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Terror in Paris: Das schreiben die Schweizer Medien am Montag

Das war Tag Drei nach den Anschlägen von Paris – Der Nachrichten-Ticker zum Nachlesen



Hier geht's zum aktuellen Ticker. 

Und das sind die Einträge vom Montag, 16. November:

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Simone Kubli
Pater Noster
22:43
Widerstand gegen syrische Flüchtlinge in den USA und Kanada
Nach den Anschlägen von Paris sperren sich mehrere US-Staaten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien. Die Gouverneure von mindestens zehn republikanisch regierten Bundesstaaten teilten mit, die von US-Präsident Barack Obama angekündigte Umsiedlung von mindestens 10'000 Syrern nicht mitzutragen. Auch in Kanada formiert sich Widerstand. US-Präsident Barack Obama machte dagegen deutlich, es sei eine «moralische Pflicht», den Flüchtlingen zu helfen. «Die Menschen, die aus Syrien fliehen, sind diejenigen, die am meisten vom Terrorismus geschädigt sind», sagte der US-Präsident am Montag beim G20-Gipfel im türkischen Antalya. «Es ist sehr wichtig, dass wir den Opfern von solcher Gewalt nicht unsere Herzen verschliessen.» (sda)
21:49
UNO-Sicherheitsrat gedenkt der Opfer
Der UNO-Sicherheitsrat hat mit einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge von Paris gedacht. «Diese Attacken haben zum Verlust so vieler wertvoller Menschenleben geführt», sagte die britische Staatssekretärin für Entwicklungshilfe, Justine Greening, die das Treffen am Montag in New York leitete. Der Sicherheitsrat drücke seine tiefe Trauer und Empörung aus. (sda)
20:43
Israel empört über Schweden
Die schwedische Aussenministerin hat in Israel Empörung ausgelöst, indem sie eine Verbindung zwischen den Pariser Terroranschlägen und dem Nahost-Konflikt hergestellt hat. Das israelische Aussenministerium verurteilte Äusserungen von Margot Wallström am Montag als «schockierend in ihrer Unverschämtheit» und bestellte den schwedischen Botschafter ein.

Wallström hatte am Samstag im schwedischen Fernsehen auf die Frage geantwortet, wie beunruhigt sie über eine Radikalisierung junger Leute in Schweden sei, die für das Terrornetzwerk Islamischer Staat kämpfen. «Wir haben offensichtlich Grund zur Sorge, nicht nur in Schweden, sondern auf der ganzen Welt - weil so viele radikalisiert werden.» Sie fügte hinzu: «Hier werden wir wieder zu Situationen wie der im Nahen Osten zurückgebracht, wo nicht zuletzt die Palästinenser sehen, dass es keine Zukunft gibt. Wir müssen entweder eine verzweifelte Situation akzeptieren oder Gewalt anwenden.»

Wallström sei einseitig und anti-israelisch, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Jerusalem. «Wer eine Verbindung zwischen den Anschlägen des radikalen Islam und den Schwierigkeiten zwischen Israel und den Palästinensern herstellen will, macht sich selber, seinem Volk und der Weltöffentlichkeit etwas vor», sagte Emmanuel Nahshon. (sda/dpa)
20:40
Medienbericht: Serbische Polizei verhaftet Mann mit identischem Pass wie Pariser Attentäter


Laut der britischen Zeitschrift «Independent» wurde in Serbien ein Mann verhaftet, der einen Pass auf sich trug, der praktisch identisch mit dem eines Pariser Attentäters war. Einzig das Photo war nicht jenes von Almohammad Ahmad, der sich vor dem Stadion de France in die Luft jagte. Dieser Umstand erhärtet die Vermutung, dass der Pass eines der Attentäter von Paris gefälscht ist.
20:26
10'000 kommen zu Pegida-Demonstration
Tausende Menschen kamen zu der Kundgebung der Islamgegner von Pegida am Montag in Dresden. Nach ersten Schätzungen der Studentengruppe «Durchgezählt» versammelten sich zwischen 9000 und 12'000 Anhänger auf dem Theaterplatz vor der Semperoper. Damit dürfte das Gedenken an den Terroranschlag von Paris der Pegida-Bewegung kaum zusätzlichen Zulauf beschert haben. In den vergangenen drei Wochen lag die Zahl der Teilnehmer zwischen 8000 und 12'000. (spon/kub)
20:21
Schwangere Frau im Bataclan sucht ihren Retter
Die Bilder des Terrors von Paris lassen einen nicht mehr los. So wie auch dieses: Eine Frau hält sich Minuten lang am Fenstersims auf der Rückseite des Musikclubs Bataclan, um so den Terroristen zu entkommen. Sie ruft um Hilfe, sie sei schwanger. Springen kann sie nicht. Dafür ist es zu hoch Irgendwann greift der rettende Arme eines Mannes und zieht die Frau hoch. Das Video ging um die Welt.

Auf Twitter ging die Geschichte weiter: Die Schwangere suchte ihren Retter:

Am Montagvormittag meldet Twitterr @_F_A_T_ dann den Erfolg der Suche: Seine Freundin habe ihren Retter gefunden und ihm gedankt. Ihr und dem Baby gehe es gut, schreibt die «Huffington Post».
19:23
Marsaillaise und Tricolore
Als Zeichen der Solidarität mit Frankreich ist am Montagabend das Bundeshaus in Bern in den Farben der Tricolore beleuchtet worden. Mehrere hundert Menschen gaben auf dem Bundesplatz ihrer Anteilnahme Ausdruck.
Von den Anwesenden sprachen viele Französisch. Einige trugen Frankreich-Fahnen mit sich herum, andere zündeten zur Form eines Eifelturms ausgelegte Teelichter oder Grabkerzen an. Auch Blumen wurden niedergelegt.
Als das Schweizer Parlamentsgebäude um 18.00 Uhr in den Farben Blau, Weiss und rot erschien, applaudierten die Menschen auf dem Platz. Jemand stimmte die Marsaillaise an, dann war alles wieder ruhig. Viele Passanten blieben stehen, hielten inne und gingen dann wieder ihres Weges.
Das mit der Franzoesischen Tricolore beleuchtete Bundeshaus als Mahnmahl fuer die Opfer der Terroranschlaege in Paris am Montag, 16. November 2015 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Swiss Parliament is illuminated in blue, white and red, the coulours of the French flag in Bern, Switzerland, Monday, November 16, 2015. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)
18:35
CIA wusste von IS-Aktivitäten
Der US-Geheimdienst CIA wurde von den Attentaten der Terrormiliz «Islamischer Staat» nicht wirklich überrascht: «Ich gehe davon aus, dass dies nicht die einzige Operation ist, die der IS in der Pipeline hat», sagte CIA-Direktor John Brennan. Es werde nicht bei dem «einmaligen Vorkommnis» bleiben. Es habe zuvor «strategische Warnungen» gegeben, so Brennan: «Wir wussten, dass diese Art von Planungen zur Verübung dieser Anschläge im Gange sind, mit einem besonderen Fokus auf Europa als Schauplatz.»
18:15
Burkhalter: «Schweiz wird sich dem Terrorismus nicht beugen»
Bundesrat Didier Burkhalter hat am Montag am «Forum for Economic Dialogue» in Zürich erklärt, die Schweiz werde sich dem Terrorismus nicht beugen. «Wir sind entschlossen, mit Frankreich zusammenzuarbeiten, um unsere Bevölkerung und unsere Lebensart zu schützen», betonte er.

