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epa08282904 A picture released by Xinhua News Agency shows Chinese President Xi Jinping, also general secretary of the Communist Party of China Central Committee and chairman of the Central Military Commission, visiting patients who are being treated, by video calls at the Huoshenshan Hospital in Wuhan, central China's Hubei Province, 10 March 2020. Xi Jinping on 10 March arrived in Wuhan, the epicenter of the COVID-19 outbreak, for an inspection of the epidemic prevention and control work in Hubei Province and its capital city Wuhan. Xi visited and expressed regards to medical workers, military officers and soldiers, community workers, police officers, officials and volunteers who have been fighting the epidemic on the front line, as well as patients and residents during the inspection.  EPA/XINHUA/JU PENG MANDATORY CREDIT

Präsident Xi Jinping in einer Videokonferenz mit Corona-Patienten in Wuhan. Bild: EPA

Interview

«Das Politbüro hat beschlossen, dass die Epidemie vorbei ist»

China hat das Coronavirus für eingedämmt erklärt. Wie glaubwürdig ist das? Der China-Experte Sebastian Heilmann über die Strategie und Propaganda der Führung in Peking

Steffen Richter / Zeit Online



Ein Artikel von

Zeit Online

Die Covid-19-Epidemie in China scheint erst mal eingedämmt. Doch wie will die Regierung den Wirtschaftseinbruch abfangen? Wie steht es um die Glaubwürdigkeit des Regimes? Wie funktioniert der Herrschaftsapparat und warum hat er nach dem Virusausbruch versagt? Diese Fragen und mehr beantwortet Sebastian Heilmann, Professor an der Uni Trier und ehemals Direktor des Berliner Thinktanks Merics.

ZEIT ONLINE: Chinas Regierung hebt die Quarantäne von Wuhan und Hubei jetzt schrittweise auf und seit einer Woche erklärt die Führung in Peking, im Inland gebe es keine Neuinfektionen mehr. Die kämen nur noch von aus dem Ausland Eingereisten. Keine neuen Sars-CoV-2-Fälle mehr in China, nachdem seit Januar über 80'000 Infektionen offiziell bestätigt wurden – kann das sein?
Sebastian Heilmann: Es ist ein Beschluss des Politbüros, dass die Epidemie vorbei ist. Das Virus ist natürlich nicht fort, aber es darf jetzt keine negativen Meldungen mehr geben. Wir haben Nachweise dafür, dass die Eindämmung der Epidemie gelungen ist. Es gibt aber inoffizielle Informationen, dass es in Südwestchina noch Fälle gibt, die Covid-19-verdächtig sind. Das Risiko einer neuen Infektionswelle bleibt für China daher konkret. Das, was wir jetzt erleben, ist vor allem eine politische Vorgehensweise. Alle unangenehmen Informationen werden weggedrückt, und der Propagandaapparat formuliert die wichtigste Erzählung am Ende selbst: dass die Epidemie dank der Systemüberlegenheit Chinas besiegt worden ist.

Ein wesentlicher Grund dafür, die Einschränkungen in Gesellschaft und Wirtschaft aufzuheben, ist die schlechte Konjunktur. Durch den Lockdown ist Chinas Wirtschaft im ersten Quartal eingebrochen. Wie will die Führung in Peking die Wirtschaftskrise in den Griff bekommen? Europa und die USA fallen wegen des Virus für China als wichtigste Märkte ja erst einmal aus.
Chinas Wirtschaft ist nach dem, was wir aus verschiedenen Quellen zusammenrechnen können, wieder bei etwa 80 Prozent ihrer Leistung. Es herrscht in China aber eine regelrechte Aufholwut. Die grosse Unbekannte ist jetzt die Nachfrage. Wir haben einen globalen Einbruch, der betrifft Chinas Exporte und Lieferketten und ist kaum wettzumachen. Auch die Inlandsnachfrage ist unsicher: Kaufen die Leute wieder in dem Ausmass Autos oder 5G-Handys wie vor der Krise erwartet? Peking wird jetzt mit seinen Staatsbanken Unternehmen retten müssen, vor allem im Privatsektor, wo die Liquidität sehr eng ist und mit minimalen Margen gearbeitet wird. Viele kleine und mittlere Unternehmen stehen auf der Kippe.

Wird China wieder so viel Geld dafür ausgeben wie 2009 bei der Finanzkrise?
Bis jetzt ist die chinesische Regierung zurückhaltend – in auffälligem Gegensatz zu den USA und zu den grossen europäischen Volkswirtschaften, die mit Stützungsprogrammen regelrecht geflutet werden. China hatte 2009 ein riesiges Stimulusprogramm von 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgelegt, das auch weltweit die Nachfrage stark beförderte, in China aber für gravierende Verzerrungen im Investitionsverhalten sorgte. Vergleichbare Programme sind in China bislang nicht zu erkennen. Auch auswärtige Projekte wie die Neuen Seidenstrassen werden in den kommenden Jahren wohl mit deutlich weniger Mitteln auskommen müssen.

