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Boris Johnson bietet 3 Millionen Hongkongern Staatsbürgerschaft an – China reagiert heftig

Aus Protest gegen das neue Sicherheitsgesetz bietet die ehemalige Kolonialmacht Grossbritannien Millionen ehemaliger Untertanen in Hongkong die Einbürgerung an. China will sich dem Plan widersetzen.



Nach dem Erlass eines scharfen Gesetzes zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong ist ein heftiger Streit zwischen China und Grossbritannien über den Umgang mit den ehemaligen britischen Untertanen entbrannt.

So stösst das Angebot des britischen Premierministers Boris Johnson, bis zu drei Millionen Bewohnern der ehemaligen britischen Kronkolonie eine Einbürgerung in Aussicht zu stellen, in Peking auf heftigen Widerstand.

epa08520120 British Prime Minister Boris Johnson leaves 10 Downing Street to attend Prime Ministers Questions (PMQs) at the Houses of Parliament, Central London, Britain, 01 July 2020.  EPA/WILL OLIVER

Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson. Bild: keystone

Bei ungenehmigten Protesten gegen das Sicherheitsgesetz wurden am Mittwoch in Hongkong mehr als 370 Personen festgenommen, wie die Polizei berichtete. Zehn seien wegen Verstössen gegen das neue Dekret in Haft genommen worden.

Es war zum 23. Jahrestag der Rückgabe Hongkongs an China am Mittwoch in Kraft getreten. Das weitreichende und vage formulierte Gesetz aus Peking richtet sich gegen Separatismus, Untergrabung der Staatsgewalt, Terrorismus und «geheime Absprachen» mit chinafeindlichen Kräften im Ausland.

Aus Protest gegen das Gesetz bestellte die britische Regierung den chinesischen Botschafter Liu Xiaoming in London ins Aussenministerium ein. Aussenminister Dominic Raab warf der kommunistischen Führung in Peking vor, mit dem Gesetz die bisher garantierten Freiheiten in Hongkong zu strangulieren. «Das ist ein schwerwiegender und zutiefst beunruhigender Schritt», sagte Raab im Parlament in London.

China sprach hingegen von einer Einmischung Grossbritanniens in innere Angelegenheiten und widersetzt sich den britischen Plänen, Millionen Hongkongern die Einbürgerung zu ermöglichen. «Alle Landsleute, die in Hongkong wohnen, sind chinesische Staatsbürger», hatte Aussenamtssprecher Zhao Lijian schon zuvor betont.

Einbürgerung für Menschen aus Hongkong

Bislang können sich Bürger Hongkongs bis zu sechs Monate ohne Visum in Grossbritannien aufhalten, wenn sie den Status eines British National Overseas (BNO) haben. Derzeit haben rund 350'000 Hongkonger einen solchen Ausweis.

Theoretisch wären aber knapp drei Millionen berechtigt, einen derartigen Pass zu beantragen. Sie sollen nach dem Angebot künftig sogar bis zu fünf Jahre in Grossbritannien bleiben und arbeiten dürfen – mit Aussicht auf Einbürgerung.

dpatopbilder - Bereitschaftspolizisten verhaftet eine Demonstrantin w

Bereitschaftspolizisten verhaftet eine Demonstrantin während einer Demonstration im Einkaufsviertel Causeway Bay. Bild: Vincent Yu/AP/dpa

China betrachtet den BNO-Pass allerdings nur als «Reisedokument», das kein längeres Aufenthaltsrecht in Grossbritannien ermöglichen dürfe. Das britische Angebot verstosse gegen Vereinbarungen zwischen China und Grossbritannien, wonach es kein Bleiberecht für Besitzer eines BNO-Passes geben solle, zitierte die chinesische Zeitung «Global Times» einen Sprecher der chinesischen Botschaft in London.

Sollte die britische Seite darauf beharren, einseitig die betreffende Praxis zu ändern, wäre es eine Verletzung eingegangener Verpflichtungen und internationalen Rechts. Das britische Angebot an die Hongkonger stimme auch nicht «mit dem Geist der chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung» für die Rückgabe der Kronkolonie an China überein, wurde der Sprecher zitiert.

