International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An Israeli soldier stands near the border fence between Israel and Egypt as African would-be immigrants sit on the other side near the Israeli village of Be'er Milcha, in this September 6, 2012 file photo. Faced with a surge in migration from the Middle East and North Africa, two European countries are exploring the possibility of erecting towering steel security fences along parts of their borders, similar to Israel's barrier with Egypt. Hungary and Bulgaria have made preliminary inquiries about buying the Israeli-designed fences, according to an Israeli business source who declined to be named due to the sensitivity of the discussions. To match Exclusive EUROPE-MIGRANTS/ISRAEL-FENCES  REUTERS/Nir Elias/Files

Dient Regierungschef Netanjahu als Vorbild für sein Unterfangen: Der Grenzzaun zwischen Israel und Ägypten.
Bild: NIR ELIAS/REUTERS

«Gegen illegale Migranten und Terror»: Israels Regierungschef Netanjahu verkündet Baubeginn von Grenzzaun zu Jordanien 



Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Sonntag den Baubeginn für Sperranlagen an der Grenze zu Jordanien verkündet. «Wir werden nicht zulassen, dass Israel von einer Welle illegaler Migranten und von Terrorismus überschwemmt wird», sagte er.

Zwar sei sein Land nicht gleichgültig gegenüber dem «tragischen Schicksal der Flüchtlinge aus Syrien und Afrika, aber wir sind ein sehr kleines Land ohne demografische und geografische Tiefe, weshalb wir unsere Grenzen kontrollieren müssen», sagte Natanjahu am Sonntag zu Beginn einer Kabinettssitzung.

Christlicher Protest gegen Bildungspolitik

Mehrere tausend Demonstranten haben am Sonntag vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gegen die Diskriminierung christlicher Bildungseinrichtungen protestiert. Der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz im Heiligen Land, Wadie Abunassar, sagte am Rande der Demonstration, die Schulen der ultraorthodoxen Juden hätten den gleichen Rechtsstatus wie die katholischen: anerkannt, aber nicht staatlich. «Und die werden zu hundert Prozent mit öffentlichen Mitteln finanziert, wobei viele nicht einmal die Grundfächer lehren. Wir verlangen Gleichbehandlung.» (sda)

Zu diesem Zweck werde Israel «heute beginnen Sperranlagen entlang unserer Ostgrenze zu Jordanien zu errichten». Das erste Teilstück verlaufe vom Badeort Eilat zum neu geplanten Flughafen bei Timna. Es handelt sich um die vierte Sperranlage, die Israel um sich zieht.

Sinai-Zaun als Vorbild

Derartige Grenzanlagen gibt es bereits zu Ägypten, auf dem annektierten Golanplateau zur Abschottung von Syrien und zum Westjordanland, wo Mauern und Zäune oftmals tief in das besetzte Palästinensergebiet reichen.

Herzog verlangt regulierte Flüchtlingsaufnahme. Die 240 Kilometer langen, elektronisch gesicherten Zäune zur ägyptischen Sinai-Halbinsel waren vor zwei Jahren fertiggestellt worden. Seitdem haben es kaum noch afrikanische Flüchtlinge geschafft, nach Israel zu gelangen.

Zuvor hatten mehr als 50'000 Menschen, zumeist aus dem autoritär regierten Eritrea und den Bürgerkriegsgebieten des Sudan, über den Sinai Israel erreicht. Die Sperranlagen auf den Golanhöhen, die zu zwei Dritteln von Israel besetzt sind, sollen ab sofort verstärkt werden, kündigte Netanjahu am Sonntag an. (tat/sda)

An Egyptian watch tower is seen close to the construction site of a barrier on the border between Israel and Egypt along Israel's Highway 12, a desert road north of the Red Sea resort of Eilat, in this February 15, 2012 file photo. Faced with a surge in migration from the Middle East and North Africa, two European countries are exploring the possibility of erecting towering steel security fences along parts of their borders, similar to Israel's barrier with Egypt. Hungary and Bulgaria have made preliminary inquiries about buying the Israeli-designed fences, according to an Israeli business source who declined to be named due to the sensitivity of the discussions. To match Exclusive EUROPE-MIGRANTS/ISRAEL-FENCES  REUTERS/Baz Ratner/Files

240 Kilometer lang sind die elektrischen Zäune, die den Zugang von der Sinai-Halbinsel her abriegeln.
Bild: BAZ RATNER/REUTERS

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Explosion auf Frachter vor Oman: Israel sieht iranische Verantwortung

Israel geht davon aus, dass der Iran für die Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman verantwortlich ist. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz sagte dem Sender Kan am Samstagabend: «Es gibt die Einschätzung, dass es die Iraner waren, aber das muss noch weiter geprüft werden.»

Die Seebeobachtungsstelle United Kingdom Maritime Trade Operations hatte am Freitag gemeldet, dass die Besatzung des Schiffs nach einer Explosion in Sicherheit sei. Nach Angaben …

Artikel lesen
Link zum Artikel