Wird China also zukünftig weniger im Ausland investieren?
Nicht unbedingt. Wir müssen damit rechnen, dass chinesische Investoren gezielte Avancen machen gegenüber Unternehmen und Branchen, die ihnen bislang verschlossen waren. Krisenbedingt wären die Preise für Beteiligungen und Übernahmen in Europa günstig. Ich kann mir vorstellen, dass zahlreiche Mittelständler in Deutschland, denen der Wirtschaftseinbruch zusetzt, durchaus verkaufswillig sind. Das wird in den nächsten Wochen voraussichtlich ein immer grösseres Thema werden.

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Parteichef Xi Jinping verschickt jetzt Solidaritätsadressen an andere Länder, Staat und Unternehmen spenden und verkaufen medizinische Hilfsmaterialien ins betroffene Ausland, auch nach Europa, beispielsweise ins schwer geplagte Italien. Man kann den Verdacht haben, dass das nicht ganz uneigennützig ist, dass Peking nicht nur seine geopolitische Position gegenüber der Regierung in Washington verbessern will, sondern auch um Goodwill bemüht ist, damit möglichst viele Staaten Europas sich beispielsweise dafür entscheiden, den latent spionageverdächtigen 5G-Netzwerkausrüster Huawei zu engagieren. Zu Recht?
Eindeutig geht es Peking darum, in Europa Türen zu öffnen. Und machen wir uns nichts vor: Internationale Investitionen sind in krisengeschüttelten europäischen Ökonomien natürlich willkommen. In China wird weiter stark in 5G investiert, und von dort werden Unternehmen zu uns kommen und sagen: «Wir bauen euch die Infrastruktur und bringen auch gleich die Finanzierung mit» – da werden manche Regierungen nicht widerstehen können.

Kann man gegen den Ausverkauf von Unternehmen etwas tun?
Die EU und nationale Regierungen wollen einen Ausverkauf in Krisenzeiten notfalls durch staatliche Beteiligungen an Unternehmen verhindern. Ich würde aber zu einer offensiveren Strategie gegenüber Peking raten: «Ihr helft uns jetzt, verkauft und spendet uns medizinische Hilfsmittel, das wissen wir zu schätzen – aber wir wollen als vertrauensbildende Massnahme ein Moratorium, dass während dieser Krisenphase keine europäischen Unternehmen mithilfe chinesischer Staatsbanken oder anderer staatlicher Finanzierungsmodelle akquiriert werden.»

Ich halte das für einen gangbaren Weg. Chinas Regierung wird für einen solchen Vorschlag offen sein, weil die rabiaten Akquisitionskampagnen amerikanischer Investoren in krisengelähmten asiatischen Ökonomien, etwa in der Asienkrise zwischen 1997 und 1999, in China immer wieder hart kritisiert werden. Chinesische Investoren wollen nicht als Heuschrecken gelten.

Es ist ja ein schmaler Grat zwischen einem Wiederaufflammen von Covid-19-Infekten und dem Ankurbeln der Wirtschaft. Wie will China die dafür erforderliche Inlandsnachfrage stärken?
Mit dem Ziel der wirtschaftlichen Ankurbelung und des sozialen Ausgleichs wird Chinas Regierung voraussichtlich grosszügige Steuererleichterungen bis hin zu Gutscheinprogrammen einrichten, damit auch diejenigen mit niedrigen Einkommen durch ihren Konsum an der wirtschaftlichen Erholung teilhaben können. Ich halte auch gezielte Kaufsubventionen für Automobile oder den problematisch verschuldeten Immobiliensektor für gut möglich.

Ist etwas darüber bekannt, dass sich in der Bevölkerung wegen der Viruskrise Unzufriedenheit breitmacht?
Punktuell wird in sozialen Medien regelmässig Unzufriedenheit artikuliert. Aber nach meiner Beobachtung sind die Überwachungsmethoden so stark verschärft und modernisiert worden, dass sich zurzeit kein Protest mehr organisieren kann. Wir sehen im Zuge der Epidemiebekämpfung in China eine drastische Steigerung in der gebündelten Auswertung von Standortdaten, Gesichtserkennung und Verhaltensprofilen. Diese Epidemie hat den Ausbau der digitalen Überwachung in China markant beschleunigt. Die zur Epidemiebekämpfung entwickelten Kontroll-Apps werden in angepasster Form im chinesischen Alltag Einzug halten.

Wie steht es in der chinesischen Bevölkerung zurzeit um die Glaubwürdigkeit des Regimes?
Durch den Vergleich mit dem katastrophalen Epidemieverlauf in Italien oder den USA gibt es jetzt viele positive, systemstützende Äusserungen. Die sind zum einen von der Propaganda generiert, es gibt aber auch viel spontane Unterstützung. Zurzeit läuft eine Art Live-Systemvergleich vor unser aller Augen ab: Welches Land kommt wie gut mit der Pandemie zurecht? Chinesen schauen nach Südkorea, Japan, auch Italien, vor allem aber in die USA. Da sehen sie, dass die USA dieser Epidemie womöglich nicht gewachsen sind und wirtschaftlich und politisch schwer beschädigt werden. Und dass Chinas globaler Status durch die – von China ausgegangene, dort aber erfolgreich bekämpfte – Pandemie paradoxerweise gefördert wird.