Internationale Kritik am Sicherheitsgesetz

Das neue Sicherheitsgesetz war in Hongkong und international auf scharfe Kritik gestossen. Es gibt Chinas Staatssicherheitsorganen weitreichende Vollmachten in der eigentlich autonomen chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Obwohl den sieben Millionen Hongkongern beim Souveränitätswechsel 1997 Freiheitsrechte und Autonomie garantiert worden waren, können chinesische Staatssicherheitsorgane in Hongkong künftig eigenmächtig Ermittlungen ausführen und Rechtshoheit ausüben.

Der britische Premierminister Boris Johnson sah einen «deutlichen und ernsten Bruch» der «Gemeinsamen Erklärung» mit China über die Rückgabe Hongkongs. Das Gesetz verletze Hongkongs Autonomierechte und stehe im Widerspruch zum Grundgesetz der Sonderverwaltungszone, sagte Johnson. Es sieht als Höchststrafe lebenslange Haft vor, wendet sich auch gegen Ausländer und ermöglicht Auslieferungen nach China.

Bei den Protesten am Mittwoch in Hongkong wurden auch sieben Polizisten verletzt. Ein Beamter sei sogar mit einer Stichwaffe verletzt worden, berichtete die Polizei. Wie die «South China Morning Post» berichtete, wurde der 24-jährige Angreifer später vor dem Abflug nach Grossbritannien an Bord eines Flugzeuges festgenommen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • beaetel 02.07.2020 20:45
    Highlight Highlight Nennt sich PR. Die wenigsten werden dieses Angebot annehmen. Wir Menschen wollen mehrheitlich dort bleiben, wo wir leben, unsere Familie und Freunde sind, wir unsere Kindheit verbrachten. Es braucht also unendlich viel, bis ein Mensch, bei uns Asylant genannt, bereit ist, alles hinter sich zu lassen. Man spricht von höchstens 3 %. Das weiss jeder, der Statistiken liest. Ausnahmen gibt es natürlich. Siehe Libanon ...
  • Posersalami 02.07.2020 15:19
    Highlight Highlight „ Aus Protest gegen das Gesetz bestellte die britische Regierung den chinesischen Botschafter Liu Xiaoming in London ins Aussenministerium ein.“

    Welche Macht glaubt GB noch zu haben? Im Vergleich mit China sind sie in jeder Hinsicht ein Zwerg und moralisch hat GB nach zahllosen Verstössen gegen das Völkerrecht ebenfalls jegliche Glaubwürdigkeit verloren.
  • Dominik Treier 02.07.2020 14:37
    Highlight Highlight Boris wollte unbedingt aus der EU weil er glaubte zu viel zu zahlen und ihm zu viele Einwanderer kamen und jetzt will er 3 Millionen einbürgern? Nicht dass man es nicht begrüssen würde wenn GB zu seinen Zusicherungen steht, aber doch ein interessanter Sinneswandel. Tja wenns um Machtpolitik geht scheint es zu funktionieren...
  • Eyeore 02.07.2020 13:55
    Highlight Highlight Ich bin froh, durfte ich HK noch vor der totalen Verwässerung kennenlernen. Würde mich freuen, wenn ein paar den Weg in die Schweiz finden würden schon alleine wegen dem verdammt leckeren Essen.
    • Ökonometriker 02.07.2020 14:20
      Highlight Highlight Bin gerade in HK und kann bezeugen: das Essen ist trotz 国安法 weiterhin lecker.
  • Jättelattejaterö 02.07.2020 13:46
    Highlight Highlight Irgendwie 23. Jahre zu spät.
  • TheKen 02.07.2020 12:46
    Highlight Highlight Wenn Boris das umsetzt, es wäre unglaublich. Er wäre ein Held dort.
  • Hans Jürg 02.07.2020 12:36
    Highlight Highlight China ist ja immer sehr erbost, wenn man ihre Politik kritisiert und schwafelt von Einmischung in innere Angelegenheiten.

    Das kommt einem vor, wie wenn in einer Familie der Vater (oder die Mutter) die Kinder immer misshandelt. Und wenn jemand etwas dagegen unternimmt, sagt man, dass das niemanden was angehe, sondern Familienangelegenheit sei.