Krisen seien alltäglich geworden und das Bedürfnis nach Demokratie habe einen seit Jahren nicht mehr gesehenen Grad erreicht, sagte der Chef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten weiter. «Wir leben in einer Zeit grosser Unsicherheit.»

Eine «kreative Diplomatie» sei hier gefragt, erklärte der Schweizer Aussenminister laut Redetext vor Professoren und Wirtschaftsvertretern.
17:59
Eiffelturm in tricolore


Der Eiffelturm ist nach den Terrorangriffen in Paris vom Freitag wieder geöffnet. Ab 16.20 Uhr am Montagnachmittag wurde das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt erneut für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wie die Betreiber mitteilten. Der Turm war am Samstag wie viele weitere Einrichtungen gesperrt worden.

Auf Wunsch der Stadtverwaltung soll der Eiffelturm jeden Abend bis Mittwoch einschliesslich bei Einbruch der Dunkelheit in den französichen Nationalfarben Blau, Weiss und Rot angestrahlt werden. Auch das Motto der Stadt «Fluctuat nec Mergitur» («Sie schwankt, geht aber nicht unter») soll jeweils bis 1.00 Uhr morgens auf das Bauwerk projiziert werden.
17:34
Obama: «Bodentruppen wären ein Fehler»
Barack Obama hat einem Einsatz von bodentruppen in Syrien eine Absage erteilt. Der US-Präsident sagte am Rande des G20-Gipfels im türkischen Belek, er wolle weiterhin keine grösseren Kontingente an Bodentruppen in den Irak und nach Syrien entsenden. «Das wäre ein Fehler», so Obama.

Der Kampf gegen den IS könne nur gelingen, wenn die örtliche Bevölkerung dahinterstehe. Ein militärischer Erfolg ausländischer Bodentruppen würe nach dem Abzug wieder infrage gestellt.

«Es wäre eine Wiederholung dessen, was wir schon gesehen haben», sagte Obama. Er kündigte an, den Kampf gegen den IS zu verstärken, jedoch auf Grundlage der bestehenden Strategie. Im Vorfeld der Anschläge von Paris hätten den USA keine spezifischen Drohungen vorgelegen.

In seiner teilweise äusserst emotionalen Rede verteidigte Obama seinen Kurs gegen den IS. «Wir sollten nicht erst schiessen und dann zielen.» Regelmässig besuche er das Krankenhaus Walter Reed bei Washington, in dem verletzte US-Soldaten liegen. «Ich sehe da 25-Jährige, die querschnittsgelähmt sind oder ihre Beine verloren haben», sagte er. «Schicken wir Soldaten nach Syrien, werden sie verletzt oder getötet. Ich werde nicht die politischen Spielchen, die manche spielen, mitmachen.» Letzteres bezog sich auf Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner wie zum Beispiel Jeb Bush, der am Sonntag entsprechende Forderungen gestellt hatte.
17:04
Rega bringt verletzte Schweizerin aus Paris in die Schweiz
(Bild: Rega)

Die Rega hat die bei den Pariser Attentaten verletzte Schweizerin zurück in die Schweiz geflogen. Am Montagnachmittag landete das Ambulanz-Flugzeug. Daraufhin wurde die Verletzte in ein Spital gebracht. Bereits in der Nacht des Attentats hatte ein Angehöriger der Frau die Rettungsflugwacht verständigt, wie die Rega am Montagnachmittag mitteilte. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Ärzten vor Ort sowie der Schweizer Botschaft habe der Rückflug rasch organisiert werden können.

Nach etwas mehr als 48 Stunden sei die Verletzte in einem der drei Ambulanz-Flugzeuge zurückgebracht worden. Dass eine Schweizerin bei den Attentaten in Paris vom Freitagabend verletzt worden war, hatte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bereits am Samstag mitgeteilt. Von Schweizer Todesopfern hat das EDA keine Kenntnis. (sda)
16:55
Standing Ovation
Nach Hollandes Rede gibt es vom Parlament eine Standing Ovation mit langanhaltendem Applaus. Danach stimmt die Versammlung die Marseillaise an.
16:54
François Hollande:
«Der Terrorismus wird die Republik nicht zerstören. Es lebe Frankreich!»
16:53
François Hollande:
«Ich fordere 5000 neue Arbeitsplätze für Polizisten und 1000 neue Grenzkontrolleure. Das wird zu Mehrausgaben im Haushalt führen. Diese Arbeitsplätze werden im Kampf gegen den Terrorismus helfen.»
16:43
François Hollande:
«Diese Massnahmen sollen helfen, um weitere Attentate zu verhindern. Ich bitte die Abgeordneten, dem zuzustimmen. Unsere Gesetze sind nicht mehr zeitgemäss und müssen angepasst werden.»
16:41
François Hollande:
«Der Ausnahmezustand wurde auf drei Monate ausgedehnt und zwei Ausnahmeregeln sollen in Kraft gesetzt werden: Hausarreste und Hausdurchsuchungen.»
16:39
François Hollande:
«Ich habe angeordnet, dass die Grenzkontrollen in Frankreich wieder aufgenommen werden und ich habe den Ausnahmezustand verhängt. Die Demokratie hat die Fähigkeit, zu reagieren.»
16:38
François Hollande:
«Es braucht systematische Kontrollen an den EU-Aussengrenzen, wenn Europa die Grenzen nicht kontrolliert gehen irgendwann die Zäune wieder hoch. Das ist eigentlich das Gegenteil von dem, was die EU sein soll.»
16:33
François Hollande:
«Ich werden die Präsidenten Putin und Obama treffen, um Unterstützung im Kampf gegen den IS anzufordern. Frankreich wird mit allen sprechen, die zur Lösung beitragen können.»
16:31
François Hollande:
«Syrien ist die grösste Terrorfabrik geworden, die es je gegeben hat. Es geht jetzt darum, uns zu schützen und zu verhindern, dass jene wie am Freitag in unser Staatsgebiet kommen.»
16:30
François Hollande:
«Ich habe gestern zehn Kampfflugzeuge beauftragt, Ziele in Raqqa zu zerstören. Wir werden unsere Aktivitäten ausweiten und mit einem Flugzeugträger in See stechen. »
16:28
François Hollande:
«Die Kriegstaten wurden in Syrien geplant, in Belgien organisiert und in Frankreich ausgeführt. Die Toten stammen aus 19 verschiedenen Nationalitäten.»
16:24
François Hollande spricht in Versailles
Der französische Staatspräsident François Hollande hält in diesen Minuten eine Rede vor dem französischen Parlament. «Wir sind im Krieg gegen den jihadistischen Terror, der die ganze Welt bedroht, nicht nur Frankreich», so das Staatsoberhaupt. Sein Land sei ein leidenschaftliches und mutiges Volk, das jedes Mal wieder aufstehe, wenn eines seiner Kinder am Boden liege.
16:02
Italienische Polizei fahndet bei Turin nach Verdächtigen
Die Suche nach den flüchtigen Terroristen hat sich nach Italien ausgeweitet. Gemäss der Nachrichtenagentur «Ansa» wird nach einem schwarzen Seat gefahndet, in dem einer der Paris-Attentäter unterwegs sein soll. Im Grossraum Turin seien alle Einheiten alarmiert und dazu angehalten worden, nach dem verdächtigen Auto Ausschau zu halten. Der Seat sei möglicherweise bei Ventimiglia über die Grenze gekommen.
15:52
Anonymous erklärt IS den Krieg
«Diese Attentate können nicht ungestraft bleiben», heisst es in einem am Samstag veröffentlichten Video des Hacker-Netzwerkes Anonymous. «Wir werden euch finden und wir werden nicht nachlassen. Wir werden die wichtigste Operation gegen euch starten, die je gegen euch geführt wurde. Der Krieg hat begonnen», so der Mann mit der Guy-Fawkes-Maske weiter.
15:49
Verfahren gegen zwei Verdächtige
Die belgische Justiz hat offenbar gegen zwei Verdächtige Strafverfahren eröffnet. Den beiden werde laut der Nachrichtenagentur AFP «ein Terroranschlag und die Teilnahme an den Aktivitäten einer Terrorgruppe» vorgeworfen. AFP zitiert aus einer Erklärung der Staatsanwaltschaft in Brüssel.
15:37
Polizei-Einsatz in Brüssel ohne Festnahmen beendet
Der neue Polizei-Einsatz in Brüssel nach den Pariser Anschlägen ist am Montag ohne Festnahmen beendet worden. «Das Ergebnis ist negativ», sagte ein Sprecher der belgischen Generalstaatsanwaltschaft am frühen Nachmittag.

