International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Netanjahu-Rivale Gantz soll mit Regierungsbildung beauftragt werden



Der israelische Präsident Reuven Rivlin will den oppositionellen Ex-Militärchef Benny Gantz am Montag offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen. Rivlins Sprecher bestätigte dies am Sonntag.

Die rechtskonservative Likud-Partei des bisherigen – und amtierenden – Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte zwar bei der Parlamentswahl am 2. März die Nase vorn, Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiss erhielt aber mehr Empfehlungen der im Parlament vertretenen Parteien für die Regierungsbildung. Bei Konsultationen Rivlins mit den Parteichefs wurde am Sonntag deutlich, dass sich 61 von 120 Abgeordneten sich für Gantz aussprachen.

FILE - In this Saturday, March 7, 2020 file photo, Blue and White party leader Benny Gantz delivers a statement in Tel Aviv, Israel. Israel's President Reuven Rivlin on Sunday, March 15 said he has decided to give Gantz the first opportunity to form a new government following an inconclusive national election this month. Rivlin's office announced his decision late Sunday after consulting with leaders of all of the parties elected to parliament. (AP Photo/Sebastian Scheiner, File)

Benny Gantz. Bild: AP

Der ursprünglich für Dienstag angesetzte Beginn des Korruptionsprozesses gegen den 70-jährigen Netanjahu ist unterdessen wegen der Coronavirus-Krise um zwei Monate verschoben worden. Der Prozess solle nun am 24. Mai beginnen, teilte das Gericht am Sonntag mit.

Besonders in der Opposition verstärkte dieser Schritt die Sorge, Netanjahu könne die Gesundheitskrise dazu missbrauchen, einer Strafverfolgung zu entkommen und demokratische Grundrechte zu beschneiden.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Indonesien impft die Jungen zuerst – warum das in der Schweiz keine gute Idee ist

Indonesien und Israel haben damit begonnen, die junge Bevölkerung zu impfen. Indonesien gar noch vor den Risikopatienten. Warum das in der Schweiz zurzeit wenig Sinn macht.

Andere Länder, andere Impfstrategien: Während die Schweiz zuerst die ältere Bevölkerung impft, ist es in Indonesien genau umgekehrt. Zuerst werden die 18- bis 59-Jährigen geimpft, dann die Älteren. Wieso das so gemacht wird und warum das in der Schweiz momentan nicht zur Debatte steht, erklärt in vier Punkten:

Der Gedanke hinter der indonesischen Impfstrategie ist simpel: Durch das Impfen der Jungen soll die Verbreitung des Virus gestoppt werden, da es vor allem junge Leute sind, die viele …

Artikel lesen
Link zum Artikel