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Britischer Geheimdienst: Kreml wollte Referendum in Schottland beeinflussen



epa08558442 (FILE) - People attend the Independence rally in George Square, Glasgow, Scotland, Britain, 02 November 2019 (reissued 21 July 2020). A report published by the UK Intelligence and security committee (ISC) on 21 July 2020 on Russian influence over UK politics suggests that Russia tried to spin the 2014 Scottish national independence referendum. The report was completed in October 2019, but not declassified by Prime Minister Johnson until after the his win in the general election in December 2020. A recognition of a Russian threat was 'actively avoided' by the Government, ISC member Hosie said in a press conference.  EPA/ROBERT PERRY *** Local Caption *** 55596911

Teilnehmer einer Unabhängigkeitsdemonstration in Glasgow. Bild: keystone

Russland soll versucht haben, das schottische Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 2014 zu beeinflussen. Das geht aus einem Bericht des britischen Geheimdienstausschusses über die russische Einmischung in Politik und Wahlen hervor, wie die britische Zeitung «The Telegraph» am Dienstag berichtete.

Es handele sich um die «erste postsowjetische Einmischung in eine demokratische Abstimmung im Westen», zitierte die Zeitung aus dem lange erwarteten Bericht. Die Schotten hatten damals mit 55 Prozent gegen eine Abspaltung vom Vereinigten Königreich gestimmt.

Beim Brexit-Referendum der Briten 2016 gab es den Angaben zufolge hingegen keine Manipulationsversuche. Damals hatten knapp 52 Prozent für die Loslösung von der Europäischen Union gestimmt.

Der Report sollte – mit monatelanger Verzögerung – noch am Dienstag publiziert werden. Premierminister Boris Johnson hatte eine Freigabe vor der Parlamentswahl abgelehnt. Das heizte Spekulationen in Grossbritannien an, dass der etwa 50 Seiten umfassende Bericht wenig schmeichelhaft für die regierenden Konservativen ausfallen dürfte.

Nach einem Bericht der «Sunday Times» vom vergangenen Jahr wurden in dem Report unter anderem die Beziehungen mehrerer russischer Grossspender der britischen Konservativen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB unter die Lupe genommen. (sda/dpa)

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