Der Einsatz im Stadtteil Molenbeek hatte der Behörde zufolge einem der Hauptverdächtigen der Anschläge, Salah Abdeslam, gegolten. Dutzende Beamte und Polizeiwagen einschliesslich maskierter Spezialkräfte waren vor Ort gewesen.
Salah Abdeslam ist international zur Fahndung ausgeschrieben und wird als «gefährlich» beschrieben. (sda/dpa/afp)
15:24
Englische Fussballfans werden die Marseillaise singen
Im Schatten des Terrors in Paris werden morgen Dienstag die letzten europäischen Fussball-Länderspiele des Jahres angepfiffen. In London, Brüssel und Hannover, aber auch in Wien sind die Sicherheitsmassnahmen erhöht worden.

Rausgehen und Fussballspielen? So einfach wird es nicht für Frankreichs Nationalmannschaft. Den Schock von den schrecklichen Attentaten in Paris und beim Stadion in Saint-Denis müssen die Spieler erst noch weiter verarbeiten. Mit Aktionen wollen ihnen Englands Fussballer dabei helfen.

Es soll ein Symbol für die Verbundenheit mit Frankreich werden: Aus 90'000 Kehlen soll vor dem Spiel der «Équipe tricolore» die Marseillaise erklingen. Ob englische Fans oder neutrale Zuschauer, ob französische oder englische Spieler - im Wembley soll die Fussball-Welt französisch sprechen. «Wembley öffnet seine Arme für ein Land in Trauer», titelte die «Times» am Montag. Zum ersten Mal seit 1998 werden die englischen Fans vor dem Spiel nicht das St.George-Kreuz in die Höhe halten, sondern die französische Fahne.

14:35
IS-Video droht mit neuen Angriffen gegen Frankreich und Westen
In einer neuen Videobotschaft hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Frankreich und seinen Verbündeten mit weiteren Terrorangriffen gedroht. Die Authentizität des Videos liess sich zunächst nicht überprüfen. Es ähnelt aber ähnlichen Veröffentlichungen des IS.

«Wir erneuern unseren Aufruf an die Muslime in Europa, im ungläubigen Westen und überall, die Kreuzfahrer in ihrer Heimat und wo immer sie sind zu attackieren», sagt ein Sprecher in einem rund elfminütigen Film, der am Montag über das Internet verbreitet wurde. Darin droht ein Kämpfer: «Ich schwöre bei Gott, wir werden Amerika auf seinem eigenen Boden schlagen. Wir werden Rom erobern.» (sda/dpa)
14:31
Ende der Razzia in Molenbeek
Die Razzia in der belgischen Gemeinde Molenbeek ist beendet. Wie Bürgermeisterin Francoise Schepmans sagte, wurde bei der dreistündigen Aktion niemand verletzt. Ob es grössere Festnahmen gegeben hat, bleibt zunächst unklar.

Unterdessen wurden fünf der am Wochenende in Belgien festgenommenen sieben Verdächtigen wieder auf freien Fuss gesetzt, wie die Staatsanwaltschaft bereits zuvor öffentlich gemacht hatte. Unter den Freigelassenen ist demnach auch Mohamed Abdeslam, der Bruder von Salah und Brahim Abdeslam.
Belgian special forces police climb high on an apartment block during a raid, in search of suspected muslim fundamentalists linked to the deadly attacks in Paris, in the Brussels suburb of Molenbeek, November 16. 2015.    REUTERS/Yves Herman
14:23
ARD dementiert Meldung um Verhaftung von Salah Abdeslam
Grosse Verwirrung um die Fahndung nach Salah Abdeslam. Das ARD-Mittagsmagzin berichtete zunächst, dass der gesuchte Mann bei einer Razzia in Molenbeek verhaftet worden sei und berief sich dabei auf eine angebliche Aussage der Staatsanwaltschaft. Wenig später dementierte ARD die Aussage jedoch wieder, zur Festnahme Abdeslams gäbe es doch keine Bestätigung.
13:50
US-geführte Koalition zerstört in Syrien 116 IS-Tanklastwagen
Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien sind 116 Tanklastwagen zerstört worden. Sie wurden am Sonntag nahe der vom IS kontrollierten Stadt Albu Kamal in der ölreichen Provinz Deir Essor bombardiert. Dies teilte das Pentagon am Montag mit. Insgesamt flogen die Verbündeten dem Pentagon zufolge am Sonntag zehn Angriffe im Norden, Osten und in Zentralsyrien, so viele wie seit Wochen nicht mehr. Im Irak seien 13 IS-Ziele angegriffen worden, hiess es weiter.
13:44
Salah Abdeslam offenbar doch gefasst
Offenbar ist der in Belgien festgenommene Verdächtige doch der gesuchte Salah Abdeslam. Gemäss ARD-Korrespondent Christian Feld hat die belgische Staatsanwaltschaft dies nun bestätigt.
13:34
Erhöhte Sicherheitsmassnahmen an Schweizer Grenze
Das Grenzwachtkorps (GWK) hat seit den Anschlägen in Paris sein Dispositiv kurzfristig hochgefahren. «Ich glaube, dass wir die aktuelle Lage so meisten können», sagt GWK-Chef Jürg Noth. Die Gefahr, dass Terroristen trotzdem einreisen könnten, sei jedoch real.

