. (Archivbild) Bild: EPA

Dies teilte der Präsidentenpalast in Paris am Dienstag mit. Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums stiessen ein Cougar-Helikopter und ein Tiger-Kampfhelikopter zusammen.

Die Kommandos verfolgten demnach eine Gruppe von Terroristen, die einige Stunden zuvor entdeckt worden und mit Pickup-Trucks und Motorrädern unterwegs waren. Gegen 19.40 Uhr kollidierten die beiden Helikopter in geringer Höhe. Keiner der Insassen überlebte. Der Unfall ereignete sich im malischen Liptako.

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben des Élysée um sechs Offiziere, sechs Unteroffiziere und einen Hauptgefreiten. Nach Angaben des Bürgermeisters François Bayrou kamen sieben der Soldaten aus der südfranzösischen Stadt Pau. Für Frankreich seien sie wahre Helden, erklärte Bayrou auf Twitter. «Für unsere Stadt, für uns, sind sie unsere kostbaren Kinder

Macron spricht von «13 Helden»

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach den Angehörigen sein Beileid aus und würdigte den Mut der Soldaten. Sie seien für Frankreich «im harten Kampf gegen den Terrorismus» in der Sahelzone gestorben, schrieb er auf Twitter. «Diese 13 Helden hatten nur ein Ziel: uns zu beschützen. Ich verbeuge mich vor dem Schmerz ihrer Lieben und Kameraden», erklärte er. Premier Édouard Philippe erklärte via Twitter: «Diesen für ihr Land gefallenen Helden schulden wir all unsere unendliche Dankbarkeit.»

Frankreich kämpft in Mali und weiteren Ländern der Sahelzone mit der Truppe «Barkhane» gegen islamistische Terroristen. Ihr gehören etwa 4500 Soldaten an. In Mali sind auch bis zu 1100 deutsche Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Sie sind Teil einer Uno-Mission zur Stabilisierung des Landes.

In den Staaten der Sahelzone – einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrororganisationen «Islamischer Staat» («IS») oder Al-Kaida die Treue geschworen. (sda/dpa)

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