    • Posersalami 02.07.2020 15:21
      Highlight Highlight Was würdesr du davon halten, wenn China sich derart in die Agelegenheiten in anderen Staaten einmischt? ZB. könnten sie ja die Opposition in Deutschland bwaffnen und finanzieren?
    • Hans Jürg 02.07.2020 22:46
      Highlight Highlight Dieses Feld hat schon Putin besetzt.
  • EarlofGrey 02.07.2020 12:34
    Highlight Highlight Boris Johnson will sich wohl einige verlorene Sympathien zurückholen und der Schachzug ist eigentlich noch fein geplant: Dienjenigen die dazu berechtigt wären, sind alle über 23 Jahre alt, haben vermutlich ein abgeschlossenes Studium und sprechen tiptop Englisch. Mit etwas Glück arbeiten sie auch noch in der Finanzbranche, welche BoJo nach dem Brexit gerne in eine Londoner Raubritterfestung umbauen möchte. Natürlich ist es eine noble Geste Johnsons, aber glaubt ja nicht der tut das, weil er sich wirklich um die Freiheit Hongkongs schert. Japan's Shinzo Abe hat übrigens fast dasselbe angeboten.
  • Magnum 02.07.2020 12:30
    Highlight Highlight Den massiven Brain Drain, also die Abwanderung der hellsten und besten Köpfe aus Hong Kong, wird Peking nicht per Dekret verhindern können.

    Peking hat Hong Kong den Teppich unter dem Boden weg gezogen, bevor das enorm ambitionierte Pearl River Delta-Projekt auch nur ansatzweise in den Startblöcken steht.

    Dass England als Signatarstaat des Joint Agreements vor lauter Brexit-Nabelschau so lange (viel zu lange) gebraucht hat, um diesem Vertragsbruch klar zu widersprechen, ist enorm enttäuschend. China nimmt sich so viel, wie es kann, so lange niemand widerspricht.
    Widerspruch ist Pflicht.
    • Ueli der Knecht 02.07.2020 20:58
      Highlight Highlight Du ignorierst die Tatsache, dass die hongkonger ebenso die politischen wie auch umso mehr die ökonomischen Eliten, sich längst mit den Chinesen arrangiert haben, und von dieser Win-Win-Situation viel mehr profitieren, als wenn sie in eine unsichere Zukunft in GB emigrieren würden.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass China sogar sehr gut damit leben kann, wenn eine ganze Mittelschicht aus Hongkong nach GB auswandert. Das wird eher ein Problem für GB werden als für China.

      Letztlich regiert Geld die Welt. Da spielt Hongkong eine wichtige Rolle. Auch in Zukunft. Auch mit Chinesen.
  • eupho 02.07.2020 12:28
    Highlight Highlight Die Schweiz sollte hier beim Buhlen um Zuwanderung aus Hong Kong nicht einfach kampflos das Feld den Engländern überlassen. Wenn Wachstum die einzige Möglichkeit ist um unseren Wohlstand zu garantieren ist ein Zuwanderung von Menschen aus Hong Kong sehr sinnvoll. Hong Konger bringen eine gute Bildung mit und sind sich westliche Standards gewohnt
  • John Henry Eden 02.07.2020 12:16
    Highlight Highlight Also ist Kolonialismus cool, sobald er Vorteile bringt?Und offensichtlich auch ein Krieg, der interessanterweise für Drogen geführt wurde?

    Tja, mit diesem Widerspruch im Kopf müssen nun viele leben, sehr viele.

    Doch früher oder später müsst ihr euch diesem Widerspruch stellen und euch entscheiden.

    De Foifer und s'Weggli gaht nöd.

    • Posersalami 02.07.2020 15:30
      Highlight Highlight Wenn es gegen den Feind China (oder Russland, Iran, Nordkorea) geht, ist jedes Mittel recht. Ist doch klar!
  • Don Alejandro 02.07.2020 12:10
    Highlight Highlight Es erstaunt mich ausserordentlich, mal etwas Vernünftiges von Boris Johnson zu entnehmen.
  • Rellik 02.07.2020 11:38
    Highlight Highlight Laut Wikipedia hat Hongkong 7.5 Mio Einwohner. Warum haben davon "nur" 3 Mio dieses Anrecht? Sind die restlichen aus Mainland China zugezogen?
    • EarlofGrey 02.07.2020 12:26
      Highlight Highlight Weil nur ein BNO-Reisedokument beantragen kann, wer vor 1997(also noch unter britischer Regentschaft) geboren wurde.
    • bokl 02.07.2020 13:14
      Highlight Highlight Anrecht hat nur, wer in der britischen Kronkolonie geboren wurde. Also nur Ü23.
    • Bivio 02.07.2020 14:23
      Highlight Highlight Meines Wissens, haben nur jene Anrecht, welche vor dem Handover bereits in HK gelebt haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RandomNicknameGenerator 02.07.2020 11:32
    Highlight Highlight Ich frage mich: wäre es so in HK soweit gekommen wenn wir in den USA kein Trumppeltierchen hätten?
    • Tschowanni 02.07.2020 12:25
      Highlight Highlight Ja, wäre es definitiv
  • Triple A 02.07.2020 11:11
    Highlight Highlight Echt britische Coolness!😎
  • Lacando 02.07.2020 11:04
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Shabbazz 02.07.2020 10:17
    Highlight Highlight Cool PR Aktion der Briten, so macht sich Johnson in Europa sympathisch. Trotzdem ist es eine stark Provokation und fast schon eine Frechheit! Ich frage mich manchmal wie wir wohl reagieren würden wenn sich die Chinesen so stark in Europa oder Amerika einmischen würden...ich denke wir hätte da auch keine Freude...
    • HAL1 02.07.2020 10:34
      Highlight Highlight Es hat nichts mit freude oder nicht freude zu tun. Die 2 haben eine vereinbarung welche china scheinbar (weil ich kenn ja nicht die klauseln) gebrochen hat.