«Dieses Risiko besteht», sagte Noth am Montag in der Sendung «Rendez-vous» von Schweizer Radio SRF. Hauptgründe dafür seien die nicht mehr funktionierenden Aussengrenzkontrollen und die sehr mangelhaften Binnengrenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union.

Zurzeit sei die Lage in der Schweiz unter Kontrolle. «Wenn sich die Situation aber verschärfen würde, dann brauchen wir Unterstützung von den Kantonen oder der Militärpolizei.» (sda)
12:51
Staatsanwaltschaft dementiert Berichte über Verhaftung Salah Abdeslams
Handout picture shows Belgian-born Abdeslam Salah seen on a call for witnesses notice released by the French Police Nationale information services on their twitter account November 15, 2015. Police have identified two more French nationals who blew themselves up in the coordinated attacks in Paris on Friday, the prosecutor said, and also put out a request for a Belgian-born man they warned was dangerous.The two men, aged 20 and 31, were suicide bombers at the Stade de France and at a bar in the 11th district. On their Twitter feed the police said they were also seeking a Belgian-born man, Abdeslam Salah in connection with the attack, describing him "dangerous". REUTERS/Police Nationale/Handout via ReutersATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES.      TPX IMAGES OF THE DAY
Die belgische Staatsanwaltschaft hat einem Bericht des Privatsenders RTL widersprochen, der international gesuchte mutmassliche Attentäter Abdeslam Salah sei in Belgien verhaftet worden. Das berichtet die französische Zeitung «Libération». Zuvor hatte das belgische RTL berichtet, Salah Abdeslam sei bei einer Razzia im Viertel Molenbeek der Hauptstadt Brüssel gefasst worden.

Bei der Aktion nahm die Polizei jedoch einen anderen Mann fest, wie der belgische Rundfunk RTBF und die Nachrichtenagentur Belga übereinstimmend berichteten. Die Identität des Festgenommenen war zunächst unklar. Spezialeinsatzkräfte sind in der Islamistenhochburg Molenbeek auf der Suche nach mutmasslichen Dschihadisten, nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters dauert die Polizeiaktion noch an.

Hier die Falschmeldung, die auch watson aufgegriffen hatte:

12:24
Schweigeminute in ganz Europa
In ganz Europa haben die Menschen um 12 Uhr für eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge in Paris innegehalten. Auch in der Schweiz wurde die Menschen angehalten, für eine Minute den Opfern der Pariser Angriffe zu gedenken.










11:39
Bundeshaus erstrahlt am Montagabend in den Farben Frankreichs
Weltweit wurden in den Stunden und Tagen nach den Attentaten markante Gebäude in den französischen Nationalfarben Blau, Weiss und Rot beleuchtet, etwa das Brandenburger Tor in Berlin, das One World Trade Center in New York oder das Opernhaus in Sydney. Am Montagabend wird auch das Berner Bundeshaus auf Initiative von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Nationalratspräsident Stéphane Rossini und Ständeratspräsident Clauce Hêche von 18.00 bis 18.45 Uhr in den Farben Frankreichs erstrahlen, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

Am Montagmittag ist länderübergreifend eine Schweigeminute im Gedenken der Opfer der Pariser Anschläge angesetzt. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga lade die Bevölkerung ein, sich daran zu beteiligen, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi am Montagmorgen.
11:15
Explosionen und Schüsse bei Razzia in Molenbeek
Auf der Jagd nach den Attentätern von Paris haben die Ermittler erneut den Brüsseler Stadtteil Molenbeek ins Visier genommen. Am Montagvormittag durchsuchten Polizisten dort mehrere Wohnungen. Das Viertel gilt als eine Hochburg von Islamisten in Belgien. Der Terrorist und mutmassliche Drahtzieher der Anschläge in Paris, Abdelhamid Abaaoud, hat in Molenbeek gelebt. Reporter des belgischen Senders RTL berichteten von Schüssen und Detonationen während der Stürmung.
11:07
Ermittler Bestätigen: Der Drahtzieher heisst Abdelhamid Abaaoud


11:05
G20 wollen dem Terror den Geldhahn zudrehen
Nach den Anschlägen in Paris wollen die G20-Staaten dem internationalen Terrorismus den Geldhahn zudrehen und die Bewegungsfreiheit von Extremisten einschränken. Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung des G20-Gipfels im türkischen Belek hervor.

In seltener Einigkeit sagten die G20 dem Terrorismus den Kampf an. In dem Entwurf heisst es, die Zusammenarbeit zur Austrocknung der Finanzkanäle von Terroristen solle ausgebaut werden. Um den wachsenden Strom von Extremisten einzudämmen, die nach Ausbildung und Kampf in Bürgerkriegsländern in ihre Heimat zurückkehren und eine Terrorgefahr darstellen, sollen die Grenzen besser überwacht werden.

Die Sicherheit im internationalen Flugverkehr wird verstärkt. Gegen Terrorpropaganda auch im Internet soll stärker vorgegangen werden. «Unmissverständlich verurteilen wir alle terroristischen Taten, Methoden und Praktiken, die unter keinen Umständen gerechtfertigt werden können, unabhängig von ihrer Motivation», heisst es in dem Entwurf weiter. Terrorismus dürfe mit keiner Religion, Nationalität, Zivilisation oder ethnischen Gruppe in Verbindung gebracht werden. (sda/dpa/afp)
10:29
Polizei ermittelte bereits 2012 gegen Bataclan-Attentäter
Gegen einen der Bataclan-Attentäter wurde bereits im Jahr 2012 ermittelt. Der Mann mit dem Namen Amy Amimour stand wegen der Gründung einer terroristischen Vereinigung unter Verdacht. Dies teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Montagmorgen mit.
10:26
Briten vereitelten sechs Terroranschläge
Nach den Terrorangriffen von Paris will der britische Premierminister David Cameron die Geheimdienste deutlich aufstocken. Es sollten 1900 neue Stellen geschaffen werde, sagte Cameron beim G20-Gipfel in der Türkei. Zudem sollen die Ausgaben für die Sicherheit auf Flughäfen verdoppelt werden, wie die britische Nachrichtenagentur PA weiter berichtete.

