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epa06677631 A Member of the Northeast People Voice India Foundation, a non-governmental organization, holds a candle in front of Indian tri colour flag during a candle light vigil as they condemned and call for justice in the rape and murder case of an eight-year-old nomadic girl, in Bangalore, India, 18 April 2018. Hundreds of people gathered and staged a protest to bring attention to rape cases and violence against women in India after a girl child was gang raped and murdered in Kathua district of Jammu region in January 2018. Protesters demanded justice for the victim and action against the accused. The Crime Branch of Jammu and Kashmir Police has filed a charge sheet of the case in a local court and indicted eight people in the case.  EPA/JAGADEESH NV

Eine Demonstrantin in Indien verlangt Gerechtigkeit für die Opfer von Vergewaltigungen.  Bild: EPA/EPA

Erneute Schreckenstat in Indien – dritte Vergewaltigung und Verbrennung binnen einer Woche



In Indien hat ein weiterer Vergewaltigungsfall für Entsetzen gesorgt. Eine 16-Jährige wurde im Bundesstaat Madhya Pradesh missbraucht und angezündet, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Das Mädchen hatte dem Peiniger gedroht, ihren Eltern von der Vergewaltigung zu erzählen. Daraufhin zündete er sein Opfer an. Das Mädchen verbrannte dann bei lebendigem Leib. Der mutmassliche Täter, ein 26-jähriger Familienvater, sei festgenommen worden.

Auch ein Cousin des Mädchens, der den mutmasslichen Täter darüber informiert hatte, dass seine Verwandte alleine zu Hause war, wurde laut den Sicherheitsbehörden festgenommen.

Es war der dritte Fall dieser Art binnen einer Woche. Zuvor waren eine 16-Jährige und eine 17-Jährige im Bundesstaat Jharkhand erst vergewaltigt und dann angezündet worden. Ein Mädchen starb, das andere schwebt noch in Lebensgefahr.

Die Vergewaltigungen sind die jüngsten Vorfälle in einer ganzen Reihe von sexuellen Gewalttaten in Indien. Nach Bekanntwerden einer Gruppenvergewaltigung und Ermordung eines achtjährigen muslimischen Mädchens durch acht hinduistische Männer hatte es im April landesweit Proteste gegeben. Die Regierung ordnete daraufhin die Einführung der Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern unter zwölf Jahren an.

2016 wurden in Indien etwa 40'000 Vergewaltigungsfälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, da die Opfer soziale Ausgrenzung im Falle einer Anzeige befürchten. Wiederholt wurden auch ausländische Touristinnen in Indien Opfer von Vergewaltigungen. (sda/afp)

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