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Ein Knüppel als Hochzeitsgeschenk – Familienpolitik auf indische Art



Knüppel (Mogri) für indische Bräute.

Knüppel zur Selbstverteidigung: Jeder «Mogri» trägt eine blaue und eine rote Aufschrift.  Bild: Hindustan Times

Da kann man sagen, was man will: Praktisch ist das Geschenk ja, das hunderte von Bräuten im indischen Teilstaat Madhya Pradesh zu ihrer Hochzeit erhalten haben. Der «Mogri» ist nämlich ein etwa 30 cm langer Holzknüppel, der traditionellerweise beim Kleiderwaschen gebraucht wird, aber auch als Waffe zur Selbstverteidigung benutzt werden kann.

«Wenn euer Gatte oder ein anderes Familienmitglied betrunken nach Hause kommt, behandelt ihn damit»

Gopal Bhargava

Zur Verteidigung gegen den Ehemann, heisst das genau. Beschenkt wurden die angehenden Ehefrauen, wie die «Hindustan Times» schreibt, durch den Minister für ländliche Entwicklung, Gopal Bhargava. «Wenn euer Gatte oder ein anderes Familienmitglied betrunken nach Hause kommt, behandelt ihn damit», sagte Bhargava am Samstag den Frauen anlässlich einer Massenhochzeit in Garhakota. 

Zwei Botschaften auf einem Knüppel

Rund 700 der Knüppel liess der Minister an die Bräute verteilen. Er habe 10'000 «Mogris» bestellt, liess Bhargava auf seiner Facebookseite verlauten. 

Die Knüppel tragen auf beiden Seiten eine Aufschrift. In blauen Buchstaben steht die Botschaft: «Sharabiyon ke sutara hetu bhent» («Ein Geschenk, um Trunkenbolde im Zaum zu halten»), rote Lettern versichern der Knüppelbesitzerin: «Police nahi bolegi» («Die Polizei wird nichts sagen»). 

Nach Ablauf eines Monats soll eine Untersuchung den Effekt der Geschenkaktion überprüfen. Bei Erfolg will Bhargava die Massnahme auch in anderen Regionen durchführen. 

(dhr)

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