Cameron sagte nach BBC-Angaben ausserdem, britische Sicherheitsbehörden hätten in den vergangenen Monaten sechs Terroranschläge vereitelt. Er plädierte erneut dafür, dass die britischen Streitkräfte an Luftangriffen auf Stellungen der Terrormilizen IS auch in Syrien teilnehmen - bislang fliegen britische Piloten nur im Irak Angriffe auf IS-Stellungen.
British Prime Minister David Cameron, left, and Russian President Vladimir Putin pose for a photo during their meeting at the G-20 Summit  in Antalya, Turkey, Monday, Nov. 16, 2015. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)
9:57
Vierter Attentäter identifiziert?
Laut französischen Medien hat die Polizei einen vierten Bataclan-Attentäter identifiziert. Er wird «Samy» genannt. Er sei Franzose und soll 1987 in Paris geboren worden sein, schreibt RMC. Seine Familie lebt in Seine-Saint-Denis.
9:48
Neue Details zu den Razzien in der Nacht
In der Nacht auf heute fanden in Frankreich mehr als 150 Hausdurchsuchungen statt. Dies, nachdem Staatspräsident Hollande den Ausnahmezustand verhängt hatte. Er erlaubt insbesondere Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss in der Nacht. Aus Ermittlerkreisen verlautete, die meisten Durchsuchungen seien nicht direkt verbunden mit den Ermittlungen zu den Hintermännern und Komplizen der Attentäter von Paris.

Allein in der Region von Lyon und Villefranche-sur-Saône gab es 13 Durchsuchungen. Laut Ermittlerkreisen wurden bei einem Verdächtigen eine Panzerfaust, Splitterschutzwesten, mehrere Pistolen und ein Sturmgewehr gefunden.

In der Region von Grenoble wurde laut der Zeitung «Dauphiné Libéré» «mehr als ein halbes Dutzend» Menschen festgenommen sowie Geld und Waffen beschlagnahmt. Laut Ermittlerkreisen richteten sich die Durchsuchungen gegen Verdächtige an der Grenze von Kriminalität und politischem Extremismus.

In Toulouse wurden in der Nacht bei Durchsuchungen drei Verdächtige festgenommen. Die Razzien fanden in dem Viertel statt, in dem der islamistische Attentäter Mohammed Merah lebte, der im März in Toulouse und Montauban drei Soldaten und einen Lehrer und drei Schüler einer jüdischen Schule ermordet hatte. Auch im Grossraum Paris gab es laut Ermittlern rund 30 Durchsuchungen. (sda/afp)
9:32
Nur wenig Verunsicherung an der Börse
Der Wochenauftakt am Schweizer Aktienmarkt ist geprägt von den Pariser Terroranschlägen, die Abschläge halten sich jedoch in Grenzen. Die asiatischen Börsen waren die ersten, die direkt auf die Anschläge reagieren konnten. Sie verzeichneten zwar überwiegend Verluste, allerdings fielen diese weniger stark aus als zunächst befürchtet.

Die meisten Experten heben in ihren Kommentaren hervor, dass die Anschläge zweifelsohne zunächst die Marktteilnehmer verunsichern. Die Geschichte habe aber gezeigt, dass die Reaktion wohl zeitlich begrenzt sein werde. Ebenso dürfte der wirtschaftliche Einfluss überschaubar bleiben.

Der Devisenmarkt zeigt sich am Morgen überraschend stabil. Die zuvor noch befürchtete Flucht in sichere Häfen, zu denen auch der Schweizer Franken zählt, blieb zunächst aus. Die Terroranschläge von Paris rechtfertigen keine nennenswerte Risk-Off-Stimmung am Devisenmarkt, kommentieren die Währungsexperten der Commerzbank. (sda/awp)
9:21
Panzerfaust bei Durchsuchungen in Lyon gefunden
Nach den verheerenden Anschlägen von Paris sind bei Durchsuchungen in Lyon eine Panzerfaust und andere Waffen gefunden worden. Zudem seien fünf Verdächtige festgenommen worden, verlautete am Montag aus Ermittlerkreisen.

In der Nacht zu Montag liefen im Rahmen des nach den Anschlägen verhängten Ausnahmezustands auch in Bobigny, Toulouse, Grenoble und anderen Städten Frankreichs dutzende Durchsuchungen im islamistischen Milieu, die aber nicht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris standen.

Insgesamt habe es mehr als 150 Durchsuchungen in Frankreich gegeben, sagte Ministerpräsident Manuel Valls am Montagmorgen im Radiosender RTL. Präsident François Hollande hatte am Freitagabend nach den islamistischen Anschlägen mit 132 Toten den Ausnahmezustand verhängt. Er erlaubt insbesondere Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss in der Nacht.
(sda/afp/cma)
9:10
Video zeigt die letzten Sekunden vor dem Angriff
Ein Instagram-Video eines Konzertbesuchers zeigt die letzten Sekunden im Pariser Club Bataclan, bevor die Terroristen das Feuer eröffnen. Gegen Ende des Videos sind die ersten Schüsse zu hören, Verletzte gibt es keine zu sehen.

Ein von @seb_snow gepostetes Video am


8:39
Drahtzieher der Anschläge sitzen offenbar in Syrien
French Prime Minister Manuel Valls (3rdL) stands with ministers, from L- R, Justice Minister Christiane Taubira, Interior Minister Bernard Cazeneuve and French Defense Minister Jean-Yves Le Drian as they speak to journalists after they visited the psychological help center at the Ecole Militaire to assist survivors and the families of victims in Paris, France, November 15, 2015, two days after a series of fatal shootings in the French capital. REUTERS/Christophe Petit Tesson/Pool
Laut Frankreichs Premierminister Manuel Valls wurden die Terroranschläge in Paris von Syrien aus organisiert. Die Anschläge wurden von Syrien aus «organisiert» und «geplant», sagte er am Montagmorgen dem Radiosender RTL.

Die Terrorbedrohung richtet sich laut Valls auch gegen weitere europäische Länder. «Wir müssen länger mit dieser Bedrohung leben», «Wir wissen, dass Operationen vorbereitet wurden und noch vorbereitet werden, nicht nur gegen Frankreich, sondern auch gegen andere europäische Länder», sagte Valls.
8:33
RTL France präsentiert möglichen Drahtzieher
Gemäss dem französischen Radiosender «RTL France» haben die Ermittler den Drahtzieher hinter den Anschlägen in Paris ermittelt. Es soll sich dabei um den 27-jährigen Abdelhamid Abaaoud aus der belgischen Gemeinde Molenbeek handeln. Bereits im Januar soll sein Name bei einer Anschlagserie in Belgien aufgetaucht sein. Offiziell bestätigt wurde der Verdacht indes noch nicht.

8:27
Ölpreise nach Terroranschlägen leicht gestiegen
Die Ölpreise haben nach den Terroranschlägen in Paris leicht zugelegt. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 44,76 US-Dollar. Das waren 60 Cent mehr als am Freitagabend vor Bekanntwerden der Anschläge.

