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FILE- In this April 11, 2020 file photo, Rapid Action Force (RAF) personnel patrol a street during lockdown to control the spread of the new coronavirus in Ahmedabad, India. India, a bustling country of 1.3 billion people, has slowed to an uncharacteristic crawl, transforming ordinary scenes of daily life into a surreal landscape. The country is now under what has been described as the world’s biggest lockdown, aimed at keeping the coronavirus from spreading and overwhelming the country’s enfeebled health care system. (AP Photo/Ajit Solanki, File)

Mit Schlagstöcken patrouillierende Sicherheitskräfte in Ahmedabad, Indien. Bild: AP

Ausgangssperre missachtet: Touristen müssen 500 Mal «Sorry» schreiben



Wegen eines Spaziergangs in Indien mussten zehn Touristen 500 Mal schreiben: «Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid.»

Die Polizei in der bei Yoga-Fans beliebten nordindischen Stadt Rishikesh habe sich zu dieser Strafe entschieden, weil sich in letzter Zeit mehrere Ausländer nicht an die Regeln gehalten hätten, sagte ein Polizeimitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur.

Am Ganges-Ufer spaziert

In Indien darf man zurzeit nur raus, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen sowie bei Notfällen. Die Polizei habe die Touristen aus Australien, Mexiko, den USA und Israel aber dabei ertappt, wie sie am Wochenende an den Ufern des heiligen Ganges-Flusses entlangspazierten.

In einem Video, das örtliche Medien zeigten, sieht man einen Polizisten, der die zehn Touristen warnt: «Heute gebe ich euch nur diese sehr kurze Strafe. Ansonsten werde ich euch auf die Polizeiwache mitnehmen und Ihr müsst ins Gefängnis.»

Indische Polizisten haben die Ausgangssperre schon mit anderen unkonventionellen Methoden durchgesetzt. Einige erschreckten Regelbrecher etwa mit bunten Helmen in Form eines Coronavirus. Andere zwangen sie, Kniebeugen zu machen oder sie drohten ihnen, sie in einen Raum einzusperren und dort ununterbrochen Bollywood-Filmlieder spielen zu lassen.

In Indien gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 9100 Covid-19-Fälle, mehr als 300 Menschen starben an den Folgen der Krankheit.

(dsc/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sherlock_Holmes 13.04.2020 23:28
    Highlight Highlight Wenn da die Hand nicht abfault... 😆

    Im Vergleich mit anderen Strafen ist dies noch human, umso mehr Indien nicht gerade bekannt ist für einen zimperlichen Umgang mit Straftätern. 🤨

    Beispielsweise wird anderen Menschen in gewissen Ländern für weniger – dafür einiges schneller – die Hand abgehackt. 😳

    Vom pädagogischen Standpunkt gesehen, wäre das geschilderte Vorgehen hier eher – sagen wir mal – konservativ. 😏

    Wobei zumindest fraglich ist, ob der Verlust eines «Lappens» wirklich eine nachhaltige Wirkung erzielt. 🤔... 😁
  • Rethinking 13.04.2020 16:49
    Highlight Highlight Sehr gute Strafe...

    Eine solche Strafe wird das Verhalten viel stärker beeinflussen als es eine Geldstrafe tun würde...

    Bussen verändern das Verhalten nicht, sie dienen vor allem der Bereicherung des Staates...

    Quasi ein moderner Ablasshandel...
  • Paddiesli 13.04.2020 14:22
    Highlight Highlight Sehr kreative Umsetzung,und bleibt bei den Betroffenen bestimmt in Erinnerung fürs nächste Mal.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 13.04.2020 13:08
    Highlight Highlight "oder sie drohten ihnen, sie in einen Raum einzusperren und dort ununterbrochen Bollywood-Filmlieder spielen zu lassen."
    Was für eine grausame Strafe.
    Geistreich und irgendwie ziemlich lustig, aber doch sehr grausam. 😏
    • Prometheuspur 13.04.2020 16:22
      Highlight Highlight Das ist nicht grausam das ist bestialisch.
      Ja gut und aufgepasst Bambusbjörn; nicht ganz unerheblich wären die Dezibel und die Dauer dieser nonstop Bollywood-Soundtrack "Dröhnungs- oder Berieselungsstrafe" ☺️

      Wie auch immer und so oder so eine Strafe die dem Ausdruck unkonventionell vollends gerecht würde.

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