Interpretiert auch die KP-Führung ihren Umgang mit der Epidemie als Überlegenheit des autoritären Einparteiensystems?
Die KP ist ja als Kampagnenpartei gross geworden, sie hat die Revolution 1949 durch Massenmobilisierung und Zwang gewonnen. Seitdem greift die KP in jeder Krisenlage auf Kampagnen zurück. Diese Art von Notstandsmobilisierung liegt in der DNA dieser Partei. Die Parteizentrale kann innerhalb kürzester Zeit in den Krisenmodus umschwenken, bürokratische Regeln und Apparate zur Seite schieben und gewaltige Druckwellen durch das gesamte System jagen, denen niemand widerstehen kann. Harte kollektive Disziplinierungsmassnahmen wie im Fall des jüngsten Epidemieausbruchs sind das natürliche Spielfeld für die KP.

Es gibt seit Kurzem Desinformationskampagnen, die von offiziellen chinesischen Stellen und parteistaatlichen Medien ausgehen: Andeutungen, dass das Virus nicht aus Wuhan stamme, dass US-Soldaten es nach China gebracht hätten oder es aus Italien stamme. Solche Art Kampagnen gegenüber anderen Regierungen kommen selten aus Peking. Warum gerade jetzt?
Chinesische Desinformationskampagnen gab es jüngst häufiger, etwa in der Xinjiang-Frage, gegenüber Taiwan oder Hongkong, zuletzt auch gegenüber Schweden, also kleineren politischen Akteuren. Jetzt aber beobachten wir eine globale Kampagne, die darauf abzielt, die Corona-Erzählung zu verändern. China ist aus westlicher Perspektive ja in zweifacher Hinsicht verantwortlich. Man hat zum einen die Anfangsphase verschlafen und frühe Warnungen chinesischer Mediziner unterdrückt, was die Pandemie erst möglich gemacht hat. Und Peking hat zugelassen, dass im letzten Januardrittel noch Hunderttausende Chinesen ins Ausland gereist sind. China kommt als Ausgangspunkt der Pandemie also eine zentrale Rolle und Verantwortung zu. Aber diese Storyline ist aus Sicht der KP schädlich – sie muss zugunsten Chinas verändert werden.

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Mit dem Verbreiten hanebüchener Verschwörungstheorien leidet aber die Ernsthaftigkeit der chinesischen Führung, zumindest in westlichen Ländern.
Chinas KP sieht sich gern als Gralshüter wissenschaftlicher Evidenz und Expertise, gerade im Kontrast zur Trump-Regierung, aber durchaus auch im Unterschied zu russischen Desinformations- und Destabilisierungskampagnen. Ich denke deshalb, dass die KP-Propaganda zurückrudern wird. Die Verschwörungstheorie über einen amerikanischen Ursprung des Virus lässt sich eher als Testballon aussenpolitischer Falken in Peking deuten. Die Parteiführung zielt nicht auf Konfrontation, sondern darauf, dass das Land in der Corona-Krise international als wohlwollend und hilfsbereit dasteht und keinesfalls als verantwortungslos und manipulativ.

Vermittelt Chinas Propaganda seiner Bevölkerung eigentlich die gleichen Geschichten über die Herkunft des Virus?
Schuldzuweisungen gegenüber den USA, die zugleich Verantwortung von China abwälzen, verbreiten sich in Chinas sozialen Medien schnell, weil sie dem Nationalstolz vieler entgegenkommen. Andererseits sind trotz Zensur und Propaganda die meisten Chinesinnen und Chinesen viel zu clever, um derart simple Ablenkungsbemühungen nicht zu erkennen. Viele sind einfach grundsätzlich skeptisch gegenüber offiziellen Aussagen zum Coronavirus, denn sie waren persönlich von dieser Epidemie betroffen und haben ihre eigenen Beobachtungen machen können. Ich rechne damit, dass sich die Story einer mysteriösen ausländischen Herkunft des Virus deswegen nicht durchsetzen wird.

Der Ausbruch des Coronavirus hat gezeigt, dass die KP-Führung nicht über alles informiert war. Die Epidemie steht ja für genau das Gegenteil dessen, was die Partei vertritt: Sie birgt die Gefahr sozialer Unruhen und zeigt, dass nicht nach Kriterien der Wissenschaftlichkeit gehandelt wurde – und das trotz der Lehren aus der Sars-Krise 2003. Wie konnte es so weit kommen?
Die KP-Elite in der abgeschlossenen Partei- und Regierungszentrale Zhongnanhai in Peking beschäftigt loyale Funktionäre und Fachleute, die viele Nachrichten erhalten, die andere niemals zu sehen bekommen, und die sie für die KP-Führung filtern und auswerten. Das sind sehr ernsthafte und exzellent ausgebildete Kräfte, analytisch scharf, strategisch denkend.