      Wen ein partner den vertrag nicht einhält musst du dich einmischen sonst wäre ja das ganze unterfangen ein witz.
    • leu84 02.07.2020 10:41
      Highlight Highlight Man tut doch alles, dass bei einem Staatsbesuch keine Tibet-Flaggen oder "Freiheit füt Tibet"-Banner zu sehen ist. Solange westliche Unternehmen ihre Werkbank in der VR China haben, wird sich nichts ändern.
    • holden27 02.07.2020 10:41
      Highlight Highlight Ich denke mal die Leute haben dort sehr wohl Freude daran, nur die menschenrechtsverletzende Regierung nicht.
      Wäre in Europa bestimmt nicht anders. Würden bei uns die menschenrechte mit Füssen getreten, wir würden uns über ein solches Angebot definitiv freuen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 02.07.2020 09:50
    Highlight Highlight Ach BJ... der Populist, wie er im Buche steht...
    Kämpft dafür, dass es durch Brexit nicht mehr als die bislang 3-4 Mio EU Bürger in GB sein sollen und lädt de facto bis zu 3 Mio Hongkonger ein.... wie lange es wohl dauern wird, bis seine Wähler den „Braten“ riechen?
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.07.2020 12:30
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex Ach ja, du magst ihn einfach nicht. Jetzt will er Einwanderung ermöglichen und es passt dir trotzdem nicht...
    • De-Saint-Ex 02.07.2020 12:47
      Highlight Highlight Was meinst Du, wieviel Hongkonger sich diese „Einladung“ leisten werden? Glaubst Du tatsächlich, dass die ihrer Heimat auf immer Lebewohlsagenzumüssen und wohl auch Familienmitgliedern einfach so riskieren werden? Ist eine reine PR Aktion von Herrn Johnson. Dem sind die HKer wurst. Und falls es tatsächlich so weit kommen sollte: wie erklärt er seinen Bürgern, dass nach Brexit Ihnen keine Europäer den Job streitig machen sondern HKer?! Aufwachen!
  • Kiro Striked 02.07.2020 09:46
    Highlight Highlight China macht einen auf Hitler (Internierungslager) und die Welt schaut zu. Chine bricht Verträge und die Welt schaut zu und die Braven Schweizer, kaufen weiter Hirnlos allen Mist der aus China kommt.

    • Erwin 02.07.2020 10:42
      Highlight Highlight Das sage ichnschon lange und Europa unterstützt dieses komunistische Regim noch!
      Die Genossen in Europa müssen reduziert werden, die winken jeden scheiss, den Europa schadet durch, da liegt das Problem und unser Wirtschaft macht täglich mit diesennlurschen Vertägen mit China milliarden Gewinne und das wiederummauf kosten unserer Arbeitnehmer/Innen und das soll sozial sein????
    • Dong 02.07.2020 10:48
      Highlight Highlight Hört auf mit diesen Nazi-Vergleichen, hattet ihr keinen Geschichtsunterricht? Die Nazis haben alles getötet, was sie als „lebensunwertes Leben“ taxiert haben und vieles mehr. Das ist letztlich Rassismus, den Chinesen sowas zu unterstellen.
    • DemonCore 02.07.2020 13:38
      Highlight Highlight Hm... Ironie der Geschichte: Die Idee des Konzentrationslagers wurde von den Briten in Südafrika vor dem ersten Weltkrieg entwickelt. Damals, als Hongkong vorallem ein wirtschaftlicher Faktor für das Empire war und "Demokratie für Chinesen" bestenfalls schallendes Gelächter ausgelöst hätte in Westminster.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaspar Floigen 02.07.2020 09:42
    Highlight Highlight Stark Nummer von Boris Johnson. Wenn die Regierung das durchzieht, haben sie viele Pluspunkte gemacht.
  • Dong 02.07.2020 09:39
    Highlight Highlight Mit so Aussagen erntet man Applaus im eigenen Lager, aber für Hongkong ist das schädlich. Was nützt es dem Scheidungskind, wenn sich die Eltern streiten ...