Insgesamt blieben die Reaktionen an den Finanzmärkten auf die Terroranschläge in Paris bislang begrenzt. Ökonomen rechnen mit geringen Auswirkungen auf die globale Konjunktur. «Solange die Anschläge von Paris nicht der Beginn einer fortgesetzten Reihe von Anschlägen sind, gehen wir davon aus, dass die makroökonomischen Auswirkungen begrenzt und von kurzer Dauer sein werden», schrieb ein Analyst bei der Bank JP Morgan. (sda/dpa)
8:15
«‹Love, Peace and Happiness› ist auf lange Sicht gesehen fatal»
Viele Schweizer Zeitungskommentare fordern nach den Pariser Anschlägen einen harten und koordinierten Kampf gegen die IS-Terroristen. In der Schweiz rückt die Frage ins Zentrum, wie stark die Überwachung ausgebaut werden soll und wie viel Sicherheit dies bringt.

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06:30
Norwegens Reaktion auf Utøya – Kann das Frankreich auch?
Norwegens Reaktion auf Utøya gilt nach wie vor als vorbildlich. Was genau hat Norwegen damals gemacht? Kann das Frankreich auch? Krautreporter wagt die Analyse.
6:15
Details zu den Razzien
Nach Medienberichten haben Polizisten in einem Vorort von Paris sowie weiteren französischen Städten Razzien durchgeführt.

Bei der Fahndung gab es am späten Sonntagabend eine Hausdurchsuchung im Hauptstadtvorort Bobigny, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtete. Es sollen auch Anwohner befragt worden sein. Nähere Details zur Razzia und deren Ergebnissen wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Die Regionalzeitung «La Dépêche du Midi» berichtete zudem über einen Grosseinsatz von Spezialeinheiten gegen Islamistenkreise in Toulouse. Laut AFP hängt die Operation nicht nur mit den Ereignissen in Paris, sondern mit dem allgemeinen Anti-Terror-Kampf zusammen: Mindestens drei Personen seien festgenommen und einer Waffe beschlagnahmt worden, hiess es aus Kreisen der Staatsanwaltschaft.
05:40
Sarkozy will über 11'000 Menschen unter Hausarrest stellen
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat nach den Terroranschlägen ein schärferes Vorgehen gegen Extremisten gefordert. Konkret sollen Leute, die mit dem radikalen Islam in Verbindung gebracht werden, in Fussfesseln gelegt und unter Hausarrest gestellt werden.

«Wir müssen unsere Politik der Inneren Sicherheit drastisch verschärfen», sagte der Parteichef der oppositionellen Republikaner am Sonntag im Sender TF1. Eine Überwachung mit elektronischen Fussfesseln verlangt er für Personen, die wegen ihrer Radikalisierung in die sogenannte Kartei S des Inlandgeheimdienstes aufgenommen wurden.

In der Kartei S seien derzeit 11'500 Menschen aufgelistet, führte Sarkozy aus. «Ich schlage vor, darüber nachzudenken, sie bei sich unter Hausarrest zu stellen, mit einer elektronischen Fussfessel.»

«Wenn wir die jüngsten Attentate anschauen, waren alle in dieser Datei», sagte er. Dschihadisten sollten bei ihrer Rückkehr nach Frankreich inhaftiert werden. Sarkozy warb am Sonntag zudem erneut darum, beim Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat enger mit Russland zusammenzuarbeiten.

Er betonte aber, er sei bereit, konstruktiv mit Präsident François Hollande zusammenzuarbeiten. Die sozialistische Regierung hatte nach den Anschlägen zur nationalen Einheit aufgerufen. sda/dpa)
05:30
Das passierte in der Nacht / Das wissen wir
Tag Drei nach der Pariser Terrornacht bricht an. Hier ein Rückblick auf die jüngsten Ereignisse und ein Überblick über die bekannten Fakten

Rückblick: Das waren die wichtigsten Meldungen aus der Nacht:

– Frankreich hat weniger als 48 Stunden nach der Attacke zum Gegenschlag ausgeholt: Die Luftwaffe griff am Sonntagabend die IS-Hochburg Rakka an. Dabei warfen zehn französische Jagdbomber 20 Bomben ab. Sie hätten eine IS-Kommandostelle mit Waffen- und Munitionslager sowie ein Ausbildungslager für Terroristen zerstört, hiess es. Die Operation wurde laut Ministerium «in Koordination mit den amerikanischen Kräften» durchgeführt.

– Derweil wird nach weiteren Attentätern und Komplizen gesucht. Mindestens ein Verdächtiger der Terrorserie war am Sonntagabend noch auf der Flucht. Die belgische Justiz schrieb den 26-Jährigen Abdeslam Salah, ein Bruder eines Bataclan-Attentäters, international zur Fahndung aus. Offenbar war Salah zuvor in eine Grenzkontrolle geraten, jedoch laufengelassen worden.

- Befürchtet wird, dass eine ganze Gruppe von Attentätern oder deren Helfern abgetaucht sein könnte.

Überblick: Was wissen wir über Taten und Täter? Wie reagiert die Welt? Und die Schweiz?

Die wichtigsten Fragen und Antworten gibt's hier.
04:38
Talk bei Günther Jauch: «Totalen Schutz gibt es nicht.»
Am Sonntagabend drehte sich Günther Jauchs Talksendung um die Pariser Terrornacht. Hier geht's zur Sendekritik.
04:40
Landesweite Trauerbeflaggung in den USA
Die US-Regierung hat eine landesweite Trauerbeflaggung angeordnet. Die Sternenbanner auf dem Weissen Haus und anderen öffentlichen Gebäuden wehen bis Donnerstagabend auf Halbmast, wie US-Präsident Barack Obama am Sonntag entschied.
Zur Slideshow
04:10
1900 neue Geheimagenten in Grossbritannien
Premierminister David Cameron kündigte am Montag am Rande des G20-Gipfels im türkischen Belek eine Aufstockung des Geheimdienst-Personals um 15 Prozent an.

Anschläge wie zuletzt in Paris aber auch wie das Hotel-Attentat in Tunesien im Sommer hätten die Regierung dazu veranlasst, sagte Cameron. Die Geheimdienste MI5, MI6 und GCHQ erhielten deswegen 1900 zusätzliche Stellen.

Zudem würden die Ausgaben für die Luftverkehrssicherheit von derzeit jährlich rund neun Millionen Pfund in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppelt. (sda/reu/afp)
03:31
Razzia im Pariser Vorort Bobigny
Nach der Anschlagsserie in Paris haben Ermittler nordöstlich der französischen Hauptstadt ein Haus durchsucht. Die Razzia fand am Sonntagabend in dem Vorort Bobigny statt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr.

