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Fall Maddie: Ermittlungen gegen Deutschen wegen Mordverdachts

13 Jahre nach dem Verschwinden von Maddie ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen Mordes gegen einen vorbestraften 43-jährigen Deutschen.



FILE -  This March 2007 file photo released by the McCann family Friday, May 4, 2007, shows 3-year-old British girl Madeleine McCann.  London's Metropolitan Police said Wednesday April 25, 2012 say it's possible missing girl Madeleine McCann is alive and they will release a new image of the girl, who went missing on a family vacation in the Algarve coast in Portugal in May 2007.   (AP Photo/McCann Family, File)

Bild: AP FAMILY PHOTO COURTESY OF THE MCCANN FAMILY

Im Fall des vor gut 13 Jahren in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Madeleine «Maddie» McCann steht ein 43 Jahre alter Deutscher unter Mordverdacht. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt nach Angaben des Bundeskriminalamts gegen den Mann, der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft sei. Er verbüsse derzeit in anderer Sache eine längere Haftstrafe, teilte das BKA am Mittwochabend in Wiesbaden mit.

Das damals dreijährige Mädchen war am 3. Mai 2007 aus einer Appartementanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Die Eltern waren zu der Zeit in einem nahegelegenen Restaurant essen. Das ungeklärte Schicksal des Mädchens hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Ermittler waren von einer Entführung ausgegangen. Zeitweise standen auch die Eltern selbst unter Verdacht.

Der nun Beschuldigte habe zwischen 1995 und 2007 regelmässig an der Algarve gelebt, unter anderem für einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz. «Nach hier vorliegenden Erkenntnissen ging er in dieser Zeit im Raum Lagos mehreren Gelegenheitsjobs, unter anderem in der Gastronomie, nach», teilte das BKA mit.

Weitere Details nannten die Ermittler am Mittwochabend nicht. Die portugiesische Justiz hatte ihre Ermittlungen 2008 zunächst eingestellt, sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder aufgenommen. Auch bei der britischen Polizei liefen Ermittlungen.

«Aktenzeichen XY» brachte mehrfach Hinweise im Fall Maddie

Zu dem Verdächtigen im Fall des vor gut 13 Jahren in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Madeleine «Maddie» McCann haben Ermittler mehrmals Tipps durch deutsche TV-Beiträge erhalten. Nach einer Sendung von «Aktenzeichen XY... ungelöst» aus dem Jahr 2013 seien bereits Hinweise auf den Mann eingegangen, sagte Christian Hoppe vom Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwochabend in der ZDF-Sendung. Auch nach einem Bericht zehn Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens habe es Hinweise gegeben.

Damals reichten die Informationen aber nicht für Ermittlungen oder eine Festnahme aus, wie Hoppe berichtete. Es gab demnach viele Indizien, der entscheidende Beweis fehle aber noch. Die Ermittlungen führten zu der Annahme, dass das Mädchen einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen ist. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt nach BKA-Angaben gegen einen 43-jährigen Deutschen, der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft sei. Er verbüsse derzeit in anderer Sache eine längere Haftstrafe, teilte das BKA am Abend in Wiesbaden mit. (sda/dpa)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Real John Doe 04.06.2020 08:14
    Highlight Highlight Ein nicht unwesentliches Detail haben sie gestern in der Sendung aber schon noch erwähnt. Aufgrund von Handy-Daten kann man mit Sicherheit sagen, dass der Verdächtige am Tag von Maddies verschwinden in Praia da Luz war.
    • Saraina 04.06.2020 12:32
      Highlight Highlight Ja, und ich frage mich, wie die Polizei an Handy-Daten aus dem Jahr 2007 kommt?