    Fakt ist, dass HK seit 1997 zu China gehört und seither muss man, wenn man für HK etwas erreichen möchte, den Chinesen etwas anbieten können. Da gäbe es mit Brexit wohl sogar Potential, wenn man denn wollen (und dürfen) täte.
  • fools garden 02.07.2020 09:22
    Highlight Highlight Ein Land das die Menschenrechte in diesem Maße mit den Füßen tritt, sollte politisch und wirtschaftlich ignoriert werden.
  • felixJongleur 02.07.2020 09:21
    Highlight Highlight Im Moment wird ja Kolonialgeschichte kritisch thematisiert / aufgearbeitet. Frage an die Verfechter dieser aktuellen Strömung: Ist es in Ordnung, wenn GB sich nun auf ebendiese koloniale Vergangenheit zu beruft wenn es um Hongkong geht?
    • blueberry muffin 02.07.2020 10:01
      Highlight Highlight Natürlich. Das gehört ja beim Verantwortung übernehmen dazu.

      Aber hey, du hattest da sicher eine super ausgedachte White Power Gotcha Falle in der Frage, ja?
    • felixJongleur 02.07.2020 10:22
      Highlight Highlight Nein blueberry, ich finde die Frage nur hochspannend und bin selber hin- und hergerissen. Dass du mir nur schon aufgrund dieser Frage einen white power Hintergrund unterstellst ist ein Paradebeispiel der aktuell so hoch in Mode stehenden gut-böse Verkürzung der Woke-Kultur. Leute wie du würgen mit solchen Aussagen jede kritische Auseinandersetzung mit einem Thema ab. Bedenklich.
    • Shabbazz 02.07.2020 10:31
      Highlight Highlight @felixjongleur, ist wirklich traurig wie schnell man heute Schubladisiert wird und wie schnell die Leute in Gut und Böse einteilen müssen. Genauso ist übertreiben eine sehr beliebte Sache, eben du wirst scheinbar gleich mit White Power konfrontiert und weiter Oben meint einer China mit Hitler zu vergleichen...unglaublich sowas!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wali2 02.07.2020 09:08
    Highlight Highlight ...positiv! Boris raus aus der EU. Chinesen rein in England und wir bezahlen einem Land weniger Kohäsionszahlungen. Übrigens: Was macht er mit den schon jetzt zuvielen Arbeitslosen Engländern? Wohin schickt er sie?
  • Quo Vadis 02.07.2020 09:02
    Highlight Highlight Smarte Einwanderung. Man holt Leute die innert Kürze für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen, ihre Kinder an gute Schulen schicken, ins Sozialsystem EINzahlen statt davon zu leben, kaum kriminell werden, keine Extrawünsche haben etc etc.. Win-win-situation für alle.

    Ich wünsche mir generell viel mehr Einwanderung aus East Asia und Indien.
    • Quo Vadis 02.07.2020 19:02
      Highlight Highlight Interessant - dachte die Genossinnen und Genossen der Kommentarspalte auf Watson wäre so pro-Einwanderung? Oder besteht kein Interesse Leute hier zu haben, die erfolgreich sein können? Habt ihr Angst vor Konkurrenz?
  • Eskimo 02.07.2020 08:57
    Highlight Highlight Geile Siech!
  • UrsK 02.07.2020 08:55
    Highlight Highlight Zeigt Boris plötzlich Charakter? Hätte ich ihm nicht zugetraut. Die Frage ist nun, wer ihm den Brexit finanziert, China fällt nun aus.
    • HereToReadNotLead 02.07.2020 12:02
      Highlight Highlight Gute Frage, falls sie nicht nur rethorisch gemeint war, hier ein Versuch es zu beantworten:

