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BoJo fliegt 400 km mit dem Jet an den G7-Gipfel, um den Klimawandel zu diskutieren



Der britische Premierminister Boris Johnson ist gestern in Cornwall eingetroffen, um mit den bedeutendsten Industrienationen über diverse Themen zu diskutieren. Hoch auf der Tagesordnung steht dabei auch der Klimawandel.

«Ich bin für den diesjährigen G7-Gipfel in Cornwall eingetroffen. Hier werde ich meine Kolleginnen und Kollegen auffordern, sich der Herausforderung zu stellen, die Pandemie zu besiegen und eine bessere, gerechtere und grünere Welt zu schaffen.»

Boris Johnson auf Twitter.

Es werde ein intensiver und wichtiger Gipfel werden, schreibt Johnson weiter. Er könne es kaum erwarten, loszulegen.

Luke Pollard, Schatten-Umweltminister der Opposition, konnte es sich nicht verkneifen, die Ironie der Situation hervorzustreichen:

«Das ist einfach nur dumm. Es gibt keine Zugverbindung von Cornwall nach Washington oder Tokyo, aber es gibt eine nach London. Der Premierminister hätte den Zug und nicht das Flugzeug nehmen sollen.»

Denn eine der wichtigsten politischen Prioritäten des diesjährigen Gipfels ist «das Schaffen einer grüneren, wohlhabenderen Zukunft», heisst es auf der Website des Gipfels. Darauf angesprochen antwortet Johnson:

«Wenn Sie meine Ankunft per Flugzeug kritisieren wollen, dann weise ich Sie respektvoll daraufhin, dass Grossbritannien in der Entwicklung von nachhaltigem Flugbenzin eine führende Rolle innehat.»

Die Zugreise von London nach Cornwall erstreckt sich über etwa 400 Kilometer und hätte um die fünf Stunden gedauert. Gemäss regierungseigenen Emissionszahlen hätte die Zugreise fünfmal weniger Treibhausgasemissionen als der entsprechende Flug verursacht.

Cornwall befindet sich an der südwestlichsten Spitze Englands.

Gespart hat Johnson mit seinem Flug vor allem eines: Zeit. Mit einem Direktflug kann die Strecke innerhalb von 70 bis 80 Minuten zurückgelegt werden. (saw)

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Boris Johnson

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Boris Johnson
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