Aber sie sind keinesfalls risikofreudig, was typisch ist für ein so hoch zentralisiertes, autoritäres System wie das chinesische. Mit der Weitergabe unliebsamer oder gar katastrophaler Informationen, die in der KP-Hierarchie von unten nach oben über viele Stufen geleitet werden müssen, von der lokalen Ebene ins Zentrum, hat die Funktionärshierarchie grösste Schwierigkeiten. Dieses System beruht auf derart vielen Informationsfiltern, dass politisch unerwünschte Erkenntnisse es schwer haben, zeitnah in die Zentrale vorzudringen. Wir sehen hieran, dass Informations- und Pressefreiheit eine richtig gute Sache sind.

Werden Parteichef Xi Jinping und seine allein herrschende KP eher geschwächt oder gestärkt aus der Corona-Katastrophe hervorgehen?
Sofern es keine neuen Infektionswellen in China gibt und es in den USA chaotische Zustände geben sollte, werden Xi und die KP definitiv gestärkt aus der Pandemie hervorgehen. Wenn die amerikanische Wirtschaft und der US-Dollar infolge der Pandemie schwer beschädigt werden, dann wird China als Gewinner aus dem Systemvergleich hervorgehen. Wenn es so kommt, werden wir danach auf einem anderen Planeten leben, mit gänzlich anderen politischen und wirtschaftlichen Kräfteverhältnissen als vor der Pandemie.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nik G. 30.03.2020 08:55
    Highlight Highlight Glaubt man wirklich die Chinesen hätten es im Griff? Das beste was den Chinesen passieren konnte war der Ausbruch in Europa. Ab dem Zeitpunkt hörte man plötzlich nichts mehr von China. In dieser Zeit haben sie ziemlich sicher die Propagandamaschine angeworfen und alle Meldungen über das Corona eliminiert. Ausser natürlich diese über den Kampf gewonnen.
  • «Shippi» 29.03.2020 19:04
    Highlight Highlight « Es gibt aber inoffizielle Informationen, dass es in Südwestchina noch Fälle gibt, die Covid-19-verdächtig sind.»

    Könnte man Näheres zu diesen «Infos» wissen? 😅
  • Ehrlich 29.03.2020 17:22
    Highlight Highlight Herr Heilmann übersieht das Wichtigste, China wird sicher richtigerweise mit Schadensersatzforderungen Überzogen werde, es wird nichts vom „überlegenen System“ übrig bleiben.
    • Walter Sahli 29.03.2020 21:30
      Highlight Highlight Und wen in China werden diese Forderungen interessieren? Die Gleichen, die sich um den internationalen Patentschutz kümmern?
  • champedissle 29.03.2020 16:17
    Highlight Highlight Ich kann nur für mich sprechen. Ich hatte bisher keine "Berührungsängste" mit dem "Reich der Mitte". Das hat sich mit der Corona Krise verändert. Die offensichtliche Unfähigkeit der Regierung und die jetzt folgenden Reaktionen zeigen die Grenzen der Chinesen auf. Wir müssen künftig vermehrt auf Produkte aus China verzichten und diese wieder selbst herstellen aber auch bereit sein, den höheren Preis zu bezahlen.
    • Sandro Wanderlust 29.03.2020 16:27
      Highlight Highlight Ja, weil vor Corona war alles tippitoppi in China. Ich hab grad meine Stirn verletzt beim Ins-Gesicht-Klatschen.
  • Dong 29.03.2020 16:16
    Highlight Highlight Ach, immer dieser System- und Propaganda-Spin im ansonsten spannenden Interview. China und andere asiatische Länder sind schnell, dynamisch, wissen was sie wollen und schaffen das auch, die können zurecht stolz sein, die Epidemie bei sich eingedämmt zu haben. Bei uns gehen alle auf Nummer sicher, was auch häufig gut geht, aber beim Corona-Virus war das halt zu wenig. Das hat nicht so viel mit dem politischen System zu tun wie viele glauben.
  • My Senf 29.03.2020 14:34
    Highlight Highlight Nichts neues aus Osten “in China aber eine regelrechte Aufholwut.“
    Die stehen bereits in den startlöchern und denken sie können nächste Woche wieder nach Zürich Luzern Milano Venedig reisen 😣
    Das traurige ist, wir Weden sie wieder (zu früh) anreisen lassen da wir ihr Geld nötig haben
    War alles für d Füchs
    Wir können einfach nichts mit deren Kultur anfangen.
    Nicht weil sie überlegen ist, sondern dermassen wertfrei von Menschlichkeit ist!
    Ja und weil jetzt wieder Blitz Wetter ist:
    Wer in der CH würde zB. sein einziges Kind mit 4j „weggeben“ damit es in 20 j dann vielleicht Olympia gewinnt?
  • Swen Goldpreis 29.03.2020 14:13
    Highlight Highlight Gestern gab es einen in Jiujiang eine grössere Auseinandersetzung, weil die lokale Polizei Leute aus Hubei nicht einreisen lassen wollte. Es sieht stark danach aus, als würden die lokalen Regierungen selber nicht glauben, was die Zentrale ihnen verzapft.
  • dmark 29.03.2020 14:06
    Highlight Highlight "die Story einer mysteriösen ausländischen Herkunft des Virus.."