      Nicht dass es mir um den Verdächtigen leid tut, aber sollten diese Daten nicht nach einiger Zeit gelöscht werden?
  • SJ_California 04.06.2020 08:03
    Highlight Highlight Ich frage mich, was Erwachsene mit fremden Kindern wollen? Ob der Täter nun für sich selbst gehandelt hat oder die 3-Jährige verkauft hat - was sind die Motive dahinter (für ihn bzw für die Auftraggeber)?!?
    Dass Kinderhandel in unserer Welt überhaupt existiert, und dann noch in dem Ausmass, indem es eben tut, das schockiert mich immer wieder.
    • ELMatador 04.06.2020 08:08
      Highlight Highlight Es kann sehr viele Gründe geben.

      - Illegale Adoption (gemäss festgelegten Kriterien)
      - Kindersklaven / Sex sklaven
      - Organversorgung

      Leider besitzen zu viele keinen gesunden Menschenverstand. Dabei agieren gewisse aus Not andere aus Geld oder für den Kick.
    • Human 04.06.2020 08:41
      Highlight Highlight In Deutschland wird der Fall eines Mannes verhandelt der ein Kind mit einer Leihmutter gezeugt haben soll nur zum Zwecke es anschliessend zu missbrauchen..die Welt ist abartig.
  • Füürtüfäli 04.06.2020 07:16
    Highlight Highlight Hoffe für die Eltern, dass hier endlich die Wahrheit ans Tageslicht kommt.
    All die Jahre mit dem leben zu müssen, mit all den Fragen muss die Höhle sein.
  • Sälüzäme 04.06.2020 01:15
    Highlight Highlight Das Wissen zu haben was geschehen ist und einen Platz um zu trauern sind viel wichtiger, speziell am Geburtstag oder an Festtagen. Die Vorwürfe anderer steckt man weg, viel schlimmer sind die Selbstvorwürfe die man sich sein Leben lang macht wie: wenn, wäre, würde hätte, sollte, könnte, dürfte und das immer wieder wenn ein Kind im gleichen Alter oder im jetzigen angetroffen wird. Es gibt diesbezüglich sehr viele Doppelgänger.
    Ich hoffe die Eltern und Angehörigen erhalten endlich Gewissheit.
  • Human 03.06.2020 22:37
    Highlight Highlight Es wäre den Eltern so sehr zu wünschen das dieser Fall endlich geklärt werden kann und am Ende wenigstens der Mörder verurteilt wird. Die beiden haben viel hinter sich vorallem noch mit der zusätzlichen Belastung das sie selbst lange unter Verdacht standen. Was für ein ungerechtes Gefühl es sein muss. Dein Kind verschwindet und man beschuldigt dich dafür
    • Max Cherry 03.06.2020 23:24
      Highlight Highlight Also wenn vier Elternpaare ihre Kleinkinder alleine in einer Ferienwohnung lassen um zusammen feierlich Essen zu gehen und eines der Kinder verschwindet plötzlich sollte es hoffentlich selbstverständlich sein, dass die Eltern und ihre Aktivitäten genauer unter die Lupe genommen werden...
    • Max Dick 04.06.2020 05:43
      Highlight Highlight Das mag natürlich ungerecht erscheinen, allerdings geht es um die Ermittlungen in einem wahrscheinlichem Mordfall, und da muss jeder Spur nachgegangen werden, auch wenn es für die Verdächtigen (beschuldigt waren sie nie) natürlich hart ist. Und der Verdacht gegen die Eltern ist jetzt nicht völlig aus der Luft gegriffen. Gibt tatsächlich einige Indizien, die für diese Variante sprechen. Genauso wie es jetzt einige Indizien gibt, die jetzt auf den obengenannten Täter hindeuten.
    • Vipermaschine 04.06.2020 07:28
      Highlight Highlight Der Schmerz ein Kind auf diese Weise zu verlieren muss unermesslich gross sein. Selber dann noch in Verdacht zu geraten, ist unvorstellbar grauenvoll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Enisopf 03.06.2020 21:35
    Highlight Highlight Egal was passiert ist, ob sie noch lebt oder nicht... ich hoffe die Eltern haben bald Gewissheit

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