      Aktuell am wahrscheinlichsten ist eine Variante "Commonwealth 2.0". Nur mit mehr Gleichberechtigung unter den Mitgliedern. Es gibt grosse Politische Zustimmung und auch in den Bevölkerungen von Kanada, Australien, Neuseeland und in GB für so einen Wirtschaftsbund, inkl. Reise, Arbeits- und Niederlassungsfreiheiten.
    • UrsK 02.07.2020 20:00
      Highlight Highlight Mir ging es eher um Handelsabkommen, die er ja mal vollmundig angekündigt hatte, unter anderem eines mit China. Aber ja, das Commonwealth 2.0 ist sicher auch eine Möglichkeit. Die Rezession durch den Brexit wird das allerdings nicht verhindern.
  • giandalf the grey 02.07.2020 08:53
    Highlight Highlight Ceterum censeo Sinam esse delendam
    • Harry Zimm 02.07.2020 11:46
      Highlight Highlight O Gandalfus Griseo! Verba dura discordiam creant...
    • DemonCore 02.07.2020 13:41
      Highlight Highlight Wäre mal ein Anfang.
    • giandalf the grey 02.07.2020 15:58
      Highlight Highlight Et facta dura?
  • Patrik Hodel 02.07.2020 08:48
    Highlight Highlight Dies mag eine gute Idee seitens der Briten sein, welche es vielen HK-Chinesen auch die Flucht vor politischer Verfolgung ermöglicht.
    Aber im Grundsatz ändert es nichts an der Situation.
    Was soll man tun?
    China = Atommacht = Vetomacht in der sonst schon zahnlosen UNO = muss sich an keine Verträge und Regeln halten.
    Ein Teufelskreis.
    • Das etwas 02.07.2020 13:57
      Highlight Highlight china hat nicht das veto-recht in der uno wegen den atomsprengköpfen, sondern weil sie eine der siegermächte des 2ww ist. nur die siegermächte haben das vetorecht erhalten bei der gründung der uno.

      und eider wird das vetorecht nicht nur von china ausgenutzt. auch russland und die usa legen es zu gerne ein wenn es zu ihrem persöhnlichen vorteil ist. lediglich england und frankreich sind relativ human im umgang damit im vergleich zu den anderen vetomächten.
  • CogitoErgoSum 02.07.2020 08:45
    Highlight Highlight Den Vertrag haben die Chinesen damit einseitig gebrochen. England könnte doch jetzt die Kronkolonie wiederherstellen.
    • bokl 02.07.2020 10:34
      Highlight Highlight Nur wird China die Kronkolonie nicht anerkennen. Und dann? Britische Truppen schicken welche Hongkong besetzen und verteidigen?
  • N. Y. P. 02.07.2020 08:23
    Highlight Highlight @Boris Johnson

    Das erste Mal überhaupt muss ich dir Respekt zollen. Das ist ein herrlich undiplomatischer Schritt, britische Pässe anzubieten. Diese Sprache versteht China.

    Das neue Gesetz sieht als Höchststrafe lebenslange Haft vor, wendet sich auch gegen Ausländer ! und ermöglicht Auslieferungen nach China.

    China ist zu einem zutiefst unsympathischen Player aud der Weltbühne geworden.
    • DemonCore 02.07.2020 13:43
      Highlight Highlight Gehört in die Liste der Verbrecherstaaten wie Russland, Saudi Arabien und Anhängsel, Iran, Venezuela, Nordkorea.
  • PeteZahad 02.07.2020 08:14
    Highlight Highlight Lieber Boris,
    Dann wäre es doch ein Klacks, dies für die über 70'000 Flüchtlinge in Griechenland ebenfalls zu gewähren. Aber das kommt wahrscheinlich PR mässig nicht so gut an, wie wenn man sich mit China anlegt.
    • PeteZahad 02.07.2020 10:49
      Highlight Highlight An die Blitzer: Hongkonger sind Ok aber andere Menschen nicht?
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.07.2020 12:36
      Highlight Highlight Ist schon nicht dasselbe, wie gut ausgebildete Hongkonger ins Land zu locken.
    • Ökonometriker 02.07.2020 14:36
      Highlight Highlight @Pete: Hongkonger waren 150 Jahre Briten und würden abgeschoben mit dem Versprechen, weiterhin Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu haben. China brach das Versprechen. Also ist es nur logisch, dass UK seine ehemaligen Untertanen schützt.