    Es ist aber dennoch etwas "komisch", dass man den Ursprung des Virus noch nicht definitiv bestimmen konnte.

    Anders ausgedrückt - die Zeiträume, in denen "dubiose Viren" auftreten werden immer kürzer und in letzter Zeit sind es schon weit mehr als die Menschheit in ihrer ganzen Geschichte zuvor gesehen hatte. Es kamen u.a. Viren zum Vorschein, welche eigentlich aus der Tierwelt stammten urplötzlich zum Menschen.
    Also muss doch da irgend jemand mit diesem Zeugs herum basteln und "fährt" quasi Versuche, oder?
    Wer macht so etwas?
    • dmark 29.03.2020 14:21
      Highlight Highlight Hier mal eine Liste von Seuchen, mit Jahresangaben, als Referenz:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Epidemien_und_Pandemien
    • Magnum 29.03.2020 15:49
      Highlight Highlight @dmark

      Die analytischen Fähigkeiten bestimmen, was man wissenschaftlich messen kann. So viel zu dem von Dir behaupteten, häufigeren Auftreten von Viren. Dass häufiger Viren von Wildtieren auf Menschen überspringen, liegt wohl eher daran, dass der Mensch immer weiter in deren Lebensräume vordringt.

      Wenn Chinas KP aus SARS keine Lehren ziehen will und wieder versucht, ein neuartiges Coronavirus unter dem Deckel zu halten, dann gibt es eben immer wieder solche neuartigen Viren. Zumal China den Handel mit und Verzehr von wilden Tieren nur sehr kurzfristig bekämpft hat nach der SARS-Epidemie.
    • ManOnTheMoon 29.03.2020 16:02
      Highlight Highlight "die Zeiträume, in denen "dubiose Viren" auftreten werden immer kürzer (...) weit mehr als die Menschheit in ihrer ganzen Geschichte zuvor gesehen hatte"

      Quelle?

      Oder ist einfach dein Gefühl gell?
      oder von Youtube?
      Beschäftigt hast du dich mit dem Thema natürlich nie, also tu uns den gefallen und lass solche Märchengeschichten, wenn du keine Ahnung vom Thema hast und dich auch nicht seriös informieren willst.

      Im Labor hergestellte Viren/Bakterien erkennen Genetiker übrigens ohne Probleme, so sicher wie du einen Baum von einem von Menschen gebauten Holzhaus unterscheiden kannst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Köbi Löwe 29.03.2020 13:05
    Highlight Highlight Wir hören und staunen. Das Politbüro wird feststellen, dass die eigenproduzierten Coronavirus Infizierten abnehmen und aber die auslandverschuldeten Fälle leider zunähmen. Wetten!
    • Magnum 29.03.2020 15:53
      Highlight Highlight Natürlich, das ist der neue Propaganda-Twist. Darum wurden die Grenzen auch für Nichtchinesen geschlossen, während Chinesen in Übersee signalisiert wird, dass eine Heimkehr die sicherste Variante wäre.
      Aber auch bio- respektive Han-chinesische Heimkehrer werden in Quarantäne gesetzt.

      Das Narrativ ist eindeutig: Im Schosse Chinas seid Ihr sicher, denn die Gefahr kommt von aussen, von Fremden. Das ist ein hochgradig xenophobes Narrativ, welches die KP Chinas aktuell verbreitet. Einige China-Beobachter ziehen bereits Vergleiche zum Vorfeld des Boxer-Aufstandes.
    • Swen Goldpreis 29.03.2020 18:22
      Highlight Highlight Inwiefern hat das mit dem Boxer-Aufstand zu tun? Will nicht kritisieren, aber mir ist einfach die Paralelle nicht klar.
  • Flower76 29.03.2020 12:06
    Highlight Highlight Wenn man bei uns beschliessen würde, dass die Pandemie vorbei ist, wäre sie auch hier vorbei. Wenn eine globale menschliche und wirtschaftliche Krise wie wir sie nun haben im Ursprung auf den Angaben basiert, welches ein Regime wie China in die Welt verbreitet (und nur dadurch ausgelöst wurde) bewegen wir uns auf sehr dünnem Eis. Es müssten endlich die Fakten angeschaut und eine Neubeurteilung vorgenommen werden welche Massnahmen verhältnismässig sind.
    • Sackhegelbutzer 30.03.2020 12:38
      Highlight Highlight Und die Infizierten verschwinden auf magische Weise?
  • Nocciolo 29.03.2020 11:05
    Highlight Highlight Ich verweise hier gern auf die News aus der Schweiz: SVP will Mitte April Läden wieder öffnen. Damit ist woll alles gesagt. Es wird bei uns gleich laufen.
    • Sarkasmusdetektor 29.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Zum Glück haben wir im Gegensatz zu China noch ein paar andere Parteien, die ein Wörtchen mitzureden haben.
    • Magnum 29.03.2020 15:55
      Highlight Highlight Nein. Die SVP ist nicht die Einheitspartei mit permanentem und totalem Machtanspruch wie die KP in China. Auch mit Support vom Wirtschaftsflügel der FDP ist sie das nicht.
      Zudem kennt die Schweiz Medienfreiheit, und die politisch Mächtigen stehen im Licht einer kritischen Öffentlichkeit.
      Und dann wäre da noch die parlamentarische Kontrolle über die Regierungstätigkeit.

