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Erste Homo-Hochzeit im TV: Ehe für alle tritt in Costa Rica in Kraft



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In Costa Rica ist die erste offiziell anerkannte gleichgeschlechtliche Ehe Mittelamerikas geschlossen worden. Die Hochzeit zwischen zwei Frauen wurde live im staatlichen Fernsehen übertragen.

Zuvor gab es eine dreistündige Sendung zur Feier des «historischen Schrittes» samt Countdown. Die Zeremonie begann kurz nach Mitternacht in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) - ab diesem Moment war die zivile Ehe für alle in Costa Rica möglich.

Das Verfassungsgericht des Landes hatte die gleichgeschlechtliche Ehe im November 2018 für legal erklärt und eine Frist von 18 Monaten bis zum Inkrafttreten gesetzt. Vorausgegangen war eine Empfehlung des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte, der seinen Sitz in Costa Rica hat und von zahlreichen Ländern Lateinamerikas anerkannt wird.

Dies sei ein bedeutender sozialer und kultureller Wandel, sagte Staatspräsident Carlos Alvarado in einer Ansprache an die Nation. Dank eines Jahrzehnte langen Kampfes erkenne nun das Land die Rechte an, die die LGBTIQ-Gemeinde schon immer verdient habe. «Mögen die Empathie und die Liebe der Kompass sein, der uns erlaubt, voranzukommen und ein Land aufzubauen, in dem für all uns Menschen Platz ist», twitterte der Sozialdemokrat. (aeg/sda/dpa)

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