Über das Ziel und das Ergebnis der Durchsuchung machte die Polizei keine Angaben. Einem Augenzeugen zufolge befragten die Polizisten auch Anwohner. (sda/afp)
02:53
Frankreich warnt Spanien vor Flüchtligem
Der flüchtige Verdächtige, Abdeslam Salah, könnte sich nach Spanien abgesetzt haben. Das berichtet die Zeitung El Pais. Offenbar hatte Frankreich sein Nachbarland davor gewarnt, dass zumindest die Möglichkeit bestehe, dass der mutmassliche Terrorist auf dem Weg in den Süden sei.
02:45
Polens Aussenminister fordert syrische Flüchlingsarmee
Polens designierter Aussenminister Witold Waszczykowski hat die syrischen Flüchtlinge in Europa zum Kampfeinsatz in ihrer Heimat aufgefordert. Statt eigene Soldaten nach Syrien zu schicken, soll Europa nach Waszczykowskis Ansicht eine Flüchtlingsarmee aufbauen helfen.
epa05019506 Law and Justice deputy and candidate for new Polish Foreign Minister Witold Waszczykowski (C) before the Law and Justice (PiS) Parliamentary Club meeting in Sejm in Warsaw, Poland, 10 November 2015. Elections winner Law and Justice (PiS) party has decided that Marek Kuchcinski is Law and Justice candidate for the Sejm Speaker (lower house). First sitting of the new Polish Parliament is scheduled for 12 November 2015.  EPA/PAWEL SUPERNAK POLAND OUT
Witold Waszczykowski

«Hunderttausende Syrer sind in letzter Zeit nach Europa gekommen. Wir können ihnen helfen, eine Armee aufzubauen», sagte der Politiker der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) am Sonntag im polnischen TV-Sender TVP Info. «Mit unserer Hilfe könnten sie zurückgehen, um ihr Land zu befreien.»

Es müsse verhindert werden, «dass wir unsere Soldaten in den Kampf nach Syrien schicken, während hunderttausende Syrer (auf dem Berliner Boulevard) Unter den Linden ihren Kaffee trinken», sagte Waszczykowski. (sda)
02:12
Börse in Tokio reagiert
Die Börse in Tokio ist in Reaktion auf die Terroranschläge in Paris und ein erneutes Abrutschen Japans in eine Rezession mit deutlichen Verlusten in die neue Woche gestartet. In den ersten 15 Handelsminuten gab der Nikkei-Index um 1,28 Prozent nach.

Der Index für 225 führende Werte sackte um 250,23 Punkte auf den Zwischenstand von 19 346,68 Punkten ab. Der breit gefasste Topix gab bis dahin um 18,68 Punkte oder 1,18 Prozent auf 1567,15 Punkte nach. (sda/dpa)
01:47
Irak warnte vor Terrorangriffen
Der irakische Geheimdienst hat einen Tag vor den Terrorangriffen vor unmittelbar bevorstehenden Anschlägen gewarnt. In einem Schreiben an die von den USA geführte Anti-IS-Koalition wurde berichtet, dass IS-Chef Abu Bakr Al-Bagdadi einen Angriff auf an dem Bündnis beteiligte Staaten sowie den Iran und Russland angeordnet habe. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf hochrangige Geheimdienstmitarbeiter.

Das Schreiben beruft sich auf direkte Quellen innerhalb des IS. Demnach gab al-Bagdadi Befehle aus, mit denen er alle Mitglieder der Organisation zur Umsetzung eines internationalen Anschlags aufrief. Er habe dabei Bombenanschläge, Attentate und auch Geiselnahmen in den kommenden Tagen gefordert. Die Iraker hätten aber keine genauen Informationen darüber gehabt, wann oder wo der Anschlag stattfinden sollte, hiess es.

Ein hochrangiger Sicherheitsmitarbeiter aus Frankreich sagte, der französische Geheimdienst bekomme diese Art von Mitteilungen «die ganze Zeit» und «jeden Tag». Ein Geheimdienstbeamter aus den USA sagte, ihm seien keine an westliche Regierungen geschickte Informationen bekannt, die detailliert genug gewesen seien, um den Pariser Terror zu vereiteln.
01:27
Merkel und Putin diskutieren Syrien
Am Rande des G20-Gipfels in der Türkei haben sich am späten Sonntagabend die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin zu einem Gespräch getroffen.

Merkel und Putin hätten sich über die Einschätzung der Wiener Gespräche zum Syrien-Konflikt ausgetauscht, hiess es ohne weitere Erläuterungen aus deutschen Regierungskreisen.

Putin hatte sich auch bereits überraschend mit US-Präsident Barack Obama getroffen. Ein Vertreter des Weissen Hauses sagte anschliessend, beide Staatschefs seien sich einig gewesen, dass es einen von Syrien gestalteten politischen Übergang im Land geben solle.

Die internationale Syrien-Konferenz in Wien hatte am Samstag einen «Fahrplan» zur Überwindung des Bürgerkriegs beschlossen. Demnach sollen innerhalb von 18 Monaten eine Übergangsregierung gebildet und Wahlen abgehalten werden. (sda/dpa/afp)
01:21
Weiterhin Trauerbekundungen auf der ganzen Welt
Menschen rund um den Globus gedenken den Opfern von Paris. Hier ein Bild aus der französischen Hauptstadt: «Trotzdem keine Angst.»
epa05027465 A sign reads 'Not even afraid', draped on the statue on Place de la Republique in Paris, France, 15 November 2015. At least 132 people were killed in a series of attacks in Paris on 13 November, according to French officials. Eight assailants were killed, seven when they detonated their explosive belts, and one when he was shot by officers, police said. French President Francois Hollande says that the attacks in Paris were an 'act of war' carried out by the Islamic State extremist group.  EPA/IAN LANGSDON
00:40
Härteres Vorgehen gegen radikale Imame
Die französische Regierung plant nach der Anschlagsserie in Paris ein härteres Vorgehen gegen radikale Imame. Im Kabinett solle über die Schliessung von Moscheen beraten werden, «in denen Hass verbreitet wird», kündigte Innenminister Bernard Cazeneuve an.

Der Ausnahmezustand erlaube es, mit Entschlossenheit die Ausweisung von denjenigen voranzutreiben, «die in Frankreich Hass predigen, die unter Terrorverdacht stehen oder an Terrorakten beteiligt waren», sagte Cazeneuve am Sonntag im TV-Sender France 2. (sda/dpa)
00:14
Details zur mutmasslichen Kontrolle eines Verdächtigen
«Le Monde» schreibt, das Auto eines Verdächtigen wurde im nordfranzösischen Cambrai angehalten. Abdeslam Salah sei im Zuge der verschärften Grenzkontrollen überprüft worden. Im Auto hätten noch zwei weitere Passagiere gesessen. Diese Informationen passen zu Angaben des Pariser Staatsanwalts François Molins. Dieser hatte am Samstagabend gesagt, ein Wagen mit drei Insassen sei nahe der Grenze routinemässig kontrolliert worden. Bei einem der Insassen habe es sich um einen Franzosen mit Wohnsitz in Belgien gehandelt, der eines der Autos gemietet hatte, das die Attentäter benutzten.