      Genau darum wird es bei uns NICHT gleich laufen.
    • Spiegelkopf 30.03.2020 00:02
      Highlight Highlight Bei uns hat die Economiesuisse das Sagen, nicht die ehemalige Bauernpartei. Wir schreien ja förmlich nach ausländischen Führungskräften. Jetzt müssen wir uns nicht mehr selber abschaffen, der Virus tut das für uns. Wer das glaubt, ist selber schuld.
  • Noblesse 29.03.2020 10:36
    Highlight Highlight Die ganze Sache ist politisch NOCH LANGE NICHT VORBEI. China kann den eigenen Leuten nichts vormachen? Daher wird dort leider weiter unterdrückt. Und bei uns ist nach der Krise auch die Zeit, zu analysieren. So auch die vielerorts geplanten Spitalschliessungen. Im Kanton SG z. B. ist der 2. Regierungswahlgang noch offen. SVP und FDP- Kanditaten äussern? während dieser Krise, dass an der Schliessung von 3 Spitälern festzuhalten sei. (einHohn!) Das ist ignorant und zeigt deren Unfähigkeit! Solche Dinge sollten der CH- Bevölkerung nicht egal sein! JETZT WO JEDES BETT UND JEDE PFLEGERIN ZÄHLT!

  • Hoci 29.03.2020 10:33
    Highlight Highlight China WAR und ist erfolgreich bei der Bekämpfung, obwohl sie die ersten und wenige Tage zur Vorbereitung hatten. Europa und vor allem USA hatten Monate. Sie sind sehr erfolgreich, während in den Usa das ganze marode System hervor kommt, auch in Europa- der nicht vorhandene Zusammenhalt. Wir werden von den Usa seit Jahren massiv ausspioniert und die Invasion passiert wirtschaftlich.
    China ist also mitnichten das grosse Böse.
    Sie sind unglaublich erfolgreich schlau und invasiv.
    Wenn wir nicht zwischen dem untergegangenen Teufel und Belzebub wählen wollen, müssen wir als geintes Europa Gas geben.
    • My Senf 29.03.2020 14:38
      Highlight Highlight Und huawei macht die besten Handys

      Die ersten, die zuerst ihre Ärzte sterben liessen (nachdem sie mundtot gemacht wurden)

      Super Zusammenhalt mol mol
    • Magnum 29.03.2020 15:59
      Highlight Highlight China hat das Virus wochenlang geheim gehalten - je nach Quelle von 17. November oder 8. Dezember bis Anfang Januar. Diese ersten Wochen sind entscheidend, um ein Virus früh an seiner Ausbreitung zu hindern.
      China hat die WHO und die Welt in die Irre geführt. Stichwort Mensch-zu-Mensch-Ansteckungen und Reisebeschränkungen.
      China hat es versäumt, vor dem chinesischen Neujahr Reiserestriktionen für seine Untertanen zu erlassen.

      China hat im Zuge dieser Pandemie sehr vieles falsch gemacht und einiges verschuldet.

