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Genug ist genug: Indische Aktivistin will Hungerstreik nach 16 Jahren beenden



Die indische Menschenrechtsaktivistin Irom Sharmila will ihren Hungerstreik nach 16 Jahren am 9. August beenden. Die 44-Jährige sagte am Dienstag vor Gericht im Bundesstaat Manipur, sie wolle nun für ein politisches Amt kandidieren und so ihren Kampf fortsetzen.

Mit ihrem Hungerstreik protestiert Sharmila gegen ein Gesetz, dass der Armee in dem ärmlichen Bundesstaat an der Grenze zu Myanmar weitreichende Befugnisse gibt.

Das Gesetz, das im Jahr 1990 zur Bekämpfung separatistischer Gruppen im unruhigen Nordosten sowie im Bundesstaat Kaschmir erlassen worden war, gibt dem Militär das Recht, auf Sicht zu schiessen und Verdächtige ohne Haftbefehl festzunehmen. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit langem, dass das Gesetz als Vorwand für aussergerichtliche Hinrichtungen diene.

Indian human rights activist Irom Sharmila speaks to the media outside a prison hospital in the northeastern Indian city of Imphal August 20, 2014. Sharmila, who has been on hunger strike for the last 14 years in protest against alleged army atrocities, walked free on Wednesday from a prison hospital where doctors had force-fed her to keep her alive. Sharmila's release comes after a trial judge found no evidence to support charges filed in 2000 by prosecutors in the northeastern state of Manipur that she was trying to commit suicide by refusing food. REUTERS/Stringer (INDIA - Tags: CRIME LAW POLITICS CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY)

Irom Sharmila.
Bild: STRINGER/INDIA/REUTERS

Sharmila hatte ihren Hungerstreik im November 2000 begonnen, nachdem sie nahe ihrem Haus im Bundesstaat Manipur Zeugin geworden war, wie die Armee an einer Bushaltestelle zehn Menschen tötete.

Nach dem Beginn ihrer Protestaktion wurde sie in ein Gefängnisspital eingewiesen und drei Mal am Tag über einen Tropf zwangsernährt. Wiederholt auf Anweisung örtlicher Gerichte freigelassen, nahm sie jedes Mal sogleich ihren Hungerstreik wieder auf, woraufhin sie erneut festgenommen wurde. (sda/dpa/afp)

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