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Heftiger Taifun steuert auf Tokio zu - Verkehrschaos befürchtet



Ein heftiger Taifun nimmt Kurs auf Japan. Bahnbetreiber des Inselreiches kündigten bereits am Donnerstag starke Einschränkungen des Verkehrs für das Wochenende im Westen und Osten einschliesslich der Hauptstadt Tokio an.

Der Wirbelsturm «Hagibis» mit Windgeschwindigkeiten nahe seines Zentrums von bis zu 270 Kilometern pro Stunde droht, am Wochenende in der Region Kinki im Westen des Landes, wo auch die Grossstadt Osaka liegt, auf Land zu treffen.

Sehr eindrücklich:

Nach Einschätzung der japanischen nationalen Wetterbehörde nimmt der Taifun dann auch Kurs auf die Region Kanto, in der die Städte Tokio und Yokohama liegen. Er dürfte die Regionen mit starken Sturmböen und Regenfällen überziehen und könnte auch für Überschwemmungen sorgen.

Die Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) teilte mit, alle Inlandsflüge von und zu den Tokioter Flughäfen Haneda und Narita zu streichen. Die Bahngesellschaft East Japan Railway erklärte, der Betrieb des Hochgeschwindigkeitszuges Shinkansen sowie der Betrieb von lokalen Zügen dürften im Osten und Nordosten Japans eingestellt werden.

Rugby-WM-Spiele abgesagt

Wegen des nahenden Taifuns wurden auch zwei Spiele bei der laufenden Rugby-Weltmeisterschaft in Japan abgesagt. Die Partien Neuseeland gegen Italien in Toyota und England gegen Frankreich in Yokohama fallen am Samstag aus. Alle Teams erhalten nach Angaben des Veranstalters zwei Punkte. Italien ist dadurch ausgeschieden.

Nie zuvor in der 32-jährigen Geschichte des Turniers mussten Begegnungen abgesagt werden. Es wäre unverantwortlich, wenn man die Mannschaften, Fans und Helfer den Folgen des erwarteten Taifuns ausgesetzt hätte, hiess es. Der Taifun werde zu Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs in Tokio, Yokohama und Toyota führen.

Auch die Veranstalter des für Sonntag vorgesehenen Formel-1-Rennens in Suzuka beobachten die Auswirkungen des Taifuns. Nach derzeitigem Stand könnte die Qualifikation am Samstag beeinträchtigt werden. (sda/dpa/bal)

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