      Verschone uns also bitte mit Deiner Lobhudelei für China, echt jetzt.
    • rodolofo 29.03.2020 16:22
      Highlight Highlight Der "Europäische Weg", so wie er sich im Augenblick abzeichnet, ist ein Mittelweg, mit starkem Staat, mit starken Sozialwerken und mit einem demokratischen Weg, den die Behörden und die Bevölkerung ZUSAMMEN Schritt für Schritt und nicht immer bis in alle Details einig gehen.
      Der "Chinesische Weg" ist autoritär und hart, zum Teil effektiver, aber auch zum Teil eine Ursache, dass die Pandemie überhaupt entstehen konnte.
      Der "Amerikanische Weg" besteht aus "Laufen lassen" (Trump. der Chaot) und z.T. aus Mittelwegen.
      JEDER dieser Wege hat sowohl Vor-, als auch Nachteile.
      Ein Ideal gibt es nicht...
  • soulpower 29.03.2020 10:28
    Highlight Highlight China ist betreffend Corona zur Zeit am längeren Hebel. Solch strikte Massnahmen und Disziplin sind in der westlichen Hemisphäre kaum möglich, also wird hier die Wirtschaft viel länger und grösserem Ausmass beschädigt werden, während sie dort im Moment schon wieder hochgefahren wird. China wird, ob man es mag oder nicht, gestärkt aus dieser Situation herauskommen, das lässt sich kaum kleinreden, egal wie sehr man das System dort kritisiert. Die Welt wird nach Corona wohl kaum mehr die selbe sein.
    • Kenshiro 29.03.2020 16:43
      Highlight Highlight Im moment ist die Welt damit abgelenkt die Situation in den Griff zu bekommen.Mehr als 2 Milliarden Menschen sind auf irgendeinerweise von dieser Pandemie betroffen.Es wird etwas dauern aber die chinesische Führung wird dies zu spüren bekommen.Ich glaube kaum dass die USA, Europa,etc.das auf die leichte Schulter nehmen werden,wegen den Chinesen musste die ganze Welt Investitionen tätigen die nicht eingeplant waren!
      Jobs werden verloren gehen,Strukturen müssen neu definiert werden,die Arbeistlosigkeit steigt,meinen sie ernsthaft dass die Chinesen die Rechnung nicht zu bezahlen bekommen werden?
  • farbarch1 29.03.2020 10:27
    Highlight Highlight Das letzte Wort bei der Beurteilung der Schlagkraft der politischen Systeme wird wohl oder übel das System Virus haben.
  • Hallwilerseecruiser 29.03.2020 09:59
    Highlight Highlight Fragt sich nur, welches System als "überlegen" dargestellt werden soll. Kommunismus kann es ja offensichtlich nicht sein.
    • swisskiss 29.03.2020 13:10
      Highlight Highlight Hallwilerseecruiser: Wenn China Deine Vorstellung von Kommunismus ist, hast Du tiefgreifende Wissens- und Bildungslücken!

      Das "kommnistische" China nach Maos Modell ist seit den 80 er Jahren mit der Zulassung von Privatfirmen, der teilweisen Marktwirtschaft und der Zulassung von Vermögensbildung durch Private, vorbei.

      China ist ein autokratisches Regime, dass dieselben restriktiven Ueberwachungs- und Unterdrückungsysteme hat, wie ein rechtes, nationalistisches oder islamisches Regime, ohne Achtung der Menschenrechte. Diese Missachtung macht es dem Staat leicht, Massnahmen durchzudrücken
    • Hallwilerseecruiser 29.03.2020 13:49
      Highlight Highlight @swisskiss: Die Bemerkung war selbstverständlich ironisch gemeint.
    • Hayek1902 29.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Chinesischer totalitarismus gepaar mit gelenktem Staatskapitalismus. Der Fakt, dass dieses Virus in China ausbrach, totgeschwiegen wurde und nur wegen mutigen und nun leider toten Whistleblowern zu spät bekämpft wurde, sollte aber jeden die Antwort liefern.
  • rodolofo 29.03.2020 09:55
    Highlight Highlight Ich halte die chinesisch-Xi Shin Pin'sche Variante von Realitätsverweigerung und -Verdrängung für verheerender, als die amerikanisch-Trump'sche Variante von Realitätsverweigerung und Verdrängung, auch wenn es im Moment gegenteilig aussieht.
    Trump führt seine Anhänger spielerisch und zu seinen Gunsten an der Nase herum.
    Xi Shin Pin aber befindet sich seit seiner Jugend, in der er unvorstellbare Grausamkeiten erleben und durchmachen musste, in einer Art Schockstarre, mit einer Gefühls-Blockade zum Selbstschutz, was zur tödlichen Bedrohung wurde, für ihn und für das von ihm beherrschte China...
  • Gubbe 29.03.2020 09:52
    Highlight Highlight "Auch ich halte das für möglich, dass in China die Krankheit vorbei sein könnte. Obwohl, nach nicht kontrollierbaren Meldungen noch in Teilen des Landes, Kranke liegen würden."
    Für solche Aussagen muss man nicht jemanden fragen, der ein gutes Verhältnis nach China pflegt und das Institut Mercador gegründet hat.
    In der Schweiz wird eine Grippewelle auch für beendet erklärt, obwohl da und dort noch einer daran leidet.
    Könnte und möglicherweise sind Wörter, wo Aussagen nur auf Vermutungen basieren. Nichts aussagend.
  • DerRabe 29.03.2020 09:52
    Highlight Highlight Was denkt ihr, wird unsere Regierung in 2 Monaten machen?
    Denkt daran, dass uns China in dieser Pandemie ca. 2 Monate voraus ist.
  • Rethinking 29.03.2020 09:41
    Highlight Highlight Mein Chef meinte Anfangs Woche auch Corona sei nun erledigt, wir würden nun wieder zum Tagesgeschäft zurück kehren...

    Dabei betreffen ein Grossteil der Anfragen in der IT nach wie vor das Corona bedingte Home Office...
  • Auric Goldfinger 29.03.2020 09:30
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass Europa aus dieser Krise lernt... die Wertschöpfung muss wieder in Europa passieren, Liefer-, Rohstoff- und Produkteketten möglichst und soweit möglich unabhängig von externen Kontinenten und Nachhaltige und soziale Wirtschaft.