      Die Sache mit den Flüchtlingen ist doch etwas anders gepolt... das sollte man auch mit beschränktem Geschichtswissen erkennen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lustiger Baum 02.07.2020 08:06
    Highlight Highlight Haha China beruft sich nun auf Rechte - welche sie direkt mit dem neuen Sicherheitsgesetz gebrochen haben 😂

    Gogogo UK!
    • farbarch1 02.07.2020 08:42
      Highlight Highlight Dass China ein Recht gebrochen haben soll, ist für China natürlich noch nicht gegessen. So gesehen macht es schon Sinn.
  • Kenshiro 02.07.2020 08:02
    Highlight Highlight "Sollte die britische Seite darauf beharren, einseitig die betreffende Praxis zu ändern, wäre es eine Verletzung eingegangener Verpflichtungen und internationalen Rechts."

    Ehm.... Echt jetzt? Darin ist die CCP schon Meister, heuchelei hoch 10.





  • Jinx 02.07.2020 07:59
    Highlight Highlight China redet und beschuldigt andere Länder mit "Verletzung eingegangener Verpflichtungen und internationalen Rechts"....Als ob die CCP das nicht täglich mahcne sondern immer schön brav alle Gesetze und Verpflichtungen gegen andere Länder einhalten...

    DIe sind selber die einer der berüchtigsten Verbrecher des internationalen Rechts.
  • redeye70 02.07.2020 07:57
    Highlight Highlight Schön wäre es wenn die EU mit Grossbritannien gleichziehen würde – und auch unser Land. Träumen darf man ja wohl noch.
    • rodolofo 02.07.2020 08:30
      Highlight Highlight Eine wirkliche Lösung wäre auch das nicht.
      Man müsste zuerst einmal die Volksrepublik China säubern von den kommunistischen Überwachungsfanatikern.
      Wenn Europa alle HongkongerInnen mit Charakter aufnimmt, dann sinkt das Niveau der Charakterlosigkeit in Hongkong und damit in ganz China weiter ab. Und dann wird China zur ganz grossen, faschistischen Gefahr für den Planeten!
      Der Nachfolger von Xi Shin Pin heisst dann Adolf Hitlel...
    • Cpt. Jeppesen 02.07.2020 08:56
      Highlight Highlight 3 Millionen Flüchtlinge aus Hong Kong sind also OK.
      3 Millionen Flüchtlinge aus Syrien hingegen sind ein Problem.
    • dechloisu 02.07.2020 10:00
      Highlight Highlight Die Schweiz wird niemals ein böses Wort gegen China richten.
      Geld ist schliesslich wichtiger als Menschenrechte
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 02.07.2020 07:57
    Highlight Highlight UK: "Wir treten aus der EU aus, weil zu viele EU-Bürger einwandern!"
    Ebenfalls UK: "Wir geben 5 Mio HK-Bürger ein verlängertes Bleiberecht inkl. Möglichkeit auf Staatsbürgerschaft, weil China böse ist!"

    Ich mag den britischen Humor :)

    Das man das Verhalten von China nicht widerspruchslos akzeptiert ist ok, aber die aktuelle Reaktion sieht stark nach typischer BoJo-PR-Show aus.
    • Q anon = B annon 02.07.2020 08:06
      Highlight Highlight Ja!!
      Ist so! England wird zu Farbig. Also treten sie aus der EU damit keine Polen mehr kommen. Aber ärgern tut man sich ab den Einwanderen aus den Kolonien. Sollte 1 Mio. Hong Kong Briten kommen, hat man wieder Probleme mit den Anpassung und alles. Aber da ja England immer weniger weisse hat muss man ja die Polen los werden! Ja, ich verstehe den Humor!
      Monty Python hätte es nicht grotesker darstellen können.
    • Ben Stone 02.07.2020 08:47
      Highlight Highlight Du magst mit allem was du sagst Recht haben, trotzdem finde ich eigentlich alles gut, was China nervt und wogegen sie sich widersetzen wollen. Man muss denen einfach ans Bein pinkeln, eine andere Sprache verstehen die nicht.
    • louie louie 02.07.2020 09:10
      Highlight Highlight Ging mir auch durch den Kopf. Ausserdem: warum denn in die Ferne schweifen? Der Dschungel von Calais wäre näher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • einkritischer 02.07.2020 07:37
    Highlight Highlight Wir alle haben die Möglichkeit gegen China ein Zeichen zu setzen, wenn wir Chinesische Produkte nicht mehr erwerben. Das kann zwar eine gewisse Einschränkung sein, aber der chinesische Chef muss merken, dass sein Handeln nicht in Ordnung ist.
    • manta 02.07.2020 10:09
      Highlight Highlight „Made in China“ vermeiden? Das ist heutzutage nicht mehr so einfach.