Abdeslam Salah ist ein Bruder eines der Selbstmordattentäter aus dem Pariser Konzertsaal «Bataclan». Die belgische Justiz schrieb ihn am Sonntag international zur Fahndung aus.
Handout picture shows Belgian-born Abdeslam Salah seen on a call for witnesses notice released by the French Police Nationale information services on their twitter account November 15, 2015. Police have identified two more French nationals who blew themselves up in the coordinated attacks in Paris on Friday, the prosecutor said, and also put out a request for a Belgian-born man they warned was dangerous.The two men, aged 20 and 31, were suicide bombers at the Stade de France and at a bar in the 11th district. On their Twitter feed the police said they were also seeking a Belgian-born man, Abdeslam Salah in connection with the attack, describing him "dangerous". REUTERS/Police Nationale/Handout via ReutersATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES.      TPX IMAGES OF THE DAY
(sda/dpa)
von Pater Noster
Anteilnahme in Berlin...
22:10
Hat die Polizei einen Verdächtigen laufen lassen?
Laut Nachrichtenagentur AP ist es womöglich zu einem schweren Polizeifehler gekommen: Nach den Anschlägen befragten die Ermittler eine Person, liessen sie aber wieder laufen. Nun zählt sie doch wieder zu den Verdächtigen.

Demnach hätten die Polizisten den Verdächtigen angehalten, seine Identität überprüft - und ihn dann weiterfahren lassen. Die vier Quellen sprachen AP gegenüber ohne ihren Namen preiszugeben, da sie nicht befugt sind, öffentlich über die Untersuchungen zu sprechen.
21:56
Frankreich fliegt Angriffe auf IS-Hochburg
Frankreich greift laut der Nachrichtenagentur Reuters die IS-Miliz in Syrien an. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe haben der IS-Hochburg Rakka gegolten. Ein Kommando- und Kontrollcenter sowie eine dschihadistische Rekrutierungseinheit, ein Munitionsdepot und ein Trainingscamp seien getroffen worden.

«Die Ziele der Luftangriffe wurden zerstört», sagte das französische Verteidigungsministerium. Die Angriffe wurden rund 48 Stunden nach der Anschlagsserie von Paris geflogen. Frankreich fliegt seit September 2014 Luftangriffe gegen die IS-Dschihadisten im Irak und weitete den Einsatz im vergangenen September auf Syrien aus.
20:56
Innenminister: Anschläge wurden im Ausland vorbereitet
Die Anschläge von Paris sind nach Angaben des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve im Ausland vorbereitet worden. Das sagte er am Sonntag nach einem Treffen mit seinem belgischen Kollegen Jan Jambon in Paris.

«Sehr viele von denen, die in Belgien waren, und zur Organisation und Umsetzung dieser Attentate beigetragen haben, waren den französischen Diensten nicht bekannt», sagte Cazeneuve.

Er sprach sich erneut für systematische und koordinierte Kontrollen an den Binnengrenzen der Europäischen Union aus. Dies habe Frankreich in den vergangenen Monaten mehrfach gefordert und sei innerhalb der geltenden Regeln des Schengener Abkommens, das grundsätzlich die Grenzkontrollen innerhalb Europas abgeschafft hat, möglich. (sda/dpa)
20:28
Museen, Galerien und Theater öffnen am Montag wieder
Am Montag um 13 Uhr sollen die öffentlichen Kultureinrichtungen in Paris ihre Tore wieder öffnen, wie die Kulturministerin Fleur Pellerin verkündete. Nach dem Anschlägen vom Freitag hatten viele Museen, Galerien und Theater geschlossen. Vor den Wiedereröffnung am Montag soll jeweils eine Schweigeminute abgehalten werden, zudem würden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.
20:03
Nun ist es offiziell: Mehrere Selbstmordattentäter wollten ins Stadion
Frankreichs Staatssekretär für Sport, Thierry Braillard, bestätigte inzwischen, dass mehrere Selbstmordattentäter mit Sprengstoffwesten ausgerüstet während dem Spiel Frankreich gegen Deutschland ins Stadion eindringen wollten. Wie viele Terroristen dies versuchten ist noch nicht bekannt.
20:00
Opferzahl steigt auf 132 Personen
Drei weitere Opfer der Anschläge sind im Krankenhaus gestorben, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Damit wurden bisher total 132 Menschen bei den Angriffen getötet.

19:52
Panik auf den Strassen nach einem lauten Knall
Er habe zitternde Menschen gesehen, wie sie schrien und panisch durch die Strassen liefen, schildert der Journalist Mathieu von Rohr auf Twitter. Wen er in dieser Nacht eins gelernt habe, dann sei das, wie schnell Panik sich verbreitet und wie echt sie sich anfühle:



Auch vor dem Restaurant «Le Petit Cambodge» brach Panik aus: Ein Mann klemmte sich zwei Kinder unter die Arme, um sie in Sicherheit zu bringen. Auch dieses Restaurant war am Freitag von Terroristen angegriffen worden. (Foto: AP/dpa)
19:01
Terroristen wollten am gleichen Tag in Istanbul zuschlagen, fünf Verdächtige verhaftet
Am Tag der Anschläge von Paris ist nach türkischen Angaben in Istanbul ein Anschlag verhindert worden. Am Freitag seien in Istanbul fünf Verdächtige festgenommen worden, darunter auch ein enger Vertrauter des britischen IS-Kämpfers «Jihadi John», teilte ein Regierungsvertreter am Sonntagabend in Ankara mit.

«Wir gehen davon aus, dass sie einen Anschlag in Istanbul am selben Tag wie die Anschläge in Paris planten», fügte der Regierungsvertreter hinzu. Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass ein «grosser Anschlag» vereitelt worden sei.

Die Türkei fahndet seit dem Anschlag auf eine Friedensdemonstration in der Hauptstadt Ankara am 10. Oktober verstärkt nach Dschihadisten. Bei dem Attentat, zu dem sich wie in Paris die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte, waren 102 Menschen getötet worden - es war der folgenschwerste Anschlag in der Geschichte des Landes.

Die Festnahme des «Jihadi-John»-Gefährten Aine Lesley Davis, ebenfalls ein Brite, war bereits am Freitag von einem türkischen Regierungsvertreter vermeldet worden. Er war demnach einer der «engsten Gefährten» von «Jihadi John» und wurde mit mehreren anderen Islamisten bei einer Razzia in Istanbul aufgegriffen.

«Jihadi John», der mit wirklichem Namen Mohammed Emwazi heisst, war nach US-Angaben vor wenigen Tagen höchstwahrscheinlich bei einem US-Luftangriff in Syrien getötet worden. (sda/afp)

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