    Mir graut es mittlerweile vor der angelsächsischen und chinesischen Ansicht mit immer noch mehr, noch billiger und unendlichen Wachstum.
    • rodolofo 29.03.2020 10:42
      Highlight Highlight Das würde allerdings eine totale Kehrtwende bedeuten!
      "Grüne" UND "Rechtsnationalisten" schlagen uns das schon lange vor, allerdings aus entgegengesetzten Gründen und mit gegensätzlichen Argumenten, von denen einige tatsächlich "schlagend" sind.
      Dass die Regierung der VR China nun aber von einer "Zweiten Seidenstrasse" (des Gesundheitssystems) spricht, welche auf die "Erste Seidenstrasse" (der Industrie-Güter) folgen soll, verdeutlicht, dass die Entwicklung in einer Art "Flucht nach Vorn" sogar BESCHLEUNIGT werden soll, allen ökologischen Widerständen zum Trotz...
      #wiedermalnichtsgelernt
    • J-ME 29.03.2020 11:03
      Highlight Highlight Neeeein, China ist unser "Freund"✌✊✌
    • rodolofo 29.03.2020 12:11
      Highlight Highlight Wer ist denn dieser "Herr China"?
      Die Chinesische Gesellschaft ist nicht so homogen, wie die Funktionäre der Kommunistischen Partei behaupten...
      Zwischen einem Ai Wei Wei und einem Xi Shin Pin liegen Welten, obwohl beide zweifellos Chinesen sind. Und dann gibt es noch die Hongkong-Chinesen, die Taiwan-Chinesen, die Uiguren, Tibeter und Vieles mehr!
      Aus ihren eigenen historischen Erfahrungen und Entwicklungen haben sie eigene Schlussfolgerungen für die Zukunft gezogen.
      Prinzipiell ist das mit Europa und seinen "Europäischen Werten" ganz ähnlich.
      Vorsichtige Distanz, aber keine Dämonisierung.
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  • Stefan Morgenthaler-Müller 29.03.2020 09:26
    Highlight Highlight Warum nennt man die Medien des Konkurrenten immer Propaganda und die eigenen als frei, obwohl jedes Kind weiss, dass unsere Zeitungen von der Gunst (Inseraten) der Unternehmen abhängen und darum die Berichte über diese Unternehmen immer wohlwollend geschrieben werden. Wie sagte der Papst: Sitzen im gleichen Boot.
    • Sharkdiver 29.03.2020 09:50
      Highlight Highlight Du findest die Antwort in deinem Post. Man Beachte die Gunst der Inserenten (Freiwillig) VS die 1-Partei entscheidet was wie Berichtet wird, bei Nichtbefolgung folgt ein Umererziehungslager oder gar der Tod. 🤦🏼‍♂️
      Nebst dem bei uns es reicht 20min und Watson zu lesen um die Diversität zu erkennen im Gegensatz zur Gleichschaltung in China. Und so ein Kommentar wie deiner würde in China nie veröffentlicht, dir aber ein Besuch der Polizei zu bescheren. Und bei uns darfst du jeden Käsebfrei auf WhatsApp und Facebook teilen. P.s. Unsere Polizei verhindert Ärzte nicht am Warnen.
    • Evan 29.03.2020 09:55
      Highlight Highlight offensichtliche Falschaussagen wie "Das Politbüro hat beschlossen, dass die Epidemie vorbei ist" sind eigentlich doch gute Indikatoren von Propaganda.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 29.03.2020 11:04
      Highlight Highlight @shark. Äh, ja, dir ist nicht aufgefallen, dass die Medien hier alle das mehr oder weniger gleiche berichten? Dir ist nicht aufgefallen, dass obwohl wir hier Freiheit haben, alle mehr oder weniger das gleiche machen? Die Menschen in China sollen gleichgeschaltet sein, schau dich doch hier genauer um. Was nützt einem die Möglichkeit, eine Meinung zu äussern, wenn sie 0 Einfluss auf die Verhältnisse hat? Darum ist es auch erlaubt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meinsch 29.03.2020 09:21
    Highlight Highlight "Kaufen die Leute wieder in dem Ausmass Autos oder 5G-Handys wie vor der Krise erwartet?"
    Ich kann mir vorstellen das just diese Produkte hochkonjunktur kriegen werden gerade wegen der Krise.
    • bebby 29.03.2020 09:50
      Highlight Highlight Sehr ich auch so. Wenn der OeV ausfällt, dann ist man nur noch mit dem eigenen Fahrzeug mobil.
    • Coffeetime ☕ 29.03.2020 11:08
      Highlight Highlight In China darf man aber nicht einfach so ein Auto kaufen... es wird von der Admin. bestimmt, wer ein Auto kaufen darf und dann gibt es lange Wartezeiten. Wenn das Geld plötzlich fehlt, weil man Pleite ist, darf ergo kein Auto mehr gekauft werden.

Interview

Jean Ziegler zu Moria: «Im ersten Moment dachte ich: Endlich wird dieses Lager liquidiert»

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