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Grossrazzia gegen die Cosa Nostra – über 90 Mafiosi festgenommen



Police stand outside the special section for inmates at the hospital where Mafia boss Salvatore 'Toto' Riina died, in Parma, northern Italy, Friday, Nov. 17, 2017. Riina, 87, died early Friday in a hospital while serving 26 life sentences as the mastermind of a bloody strategy to assassinate rivals as well as Italian prosecutors and law enforcement trying to bring down Cosa Nostra. (Sandro Capatti/ANSA via AP)

Bild: AP/ANSA

Italienische Ermittler haben bei Grossrazzien gegen Mafia-Gruppen der Cosa Nostra 91 Verdächtige festgenommen. An dem Schlag unter Leitung der Justiz in Palermo waren rund 500 Beamte in Sizilien und in acht anderen Regionen beteiligt, wie die Finanzpolizei am Dienstag weiter mitteilte.

Die Cosa Nostra ist auf der Mittelmeerinsel Sizilien beheimatet.

Nach Medienberichten richteten sich die Razzien besonders gegen zwei bekannte Clans mit den Namen «Acquasanta» und «Arenella». Unter den Festgenommenen seien Bosse und andere Galionsfiguren der kriminellen Szene, wie die Zeitung «Corriere della Sera» schrieb. Es gehe um ein Bündel von Vorwürfen wie Geldwäsche, Drogenhandel, verbotenes Glücksspiel und Erpressung.

Nach Angaben der Zeitung gehen die Ermittler davon aus, dass ursprünglich aus Palermo stammende Clans ihre Geschäfte seit längerem auch nach Mailand und in andere norditalienische Städte verlegt hätten. Man könne von einem wahren «Umzug nach Norden» sprechen. Dabei spielten etwa Unternehmungen im Kaffeehandel und -marketing sowie Bars und andere Läden eine Rolle.

In den vergangenen Wochen hatten Experten in Italien wiederholt die Befürchtung geäussert, dass Mafiagruppen von der Not vieler Unternehmen durch die Coronavirus-Krise profitieren wollten. Es gebe einen enormen Geldmangel in vielen Firmen, den Kriminelle zum Waschen von Schwarzgeld ausnutzen könnten. Zugleich ist die Regierung in Rom unter Druck, weil die Justiz wegen der Gesundheitskrise Hunderte von Mafiamitgliedern vorzeitig entlassen oder in den Hausarrest geschickt hatte. Die Regierung ist dabei, die Vorschriften dafür zu verschärfen. (aeg/sda/dpa)

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