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Für Kritik an Irans Regime soll er getötet werden – leise Hoffnung für Blogger



epa08210636 Female students wave Iranian national flags during a ceremony marking the 41st anniversary of the 1979 Islamic Revolution, at the Azadi (Freedom) square in Tehran, Iran, 11 February 2020. The event marks the 41st anniversary of the Islamic revolution, which came ten days after Ayatollah Ruhollah Khomeini's returned from his exile in Paris to Iran, toppling the monarchy system and forming the Islamic Republic.  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Bild: EPA

Das Todesurteil gegen den iranischen Blogger und Dissidenten Ruhollah Sam ist nach Angaben der Justiz noch nicht bestätigt worden.

«Das Urteil muss noch vom obersten Gericht bestätigt werden, was aber bis jetzt nicht der Fall war», sagte Justizsprecher Gholam-Hussein Ismaili am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Sam war im vergangenen Monat von einem Revolutionsgericht zum Tode verurteilt worden.

Sam wurde vorgeworfen, er habe mit seiner Webseite Amad News Propaganda gegen die Führung im Iran gemacht und Menschen zu teilweise auch gewaltsamen Protesten provoziert. Er hatte besonders die angebliche Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl 2009 und die Wiederwahl von Mahmd Ahmadinedschad scharf verurteilt. Danach war er über Malaysia nach Frankreich geflohen. Sam hatte auch mehrmals Interviews mit persischsprachigen Sendern im Ausland geführt, in denen er stets die iranische Führung heftig kritisierte.

Der Blogger wurde Medienberichten zufolge angeblich von iranischen Sicherheitskräften in das Nachbarland Irak gelockt, im Herbst vergangenen Jahres dort verhaftet und danach in den Iran gebracht. Seitdem hat sich Sam bei mehreren Gerichtsterminen schuldig bekannt und um Vergebung gebeten. Daher rechnen politische Kommentatoren damit, dass seine Todesstrafe revidiert wird. (aeg/sda/dpa)

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