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Italiens Premier muss wegen Coronakrise vor dem Staatsanwalt antraben



Italiens Regierungschef Giuseppe Conte muss sich im Umgang mit der Corona-Krise in der Lombardei den Fragen der Staatsanwaltschaft stellen. Hinterbliebene von Opfern haben am Mittwoch in der stark betroffenen Provinz Bergamo Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

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Sie werfen den Behörden vor, wegen Fahrlässigkeit und Inkompetenz für zahlreiche Todesfälle durch das Virus verantwortlich zu sein.

epa08463321 A handout photo made available by Chigi Palace shows Italian Prime Minister, Giuseppe Conte, attends a press conference on the day of the reopening of borders between the Regions amid an easing of restrictions during Phase 2 of the Covid-19 Coronavirus emergency, a fundamental step for the resumption of activities in the Country, at the Chigi Palace in Rome, Italy, 03 June 2020.  EPA/FILIPPO ATTILI  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Giuseppe Conte. Bild: keystone

Conte, Gesundheitsminister Roberto Speranza und Innenministerin Luciana Lamorgese sollen alle bei der Staatsanwaltschaft als Zeugen gehört werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

«Wir werden am Freitag reden. Ich werde alles sagen, was ich weiss, in aller Gelassenheit», sagte Conte am Mittwochabend. Es geht vor allem um die Frage, ob die als Corona-Hotspots bekannten Orte Alzano Lombardo und Nembro zu spät abgeriegelt worden sind.

«Wir sind alle aus der Gegend um Bergamo und haben ähnliche Geschichten, Geschichten von Familientragödien. Wir suchen klare und ernsthafte Antworten der Staatsanwälte», sagte Cristina Longhini von der Gruppe «Noi Denunceremo» (Wir werden anklagen). Diese besteht aus Angehörigen von Menschen, die an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sind.

Die Provinz Bergamo war das Epizentrum der Corona-Krise in Italien. Vor allem an der Regionalregierung der Lombardei wurde Kritik laut, die Gegend nicht zur roten Zone erklärt zu haben. Die Region weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die Regierung in Rom, die eine solche Entscheidung hätte treffen müssen. (sda/dpa)

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