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Iran präsentiert eigenes Luftabwehrsystem – es soll das zweitbeste der Welt sein



epa07785591 A handout picture made available by Iran's Presidential Office shows Iranian President Hassan Rouhani (2-L) delivering a speech next to Iranian Defense Minister Amir Hatami (2-R) during the inauguration ceremony of Iran's domestically built air defense missile system Bavar-373 (Believe), a long-range surface-to-air missile system, to mark Iran's National Defence Industry Day, in Tehran, Iran, 22 August 2019. Rouhani ordered the Bavar-373 missile defense system to be added to the country's network of air defense, media reported.  EPA/IRANIAN PRESIDENCY OFFICE HANDOU  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der iranische Präsident Hassan Ruhani (2.v.l.) und sein Verteidigungsminister Amir Hatami (2.v.r.). Bild: EPA

Der Iran hat am Donnerstag inmitten der Spannungen mit den USA sein erstes selbst produziertes Luftabwehrsystem präsentiert.

Präsident Hassan Ruhani sagte bei der Vorstellung des Raketensystems Bawar-373 anlässlich des Tags der Nationalen Rüstungsindustrie, das System sei «besser als die S-300 und nah an den S-400». Das russische S-400-Raketenabwehrsystem gilt als das leistungsstärkstes Luftabwehrsystem der Welt.

Das Raketensystem im Bewegtbild:

Der Iran hatte mit der Entwicklung des Bawar-Systems begonnen, nachdem die Lieferung russischer S-300-Raketen im Jahr 2010 wegen der internationalen Sanktionen ausgesetzt worden war.

Die S-300 wurden erst nach jahrelanger Verzögerung im März 2016 installiert, nachdem die Sanktionen infolge des internationalen Atomabkommens von Juli 2015 aufgehoben worden waren. Die Bawar sind Irans erstes selbst produziertes Luftabwehrsystem.

Ruhani ordnete nach der offiziellen Präsentation der Raketen an, dass sie in das iranische Luftabwehrsystem eingegliedert werden. Sein Büro veröffentlichte Fotos, auf denen Lastwagen mit Raketenabschusseinrichtungen zu sehen waren. Nach offiziellen Angaben haben die Bawar-373 eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern und sind vergleichbar mit den russischen S-300-Raketen und dem US-Patriot-System.

Die Präsentation des neuen Luftabwehrsystems erfolgt inmitten starker Spannungen mit den USA. Seit dem Ausstieg von US-Präsident Donald Trump im Frühling 2018 aus dem Atomabkommen und der Verhängung neuer Sanktionen gegen den Iran haben sich die Spannungen in der Golfregion massiv verschärft. Im Juni brachte der Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne über der Seestrasse von Hormus die beiden Länder an den Rand einer gewaltsamen Konfrontation. (sda/afp)

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