DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hackers try to break the security oriented challenges during an ethical hacking contest at the 7th edition of

Nach mehreren Angriffen ging in britischen Spitälern fast nichts mehr.  Bild: KEYSTONE

Cyber-Attacken legen britische Spitäler lahm



Eine breite Welle von Cyber-Attacken hat am Freitag Spitäler in Grossbritannien lahmgelegt und auch den Telekom-Konzern Telefónica in Spanien getroffen.

Die Computer wurden von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die sie verschlüsseln und Lösegeld verlangen. Informationen aus Spanien deuteten darauf hin, dass dabei eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde, die ursprünglich vom US-Abhördienst NSA entdeckt worden war – aber vor einigen Monaten von unbekannten Hackern öffentlich gemacht wurde.

In Grossbritannien waren Spitäler unter anderem in London, Blackpool, Hertfordshire und Derbyshire betroffen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Insgesamt gehe es um 16 NHS-Einrichtungen.

Vorsorglich heruntergefahren

Computer seien zum Teil vorsorglich heruntergefahren worden, um Schäden zu vermeiden. Patienten wurden gebeten, nur in dringenden Fällen in Notaufnahmen zu kommen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die britische Patientenvereinigung (Patients Association) kritisierte, der NHS habe Lektionen aus früheren Cyber-Attacken nicht gelernt. Verantwortlich für den Angriff seien Kriminelle, aber der NHS habe nicht genug getan, um seine zentralisierten IT-Systeme zu schützen.

Diese Schadprogramme werden von IT-Sicherheitsexperten als immer grösseres Problem gesehen. Die Computer werden befallen, wenn zum Beispiel ein Nutzer einen fingierten Link in einer E-Mail anklickt. Klassische Antiviren-Software ist oft machtlos. Zugleich können die Angreifer mit dem Lösegeld weitere Attacken finanzieren. Meist werden Privatleute Opfer der Erpressungssoftware.

Typische Lösegeldforderung

Die spanische Telefónica bestätigte einen «Cybersicherheits-Vorfall». Laut Medienberichten sahen am Freitag einige Mitarbeiter auf ihren Computern die für Erpressungstrojaner typische Lösegeldforderung mit dem Hinweis, dass der Computer verschlüsselt worden sei.

Die Währung der Wahl war die Online-Währung Bitcoin. Auf angeblichen Screenshots aus Grossbritannien hiess es, sollte der geforderte Betrag nicht innerhalb von sieben Tagen bezahlt werden, würden alle Daten gelöscht.

Möglicherweise handle es sich um die Schadsoftware «Wanna Decryptor», teilte der NHS mit. Spanische IT-Sicherheitsexperten verwiesen auf die Software unter ihrem zweiten bekannten Namen, «Wanna Cry». Sie missbraucht eine einst von der NSA ausgenutzte Sicherheitslücke.

Nachdem unbekannte Hacker die gestohlenen NSA-Daten veröffentlicht hatten, wurden die Schwachstellen eigentlich gestopft – aber nicht alle Computer wurden ganz offensichtlich auf den neuesten Stand gebracht. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Gratistests für die ganze Schweiz

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Trauerfeier für «Captain Tom»: In die Herzen der Nation spaziert

Die Briten haben sich in einer emotionalen Zeremonie von ihrem Pandemie-Helden Tom Moore («Captain Tom») verabschiedet. Wegen der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus waren nur acht Familienmitglieder bei der Trauerfeier mit militärischen Ehren im ostenglischen Bedford dabei. Die BBC übertrug das Ereignis aber live im Fernsehen. Tausende Menschen brachten zudem ihre Anteilnahme in einem Online-Kondolenzbuch zum Ausdruck.

Der Anfang Februar im Alter von 100 Jahren nach einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel