International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This combination of Sept. 14, 1986, left, and Aug. 1, 2019 photos provided by NASA shows the shrinking of the Okjokull glacier on the Ok volcano in west-central Iceland. A geological map from 1901 estimated Okjökull spanned an area of about 38 square kilometers (15 square miles). In 1978, aerial photography showed the glacier was 3 square kilometers. in 2019, less than 1 square kilometer remains. (NASA via AP)

«Ein Gesicht der Klimakrise»: Der Okjokull-Gletscher in Island. Bild: AP

Dieser Gletscher wurde in Island gerade offiziell für «tot» erklärt

Ein Opfer der Erderwärmung: Auf Island ist offiziell der erste Gletscher für «tot» erklärt worden. Der 700 Jahre alte Okjokull gilt formell nicht mehr als solcher, weil er mit nur noch 15 Metern Eisdicke zu leicht geworden ist, um sich vorwärts zu schieben.



An der Abschiedszeremonie nahmen am Sonntag rund hundert Menschen teil, darunter Regierungschefin Katrin Jakobsdottir. An Ort und Stelle wurde eine Tafel enthüllt mit der Überschrift «Ein Brief an die Zukunft».

Darauf heisst es weiter: «In den nächsten 200 Jahren ist zu erwarten, dass alle unsere wichtigsten Gletscher den gleichen Weg gehen. Diese Gedenktafel dient dazu, anzuerkennen, dass wir wissen, was vor sich geht und was zu tun ist.»

Bild

«Wir wissen, was vor sich geht, und wir wissen, was zu tun ist»: Die Gedenktafel soll an den Klimawandel erinnern. bild: © KEYSTONE/EPA RICE UNIVERSITY/DOMINIC BOYER/CYMENE HOWE / HANDOUT

Auf der Tafel ist zudem die im Mai gemessene CO2-Konzentration von 415 Teilen pro Million (ppm) vermerkt. Dies war der höchste jemals gemessene Kohlendioxid-Gehalt in der Erdatmosphäre.

Gesicht der Klimakrise

«Ich hoffe, dass diese Zeremonie als Inspirationsquelle nicht nur für uns hier in Island, sondern auch für den Rest der Welt dient», sagte die isländische Ministerpräsidentin Katrin Jakobsdottir.

Schliesslich sei hier «ein Gesicht der Klimakrise» zu sehen. An der Zeremonie nahmen auch die frühere Uno-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson sowie zahlreiche isländische Forscher und Wissenschaftler der Rice University in den USA teil, die das Anbringen der Gedenktafel initiiert hatten.

Gletscherforschung in Zürich

Schmelzende Gletscher verlieren weltweit nach neuen Schätzungen jährlich rund 335 Milliarden Tonnen Eis. Zu diesem Schluss kommen Forscher aus Zürich, die Satellitenmessungen und Beobachtungen vor Ort ausgewertet haben.

Der federführende Forscher Michael Zemp von der Universität Zürich sagte im April, die Welt verliere damit jährlich rund drei Mal das verbleibende Gletschervolumen der Europäischen Alpen. Die Gletscher hätten zwischen 1961 und 2016 mehr als 9000 Milliarden Tonnen Eis verloren.

Anfang des Monats hatte der Weltklimarat IPCC in einem Sonderbericht festgestellt, dass der weltweite Temperaturanstieg über den Landflächen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits bei 1.53 Grad liegt. (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Vom Ende der Ewigkeit – eine Reise durch bedrohte Polarwelten

Frauen für Forschung begeistern

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Super-Vielflieger» sorgen für die Hälfte aller CO2-Airlineemissionen

Minus 50 Prozent Passagiere weltweit! Zwar hat die Corona-Pandemie die Airline-Industrie in die grösste Krise ihrer Geschichte befördert. Zuvor ist aber so viel geflogen worden wie noch nie. Aber sehr ungleich über den Globus verteilt. Dies zeigt eine schwedische Studie, die den weltweiten Luftverkehr 2018 untersucht hat.

Das sind laut Guardian die wichtigsten Erkenntnisse:

Die im Papier untersuchten Vielflieger reisten nach Angaben von Studienautor Stefan Gössling etwa 56'000 Kilometer …

Artikel lesen
Link zum Artikel