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«Draghi wird Italien retten»



epa08999627 epa08999576 Leader of Italian party 'Italia Viva', Matteo Renzi, attends the Raiuno Italian TV program 'Porta a porta' conducted by Italian journalist Bruno Vespa in Rome, Italy, 09 February 2021. In the background, designated prime minister Mario Draghi appears on a giant screen.  EPA/ANGELO CARCONI  EPA-EFE/ANGELO CARCONI

Matteo Renzi ist von Ex-Zentralbankchef Mario Draghi (hinten) begeistert. Bild: keystone

Der frühere italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat den mit der Regierungsbildung in Rom beauftragten Ex-Zentralbankchef Mario Draghi als Retter des Landes und Garanten für Vertrauen bezeichnet.

«Er ist der Italiener, der den Euro gerettet hat, jetzt ist er der Europäer, der Italien retten wird», sagte Renzi über den langjährigen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Draghi, in der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit» (Donnerstag).

Der Chef der Splitterpartei Italia Viva verteidigte den Auszug seiner Partei aus dem Kabinett, der mitten in der Pandemie-Krise den Sturz der bisherigen Mitte-Links-Regierung bewirkt hatte. Der 73-jährige Ökonom Draghi führte am Mittwoch noch Sondierungsgespräche für eine mögliche Regierungsübernahme.

Renzi (46) äusserte sich zuversichtlich, dass Draghi die notwendige Zustimmung im Parlament finden werde. Zu seiner eigenen Rolle beim Sturz des Ministerpräsidenten Giuseppe Conte sagte er: «Wer behauptet, ich hätte die Krise aus reiner Eitelkeit ausgelöst, sollte sich daran erinnern, dass ich einen Ministerposten abgelehnt habe, ich habe mehr Ministerposten für meine Partei abgelehnt, ich habe alles riskiert, weil ich Mario Draghi als Ministerpräsidenten wollte.»

Im öffentlichen italienischen Fernsehen Rai 1 hatte Renzi am Dienstagabend über Draghi gesagt: «Mario Draghi bedeutet Vertrauen.» Er sei weltweit extrem bekannt. Der Corona-Hilfsfonds der EU stelle für Italien über 200 Milliarden Euro bereit. Aber bisher habe es an Vertrauen gefehlt. Bei Draghi sei dieses Geld «in den bestmöglichen Händen».

Renzis Partei Italia Viva («Lebendiges Italien») hatte das Kabinett Contes Mitte Januar im Streit um die Anforderung und den Einsatz der EU-Gelder verlassen. Staatspräsident Sergio Mattarella beauftragte den früheren Ex-Währungshüter vor einer Woche mit der Suche nach einer neuen Mehrheit. Renzi selbst war Ende 2016 als Regierungschef zurückgetreten. (aeg/sda/dpa)

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