      Schliesslich werden nicht bloss Kleidung und technische Geräte (z.B. Computer, Telefone, Maschinenteile, TVs etc.) in China hergestellt.

      Auch diverse Nahrungsmittel stammen aus China und werden nicht zwingend dementsprechend deklariert (Fisch, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Honig, Früchte und Obst etc.)

      Nicht zu vergessen die ganzen seltenen Erden mit Metallen wie Gallium, Germanium, Indium.

      Ebenfalls dürfen hier „Swiss Made“ Uhren nicht fehlen. Bloss 60% der Wertschöpfung und Endmontage müssen in der Schweiz anfallen.
    • Laborant 02.07.2020 11:25
      Highlight Highlight Wirtschaftliche Verschiebung ist keine Einbahnstrasse. Eine bessere Deklarationspflicht wäre etwas - etwa wenn Online-Shops die Herkunft des Produkts ebenfalls angeben müssten. Bei den Grossen Playern ist es quasi unmöglich bei allen Produkten, die man ins Auge fasst, die Herkunft zu recherchieren.
  • ViciaFaba 02.07.2020 07:25
    Highlight Highlight Der Vorschlag ist, angesichts des Brexitarguments der zuvielen "Ausländer", einfach nur eine widerliche Farce.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 02.07.2020 12:43
      Highlight Highlight Sie wollen die Einwanderung selbst kontrollieren. Dabei bietet man gut ausgebildeten Hongkongern ein längeres Bleiberecht an, bei dem sie durch langfristige Perspektiven sich eine Zukunft aufbauen können (Win-win-Situation). UK hat nie gesagt, dass sie keine Zuwanderung mehr wollen oder auf Handel zu verzichten.
    • DemonCore 02.07.2020 21:28
      Highlight Highlight Hahaha, die rechten Wiesel bringen mich nur noch zum Lachen...

      Doch, genau das haben die Brexiters gesagt: Keine Einwanderung mehr. Bei uns gibt's auch so ein Nationalisten-Klub.
  • Militia 02.07.2020 07:21
    Highlight Highlight China hält sich nicht an die Vereinbarung von 1997 und wirft GB vor, sich nicht an die Abmachung zu halten. 🤔
  • Knut Knallmann 02.07.2020 07:19
    Highlight Highlight „Das britische Angebot an die Hongkonger stimme auch nicht «mit dem Geist der chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung» für die Rückgabe der Kronkolonie an China überein, wurde der Sprecher zitiert.“ Wohl der grösste Witz den ich je gelesen habe. Im Vertrag von 1997 steht, dass das bisherige Kapitalistische System und die Lebensweise für 50 Jahre unverändert bleiben. Dies ist absolut unvereinbar mit der heutigen Situation in Hong Kong und den Einmischungsversuchen der Zentralregierung. Man hört das zu Recht selten in letzter Zeit aber das hier haben die Briten gut gemacht.
  • MarGo 02.07.2020 07:12
    Highlight Highlight Boris, du warst mir nie sympathischer als heute...
    • De-Saint-Ex 02.07.2020 09:31
      Highlight Highlight Würdest Du auch so jubeln, wenn die Schweiz 450‘000 Asiaten jetzt eine Einbürgerung in Aussicht stellen würde? Just asking...
    • MarGo 02.07.2020 09:53
      Highlight Highlight du meinst in der Annahme, dass die Schweiz mal eine Kolonialmacht gewesen wäre und beim Verjubeln der Ländereien einen feuchten darauf gegeben hätten, was die betroffene Bevölkerung davon hält? hmm... sehr hypothetisch ;)
      aber ja, hätte ich nicht - da bist du bei mir an der falschen Adresse ;)
    • justinM. 02.07.2020 09:53
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex
      Ich sicherlich. Die Schweiz hat nach wie vor genug Platz und uns geht es sehr gut. Warum nicht Menschen aufnehmen, die in Gefahr sind.
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  • benn 02.07.2020 07:03
    Highlight Highlight Das wärs mit der Freiheit gewesen, tut mir leid die armen Menschen leiden nun unter der chinesischen Diktatur!
  • Milkyway77 02.07.2020 06:55
    Highlight Highlight Go for it, BoJo 👍👍

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